Wer zu Atemwegserkrankungen und Asthma neigt, sollte beim Silvesterfeuerwerk nicht zu tief einatmen: Der farbenfrohe Funkenregen steckt voller winziger Metallteilchen, die tief in die Lunge gelangen können. Selbst giftige Schwermetalle wie Blei finden sich in den explosiven Mischungen. Ein spanisches Forscherteam um die Umweltwissenschaftlerin Teresa Moreno hat das Luftgemisch unmittelbar nach dem traditionellen Feuerwerk zur Sonnenwendfeier im katalonischen Girona analysiert. Wie die Wissenschaftler jetzt im Fachblatt "Journal of Hazardous Materials" berichten, fanden sie ungewöhnlich hohe Konzentrationen beispielsweise von Kupfer, Strontium, Kalium, Magnesium und Blei. Morenos Tipp für die Silvesternacht: Abstand halten. "Wer in großen Städten lebt, atmet ohnehin schon viele Rußpartikel ein; der dichte Rauch der Feuerwerke macht die Situation noch schlimmer."
DER SPIEGEL 47/2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.