Christian Wulff, 51, Bundespräsident, und seine Frau Bettina, 37, gerieten beim Staatsbesuch in der Türkei in Turbulenzen. Beim Anflug auf die Stadt Adana kam die Maschine des Präsidenten unvermittelt in heftige Böen. Die Präsidentengattin, die sich gerade für den nächsten Termin fertigmachte, konnte sich noch geistesgegenwärtig an einem kleinen Waschbecken festhalten, um einen Sturz zu verhindern. Wulff selbst riss das plötzlich absackende Flugzeug dagegen von den Beinen. Im vergeblichen Bemühen, einem Sturz zu entgehen, zog er eine Lampe aus der Wandbekleidung mit zu Boden. Beim Aussteigen erzählte der Präsident der Besatzung von dem Vorfall. Er habe allerdings den Eindruck, so Wulff augenzwinkernd, dass die Verkleidung schon früher einmal abgefallen sei. Möglicherweise hätten die Bundeskanzlerin oder der Außenminister es versäumt, die Sache zu melden. Wulff, der seinen heiklen Türkei-Besuch erfolgreich bewältigte, nahm den Vorfall gelassen: "Wenn das die einzige Turbulenz war, kann ich mich nicht beklagen."
DER SPIEGEL 43/2010
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