Tracey Emin, 47, vielfach ausgezeichnete Installationskünstlerin, verblüfft durch neue politische Einsichten. Die für ihre provokanten Werke bekannte Britin - mit gebrauchten Tampons oder einem ungemachten Bett eckte sie einst beim Establishment an - outete sich als Wählerin der konservativen Tories. Damit provoziert sie vor allem Kollegen: Die Regierungspartei hat 30 Prozent Kürzungen im Kulturhaushalt angekündigt. Die kommerziell inzwischen sehr erfolgreiche Emin begründete ihre Sympathien für die Tories während der Eröffnung einer großen Retrospektive ihrer Werke in London: "Ich habe konservativ gewählt, weil ich glaubte, dass wir bessere Bedingungen für die Künste bekommen werden. Und ich glaube, das haben wir." Sie für ihren Teil kann sich nicht beklagen: Bei einem Abendessen mit Regierungschef David Cameron erhielt sie den Auftrag, eine Neon-Installation in Downing Street anzubringen.
DER SPIEGEL 22/2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.