Die Arbeit an diesem Werk dauerte länger als die Arbeit an jedem seiner Filme: Von 1995 an traf sich Robert Redford immer wieder mit dem irischen Autor Michael Feeney Callan zu Interviews, Callan durfte Redfords Notizbücher auswerten sowie mit Angehörigen des Schauspielers und Regisseurs sprechen. In dieser Woche erscheint Callans Fleißarbeit unter dem Titel "Robert Redford - Die Biografie" (Droemer Verlag, München; 720 Seiten; 22,99 Euro), die Chronik einer einzigartigen Karriere: Nebendarsteller in Fernsehserien, Erfolg am Broadway, ab Ende der sechziger Jahre lange Hollywoods vielleicht modernster Held, Star von Filmen wie "Butch Cassidy and the Sundance Kid" oder "Die Unbestechlichen". Ausführlich würdigt der Biograf Redfords Arbeit als Regisseur und Gründer des Sundance Filmfestivals. Callan liefert dabei vor allem Fakten, keine Deutungen; der rasante Wandel der Filmindustrie kommt kaum vor. Die ganz große Biografie müsste Redford, mittlerweile 74, also irgendwann selbst schreiben; ob er je dazu kommt, ist fraglich: Demnächst steht er wieder als Hauptdarsteller vor der Kamera.
DER SPIEGEL 18/2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.