30.05.2011

BriefeZum Mietmaul korrumpiert

Nr. 20/2011, Wie deutsche Psychiater mit der Pharmaindustrie zusammenarbeiten
Was spricht da noch für die Spezifität, also Qualität eines Medikaments? Warum hat die Pharmaindustrie überhaupt Meinungsbildner nötig? Wirkt ein Arzneimittelwirkstoff erwünscht, dann wird er sich doch wohl nach dem Motto, wer heilt, hat recht, von allein verkaufen. Erst wenn die erwünschte Wirkung fraglich ist, entsteht doch ein Meinungsbildungsbedarf!
Waldböckelheim (Rhld.-Pf.),
Heinz Petry
Der beschriebene direkte Einfluss der Pharmaindustrie auf die Meinungsbildner führt tatsächlich zu einer völligen Überbewertung der Pharmakotherapie in den meisten psychiatrischen Kliniken. Es steht zu hoffen, dass alle Beteiligten hier ein kritisches Bewusstsein entwickeln.
Kaltenkirchen (Schl.-Holst.),
Clemens Heise Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie
Arzneimittelhersteller sponsern nicht nur direkt den Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin, sondern auch indirekt, indem sie Teilnehmern Reise und Gebühren finanzieren.
Gösing (Österr.) Prof. Matthias C. Angermyer,
Wenn es "nur" lächerliche 10 000 oder 20 000 Euro pro Jahr sind, warum hält der Ehrenmann dann die Hand nicht geschlossen? Man muss sich doch nicht gleich zum Mietmaul korrumpieren lassen.
Bremen,
Hans-Werner Bertelsen
Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe - bitte mit Anschrift und Telefonnummer - gekürzt und auch elektronisch zu veröffentlichen. Die E-Mail-Anschrift lautet: leserbriefe@spiegel.de

DER SPIEGEL 22/2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

DER SPIEGEL 22/2011
Titelbild
Der digitale SPIEGEL
Diese Ausgabe jetzt digital lesen

Die digitale Welt der Nachrichten. Mit interaktiven Grafiken, spannenden Videos und beeindruckenden 3-D-Modellen.
Sie lesen die neue Ausgabe noch vor Erscheinen der Print-Ausgabe, schon freitags ab 18 Uhr.
Einmal anmelden, auf jedem Gerät lesen - auch offline. Optimiert für Windows 8, Android, iPad, iPhone, Kindle Fire, BlackBerry Z10 sowie für PC/Mac.

Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Briefe:
Zum Mietmaul korrumpiert