26.10.1998

GESTORBENEric Ambler

89. Für Graham Greene war er "der beste aller Thriller-Autoren", für John le Carré "die Quelle, aus der wir alle schöpfen". Und er war unerschöpflich im Erfinden, der britische Gentleman und gelernte Ingenieur. Die Welt und ihre Kriege, Konflikte, Konspirationen machte er in 18 Thrillern zu seinem Revier, seherisch zuweilen, spannend immer, mit der Absicht, "den Leuten zu erklären, wie es in der Welt zugeht". Es geht meist finster zu, meist um den traurigen Helden des Jahrhunderts, den Flüchtling. Zeitlebens hielt er auf Distanz, und nach einem Autounfall legte er sich zu einer Autobiographie nieder mit dem Titel "Here lies", hier liegt (lügt). Eric Ambler starb am vergangenen Donnerstag nach längerer Krankheit in London.

DER SPIEGEL 44/1998
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