03.01.2011

INTEGRATION „Jetzt bist du eine Hure“

Viele junge Musliminnen leiden unter der strengen Moral ihrer frommen Eltern - und pendeln täglich zwischen Tradition und westlicher Moderne. Die Folgen sind oft häusliche Gewalt, Spätabtreibungen und eine erhöhte Suizidgefahr.
Wer keine Jungfrau mehr ist, kann gleich anschaffen gehen - so hat es Gülay schon oft von ihrer Mutter gehört.
Gülay ist 22, sie lebt in Berlin-Neukölln und hat wenig mit dem Klischee vom "Kopftuchmädchen" gemein. Sie trägt enge Jeans, eine Bluse mit tiefem Ausschnitt und langes, offenes Haar; ihr Blick ist gerade und selbstbewusst. Nächstes Jahr will sie eine Ausbildung als Bodenstewardess beginnen. Der erste Eindruck: Integration funktioniert.
Trotzdem möchte sie ihren echten Namen auf keinen Fall in der Presse lesen, niemals würde sie sich zum Interview in einer der Shisha-Bars ihres Viertels treffen, die bei Türken und Arabern so beliebt sind. Keiner soll mithören, wenn sie über die enge Moral in ihrer Familie spricht, über den strengen Ehrbegriff in ihrem Milieu, der den Mädchen Sex vor der Ehe verbietet und niemals einen Freund erlaubt.
Gülay denkt nach, wie sie ihr Dilemma am besten auf den Punkt bringt. Hektisch rührt sie in ihrem Tee, dann poltert sie los. "Die Jungs dürfen überall rumficken, und wenn ein Mädchen das macht, wird es gleich erschossen", sagt sie, "das ist doch krank." Ihr erstes Mal, sagt sie, hat vor fünf Jahren ihr ganzes Leben verändert. Seither hat sie diese Grundangst, von der eigenen Familie als ehrloses Mädchen gedemütigt zu werden - oder bestraft und verstoßen.
Kaum ein Thema ist unter muslimischen Zuwanderern in Deutschland so stark mit Verboten und Ängsten belastet wie Sex. In den Elternhäusern herrschen oft die Moralvorstellungen einer vormodernen Zeit, die Geschlechtertrennung prägt fast alle Lebensbereiche. Gleichzeitig sind junge Migrantinnen mit den Verlockungen eines freien Lebens jenseits religiöser und kultureller Traditionen konfrontiert. Es ist ein tägliches Pendeln zwischen zwei Wertesystemen.
Viele von ihnen leiden an diesem Widerspruch, manche zerbrechen. Ärzte und Sozialarbeiter berichten von verzweifelten Fragen, wo man das Jungfernhäutchen wiederherstellen oder Spätabtreibungen durchführen könne. Wegen erhöhter Selbstmordgefahr wurde an der Berliner Charité sogar eine "Suizidpräventionsinitiative für Frauen mit türkischem Migrationshintergrund" gegründet. In einer mehrjährigen Studie soll geklärt werden, warum die Selbstmordrate bei ihnen offenbar doppelt so hoch ist wie bei ihren deutschstämmigen Altersgenossinnen.
Die Folgen dieses Doppellebens sind kaum untersucht. Familien- oder Bildungsminister, Ausländerbehörden, Selbsthilfegruppen - fast nirgendwo gibt es verbindliche Zahlen, gesicherte Erkenntnisse.
"Ursache für die Probleme der Frauen sind die patriarchalischen und traditionellen Strukturen in den Familien", sagt Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening. Jugendämter, Behörden und Schulen würden in Berlin seit Jahren für dieses Thema sensibilisiert, "es muss aber noch viel getan werden".
Natürlich sind nicht nur muslimische Milieus betroffen. Auch in anderen gesellschaftlichen Gruppen leiden junge Frauen unter strenger Moral und häuslicher Gewalt. Und selbstverständlich gibt es muslimische Familien, in denen Töchter ein modernes, selbstbestimmtes Leben führen. Dieser Hinweis ist Piening und anderen Politikern wichtig.
Ärzte und Sozialarbeiter, die Betreiber von Krisen-Hotlines und Jugendclubs erleben aber häufig eine andere Wirklichkeit. Gleichberechtigung sei, nicht anders als in der Türkei, meist nur in kleineren akademisch oder künstlerisch geprägten muslimischen Milieus zu erleben. Ansonsten bestimmten Väter und Brüder nach strengen Traditionen das Leben ihrer Töchter und Schwestern.
Und so erzählen auch viele türkisch- und arabischstämmige Mädchen freimütig über ihre beiden Lebenswelten - solange keine Namen fallen.
Zum Beispiel in einem Berliner Jugendclub, den Mädchen aus frommen Familien nur besuchen dürfen, weil Jungs hier streng verboten sind. Für Gülay und ihre Freundinnen ist es deshalb ein perfekter Treffpunkt. Denn ausgehen dürfen sie nicht. Eine Party zu besuchen ist fast so, als würde man auf den Strich gehen. Und wer nach 20 Uhr nicht zu Hause ist, muss eine gute Ausrede finden, denn dann machen die Geschäfte zu.
Schule, Shoppen, Jugendclub, mehr Freiheiten gibt es für sie nicht. "Wenn ich nach Hause gehe, verstecke ich mein Handy in meiner Unterwäsche", sagt Sibel und zieht kichernd ein Mobiltelefon aus ihrem BH. "Ich darf kein Handy haben, ich darf nicht mit Jungs sprechen, was soll ich denn machen?"
Ein kleiner Kreis von Teenagern hat sich in der Küche des Clubs versammelt, es geht um Sex, fast alle haben etwas zu sagen, regen sich über ihre Familie auf. "Die Eltern denken immer gleich, man macht was Schlechtes", sagt eines der Mädchen. Trotzdem haben die meisten einen Freund. Aber schon ein Besuch beim Frauenarzt wäre für viele völlig undenkbar, zu groß ist die Angst, von Verwandten gesehen zu werden. Frauenarzt gleich Pille gleich Flittchen, so lautet das einfache Kalkül. "Es gibt Mädchen, die sterben lieber vor Schmerzen", sagt Gülay.
Auch Sexualkundeunterricht in der Schule sei für viele tabu. In ihrer Klasse war Gülay damals das einzige von 15 muslimischen Mädchen, das an der Aufklärung teilgenommen hat. Gerade die Schulkameradinnen aus den frommsten Elternhäusern, erinnert sich Gülay, "haben mich danach ausgefragt, wie man ein Kondom benutzt, wie man die Pille bekommt. Die wussten oft gar nichts". Manche glaubten, sie müssten sich nach dem Geschlechtsverkehr nur gründlich mit Wasser ausspülen. Andere erlaubten ihrem Freund nur Analverkehr, so Gülay, vor allem "Kopftuchmädchen" wollten so ihre "Ehre" schützen.
Einen Jungen mit nach Hause zu nehmen käme fast einem Selbstmord gleich, schon allein der Gedanke irritiert die Mädchen im Jugendclub so sehr, dass sie hysterisch lachen. Routiniert rattern sie die Orte für ein intimes Stelldichein herunter: Hausflur, Parkbank oder die City-Toilette am Boddin-Platz in Neukölln, wo es für 50 Cent 20 Minuten Zweisamkeit gibt. Im besten Fall hat der Freund ein eigenes Auto oder wenigstens 20 Euro für ein Hotelzimmer übrig.
Und dann?
Der Berliner Verein Papatya bietet anonyme Hilfe an und gibt auf seiner Homepage weder Adresse noch Telefonnummer an. Seit über 20 Jahren bietet Papatya jungen Migrantinnen Schutz und Unterkunft, wenn sie vor häuslicher Gewalt fliehen. Aber niemand außer den Betroffenen soll wissen, wo und durch wen das geschieht. Wenn es um die verletzte Familienehre geht, lebt jeder gefährlich, der den Mädchen eine Hilfe ist.
Wer mit Papatya sprechen will, muss auf einer Notfall-Hotline seine Nummer hinterlassen. Wenig später ruft eine Sozialpädagogin oder eine Psychologin zurück.
Eine von ihnen nennt sich Leila. Seit acht Jahren arbeitet sie in der Kriseneinrichtung und hört von den Hilfesuchenden regelmäßig dieselben Klagen. Ihre Liste beginnt mit Ausgangs- und Schulverboten und hört mit Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsheirat noch lange nicht auf. Und immer wieder drehen sich ihre Beratungsgespräche um die Jungfräulichkeit der Mädchen, um ihre Verzweiflung darüber, dass Glück und Unglück allein von ein paar Millimeter Haut abhängen sollen.
Das Schlimmste für die Mädchen sei die Stigmatisierung zur Prostituierten, sagt Leila: "Die Ehre der ganzen Familie ist von der Jungfräulichkeit der Töchter abhängig." Manchmal hat sie junge Frauen vor sich sitzen, die von Papatya aus mit ihrem Vater telefonieren. "Jetzt bist du eine Hure" - so oder so ähnlich kommen die gebrüllten Familiendialoge bei der Beraterin an.
Ausweg bietet in vielen Fällen nur die Rekonstruktion des Hymens, des Jungfernhäutchens. Zwar übernehmen Krankenkassen die Kosten nicht, Beratungsstellen vermitteln aber den Eingriff schon ab 130 Euro - normalerweise ist oft das Zehnfache fällig. Die Nachfrage ist offenbar ähnlich groß wie die Hoffnung, das Stückchen Haut könne alles retten, Ehre, Liebe und Familienfrieden.
Bei Papatya sehen die Betreuerinnen auch die Nachteile: Die Schuldgefühle der Mädchen würden so verfestigt. "Sie leben in einer ständigen Lüge", sagt Leila.
Angst und Scham führen außerdem dazu, dass viele junge Frauen ihre Schwangerschaft verdrängen und, wenn es gar nicht mehr anders geht, in eine illegale Spätabtreibung flüchten. Dabei wäre das gar nicht nötig, denn für minderjährige muslimische Mädchen in Deutschland wird oft eine Ausnahme gemacht: Sie brauchen für eine frühe Abtreibung nicht das Einverständnis ihrer Eltern, wenn sie glaubhaft versichern, dass ihr Leben durch die Familie bedroht ist.
Etliche kommen trotzdem viel zu spät in die Praxis von Petra Schneider(*). Die Ärztin wirkt verunsichert, als sie die Tür ihres kahlen Beratungszimmers schließt. Sie hat Angst vor Strafverfolgung, weil die Hilfe, die sie ihren Patientinnen bietet, gesetzlich verboten ist. "Die Mädchen
kommen meistens nicht allein, manchmal ist die Mutter dabei, manchmal der Freund. Alle haben denselben Wunsch, es soll schnell passieren, und keiner aus der Familie soll etwas mitbekommen", erzählt sie mit leiser Stimme. Gerade erst hatte sie wieder so einen Fall. Ein türkisches Mädchen, 16, kam mit seinem deutschen Freund und dessen Mutter. Die junge Frau hatte ihre Schwangerschaft ganze sechs Monate verheimlicht, trug weite Kleider, sagte, sie habe zugenommen; die Familie hat es nur zu gern geglaubt.
Eine Stunde lang hat die Ärztin mit den dreien gesprochen, dann hat sie ihnen die Adresse einer Klinik in den Niederlanden aufgeschrieben. "Ich denke, die sind da hingefahren und haben es wegmachen lassen", sagt sie. In solchen Fällen gehe es um Leben oder Tod - nicht nur des ungeborenen Kindes, sondern auch der Schwangeren; ihr drohe im schlimmsten Fall ein Ehrenmord.
"Was soll man denn machen, ich muss den Mädchen doch glauben, die wirken nicht so, als wäre ihr Elend gespielt", sagt sie. Manchmal muss sie sogar froh sein, dass abtreibungswillige Frauen im späten Stadium wenigstens in die Praxis kommen - statt auf mittelalterliche Rezepte zu setzen, auf Mütter und Tanten, die mit selbstgerührten Kräutertinkturen, heißen Bädern und Tritten in den Unterleib eine Frühgeburt auszulösen versuchen.
Zum Abschluss des Gesprächs zeigt Schneider den Gesetzestext, der die Werbung für den Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellt. Noch ein Grund, warum fast niemand unter eigenem Namen über das Thema reden will.
"Beende dein Schweigen, nicht dein Leben" lautet ein Slogan der Berliner Charité, er steht vor allem in türkisch und arabisch geprägten Stadtvierteln auf Plakaten mit der Nummer eines Krisentelefons.
Hinter der Kampagne steht Meryam Schouler-Ocak, sie ist an der Charité Oberärztin für Psychiatrie und leitet die "Suizidpräventionsinitiative für Frauen mit türkischem Migrationshintergrund". Schouler-Ocak ist eine zierliche Frau mit wachen Augen, als kleines Mädchen ist sie selbst aus einem türkischen Dorf nach Deutschland gekommen. Bevor sie über ihre Patientinnen spricht, ist ihr wichtig zu betonen, dass die türkische Migrantenwelt nicht nur aus Ehrenmord und Spätabtreibung besteht, dass es türkische Verhältnisse gibt, in denen Frauen emanzipiert leben. "Ich habe in meinem Bekanntenkreis nur Menschen, die ihren Töchtern alle Freiheiten lassen. Natürlich sind das alles Akademiker", sagt sie.
Trotzdem steht für sie fest, dass liberale Weltanschauungen und vor allem die Gleichberechtigung der Geschlechter unter türkischstämmigen Menschen in Deutschland wenig verbreitet sind.
Befehle und Tabus seien der Hauptgrund für ihren Selbstmordversuch gewesen, das berichten fast alle ihre jungen Patientinnen. "Von ihrer Familie wird ihnen alles verboten", sagt Schouler-Ocak, "und draußen auf der Straße, in der Schule, im Fernsehen oder bei Freunden sehen sie das normale Leben, wo Frauen alle Freiheiten haben, da entstehen große Sehnsüchte."
Die Psychiaterin ist überzeugt, dass die rigide Sexualmoral und das Doppelleben vieler Muslime Auslöser für seelische Krankheiten sein und im schlimmsten Fall zu Selbstmordgedanken führen können.
Manche Frauen ließen sich auf Sexpraktiken ein, die ihnen zuwider seien und sie körperlich und seelisch krank machten. Es sei kein Geheimnis, dass der Analverkehr, ob vor oder nach der Eheschließung praktiziert, häufig zu schmerzhaften Verletzungen bei den Frauen führe.
Teil des Berliner Projekts sind regelmäßige Schulungen für Allgemeinmediziner, Gynäkologen, Lehrer und Pädagogen, eben für all jene, die für die Frauen oft die einzige Kontaktperson außerhalb der Familie sind. Die Nachfrage ist enorm. Den Initiatoren des Projekts geht es darum, den Frauen die Möglichkeit zu bieten, ihr Schweigen zu brechen, ihnen direkte und unkomplizierte Hilfe anzubieten, zur Not eben auch die richtige Adresse für eine Rekonstruktion des Hymens.
Einer ihrer Patientinnen zum Beispiel "wäre vieles erspart geblieben, wenn sie noch Jungfrau gewesen wäre", sagt Schouler-Ocak. Die Frau wurde von ihren Eltern in einem anatolischen Dorf verheiratet. Als man dort merkte, dass sie keine Jungfrau mehr ist, wurde sie nach Berlin zurückgeschickt. "Ihr Vater und ihr Bruder haben sie dann jahrelang schwer misshandelt", so Schouler-Ocak. Erst nach mehreren Selbstmordversuchen sei sie in der Charité gelandet und habe danach auch den Absprung aus der Familie geschafft.
"Es ist schwer für solche Frauen, ein normales Leben zu führen, die jahrelange Gewalt hinterlässt ihre Spuren", sagt Schouler-Ocak. Frauen müssten mit allen Mitteln zurückschlagen können, solange die strenge Sexualmoral in ihrem Milieu bestehe. Das Pilotprojekt der Charité läuft im März 2011 aus, die Notrufnummer wird es dann nicht mehr geben.
Auch Gülay aus Neukölln hat sich länger überlegt, ob sie das Geld für eine Rekonstruktion des Hymens sparen soll. Vor fünf Jahren hatte sie ihr erster Freund, trotz Eheversprechens, sitzenlassen. Andere Männer verhielten sich danach ebenso; weil sie schon "schmutzig" war, glaubt Gülay.
Vor einem Jahr hat sie sich mit ihrem ersten Freund wieder versöhnt, im März haben sie geheiratet, nachdem Gülay versichert hatte, es habe keinen anderen in ihrem Leben gegeben.
Sechs Wochen später hat sie sich von ihrem Mann getrennt, weil sie seinen Kontrollwahn und die Verdächtigungen nicht ertrug. Jetzt lebt sie wieder bei der frommen Mutter.
Heiraten will sie nur noch einen Mann, dem die Jungfräulichkeit nicht wichtig ist. "Man muss eben den Richtigen finden", sagt sie.
(*) Name von der Redaktion geändert.
Von Balci, Güner

DER SPIEGEL 1/2011
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