20.12.2010

INTELLEKTUELLE „Da sind wieder vier in Kopftüchern“

Seit 14 Wochen führt Thilo Sarrazin mit seinem Abgesang auf Deutschland die Bestsellerlisten an; alle hat dieser Erfolg überrascht, vorneweg seine Kritiker. Das Buch hat das Land verändert, aber auch den Verfasser. Von Jan Fleischhauer
Er betritt den Saal durch die Vordertür, normalerweise kommt er durch einen Seiteneingang. Die beiden Leibwächter, die zu seinem Schutz abgestellt sind, spähen jetzt noch grimmiger als sonst ins Publikum. "Ich gehe in mein altes Gymnasium vorne rein", hat er der Frau vom Verlag gesagt, als sie ihm die Details für den Abend durchgab.
Thilo Sarrazin ist zum Vortrag in seine Heimatstadt Recklinghausen gekommen. Aus der Buchhandlung, in der er lesen sollte, musste man wegen der Nachfrage in die Aula seiner ehemaligen Schule umziehen. Die Karten waren binnen drei Stunden ausverkauft. Von den Demonstranten vor dem Haus hat sich offenbar keiner rechtzeitig eine besorgen können.
Sarrazin sitzt an einem alten Schultisch, über den jemand ein rotes Tuch gelegt hat. Das Licht fällt aus zwei Schreibtischlampen so ungünstig nach unten, dass sein Gesicht merkwürdig erhitzt wirkt. Er braucht eine halbe Stunde, bis er endlich bei dem Thema ist, das ihn berühmt gemacht hat, aber das scheint niemanden zu stören.
Als es so weit ist, redet er über die verfehlte Einwanderungspolitik der Vergangenheit, die Versäumnisse bei der Integration, die kulturelle Rückständigkeit des Islam. Er trägt das ganz ruhig vor, ohne jede erkennbare Emotion, aber gerade deshalb entfaltet es Wirkung.
Hinterher fragt ein junges Mädchen, ob er die Dinge nicht ein wenig menschlicher sehen könne. Es gebe doch viele positive Beispiele. Da guckt Sarrazin es von seinem Pult aus fast mitleidig an und sagt, dass er natürlich auch ein Buch über das Zusammenleben von Deutschen und Migranten hätte schreiben können. "Wie ich mich kenne, wäre es sicher ebenfalls sehr dick geworden, ich bezweifle nur, dass es viele Leute gekauft hätten."
Da lachen die meisten, und das Mädchen wird ein wenig rot. Seine Frage bleibt die einzige kritische Äußerung.
Sarrazin ist jetzt 65 Jahre alt, die eine Gesichtshälfte hängt seit einer Operation, bei der eine Geschwulst nahe dem Facialisnerv entfernt werden musste; das rechte Ohr ist nahezu taub. Manchmal stottert er, wenn er müde ist. Auf einem der Fotos, die seit September im Umlauf sind, trägt er einen Rucksack. Er sieht darauf eher wie jemand aus, mit dem man Mitleid haben muss, nicht wie einer, der die Massen hinter sich versammelt.
Fast 1,2 Millionen Exemplare seines Buchs sind inzwischen ausgeliefert, und noch immer ist kein Ende absehbar. Bei den SPIEGEL-Sachbuchbestsellern führt es nun seit 14 Wochen die Liste an.
Der Kauf ist eine Demonstration. Es kommt gar nicht mehr darauf an, Sarrazins Buch zu lesen, es reicht jetzt schon, es nach Hause zu tragen. Auch der Nichtkauf ist zum Bekenntnis geworden, ob man will oder nicht. Es gibt kein unschuldiges Desinteresse mehr.
Aber was wollen die Leute mit dem Kauf sagen? Warum nicken sie einander zu, wenn sie sich mit dem roten Einband unter dem Arm begegnen? Was meint die Sicherheitsbedienstete am Berliner Flughafen, wenn sie bei einem Blick auf den Buchrücken den Daumen hebt?
Es ist kein einfaches Buch, so viel lässt sich gleich sagen. Die Kapitel sind vollgestellt mit Zahlen und Statistiken. Es ist das Buch eines Menschen, der es gewohnt ist, den Dingen auf den Grund zu gehen. Man kann auch sagen: Es ist das Buch eines Mannes, der unbedingt etwas beweisen will.
Aber was genau? Warum schreibt jemand so ein Buch?
Man muss noch einmal an den Anfang zurück, in die Wochen, als alles begann. Die Geschichte von Sarrazins Buch ist auch die Geschichte einer Erregung - erst der Kreise, die von Berufs wegen darüber urteilen, wie die Dinge zu bewerten sind, dann des großen Publikums. Direkt vor und nach der Publikation von "Deutschland schafft sich ab" gab es ein paar Tage, an denen alles in der Schwebe hing. Man kann den Erfolg nicht verstehen ohne diese Zwischenphase, in der es kurz so aussah, als wäre der Autor erledigt.
Das Buch hat nicht nur das Land verändert, sondern auch den Mann, der es schrieb. Der Redner, der die Bühne in Recklinghausen betritt, ist ein anderer Mensch als derjenige, der noch vor drei Monaten um sein Überleben kämpfte. Zu seinem Ingrimm über die Nichtsnutze am Rande, die vom Fleiß anderer Leute leben, ist die Verachtung für die Elite gekommen, die ihn, so sieht er das, mundtot machen wollte.
Zu erzählen ist die Geschichte eines Ungeheuers zwischen Buchdeckeln, das alle überwältigt hat - den Autor, die Kritiker und erst recht den Verlag, der es freisetzte.
(***)
Thomas Rathnow sieht abgekämpft aus, er hat einen langen Tag am Schreibtisch hinter sich. Am liebsten würde der Chef der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) auch weiterhin nichts zu dem bestverkauften Buch seiner Verlegerkarriere sagen, er hat bislang jeden Interviewwunsch abgelehnt.
Seit drei Jahren ist Rathnow bei der DVA für das Programm verantwortlich, ein nachdenklicher Mann mit jener freundlichen Geduld, wie sie gute Verleger im Umgang mit Autoren aufzubringen gelernt haben. Im Regal hinter ihm stehen wichtige Bücher der Herbstproduktion, eine Handke-Biografie, "JR" von William Gaddis. "Deutschland schafft sich ab" ist nicht dabei. Man muss etwas suchen, um es zu finden; der rote Buchrücken steckt eingeklemmt zwischen anderen Titeln unter dem Fenster.
Fragt man Rathnow, ob er stolz auf seinen Erfolg sei, blickt er auf seine Hände. "Stolz ist nicht die richtige Kategorie", sagt er. Er will sich nicht öffentlich von dem Autor distanzieren, der ihm so viel Geld einbringen wird, dass er davon viele schlecht verkäufliche Bücher finanzieren kann. Aber er schafft es auch nicht, den Text richtig zu verteidigen.
Die DVA ist ein traditionsreiches Haus, fast zwei Jahrhunderte deutscher Geistesgeschichte hat es mitgeprägt. 12 Nobelpreisträger, 13 Kanzler und 4 Bundespräsidenten gehören zu den Autoren. Weltoffen, liberal, "getrübt weder von reaktionärer Gesinnung noch von avantgardistischem Übereifer", so beschreibt der Verlag selbst seine Haltung. Und nun also ein Buch, in dem schon auf der ersten Seite von "Fäulnisprozessen" in der Gesellschaft die Rede ist.
So wie Rathnow die Geschichte seines größten Erfolgs erzählt, ist es die Geschichte eines verhängnisvollen Zufalls. Ein Griff, von dem andere Verleger ein Leben lang träumen und der ihm nun den Schlaf raubt. Ein Lektor hatte Sarrazin in einer Talkshow gesehen und daraufhin angeschrieben, ob man nicht einmal reden wolle. Niemand habe ahnen können, was daraus wird, sagt Rathnow erschöpft. Den Namen des Kollegen möchte er lieber nicht nennen, der Mann wolle sich nicht auch noch in der Presse wiederfinden.
Das erste Treffen verlief gut, die DVA wünschte sich einen Text über den deutschen Sozialstaat, eine Kritik aus der Feder eines führenden Sozialdemokraten. Von Ausländern sei am Anfang nie die Rede gewesen, sagt der Verleger, schon gar nicht von Intelligenzforschung und Vererbung. Im Herbst 2008 lag ein Vertrag vor, der Vorschuss war mit 10 000 Euro deutlich unter dem, was andere Autoren verlangen. So standen die Dinge, als sich Sarrazin an die Arbeit machte.
Es hatte sich einiges bei ihm angesammelt. Sarrazin ist ein gebildeter Mann, selbst als Finanzsenator in Berlin schaffte er noch ein Lesepensum von 25 Büchern im Jahr. Gleichzeitig ist er ein sehr systematischer Mensch, wie die Excel-Tabelle zeigt, in die er jedes gelesene Buch mit Titel, Datum, Inhaltsangabe und einer Schulnote einträgt. Womit er sich einmal beschäftigt hat, geht nicht so schnell wieder verloren.
Lange sah es so aus, als ob sich die Dinge normal entwickeln würden. Die Vertreter, die mit dem Herbstprogramm im Buchhandel unterwegs waren, meldeten ein ordentliches Interesse, aber nichts, was auf einen großen Verkaufserfolg hinwies. Die DVA ließ nach Eingang der Vorbestellungen 25 000 Exemplare drucken.
Wenn es zu diesem Zeitpunkt eine Sorge im Verlag gab, dann nur die, dass der Text zu trocken ausfallen würde, weil der Autor ständig neue Zahlen anschleppte. Die Arbeit am Buch besorgte eine freie Lektorin in Berlin, der eigentlich zuständige Sachbuchlektor war mit anderen Projekten beschäftigt. Am Anfang war noch nicht einmal klar, ob es einer der Spitzentitel sein würde, mit denen ein Verlag auf seine wichtigsten Neuerscheinungen aufmerksam macht.
Als Verleger Rathnow die Fahnen im Juli zum ersten Mal ganz zu sehen bekam, war ihm an einigen Stellen unwohl. Ihm gefielen Formulierungen nicht, die er für missverständlich hielt. Außerdem fand er die Ausflüge in die Genetik überflüssig, sie passten nach seiner Einschätzung nicht wirklich zur sonstigen Argumentation. Am Telefon sprach er mit Sarrazin über seine Einwände. Das Wort "Rasse" wurde durch "Ethnie" ersetzt, die Stellen zur Vererbung von Intelligenz blieben stehen, da wollte der Autor nicht mit sich reden lassen.
Er referiere nur den Stand der wissenschaftlichen Forschung und ziehe daraus seine Folgerungen, sagt Sarrazin heute, wenn man ihn auf die Passagen anspricht, die seinen Text zum Skandal machten. Im September hat er noch einmal zwei Änderungen vornehmen lassen. An einer Stelle über die Bevölkerungsentwicklung steht nun ergänzend "auf lange Sicht", ein Satz über die nachteiligen Folgen der Verwandtenheirat in muslimischen Großfamilien ist seit der elften Auflage entfallen. Auch diese Korrekturen will er nicht als Selbstberichtigung verstanden wissen: "Die Aussage zum Inzest ist nicht falsch, aber sie führt den Leser auf ein Gebiet, das man länger behandeln müsste."
Die öffentliche Erregung beginnt mit zwei Vorabdrucken, der eine im SPIEGEL, der andere als mehrteilige Serie in der "Bild". Noch ist das Buch nicht im Handel, aber die Auszüge reichen, um eine lebhafte Debatte in Gang zu setzen.
Spätestens am Nachmittag des 25. August weiß Rathnow, dass er sich mit dem Text, den er verlegt hat, vielleicht doch ausführlicher hätte beschäftigen sollen. Auf der Bundespressekonferenz hat ein Journalist gefragt, was denn die Regierung von den Thesen halte. Bei der Vorbesprechung im Kanzleramt waren auch die Sarrazin-Auszüge ein Thema gewesen. Man legte für den Fall, dass es dazu Fragen geben sollte, die Formulierung fest, Kanzlerin Angela Merkel halte das Buch für "nicht hilfreich". Das ist das Signal für eine Verdammung, der sich fast die gesamte politische Klasse anschließt.
Es setzt jetzt Schlag auf Schlag: Am Mittag der Buchvorstellung, in der Sarrazin fünf Tage später sein Werk präsentiert, kündigt SPD-Chef Sigmar Gabriel ein Parteiausschlussverfahren gegen den Autor an. Die Bundesbank fasst den Entschluss, ihm seinen Vorstandsposten in Frankfurt zu nehmen.
Den Anlass bietet ein Interview mit der "Welt am Sonntag", in dem sich der Autor zu der Behauptung hat hinreißen lassen, alle Juden teilten ein bestimmtes Gen. Sarrazin selbst schiebt es auf seine Übermüdung, dass er den Satz bei der Autorisierung des Interviews stehen ließ. Aber Leute, die ihn näher kennen, halten es eher für wahrscheinlich, dass er ihn nicht anstößig fand, weil er nahe an den Gedanken ist, die ihn umtreiben und die er unbedingt unters Volk bringen will.
Im Verlag setzt Panik ein. Die Mitarbeiter werden darauf angesprochen, wie sie ein solches Buch machen konnten. Man hat Sorge, dass sich Autoren abwenden. Es passieren immer neue Fehler. Die Nachfrage ist jetzt so groß, dass auch bei der DVA alle Bücher weg sind. Um die Anfragen der Journalisten zu befriedigen, die den Text lesen wollen, verschickt die Pressestelle die Fahne als PDF. Zu spät stellt man fest, dass die Fassung, die das Haus verlassen hat, nicht auf dem letzten Stand ist. An einer Stelle ist noch vom "hohen Anteil an angeborenem Schwachsinn" bei Einwanderern aus dem Nahen Osten die Rede, obwohl das gestrichen wurde. Es wird jetzt in den Zeitungen mit Zitaten gegen den Autor gearbeitet, die im Buch gar nicht vorkommen.
Wenn man heute mit Sarrazin über die Woche der Veröffentlichung spricht, gibt er sich ungerührt. Als er sich in der ersten Septemberwoche erstmals zu einem verabredeten Gespräch am Telefon meldet, ist ihm die Erschütterung deutlich anzumerken. Es ist der Freitag nach der Buchvorstellung, Sarrazin hat über sein Büro in der Bundesbank die private Telefonnummer übermitteln lassen. Er sitzt zu Hause in seinem Arbeitszimmer, aber es geht ihm nicht gut. Er schläft nicht richtig, höchstens drei bis vier Stunden pro Nacht, er kann auch nicht mehr richtig essen.
Einmal muss er das Telefonat unterbrechen, um einen Techniker hereinzulassen, der den Internetanschluss repariert. Dann ruft auf der anderen Leitung jemand vom "Tagesspiegel" an, aber den lässt er von seiner Frau abwimmeln. Er sagt, dass er sich jetzt erst einmal eine "Mediensperre" auferlegt habe, es sei alles zu viel für ihn, er dürfe keine Fehler mehr machen. Er weiß, dass nicht mehr viel fehlt, und er ist ein Ausgestoßener, jemand, den man nicht mehr einladen kann.
"Ich habe mir das nicht vorstellen können, dass man so über ein Buch urteilt, ohne es überhaupt gelesen zu haben", sagt Sarrazin. Es hört sich so an, als ob er sich wünschte, er könnte die Uhr zurückdrehen. Seine Frau Ursula, die an einer Grundschule in Berlin unterrichtet, berichtet von scheelen Blicken, gezischten Kommentaren. Er trifft sich mit Bekannten, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Als ein paar Fotografen vor dem Haus auftauchen, in dem man zusammengekommen ist, versucht Sarrazin, über den Hof zu entkommen. Aus dem Provokateur ist ein Gejagter geworden.
Es ist im Nachhinein nicht genau zu sagen, wann die Stimmung dreht. Der langjährige Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi verteidigt Sarrazin in der "Süddeutschen Zeitung" gegen den Vorwurf, er sei ein Rassist. Selbst wenn sie einige Thesen für verkehrt halten, nehmen viele wie Dohnanyi oder der ehemalige SPD-Finanzminister Peer Steinbrück doch Anstoß daran, wie hier mit einem Buchautor umgesprungen wird. Mit der Zustimmung wächst bei Sarrazin auch das Selbstbewusstsein.
Beim nächsten Telefongespräch ist er ganz aufgekratzt. Er spricht von einer "großen Wutblase", die er unwissentlich angestochen habe. Er erzählt, dass ihm der "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher prophezeit habe, dass "Deutschland schafft sich ab" das bestverkaufte Sachbuch seit 1945 sein werde. "Mal beschimpft mich die Kanzlerin, zack, 100 000 mehr", ruft er fröhlich ins Telefon. "Mal hängt sich der Bundespräsident zu weit aus dem Fenster, zack, noch mal 100 000. Dann schreibt Sigmar Gabriel verrückte Aufsätze, 50 000 mehr."
In einem Telefonat zwei Wochen später ist Sarrazin schon im Jahr 1929 als Referenzpunkt angekommen und vergleicht sein Buch mit Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues", das es bis heute auf eine Gesamtauflage von 20 Millionen brachte. Für seine Kritiker empfindet er nur noch Geringschätzung. Sie sind entweder unwissend, weil sie sein Buch nicht kennen - oder aber ignorant, wenn sie es bis zur letzten Seite gelesen haben und trotzdem bei ihrer Kritik bleiben.
Sarrazin steht nun gegen die Elite des Landes, es ist ein Spiel, bei dem er nicht mehr verlieren kann. Einiges kommt zusammen und verbindet sich mit seinem Namen: die Verachtung für die Politik, von der sich die Leute hintergangen fühlen, die Angst vor dem Absturz, die viele nach der Finanzkrise nicht mehr verlassen hat, die Wut auf die Ausländer, über die man sich schon lange geärgert hat, ohne es laut sagen zu dürfen. Jetzt stehen sie auf dem Zahlenteppich, den Sarrazin gewebt hat, und lassen alles raus.
Die DVA druckt in Sonderschichten nach, aber kaum liegen die Bücher im Buchhandel, sind sie schon wieder weg. "Die Bücher verdampfen einfach", sagt Pressesprecher Markus Desaga bei einem Termin mit einem nervösen Lachen.
Ende September ist der Autor auf Einladung des Literaturhauses in München, um mit dem Soziologieprofessor Armin Nassehi und dem "Handelsblatt"-Chefredakteur Gabor Steingart zu diskutieren. 800 Leute sind in die Reithalle nahe dem Olympiapark gekommen, ein sehr bürgerliches Publikum, die Männer mit Einstecktuch, die Frauen im Kostüm. Kopfschüttelnd berichtet der Chef des Literaturhauses im Anschluss, dass ihn ein befreundeter Notar aus Traunstein noch am Morgen geradezu verzweifelt um eine Karte angefleht habe. Es sind die gleichen Leute, die sonst zu Lesungen mit Monika Maron oder Roger Willemsen pilgern, aber als der "Handelsblatt"-Chef zu einer Gegenrede ansetzt, hält es sie kaum noch auf den Stühlen. "Aufhören, aufhören", rufen sie, und immer wieder aus voller Kehle: "Buh, buh".
Sarrazin sitzt nur da und sieht ungerührt zu, wie seine Kontrahenten niedergebrüllt werden. "Er hat mein Buch geistig nicht aufgenommen", sagt er anschließend verächtlich über Steingart. "Er ist zu Recht vom Publikum abgestraft worden." Andere macht der Erfolg gelassener, Sarrazin lässt er kalt und hochfahrend werden.
Am folgenden Tag schickt Rathnow einen Brief an seinen Autor nach Berlin, in dem er ihn bittet, dafür Sorge zu tragen, dass die Dinge nicht außer Kontrolle geraten. Zu einem Kollegen sagt der Verleger, der das Treiben aus der ersten Reihe mitverfolgt hat, er sei entsetzt über den Ablauf der Veranstaltung: "Das war keine Diskussion mehr, das war Mob."
(***)
Warum schreibt einer ein Buch, in dem er auszurechnen versucht, wie sich die Ausländer vermehren und was sie das Land gekostet haben?
"Zorn", sagt Ulrich Pfeiffer und blickt freundlich über den Tisch.
"Zorn auf die Politiker, die dem Land so viel Schaden zugefügt haben."
Wenn Sarrazin einen Freund hat, dann den Gründer des Berliner Forschungsinstituts Empirica. Die beiden haben sich 1976 getroffen, Pfeiffer war damals Abteilungsleiter im Bauministerium in Bonn, Sarrazin Referent im Bundesfinanzministerium.
Ihre erste Begegnung war eigentlich ein Affront. Die Koalitionspartner hatten eine Reform des sozialen Wohnungsbaus verabredet, aber das Finanzressort schickte zur ersten Besprechung seinen völlig unbekannten Mitarbeiter, womit gleich klar war, wie wenig es von dem Termin hielt. Sarrazin kümmerte das wenig. "Er hatte sich Abrissstatistiken angesehen und argumentierte streng ökonomisch. Er hatte einfach nachgedacht, er fiel aus dem Rahmen", erinnert sich Pfeiffer. Nach der Sitzung lud er den jüngeren Kollegen ein, einmal ausführlicher zu reden. Der intellektuelle Austausch verbindet sie bis heute, "eine warme, emotionale Beziehung entwickelt man ja eher nicht zu ihm", sagt der Freund.
Für Pfeiffer ist der Erfolg von "Deutschland schafft sich ab" ein gigantisches Missverständnis. Seit seinem Bestseller gilt Sarrazin nun als Menschenfänger, in den Zeitungen wird bereits über die Gründung einer Sarrazin-Partei spekuliert, aber wenn Pfeiffer recht hat, richtet sich Sarrazin gar nicht in erster Linie an das Publikum, das in die Buchhandlungen rennt, sondern an die politische Klasse, der er lange als Beamter gedient hat. "Es ist schon schwierig, wenn man sich ständig im Recht sieht, aber nicht recht bekommt", sagt Pfeiffer. "Stellen Sie sich vor, Sie legen nach Ihrer Meinung die ganze Zeit die richtigen Prognosen vor, aber immer gibt es Gründe, warum die Politik anders handeln muss. Das ist sehr frustrierend, da staut sich einiges auf."
Gefällt ihm denn der Text?
Na ja, sagt Pfeiffer und legt den Kopf schief. Sie haben einmal darüber geredet, im März 2009, da hatte sein Freund gerade zu schreiben begonnen. "Ich bewundere die Breite der Analyse."
Fast alle, die näher mit Sarrazin zu tun hatten, loben seinen Verstand, seine Auffassungsgabe und seine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte zu durchdringen. Alle beschreiben allerdings auch eine an Hybris grenzende Selbstgewissheit, eine Arroganz im Urteil, die viele nur schwer erträglich finden. Wenn er sich einmal eine Meinung zugelegt hat, zieht Sarrazin diese ungern wieder in Zweifel, was dazu führen kann, dass er nur noch die Argumente und Fakten zur Kenntnis nimmt, die seine Position stützen. Unter Experten ist umstritten, ob die Zuwanderung den Wohlstand des Landes gemehrt haben wird; bei Sarrazin ist klar, dass der Saldo bei Muslimen schon jetzt negativ ist.
Wie bei vielen Menschen mit einem ausgeprägten Zahlenverständnis mangelt es Sarrazin an Einfühlungsvermögen. Die Zahlenwelt ist immer abstrakt, wer sich in ihr bewegt, sieht vom Einzelfall ab und betrachtet das Generelle. Seine Einsichten sind oft originell, das macht das Vergnügen aus, mit ihm zu diskutieren. Weil er kaum Rücksicht auf einmal getroffene Sprachregelungen nimmt, führen seine Schlussfolgerungen aber auch regelmäßig zu Verstörungen. "Er denkt bis zum Verzweifeln rationalistisch", sagt Pfeiffer über seinen Freund. "Man muss auch das Menschliche sachlich sehen", antwortet Sarrazin selbst, wenn man ihm vorhält, mitleidlos zu wirken.
Als er noch in der Finanzverwaltung tätig war, richtete sich sein kalter Furor gegen die Verschwendung öffentlicher Mittel. Berlin verdankt ihm, dass es 2007 nach 20 Jahren Schuldenpolitik zum ersten Mal einen ausgeglichen Haushalt vorlegen konnte. Aber schon in den jährlichen Etatverhandlungen zeigte sich gelegentlich ein Eifer, der deutlich über das normale und nach Ansicht der anderen Senatsmitglieder auch menschlich vertretbare Maß hinausging.
Der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner berichtet, wie Sarrazin einmal zu Beginn eines Schuljahres einfach die Einstellung neuer Lehrer blockierte. Als Zöllner sich nach zähen Gesprächen über den Einstellungsstopp hinwegsetzte, um einen Aufstand an den Schulen abzuwenden, habe Sarrazin schriftlich gedroht, ihn persönlich für die Mehrausgaben in Haftung zu nehmen.
Zöllner schrieb zurück, dass der Finanzsenator möglicherweise die Kameralistik auf seiner Seite habe, er aber die politische Stimmung. Erst da gab sich Sarrazin geschlagen und zog seine Ankündigung zurück, den Kabinettskollegen pfänden zu lassen. "Wenn man mit Thilo ums Geld stritt, musste man bereit sein, bis zum Äußersten zu gehen", sagt Zöllner im Rückblick.
Für jemanden mit seinen analytischen Fähigkeiten hätte es höher hinausgehen können, eigentlich auch müssen. Sarrazin hat eine ordentliche Karriere gemacht, er war lange im Bundesfinanzministerium, dann Staatssekretär in Rheinland-Pfalz unter Rudolf Scharping. Aber als die Reihe an ihm gewesen wäre, Finanzminister in Mainz zu werden, bekam jemand mit mehr diplomatischem Geschick den Posten.
Berlin war schon so weit am Boden, dass es auf so etwas nicht mehr ankam, doch auch dort ging es nicht ewig gut. In der zweiten Amtszeit als Finanzsenator war das Verhältnis zwischen Bürgermeister Klaus Wowereit und seinem Finanzsenator so angespannt, dass Sarrazin am Ende auch deshalb nach Frankfurt zur Bundesbank ging, weil Wowereit ihn loswerden wollte.
So stellt sich die Frage, ob Sarrazin jetzt am Ziel angekommen ist.
"Ich bezweifle das", sagt Friedrich Thelen. "Er findet den Beifall der Masse, aber die Eliten haben ihm ihre Anerkennung bislang verweigert."
Thelen kennt Sarrazin aus seiner Zeit als Korrespondent der "Wirtschaftswoche". Seit vier Jahren unterhält er in einem schönen Bürgerhaus in Berlin-Mitte neben einer Beratungsagentur einen kleinen Salon, in den er regelmäßig Ärzte, Anwälte, Unternehmer einlädt, hin und wieder auch ein paar Kulturleute.
Er ist ein aufmerksamer Gastgeber, an diesem Nachmittag reicht er zur Begrüßung englischen Tee und Gebäck. Aus dem Nachbarzimmer erklingt klassische Musik.
Man kann mit Thelen wunderbar über bürgerliche Werte reden und die Welt der Konventionen, in der man sich auch unter Freunden siezt und die Kinder auf Schulen im Ausland schickt, damit sie richtig Englisch und Französisch lernen. Es ist eine Welt, aus der auch Sarrazin kommt, der am Gymnasium noch Latein und Altgriechisch hatte. Vorbehalte gegen Ausländer gehören in diesen Kreisen nicht dazu, und wenn man sie doch hat, äußert man sie nicht. "Das ist eigentlich ein bisschen igitt", sagt Thelen.
Der Journalist war einer der wenigen, die Sarrazins Buch vor Druck zu lesen bekamen. Er hatte viele Anmerkungen, außer zu den genetischen Teilen, weil er sich da nicht auskennt, wie er sagt. Jetzt
steht Thelen in der Danksagung gleich an erster Stelle. Es sieht nicht so aus, als ob er darüber besonders froh wäre.
(***)
Am Morgen war Sarrazin in Speyer, wo er einen Lehrauftrag für Finanzwirtschaft hat. Es war das erste Kolloquium im neuen Semester; weil er jetzt berühmt ist, waren doppelt so viele Studenten da wie sonst. Falls sie allerdings gehofft hatten, ihr Dozent würde neben der inflationstreibenden Wirkung von Schulden auch über die degenerative Folge ungesteuerter Einwanderung sprechen, musste er sie enttäuschen. Er hielt sich streng ans Manuskript, so dass bald wieder die übliche Schläfrigkeit im Auditorium einzog.
Wer länger Zeit mit Sarrazin verbringt, bekommt einen Eindruck, wie ungemein populär er inzwischen ist. Ständig treten fremde Menschen an ihn heran, um ihm zu seinem Buch zu gratulieren oder sich mit ihm fotografieren zu lassen. Die Betreiberin des Bahnhofskiosks in Speyer will ihm unbedingt einen Kaffee ausgeben; beim Umsteigen in Mannheim hält ihm ein Mann ein Buch zum Signieren hin, das er schnell noch in der Bahnhofsbuchhandlung erstanden hat.
"Welche Auflage haben wir denn hier?", fragt Sarrazin und schlägt die letzte Seite auf. "Die elfte, na, das ist ja noch Restbestand." Er weiß genau, wie viele Bücher er gerade verkauft hat. Jedes Exemplar ist eine Bestätigung, dass er richtigliegt. Eine Sarrazin-Stimme, gegen die Kritiker, die sagen, dass er das Land spalte.
Am Mittag sitzt er im ICE nach Köln. Sarrazin ist ein unkomplizierter Mitreisender. Er stellt sich nicht an, was die Wahl des Sitzplatzes angeht, zur Mittagszeit folgt er bereitwillig in den Speisewagen. Als der Kellner erklärt, dass der Herd in der Küche ausgefallen ist, begnügt er sich eben mit Schwarzbroten, dazu trinkt er eine Apfelsaftschorle.
Er wirkt auf den ersten Blick ganz unprätentiös: ein älterer Herr mit Rollkoffer, der fleißig seine BahnCard 100 abfährt. Man darf nur nicht über sein Buch mit ihm reden, so lange ist alles gut.
Er habe ursprünglich gar nicht viel über Ausländer schreiben wollen, sagt Sarrazin, sie seien eher ein Unterthema zum "Unterschichtenproblem" gewesen. Aber dann kam im Herbst 2009 das Interview mit der Kulturzeitschrift "Lettre International" über "türkische Wärmestuben" und "Kopftuchmädchen" in Berlin dazwischen, und er begann noch einmal nachzudenken. Er nennt die Aufregung, die das Interview hervorrief, einen "emotionalen Brandbeschleuniger".
Wie Sarrazin die Entstehung seines Buchs schildert, ist es auch das Produkt einer Selbstradikalisierung. "Gewisse Kritik bewegt einen ja, also habe ich eine stark verschärfte Lektüre begonnen. Dann war klar, daraus mache ich ein eigenes Kapitel. Es ist jetzt das meistgelesene."
Er räumt freimütig ein, dass er niemanden islamischen Glaubens näher kenne. Im Berliner Westend, wo er sein Haus hat, gibt es keine Integrationsprobleme, und in den Vierteln, in denen viele Türken und Araber leben, war er höchstens mal auf Durchfahrt. Aber er kann ja Statistiken lesen, und aus denen, sagt Sarrazin, füge sich ein klares Bild.
Draußen gleitet deutsche Landschaft vorbei. Bäume im Herbstlicht, eine Hügelkette, dazwischen eine leere Straße.
"Nach dem Krieg hat man sich bei jedem gefragt, was hat der wohl zwischen 1933 und 1945 gemacht. Nach dem 11. September denken wir so über die Muslime."
Er macht eine kleine Pause.
"Ich denke so."
Eine weitere Pause. Dann lässt er den Gedanken aus dem Fenster segeln, ohne ihn zu vollenden.
Ein Gespräch mit Sarrazin ist wie der Gang über einen Boden mit lauter Falltüren. Eben hat man noch über seine Jugendzeit im Ruhrgebiet geplaudert, und plötzlich ist man bei Terror, Genen und Rassenfragen. Er berichtet von einem Buch des amerikanischen Psychologen Martin Seligman, wonach selbst die Neigung zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen weitgehend angeboren sei, er habe es leider erst nach Abgabe seines Manuskripts gelesen. "Seligman ist übrigens Jude, wie man am Namen erkennen kann", fügt er hinzu, als ob diese Information die Sache in einem anderen Licht erscheinen ließe.
Je länger man redet, desto mehr treten seine Obsessionen hervor. Sarrazin sagt, dass er sich schon in den siebziger Jahren intensiv mit der Intelligenzforschung beschäftigt habe, er nennt diese Zeit seine "psychologische Phase". Übrig geblieben sind zwei Regalmeter Literatur zum Thema und ein anhaltendes Interesse an Fragen der Vererbung.
Auf die sinkenden Geburtenzahlen der Deutschen haben schon andere hingewiesen, allen voran "FAZ"-Herausgeber Schirrmacher, der aus der demografischen Bedrohung vor Jahren einen Bestseller machte, aber kein ernstzunehmender Mensch hat bislang einen Zusammenhang zwischen Fertilität und Intelligenzverteilung in einer Gesellschaft hergestellt. Das ist der Kurzschluss, den Sarrazin machte.
Es ist ein radikaler, auch abstoßender Gedanke, wenn man ihm zum Ende folgt. Er bedeutet, dass ein Staat, der die Aufgabe des Selbsterhalts im sarrazinschen Sinne ernst nimmt, die Fortpflanzung nicht einfach seinen Bürgern überlassen kann. Wenn sich die angeblich Dummen schneller vermehren als die Schlauen, sinkt die Intelligenzleistung eines Volks. Also müsste man dieser Überlegung zufolge dafür sorgen, dass sich die weniger Klugen nicht mehr so schnell vermehren.
Der einfachste Weg wäre demnach, den falschen Leuten das Kinderkriegen zu verbieten, aber das geht in einer Demokratie nicht. So bleibt nur der Weg übers Geld. Davon versteht Sarrazin etwas, und deshalb will er das Kindergeld streichen und alle anderen Transferleistungen, die an Kinder gebunden sind.
Sobald es sich für die Unterschicht nicht mehr lohnt, Nachwuchs in die Welt zu setzen, wird sie über die Zeit auf natürlichem Wege kleiner und verkümmert. Das ist die Sarrazin-Lösung für das "Unterschichtenproblem". Sie erscheint, wie immer bei ihm, ziemlich logisch.
Es ist dunkel geworden, der Zug fährt im Bahnhof von Gelsenkirchen ein. Über Sarrazin ist eine Lesebirne angegangen, sein Gesicht liegt jetzt im Dunkeln, das graue Haar leuchtet hell im Schein der Lampe. Er hat die Hände unter dem Kinn verschränkt, die Ellbogen ruhen auf den Armlehnen seines Sitzes. Er guckt aus dem Fenster in den dämmrigen Bahnhof. "Da sind wieder vier in Kopftüchern."
Der Zug ist zum Stillstand gekommen. Auf einer Bank vor dem Fenster sitzen vier junge türkische Mädchen, alle im schwarzen Mantel, um den Kopf ein buntes Tuch. Sie lachen und giggeln ausgelassen, eines wirft den Kopf nach hinten, so dass für einen Augenblick ein Schwall schwarzen Haares sichtbar wird.
Sarrazin sieht regungslos aus dem Fenster. Sein Blick ruht auf der kleinen Gruppe, das Gesicht ist völlig ausdruckslos.
Man fragt sich unwillkürlich, was er sieht: vier Freundinnen, die auf den Zug nach Hause warten? Vier Bildungsverweigerinnen, die schon bald dem deutschen Sozialstaat zur Last fallen? Oder vier Migrantinnen, die jede in ihrem Bauch viele neue Migrantenkinder austragen werden und damit das Gleichgewicht zwischen Deutschen und Ausländern immer weiter verschieben, so dass am Ende seine Prophezeiung über die Abschaffung Deutschlands in Erfüllung geht?
Auf einem Nachbargleis rollt ein langer Güterzug vorbei, der riesige Rollen Stahl geladen hat.
"Das ist das alte Ruhrgebiet", sagt die tonlose Stimme aus dem roten Stoffsitz. "Hier vorne haben wir das neue."
Für einen Augenblick starrt Thilo Sarrazin noch in die Dunkelheit. Dann lacht er sein schiefes Lachen, der Zug setzt sich in Bewegung, und an der Stelle des bösen Geistes, der für einen Moment unter dem Schein der Leselampe Platz genommen zu haben schien, sitzt wieder der Mann, der einfach nur das meistdiskutierte Sachbuch der Nachkriegsgeschichte geschrieben hat. ◆
Von Fleischhauer, Jan

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