ELEKTRONIK
Nippes nach Wunsch
Geräte zu bauen, die dreidimensionale Objekte drucken, und das billig genug für den Hausgebrauch: So lautet die Mission dreier Computertüftler aus Brooklyn, New York. Jetzt glauben sie sich ihrem Traum einen großen Schritt näher. Mit ihrer Firma MakerBot Industries hatten die Bastler schon vor zwei Jahren einen Selbstbausatz für 750 Dollar im Angebot. Nun hat MakerBot das weit komfortablere Nachfolgemodell vorgestellt: Das Gerät heißt Thing-O-Matic (1225 Dollar) und kann beliebige Gegenstände aus verschiedenen Plastiksorten in Größen von bis zu 10 x 11 x 12 Zentimetern fertigen. Die Vorlagen werden mit einer Software am Computer erschaffen und anschließend per USB-Kabel direkt auf den Drucker übertragen. Der eigentliche Druckvorgang beginnt auf simplen Knopfdruck, zieht sich allerdings je nach Komplexität der Vorlage etwas hin. Auf Wunsch spuckt die Maschine Plastiknippes wie Elvis-Büsten aus, aber auch Flaschenöffner, Zahnräder oder gar eine Docking-Station für den iPod. Mit Farbe bepinseln muss der Kunde seine Werke jedoch selbst. Auch für technische Verbesserungen bleibt noch Luft: "Die Technik der 3-D-Drucker befindet sich auf der Entwicklungsstufe, auf der Heimcomputer Ende der siebziger Jahre waren", sagt MakerBot-Mitbegründer Bre Pettis.
DER SPIEGEL 3/2011
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