04.04.2011

PROZESSE„Ich wollte nur überleben“

In Hamburg müssen sich zehn Piraten aus Somalia, einem der ärmsten Länder der Erde, vor der deutschen Justiz verantworten. Im Saal des Landgerichts kommt es zum Frontalzusammenstoß zweier Welten. Von Beate Lakotta
Diese Odyssee ist Abdiwalis Schicksal, wie sie enden wird, weiß nur Gott, aber beinahe wäre schon im Indischen Ozean alles vorbei gewesen. Sie waren an Bord der "Tromp" gefangen, die Niederländer hatten sie mit Handfesseln an den Boden gekettet und ihnen die Augen verbunden. Abdiwali hatte Angst vor der Folter, so sehr, dass er seine Fesseln lockerte und über Bord sprang, Hunderte Seemeilen vor der somalischen Küste. Er sah, wie die "Tromp" weiterfuhr, die See war kühl und glatt, er wartete auf einen Hai. "Ich wollte, dass das Meer mich schluckt. Ich wollte lieber schnell sterben." Stattdessen kamen sie zurück, um ihn herauszufischen. Abdiwali tat ein paar Züge, um ihnen zu entkommen, dann gab er auf. Sinnlos, vor einer Fregatte davonzuschwimmen. Als sie ihn aus dem Wasser zogen, weinte er.
So kam Abdiwali nach Hamburg. Auf jeder Fahrt zum Gericht presst er sein Gesicht an den Sehschlitz des Gefangenentransporters. Zuerst fliegt der Hafen vorbei, dann geht es unter dem Fluss durch, dann die Fahrt durch die Innenstadt, breite Straßen mit prächtigen Häusern. Er kennt nichts Schöneres als diese Stadt.
Es ist so sauber da draußen, alles wie geleckt, kein Müll, keine Ruinen, keine Einschusslöcher. Die Menschen laufen in Mänteln und Mützen herum. Auch ihm haben sie warme Kleider gegeben, er war ja in T-Shirt und Badelatschen hier angekommen, das ist die Berufsbekleidung der Piraten in Somalia.
Seit November sieht Abdiwali die freie Welt zweimal in der Woche an sich vorbeisausen. Der Transporter bringt ihn vom Jugendknast, der weit draußen auf einer öden Elbhalbinsel liegt, zum Strafjustizgebäude. Vorn sieht das Gericht aus wie ein Schloss. Aber als Angeklagter kommt man von hinten hinein, durch den Keller des Untersuchungsgefängnisses, der aussieht wie ein Verlies.
Die Wachtmeister führen die Somalis durch lange, finstere Gänge. Endlich tut sich die Tür zum Gerichtssaal auf, er ist fahlweiß getüncht, so groß und hoch wie eine Turnhalle. Sie sind zu zehnt, keiner von ihnen war je zuvor in einem Gericht. Seit bald einem Jahr sind sie in Deutschland, doch sie kennen weder die Sprache noch die Sitten und Gebräuche, nur das Gefängnis und diesen Saal. Abdiwalis Platz ist in der hintersten Reihe der Angeklagten, zwischen Rainer Pohlen und Markus Blumenstein, seinen Verteidigern. Er setzt den Kopfhörer für die Somali-Simultanübersetzung auf und versucht, sein Schicksal zu begreifen.
Es nahm seinen Lauf am Ostermontag 2010: Die MV "Taipan" der Hamburger Reederei Komrowski ist 530 Seemeilen östlich des Horns von Afrika unterwegs von Dschibuti nach Mombasa. Das Containerschiff fährt unter deutscher Flagge - nach internationalem Seerecht eine Art schwimmendes Stück Deutschland im Indischen Ozean. In der ruhigen See liegt die "Taipan" wie auf dem Präsentierteller, als die Piraten angreifen.
Ihr Mutterschiff ist die "Hud Hud", eine indische Dau. Von dort preschen sie mit Skiffs heran, kleinen, offenen Motorbooten. Sie feuern mit Kalaschnikows auf die Brücke, auch eine Panzerfaust soll zum Einsatz gekommen sein. Die Kugeln durchschlagen Fenster und Stahlschotten. Mit Leitern und Seilen entern zehn Piraten die "Taipan" und durchsuchen das Schiff, aber sie finden die Besatzung nicht, denn die hat sich in einen versteckten Sicherheitsraum geflüchtet. Vorher hatte sie noch einen Hilferuf abgesetzt, er kommt auch bei der niederländischen Fregatte "Tromp" an, die im Rahmen der EU-Mission "Atalanta" in der Nähe auf Piratenjagd ist.
Von der "Tromp" steigt ein Helikopter auf, unter Feuerschutz seilen sich die Elitesoldaten in Kampfmonturen ab. Sie befreien die Besatzung und setzen die Piraten fest. Einer von ihnen: Abdiwali M., nach eigenen Angaben 16 Jahre alt.
Man hätte sie auch entwaffnen und in einem Skiff nahe der somalischen Küste absetzen können, wie es manchmal mit Verdächtigen gemacht wird. Aber diese zehn wurden auf frischer Tat ertappt. Sie hatten nicht mal ihre Waffen über Bord geworfen. Die Niederländer wollten aber nicht auf den Piraten sitzenbleiben, also mussten die Deutschen sie übernehmen.
Eine große Menschheitsidee liegt Abdiwalis Odyssee zugrunde, das Weltrechtspflegeprinzip, noch nie hat er davon gehört. Danach ist Piraterie ein international geächtetes Verbrechen. Es kann von fast allen Staaten der Erde jederzeit auf hoher See verfolgt werden, so steht es im Seerechtsübereinkommen der Uno. Seit Kenia vor kurzem ein Abkommen kündigte, nach dem es dem Westen gegen Geld die aufwendigen Piratenprozesse abnahm, müssen die Industrienationen selbst zusehen, wie sie mit Piraten fertig werden. Das ist neu. Auch deshalb schaut die Welt jetzt auf Hamburg.
Früher hängte man Piraten an der Rah auf oder versenkte sie im Meer. In Somalia würde man ihnen Hände und Füße abhacken, mindestens. Die deutsche Bundesregierung lässt zehn Piraten 6000 Kilometer weit transportieren, um ihnen ein faires Verfahren zu gewähren. Der freiheitliche Rechtsstaat vergewissert sich der Überlegenheit seiner Werte, auch darum geht es im Hamburger Landgericht, Saal 337.
Angriff auf den Seeverkehr und erpresserischen Menschenraub wirft ihnen die Anklage vor, Höchststrafe: 15 Jahre für Erwachsene, 10 für Jugendliche. Eigentlich könnte es ein kurzer Prozess sein. In der Asservatenkammer des Gerichts liegen die Beweismittel: Enterleitern, Messer, Pistolen, fünf Sturmgewehre, zwei Panzerfäuste, ein Kricketschläger.
Andererseits haben auch die Niederländer geschossen. Welches Loch stammt von wem? Alles rostet schnell in der salzigen Seeluft. Es gibt keine Fingerabdrücke, und die meisten Angeklagten schweigen. Doch das Gericht lässt nichts unversucht, um nachweisen zu können, wer geschossen hat und womit. Wenn Rechtsstaatlichkeit ein universelles Prinzip sein soll, darf es keine Justiz zweiter Klasse für somalische Piraten geben.
Jeder Pirat hat zwei Verteidiger, alles muss übersetzt werden, drei Somali-Dolmetscher wechseln sich ständig ab, viele Zeugen reisen aus dem Ausland an, ein polyglottes Gemurmel erfüllt den Saal. Etliche Gutachter treten auf. Drei Berufsrichter sind mit diesem Verfahren beschäftigt, ein Ergänzungsrichter, zwei Staatsanwälte, zwei Schöffen, Ergänzungsschöffen, zehn Justizwachtmeister, für jeden Angeklagten einer, Transport- und Reisekosten - alles in allem wird der Prozess die deutschen Steuerzahler locker eine halbe Million Euro kosten.
Die Frage ist nur: Welchen Sinn hat ein Verfahren gegen Angeklagte aus einem Land, in dem es nichts zu essen, keine Arbeit, keinen funktionierenden Staat und keine Justiz gibt?
Somalia führt seit 20 Jahren Krieg gegen sich selbst; ein gescheiterter Staat, in dem es mehr Waffen als Essen gibt. Es herrschen dort Hunger, Elend, der Terror der islamistischen Shabab-Milizen und das Recht des Stärkeren. Wahllos werden Zivilisten getötet, Frauen vergewaltigt, Kinder als Soldaten rekrutiert. Ein traumatisiertes Volk. Kann man auf dessen Angehörige unsere Vorstellungen von Recht und Gesetz anwenden?
Abdiwali sieht das so: "Was ich getan habe, kann man nicht rechtfertigen. Aber das Gericht soll wissen, dass es mir nicht darum ging, ein Schiff zu entführen, um reich zu werden. Ich wollte nur überleben."
Auch damit wird sich die 3. Große Strafkammer unter dem Vorsitzenden Richter Bernd Steinmetz auseinandersetzen müssen bei ihrer Suche nach einer gerechten Strafe. Strafe ist in einer aufgeklärten Rechtsordnung kein Selbstzweck. Sie muss eine Aufgabe erfüllen: zum Beispiel Nachahmer abschrecken, das Normenbewusstsein in der Bevölkerung stärken oder den Straftäter resozialisieren. Aber kein noch so drakonisches Urteil in Hamburg wird irgendeinen Effekt am Horn von Afrika haben. Bliebe also die Wiedereingliederung des Straftäters in die Gesellschaft.
Nur: in welche Gesellschaft?
Man wird die zehn Piraten nicht zurückschicken, denn es gibt de facto einen Abschiebestopp nach Somalia. "Ich liebe mein Heimatland", sagt Abdiwali, "aber ich will nicht sterben. Nicht für eine Million Dollar würde ich nach Somalia gehen."
Selbst wenn er zurückwollte: Wie sollte er ans andere Ende der Welt gelangen als Mensch ohne Papiere und Geld? Es gibt nicht mal Verkehrsverbindungen nach Somalia. Er wird also hierbleiben.
Abdiwali ist ein hübscher Junge mit kurzgeschorenem Haar, seine Gesichtszüge sind noch weich, er hat kaum Bart. Mindestens zwei andere Angeklagte sind noch ziemlich jung. Für die Kammer eine weitere Schwierigkeit: Geht es darum, Rechtsstaatlichkeit und Fairness zu beweisen, muss sie sich an ihrem Umgang mit den jungen Angeklagten messen lassen. Sie darf einen jugendlichen Piraten aus Somalia nicht schlechter behandeln als einen jungen Straftäter aus Deutschland.
Anwalt Rainer Pohlen pocht darauf, dass im Jugendstrafrecht der Erziehungsgedanke an erster Stelle steht, nicht das Strafen. Erst wenn alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen, kann das Gericht eine Jugendstrafe verhängen. Die Strafe muss erzieherisch geboten sein, so will es das Jugendgerichtsgesetz. Aber um Abdiwali erziehen zu können, müsste er erst mal Deutsch lernen können. In der Untersuchungshaft hat er drei Stunden Deutschunterricht - pro Monat.
"Welchen Sinn hat es, einen Jugendlichen, der erstmals in seinem Leben eine freiheitliche Gesellschaft erlebt, ins Gefängnis zu stecken?", fragt Pohlen. "Niemand wird ihn hier anstiften, ein Schiff zu kapern. Er muss nicht hungern, er wird Möglichkeiten bekommen, sich zu entfalten. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass er in Deutschland kriminell würde."
Im Jugendstrafrecht darf Untersuchungshaft nur im Ausnahmefall verhängt werden. Auf der "Taipan" aber kam niemand zu Schaden, und Abdiwali sagt, er habe nicht geschossen. Etwas anderes müsste ihm das Gericht beweisen.
Abdiwali hat einen Vormund vom Jugendamt, Walter Hubert. Hubert hat Erfahrung mit kriminellen Karrieren. Unter seinen Mündeln waren schon Schläger und Messerstecher, "aber U-Haft gab es seltenst". Hubert ist überzeugt: "Käme Abdiwali aus Hamburg-Wilhelmsburg, er säße nicht da drin."
Rainer Pohlen und Markus Blumenstein haben beantragt, ihn aus der Haft zu entlassen. Auch Hubert hatte sich vor Gericht klar dafür ausgesprochen. Man werde ihn nicht zurückschicken, also müsse er sich möglichst schnell hier integrieren. Der Junge mache einen aufgeweckten Eindruck, man könnte ihn in einer betreuten Jugendwohnung unterbringen, er könnte parallel zum Prozess sieben Stunden pro Woche Deutsch lernen, zur Schule gehen, eine Ausbildung machen.
Vom spektakulärsten Prozess des Jahres war die Rede gewesen, stattdessen kreist die Verhandlung um Strafmündigkeit, Schuldfähigkeit und Verantwortungsreife, Begriffe, mit denen keiner der Angeklagten etwas anfangen kann. Auf Somali gibt es für vieles davon gar kein Wort. Zu besichtigen ist in Saal 337 das Aufeinanderprallen zweier Welten - hier die deutsche Justiz, in der jedes Aktenblatt eine Nummer erhält, jeder Antrag ein Kürzel, dort die somalische Wirklichkeit: Ein Pirat gab an, er sei unter einem Baum geboren, ein anderer sagte, er sei in der Regenzeit zur Welt gekommen. Das genaue Datum? Nein, das kenne er nicht, auch nicht ungefähr.
Außer Abdiwali hatten noch vier Piraten angegeben, unter 21 zu sein. Einer beharrt darauf, er sei 13 Jahre alt, ein strafunmündiges Kind. Ausgerechnet er steht nach Zeugenaussagen im Verdacht, mit einer Panzerfaust geschossen zu haben.
Bislang ist Abdiwali der Einzige, den die Kammer als Jugendlichen anerkennt, bei zwei anderen hat sie sich noch nicht festgelegt. Das Gericht hat Altersgutachten eingeholt, aber sind sie verlässlich? Ein niederländischer Gutachter hielt das mutmaßliche Kind auf der Grundlage einer Handgelenksröntgenaufnahme für "15 oder älter". In Hamburg sind die Sachverständigen dagegen überzeugt, der Junge sei "18 Jahre oder älter". Was nun?
Für das Gericht wären ältere Angeklagte unkomplizierter. Tagelang befasst sich die Kammer mit der Aussagekraft von Wachstumsfugen. Ein Handwurzel-Experte vom Universitätsklinikum Eppendorf tritt auf, auf dem Saalbildschirm zeigt er ein Röntgenbild, er doziert über eine Verkalkung am Sesambein des Daumens, über Knochenstadien und Skelettalter, Perzentilenkurven, Schnittbildverfahren und Summationsverfahren, die 20-Knochen-Methode, Punktwerte, Diagramme - alles erhoben an Mitteleuropäern.
Aber was ist mit Menschen einer anderen Rasse? Menschen, die früh gehungert und schwer gearbeitet haben?
Für Abdiwali löst sich mit dem Auftritt der Medizinprofessoren ein anderes Rätsel. Nach seiner Ankunft in Deutschland hatte man ihn in ein großes Haus gebracht. Er sah Leute in weißen Kitteln herumlaufen. Er wusste nicht, wozu er dort war, es gab keinen Dolmetscher. Ein Mann bedeutete ihm mit Gesten, was er tun sollte: ausziehen, nackt. Der Mann tastete seinen Rumpf ab, schaute seine Genitalien an. "Ich hatte unbeschreibliche Angst", sagt Abdiwali. "Ich war unterwürfig, ich tat alles, was sie wollten."
Abu Ghuraib, die Bilder hatten sie auch in Somalia gesehen. Er dachte: Gleich kommen sie mit den Hunden, als Nächstes die Elektroschocks, dann richten sie mich hin. Er sollte seine linke Hand auf eine Metallplatte legen. Er dachte: Sie hacken mir die Hand ab! Aber dann hörte er nur ein Summen und Klicken.
Als Nächstes sollte er seinen Kopf in ein riesiges Gestell halten. Sie quetschten ihm etwas Hartes zwischen die Zähne. Er dachte: Sie werden mir den Schädel zertrümmern wie eine Nuss. Summen und Klicken. Dann brachten sie ihn wieder zurück ins Gefängnis.
Erst als er im Gericht die Röntgenbilder sah, begriff er: Es war das gewesen, was sie in Somalia mit Tuberkulose-Kranken machen. Er hatte von solchen Bildern gehört, ohne je eines gesehen zu haben. Er wusste jetzt: Er war in einem Krankenhaus gewesen.
Kein Mensch war auf die Idee gekommen, dass man ihm das erklären müsste.
Ein kalter Februartag, Rainer Pohlen ist mit einem Dolmetscher hinaus zur Jugendstrafanstalt Hahnöfersand gefahren. Abdiwali kommt von der Arbeit herein, Schnee schippen, Blätter zusammenkehren, er macht das gern. Er trägt einen grünen Parka, eine blaue Trainingshose, schwere Schnürschuhe, an denen noch der Matsch hängt.
Pohlen kommt aus Mönchengladbach, er hat ein rheinisches Gemüt, ist 57, mit seinem schulterlangen schwarzen Haar wirkt er selbst ein wenig piratenhaft. Er zieht einen Schokoriegel aus seiner Tasche: "Na, mein Junge, wie geht es dir?"
"Ich habe vier Tage lang nicht geschlafen vor Freude, weil du kommst", sagt Abdiwali. Er kennt kein "Sie", er flüstert fast vor Verlegenheit: "Ich bin so einsam hier. Niemand kommt mich besuchen." Er wünscht sich so sehr einen Menschen, eine Patenfamilie vielleicht. "Kannst du da was machen? Bitte, sei barmherzig!"
Manchmal darf er nach Hause telefonieren, dann heulen sie zusammen am Telefon, der Bruder, die Schwestern und er. Sie beten für ihn, sie verstehen nicht, was mit ihm passiert, und er kann es ihnen auch nicht erklären.
Sieben Nächte habe er nun schon Alpträume von Richter Steinmetz: Wie der ihm ein Messer in den Bauch stoße. Pohlen klopft ihm halb tröstend, halb amüsiert auf die Schulter: Na, so schlimm wird's nicht werden!
"Ich glaube, er meint das ernst", sagt der Dolmetscher, der Somalia vor über 20 Jahren verlassen hat. Pohlen fragt nach, und es stellt sich heraus, dass Abdiwali die Wachtmeister in ihren Uniformen für Soldaten hält und die Zuschauer für Geheimpolizisten. Er kann die vielen Leute in den schwarzen Umhängen nicht unterscheiden. Er glaubt, der Staatsanwalt, der so eine schlechte Meinung von ihm hat, werde das Urteil sprechen, man werde ihn foltern, und dann werde der Chef, der vorn in der Mitte sitzt und so viel fragt, das Urteil vollstrecken.
Abdiwali hält Steinmetz für seinen Henker.
Dr. Bernd Steinmetz, Vorsitzender Richter der 3. Großen Strafkammer, ist ein freundlicher, eher kleiner Mann mit wachem Blick, 52, graues Haar, feingeschnittenes Gesicht. Steinmetz tritt kultiviert und höflich auf, korrekt beinahe im Übermaß. Er macht keine Unterschiede zwischen dem Staatsanwalt, dem Fregattenkapitän oder den Angeklagten, die in viel zu weiten Jacken und Hosen aus der Anstaltskleiderkammer vor ihm sitzen.
Steinmetz hat sich akribisch auf diesen Prozess vorbereitet, es ist der größte Fall seiner Laufbahn. Die weiße Richterfliege passt zu ihm. Man könnte ihn sich als Geiger in einem Streichquartett vorstellen oder als Lateinlehrer. Man muss aus einer sehr, sehr anderen Welt kommen, um sich ihn als Henker denken zu können.
Pohlen ist baff.
"Aber du weißt doch inzwischen, dass es in Deutschland keine Todesstrafe gibt?"
"Weiß ich nicht."
Pohlen erklärt: "Bei uns darf niemand hingerichtet werden, schon seit 60 Jahren nicht mehr. Und Folter ist verboten. Hände abhacken auch."
Abdiwali nickt, aber er sieht nicht sehr überzeugt aus. Man hat ihm erzählt, dass in Hamburg Piraten geköpft wurden. "Störtebeker", sagt Pohlen. "Aber das ist 600 Jahre her. Wir leben ja in einem modernen Rechtsstaat."
"Was ist ein Rechtsstaat? Und was ist das Gericht?", fragt Abdiwali. "Wer ist überhaupt verantwortlich? Ich kapiere das alles nicht. Kannst du mir das mal erklären?"
Und Pohlen erklärt wie in der "Sendung mit der Maus": Dass das Gericht ein Teil vom Rechtsstaat ist. Dass die Leute vorn an dem langen Tisch das Gericht sind, welche Aufgabe der Staatsanwalt hat, wie das Gericht am Ende zu einem Urteil kommt, und auf welche Strafe es für ihn in etwa hinauslaufen könnte: "Also, mal angenommen, das Gericht würde dich zu drei Jahren und sechs Monaten verurteilen, dann würde man die Untersuchungshaft abziehen, und du würdest nach zwei Dritteln rauskommen, das wären dann …"
"Moment", unterbricht ihn der Dolmetscher, "ich muss ihm erst erklären, was zwei Drittel heißt, er versteht das ja nicht." Und während der Dolmetscher seine Finger zu Hilfe nimmt, um Abdiwali die Grundzüge der Bruchrechnung zu erklären, überlegt Pohlen, was der Junge wohl noch alles nicht mitbekommt vor Gericht.
Zum Abschied sagt Abdiwali zu Pohlen: "Du bist für mich Vater und Bruder. Euer Rechtsstaat ist ein Wunder der Erde. Der ganze Aufwand, zwei Anwälte kämpfen nur für mich, und ich muss kein Geld zahlen! Ich habe Rechte, das wusste ich nicht. Ich bin dankbar, dass ich das erfahren darf. Es kommt mir vor wie im Märchen."
Und zum Dolmetscher: "Aber eines ist mir doch rätselhaft: Was haben die davon?"
Ist doch klar, dass es nicht nur um hehre Rechtsprinzipien geht, wenn eine deutsche Staatsanwaltschaft gegen zehn Hungerleider aus Afrika prozessiert, sagt Pohlen auf der Rückfahrt. Die Piraten haben am Golf von Aden mit jährlich mehr als 30 000 Schiffspassagen eine Lebensader der industrialisierten Welt angezapft. "Es geht hier auch um Reich gegen Arm, um die Absicherung der Handelswege, von denen Horst Köhler sprach, als er noch Bundespräsident war."
Am ersten Verhandlungstag im November hatten Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude mit bemalten Bettlaken gegen die "neokoloniale Ausbeutung Afrikas" protestiert. Drinnen gaben Verteidiger vor den Vertretern der internationalen Presse ein Statement über die Leiden des somalischen Volkes ab. Die zehn Angeklagten waren für die Jahreszeit zu dünn gekleidet, sie wirkten eingeschüchtert. Einige hatten erklärt, sie seien Fischer, ein paar können lesen und schreiben, manche haben Frauen und Kinder, die nun noch mehr Not leiden, es gibt ja kein Hartz IV am Horn von Afrika.
Pohlen ist kein Fan von politischen Statements im Gericht, aber er kennt ein Sprichwort: "Wenn du deinen Reichtum nicht mit den Armen teilst, werden die ihre Armut mit dir teilen." Die Armen an der somalischen Küste sehen die Piraterie als ausgleichende Gerechtigkeit. Jahrelang fischten fremde Flotten ihre Fanggründe leer, andere versenkten dort ihren Giftmüll. Irgendwann kamen die Fischer auf die Idee, sich etwas zurückzuholen.
Was als politisch motivierte David-gegen-Goliath-Aktion begann, ist zu einer kriminellen Industrie angewachsen, ganze Dörfer leben davon. In Harardere soll es eine Investorenbörse für Piraterie geben. Viele Lösegeldmillionen fließen nach Nairobi oder Dubai, wo die Hintermänner sitzen. "Die zehn, die hier vor dem Richter stehen, sind arme Würstchen", sagt Pohlen.
Es wäre eine Aufgabe für die Weltgemeinschaft, die somalische Küstenfischerei zu sanieren und der Jugend legale Einkommensquellen zu eröffnen. Man müsste ihnen helfen, im eigenen Land Recht und Gesetz herzustellen. Man müsste Richter ausbilden, Verteidiger und Gefängnisdirektoren. Man müsste.
So ähnlich hatte das auch der Zeuge Dierk Eggers gesagt, der Kapitän der "Taipan": Piraterie sei eine Form der Gewalt, die mit Politik zu tun habe - "oder eigentlich mit fehlender Politik".
Es wird das Video gezeigt, das die Niederländer von der Befreiung der "Taipan" gedreht haben, Eggers soll es kommentieren. Er ist ein älterer Herr mit schlohweißem, zurückgekämmtem Haar und wettergegerbtem Gesicht, seit 30 Jahren fährt er über die Weltmeere. Es war nicht seine erste Begegnung mit Piraten.
Angst hätte die Besatzung keine gehabt, sagt Eggers. Auch wenn die Kugeln die Stahlschotten durchschlagen hätten wie Butter. Sie hätten sich sicher gefühlt im verborgenen Sicherheitsraum des Schiffes, und es war mehr als eine Hoffnung, dass die Niederländer kommen würden und sie befreien. "Aber wir hatten auch schicksalhaftes Glück."
Auf dem Video sieht man dürre Männer in kurzen Hosen und Flipflops mit erhobenen Händen aus ihren Verstecken kommen. Sie hatten sich nicht gewehrt. Einer hatte sich in der Toilette verkrochen, mehrere fand man im Speiseraum. Sie mussten sehr ausgehungert gewesen sein. Eggers hatte zwei Pfund Butter aufbewahrt. Nach der Befreiung war nur noch das Fettpapier übrig.
Abdiwali hatte der Auftritt des Kapitäns schwer beeindruckt. Der alte Mann war sehr nett gewesen, er hatte kein böses Wort über sie verloren. Als Eggers mit seiner Aussage fertig war, bat Abdiwali um das Wort. "Es tut mir leid, dass ich an der Aktion beteiligt war", sagte er. "Ich möchte mich für den Angriff bei Kapitän Eggers persönlich entschuldigen."
Eggers nahm die Entschuldigung an, er wirkte gerührt.
In der folgenden Sitzung hatte Abdiwali dem Gericht erklären wollen, wie er Pirat geworden war: Als er vier war, berichtete er, seien seine Eltern gestorben, er sei bei seinem älteren Bruder aufgewachsen. Zwei Schwestern starben durch einen Granateneinschlag. Zwei Monate sei er zur Koranschule gegangen, für mehr fehlte Geld. Lesen und Schreiben habe er sich selbst beigebracht. Sie wohnten unter Wellblech, sie schliefen auf Pappkartons, manchmal hungerten sie tagelang.
Mit 10 habe er für sich selbst sorgen müssen, mit 13 arbeitete er nachts für einen Dollar als Wachmann im Hafen. Er lernte, ein Fischerboot zu steuern. Wochenlang waren sie auf dem Meer, wenn sie zurückkamen, reichte der Lohn gerade, um die nächste Woche zu überleben. Eines Tages habe ihm ein Mann 500 Dollar für einen besseren Job geboten. Erst an Bord der Dau habe er erfahren, dass ein Schiff gekapert werden sollte. Als die Waffen auf das Schiff geladen wurden, sei ihm mulmig geworden. Es sei ihnen aber gesagt worden, dass man der Besatzung nur einen Schrecken einjagen wolle. Er habe keine Waffe angerührt. Er habe nur dem Steuermann auf dem Skiff geholfen. Hunger und Elend hätten ihn dazu gebracht, diese Tat zu begehen. Er habe sich nie die Frage gestellt, ob er mitmachen wollte oder nicht, es sei ihm selbstverständlich vorgekommen.
Nach seiner Aussage hatte sich Abdiwali erleichtert gefühlt.
Ein paar Tage später lehnt das Gericht den Antrag seiner Verteidiger, ihn aus der Haft zu entlassen, ab. Pohlen hatte argumentiert, sein Mandant habe aus der Not heraus gehandelt, er sei nur ein Mitläufer gewesen. Ihm habe angesichts seiner Biografie und seines Alters die Verantwortungsreife gefehlt, um zu überblicken, was er tat. Außerdem sei die Aktion zwar gefährlich gewesen, aber es sei nur ein Sachschaden entstanden.
Der Staatsanwalt hatte dagegengehalten: Handeln aus persönlicher Not stehe der Schwere der Schuld nicht entgegen. Man könne den Erziehungszweck der Jugendstrafe sehr wohl relativieren, Strafe könne ausnahmsweise doch auf den Gedanken der Sühne gegründet sein.
"Wer früh auf sich gestellt ist, kann auch verfrüht reifen", sagte der Vorsitzende Richter. Und auch in Somalia sei bekannt, dass man nicht rauben und erpressen darf. Eine empfindliche Jugendstrafe sei zu erwarten. Und dann prasseln vom Richtertisch Worte auf Abdiwali nieder: Schwere der Schuld, Kapitalverbrechen, quasi-militärisches, hochgefährliches Vorgehen, Fluchtgefahr …
Abdiwali hat genug gehört, er setzt den Kopfhörer ab, er vergräbt sein Gesicht in seinen Armen und weint. Nach einer Weile meldet er sich zu Wort: "Ich habe die Hoffnung verloren. Ich habe seit Tagen nichts gegessen", übersetzt der Dolmetscher. Es fällt das Wort Hungerstreik.
Seinen Verteidigern sagt er, er wolle nicht mehr leben. In der Untersuchungshaft hatte er einen kennengelernt, der entlassen wurde, obwohl er auf einen anderen eingestochen hatte. "Ich habe keinem Menschen etwas getan, ich habe mich entschuldigt. Aber mich behalten sie drin. Ich finde, euer Rechtsstaat hat Schwächen. Er ist nicht gerecht."
"Na, na!", sagt Pohlen väterlich, "so ganz unschuldig sitzt du ja nicht hier. Und wenn dich die Schabab-Miliz erwischt hätte, hättest du jetzt keinen Kopf mehr!"
Beinahe wöchentlich platzen jetzt in den Prozess neue Meldungen über Piratenüberfälle. Bisher waren Geiseln in der Regel zurückgekommen, aber nun gibt es gleich mehrere Tote, auf einem deutschen Frachter und auf einer US-amerikanischen Segelyacht.
Für die Stimmung im Saal ist das schlecht. Da könne man sehen, hatte der Staatsanwalt gesagt, was passiert, wenn keine Hilfe kommt. Sofort kroch in Abdiwali und den anderen die Angst hoch, die Deutschen könnten sich grausam an ihnen rächen wollen. Dem Vorsitzenden Richter war das zu Ohren gekommen, er hatte sich an die Angeklagten gewandt: "Es besteht für Sie keine Gefahr für Leib oder Leben. So etwas ist in der deutschen Rechtsordnung nicht vorgesehen."
Für Abdiwali war das ein guter Tag: "Ich weiß jetzt, dass Dr. Steinmetz nichts Böses vorhat." Und es gibt neue Hoffnung: Pohlen hat durchgesetzt, dass sich ein Jugendpsychiater ein Bild von Abdiwalis Verantwortungsreife machen soll. Er soll dabei auch Abdiwalis Stellung in der Ordnung der Clans und Kasten in Somalia berücksichtigen, die bis heute die Menschen dort in Edle und Parias teilt. Vor Gericht war davon noch gar nicht die Rede gewesen, weil niemand darauf gekommen war, dass es wichtig sein könnte, auch Abdiwali nicht.
"Ich bin von den Tumal", erklärt er. "Als Tumal ist man wie ein Sklave. Ich kann nicht frei leben und tun, was ich will. Ich gehöre den Hawiye." Die Hawiye sind Edle, seine Herren, von deren Hand er Arbeit bekam, als Fischer oder als Wachmann. Sie gaben ihm Essen, Zigaretten und seine tägliche Ration Kat, eine Droge aus Blättern, die ihn wach hielt und seine Angst verjagte. Auch der Mann, der ihn für die Kaperfahrt anheuerte, war ein Hawiye. "Ein Hawiye würde kein Geschirr benutzen, von dem ich gegessen habe, weil ich unrein bin, wie ein Hund. Ein Hawiye würde mir nicht die Hand geben."
In Deutschland, hat Abdiwali bemerkt, geben ihm alle die Hand.
Die Deutschen, hat Abdiwali sich überlegt, sind anders als die Menschen in Somalia, weil sie gebildet sind. "Bildung ist alles! Wenn ich hier rauskomme, will ich zur Schule gehen und lernen. Vielleicht kann ich eines Tages als Lehrer helfen, mein Land aufzubauen." Der Staat, hatte Pohlen gesagt, werde ihm sogar eine Wohnung und genug zu essen geben.
"Ich kann das alles gar nicht glauben", sagt Abdiwali. "Es kommt mir vor, als würde ich aus einem Traum erwachen. Ich weiß nicht: Ist es wahr, ist es nicht wahr?" In seiner Zelle hat er einen Fernseher, das "Hamburg Journal" ist seine Lieblingssendung. Da sieht er, wie draußen die Menschen leben, wie sie in Geschäfte gehen, in Museen, Krankenhäuser, Kindergärten, Universitäten. Der Fernseher ist sein Deutschlehrer.
Abdiwali, was gab es heute zu Mittag?
"Kartoffel und Soß'."
Und sonst?
"Guten Tag, danke schön, wie geht's dir, wie heißt du? Ich liebe Germany."
Es könnte ein anderes Leben für ihn geben, da draußen in der Stadt aus dem Fernsehen.
"Wer weiß, ob es nicht mein Glück ist, dass sie mich geschnappt und hierher verfrachtet haben. Jetzt noch nicht, aber vielleicht bald." ◆
Von Beate Lakotta

DER SPIEGEL 14/2011
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