28.02.2011

HAUPTSTADTEndstation Vorstadt

Bisher galt Berlin-Neukölln als Symbol für Gewalt, Hartz-IV-Milieu und gescheiterte Integration. Jetzt werden dort arme Bewohner durch Besserverdienende verdrängt - und die Verlierer landen in neuen Ghettos am Rande der Metropole.
Am Morgen hatte Kira kurz über die Kleidung einer Mitschülerin gespöttelt. Nachmittags bekam sie die Quittung: Mehrere Gleichaltrige umringten sie vor dem Supermarkt, sie schubsten die 14-Jährige, beschimpften sie als Miststück. "Warum redest du schlecht über eine von uns? Meinst du, du bist was Besseres?"
Die Passanten in der Einkaufszeile sahen nicht hin, niemand half Kira, als die anderen Mädchen sie zu Boden schlugen und fragten: "Tut's weh?" Die Jungs standen daneben und filmten den Gewaltakt mit ihren Handys.
Kiras Prellungen und Schürfwunden mussten im Krankenhaus behandelt werden. Tagelang verkroch sie sich, nicht einmal ihrer Mutter wollte sie sagen, was passiert war. Als sie sich dann doch traute und bei der Polizei Anzeige erstattete, blieb diese folgenlos. Stattdessen erhielt sie Morddrohungen via Internet. "Beim nächsten Mal bleibt es nicht bei ein paar Schlägen", schrieben Mitschüler in einem Online-Forum, "dann kommen ganz andere Leute." Kira wagte sich für Wochen nicht mehr aus ihrem Zimmer.
So war das, kurz nachdem ihre Familie vor wenigen Monaten von Berlin-Neukölln ins Kosmos-Viertel gezogen war, in eines jener abgelegenen Plattenbau-Hochhäuser im Südosten der Stadt - weil die Wohnungen hier billiger sind. Von Kiras Fenster im 10. Stock reicht der Blick bis zur Startbahn des Flughafens Schönefeld, auf der anderen Seite des Wohnblocks liegen hinter kahlen Feldern die Stadtautobahn und irgendwo, in weiter Ferne, das Zentrum Berlins. Ihr altes Leben.
Jetzt sitzt Kira auf ihrem Bett, sie friert etwas im neonfarbenen Shirt mit Spaghettiträgern. "Am liebsten würde ich wieder zurück nach Neukölln, dort war es besser", sagt sie.
Zurück nach Neukölln? Dem Symbol für Gewalt, Armut, Hartz IV, gescheiterte Integration?
Der Bezirk lieferte Thilo Sarrazin Stoff für seine Kopftuchmädchen-Thesen; er machte Heinz Buschkowsky, den Bürgermeister, zum Talkshow-Star und Experten für Trostlosigkeit; aus Neukölln hallte der Aufschrei hilfloser Lehrer der Rütli-Schule durchs ganze Land, die von verwahrlosten Migrantenkindern und bildungsfernen Schichten berichteten; und Kirstin Heisig, die engagierte Jugendrichterin, die sich erhängte, fällte hier ihre strengen Urteile. Ihr Buch über jugendliche Gewalttäter wurde zum Bestseller.
Für Millionen Deutsche ist Neukölln bis heute der soziale Brennpunkt der Bundesrepublik, Deutschlands Problemkiez Nummer eins, eine gesetzlose Gegend, von jugendlichen Cliquen kontrolliert.
Menschen wie Kira blicken indes mit Wehmut auf den berüchtigten Bezirk. Denn das Elend zieht um, und viele Probleme der Stadt verlagern sich in die Peripherie, in neue Ghettos, die nun dem gefürchteten Beispiel der Pariser Banlieue ähnlicher werden - während sich Nord-Neukölln, Kreuzberg und andere Arbeiter- und Migrantenviertel zur begehrten Wohnlage wandeln.
Heute sind im Umfeld der Rütli-Schule kaum noch Wohnungen zu bekommen, den Maklern werden sie aus den Händen gerissen, obwohl sich die Quadratmeterpreise binnen kurzer Zeit teils verdoppelt haben. Studenten und Kreative aus aller Welt drängen in die Gegend, zu Wohnungsbesichtigungen erscheinen oft 50 Bewerber.
Viele, die sich wie Kiras Eltern das Zentrum nicht mehr leisten können, weichen aus, in jenen Ring aus Beton, der die Hauptstadt umfasst. 420 000 der 3,45 Millionen Berliner leben in den bislang wenig beachteten Hochhaussiedlungen am Rand der Metropole.
"In den Berliner Vorstädten drohen sich die Slums des 21. Jahrhunderts zu entwickeln", warnt Hartmut Häußermann. Der Soziologe hat für den Berliner Senat die Studie "Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2010" verfasst. Darin gelten solche Vorstadtviertel als "Gebiete mit niedrigem Entwicklungsindex" und hoher "sozialer Problemdichte".
Es ist eine gefährliche Entwicklung: Vor Entmischung ("Segregation") warnen Stadtforscher und Soziologen, wenn eine Gesellschaft in viele Teile zerfällt, die miteinander kaum noch in Berührung kommen. "Die Verdrängung muss jetzt gestoppt werden", sagt Häußermann, andernfalls würden Lebenschancen verbaut. Zehntausende Kinder seien betroffen, denen womöglich der Weg in die Mitte der Stadt und damit in die Mitte der Gesellschaft verbaut werde.
Schon jetzt ist der Berliner Kindernotdienst überlaufen und meldet steigende "Inobhutnahmen" von Jungen und Mädchen, die es zu Hause nicht mehr aushalten. Die Kosten für "Hilfen zur Erziehung" steigen, die statistisch ausgewiesene Kinderarmut in Problembezirken beträgt bis über 70 Prozent.
Auf Straßen und Plätzen kämpfen Jugendbanden um ihr Revier. Und manchmal prügeln Halbstarke ohne Warnung auf Zufallsopfer ein - vor drei Wochen traf es einen Malergesellen auf dem Heimweg im U-Bahnhof Lichtenberg. Vier Jugendliche schlugen ihn ohne erkennbaren Grund ins Koma.
Als Vorbote des Berliner Wahlkampfs hat unter Politikern eine Debatte eingesetzt über mehr Überwachung und mehr Sicherheitspersonal - und über ein tragfähiges Konzept für den sozialen Zusammenhalt der Stadt. "Der rot-rote Senat sieht seit Jahren zu und handelt nicht", klagt die Spitzenkandidatin der Grünen Renate Künast, die den Sozialdemokraten Klaus Wowereit im September ablösen will. Der Regierende Bürgermeister gebe sich sozial, lasse in Wahrheit aber die Mieten steigen und die ärmeren Menschen allein. "Berlin ist die Hauptstadt der schlechtbezahlten Jobs", sagt Künast, und der Senat sei "weder bei einer Änderung des Mietrechts noch beim Kampf um verbindliche Mindestlöhne aktiv".
Endstation Vorstadt. Mülltüten hängen in den Bäumen, Parabolantennen an fast jedem Balkon, zerbrochene Bierflaschen liegen auf den Wegen. Vom Fortschrittsglauben seiner Erbauer zeugen im Kosmos-Viertel nur noch die Straßennamen - Sirius, Venus, Uranus. Die DDR hatte hier in den späten achtziger Jahren Komfortwohnungen für die Mitarbeiter der Fluglinie Interflug geplant. Heute nennen viele Bewohner ihr Viertel einfach nur "unser Ghetto".
Vor dem Kaiser's-Supermarkt geben sich illegale Zigarettenverkäufer wenig Mühe, ihr Treiben zu verbergen. Einer hebt den Kanaldeckel hoch und zieht eine geschmuggelte Stange aus seinem Versteck. Ein Monteur geht grinsend vorbei zu seinem Wagen: "Ich reparier hier nur gegen Vorkasse." Der Wirt vom "Trinkhorn" steht in seiner leeren Kneipe und antwortet stumm auf die Frage, wie sich die Gegend in den vergangenen Jahren entwickelt habe: mit einer Handbewegung steil nach unten.
Was die Senatsstudie etwas abstrakt "Problemdichte" nennt, erlebt ein Stromableser jeden Tag konkret. Er kennt sein Revier, seit Jahren. Lange muss er nicht darüber nachdenken, wer in den unsanierten Wohnungen lebt; er kramt in seiner Jackentasche, zündet sich eine filterlose Zigarette an. Dann sagt er: "White Trash."
White Trash, eine verwahrloste weiße Unterschicht?
Ja, sagt der Stromableser und zieht an seiner Zigarette, er habe sie schließlich alle gesehen, ihre Gesichter, ihre Wohnungen mit nassen, verschimmelten Wänden, ihre Hoffnungslosigkeit. In Siedlungen wie dem Kosmos-Viertel, sagt er, landeten die Abgestürzten der Mittelschicht, Geringverdiener oder Hartz-IV-Empfänger, denen das Amt die Mietsteigerungen in der Innenstadt nicht mehr bezahlt.
Es sind Menschen wie Charlotte S., eine Umschülerin. In Neukölln sollte sie zuletzt 800 Euro für drei Zimmer zahlen. "Hier habe ich vier Zimmer für 490 Euro warm", sagt die 40-jährige Mutter zweier Kinder. Als sie vor einem Jahr herzog, ahnte sie nicht, dass Angst der Preis für die niedrigere Miete sein würde.
Charlotte S. sitzt in ihrem aufgeräumten Wohnzimmer, sie sorgt sich um ihre 18-jährige Tochter und den 9-jährigen Sohn, sie möchte schnell wieder weg hier, weg aus diesem Milieu - und schafft es nicht. "Da gibt es Zwölfjährige mit Bierflaschen auf der Straße", sagt sie. Wenn ein Rentner die Kinder darauf anspreche, polterten die gleich los: "Du gehörst doch in die Kiste!" Und ihrer Freundin mit der dunkelhäutigen Tochter ergehe es noch schlimmer: Das Mädchen werde als "Negerbraut" beschimpft und traue sich kaum noch vor die Tür.
Siedlungen wie diese liefern die Gegenthese zu Thilo Sarrazin. Sie widersprechen seiner Behauptung, Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit seien insbesondere das Merkmal türkisch oder arabisch geprägter Bezirke. Der Migrantenanteil im Kosmos-Viertel liegt unter fünf Prozent. Hoch sind dagegen die Ergebnisse für die rechtsextreme NPD, die hier im Bezirk Treptow-Köpenick ihre Bundeszentrale hat und in der Kneipe "Zum Henker" Kameradschaftsabende stattfinden lässt. Bei der letzten Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2006 erzielte die Partei rund um die Venusstraße fast 20 Prozent der Stimmen: Berlin-weit das höchste Ergebnis. Rassistische Pöbeleien und Angriffe gehören zum Alltag.
Kinder und Jugendliche leben hier in Welten aus Stein und Beton, Gewalt als Grundstimmung im Alltag kennen viele. Schlägereien nach der Schule, Brandstiftungen, sexuelle Nötigung, Körperverletzungen, Drogenmissbrauch.
Eine 13-Jährige mit blassem Gesicht, für die winterlichen Temperaturen viel zu dünn angezogen, steht mit ein paar anderen vor der Bar "B52". Für Peggy ist es ein guter Tag, sie prahlt mit ihrem neuen Handy. Das Gerät hat Navigationskarten für 70 Länder, doch Peggy war im vergangenen Jahr kein einziges Mal in der Berliner Innenstadt. Nach der Schule trifft sie sich mit ihren Freunden oft bei der "Kugel", einem zugigen Platz zwischen Supermarkt und Wohnblocks, an dem auch ältere Alkoholiker in den Nachmittag dämmern. "Ein Wohnzimmer im Freien", sagt Peggy.
Wenn es zu kalt wird oder langweilig, treffen sie sich an jenen Orten, die Sozialarbeiter neutral "offene Wohnungen" nennen: Hier leben pädophile Männer, die Kinder zu Süßigkeiten, Alkohol, Videos oder Computerspielen einladen.
Im Kosmos-Viertel stand etwa die Tür von "Papa Schlumpf" für Teenager häufig offen. Irgendwann fielen Eltern Fotos in die Hände, die "Papa Schlumpf" und 16-jährige Jungs in Unterhosen zeigten. Der Mann verließ daraufhin überstürzt das Viertel.
Im Alter von neun Jahren ist es noch die Ausnahme, aber mit zwölf hätten viele Mädchen hier den ersten Sex schon hinter sich, sagt Alina: "Weil es in der Gruppe zum Coolsein dazugehört."
Alina ist 16 und fehlt heute im Unterricht - Fieber. Nun sitzt sie auf ihrem Bett, am Fußende hat sich ihre Freundin niedergelassen, der Fernseher läuft, während der Unterhaltung tippt sie nebenbei Botschaften in ihr Handy. Alina kennt Mädchen, die mit 14 schwanger wurden und mit 20 schon zwei Kinder von unterschiedlichen Vätern haben.
Ihr letzter Freund hat Alina unter Alkoholeinfluss verprügelt, die Fotos von ihrer Platzwunde sind im Handy gespeichert. Bilder von blutig-rotem Badewasser, von den Spuren der Schläge im Gesicht, von der offenen Platzwunde am Kopf. Jetzt will sie nur noch weg aus der Gegend "und dann vielleicht Eventmanagerin werden". Auch wenn sie noch nie ein Event am Brandenburger Tor gesehen hat.
Hauptsache, fort vom Platz um die "Kugel", den sie auch "Asiplatte" oder "Pennerkreis" nennt. Weg von Treffpunkten wie dem ausgebrannten Trümmerhaus in der Geschäftspassage, bei Anwohnern auch als "Momper-Ruine" bekannt. Weil Walter Momper, Ex-Bürgermeister und jetzt Präsident des Abgeordnetenhauses, hier Investitionen versprochen hatte, von denen bis heute nichts zu sehen ist. "Ein Schandfleck", schimpft eine vorbeikommende Rentnerin, "der Momper sollte sich schämen."
Die Berliner Politik und die Ghettos, das ist die Geschichte von vielen Visionen und wenigen Erfolgen. Den "Erhalt der sozialen Mischung" versprach Wowereits rot-rotes Regierungsbündnis im Koalitionsvertrag von 2006; die Mietenentwicklung solle "im Einklang mit ihrem sozialen Auftrag" stehen. Auch wollte der Senat "Tendenzen der Ausgrenzung und Segregation entgegenwirken". In den Papieren der Landes-SPD von 2010 ist sogar von einer "Zeitenwende in der Metropolenpolitik" die Rede.
In der Realität verstetigt sich das Entstehen neuer Problembezirke: In manchen Vierteln hat sich die Bevölkerung seit dem Mauerfall fast vollständig ausgetauscht. Jeder zweite Einwohner zog erst nach 1990 nach Berlin.
Sozialpolitik heißt auch Wohnungspolitik. Die Berliner Mischung - Reiche in den Vorderhäusern, Arme im Seitenflügel oder im Hinterhaus - war von den Stadtplanern Mitte des 19. Jahrhunderts als Rezept für einen engen Zusammenhalt der Stadt entwickelt worden. Manchester mit seinen Arbeiterslums galt ihnen als abschreckendes Beispiel. Ihr Programm lautete: Die Stärkeren stützen die Schwächeren.
Und Wowereits Politik? Mit seinem damaligen Finanzsenator Sarrazin verkaufte er zwischen 2002 und 2007 rund 110 000 stadteigene Wohnungen. Außerdem wurde die sogenannte Anschlussförderung für 28 000 Sozialwohnungen gestrichen. Damit fehlt Wowereit nun ein wichtiges Instrument, um gegen die Entmischung vorzugehen. Jeder vierte von Mieterhöhungen betroffene Berliner, so eine aktuelle Forsa-Umfrage, will in der nächsten Zeit umziehen. Steigende Mieten wertete dagegen Wowereit im Januar als gutes Zeichen. Man müsse sich daran gewöhnen, dass die Stadt nicht mehr so preiswert wie früher sei, die Einkommen müssten allerdings auch steigen.
Politiker, die mehr mit der Basis zu schaffen haben als der Regierende Bürgermeister, erleben die Folgen dieser Haltung ganz unmittelbar. Das Kosmos-Viertel gehört zum Wahlkreis von Ellen Haußdörfer. Sie ist für die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus, 30 Jahre alt und wohnt nur ein paar hundert Meter von den Plattenbauten entfernt.
Vor kurzem ist sie für ein paar Tage nach Paris gefahren, um sich dort die Banlieue anzusehen: Vorstädte mit Jugendlichen auf den Barrikaden und brutalen Polizeieinsätzen. Haußdörfer war schockiert: "Ich habe ein Bewusstsein dafür erlangt, wie es kommen kann, wenn man in Berlin nicht gegensteuert."
Ein Quartiersmanagement mit Sozialarbeitern, für das sie kämpfte, hat die Finanzverwaltung blockiert. Denn zur "Verkehrszelle" des Kosmos-Viertels gehört auch eine Eigenheimsiedlung, die das Sozialniveau anhebt. Hilfen vom Bund sind kaum zu erwarten - dessen Programm "Soziale Stadt" wurde drastisch gekürzt. "Wenn wir uns um die Probleme nicht kümmern", warnt Haußdörfer, "sind bald die Folgekosten so hoch, dass wir das nicht mehr in den Griff bekommen."
Wolfgang Kaschuba ist Stadtethnologe an der Berliner Humboldt-Universität. Er untersucht im Vergleich mit Metropolen wie Moskau oder New York, wie sich in Berlin Eliten abgrenzen, wie auf einmal mitten in der Stadt kleine Ghettos der Reichen entstehen. Sie haben klingende Namen wie "Prenzlauer Gärten", "Choriner Höfe" oder "Kastaniengärten".
"Die Bewohner der Innenstadt wollen ein hohes Maß an Konformität", sagt Kaschuba. Mit anderen Lebenswelten wollten sie nicht konfrontiert werden. "Doch wenn sich da nur noch Prada mit Armani mischt, dann haben die Städte keine Mischung mehr, sondern ein Problem", urteilt der Wissenschaftler.
Vielfalt und Verschiedenheit nach innen und außen machen das Prinzip europäischer Stadtgeschichte aus. Aber was geschieht, wenn die Stadt sich selbst überlassen wird, wenn der Markt entscheidet und die Politik kaum Einfluss nimmt?
Im Kosmos-Viertel haben einige Engagierte inzwischen ihre eigene Utopie gebastelt. Auf einer Brache neben den Plattenbauten haben sie Bretterbuden errichtet, es gibt Pferde, einen Schafstall und Gemüsebeete. Namensgeber für ihren Abenteuerspielplatz, sagt Tine Bader vom Projektträger FiPP e. V., sei der utopische Roman "Waslala" von Gioconda Belli: "Im Buch ein versteckter Ort für Leute, die in einer Welt aus Hass und Gewalt nicht länger leben wollen".
Selbst an einem kalten Februartag sind zahlreiche Kinder aus den Hochhäusern gegenüber gekommen, um ihre Tiere und Pflanzen zu versorgen. Wenn alles gutgeht, lernen sie hier Verantwortung, Freundschaft und Toleranz, sagt Tine Bader - "und dann können sie eines Tages vielleicht weg aus dem Kosmos-Viertel".
Vielleicht.
Von Peter Wensierski

DER SPIEGEL 9/2011
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