06.06.2011

AUTOINDUSTRIE

VW von Suzuki enttäuscht

Der VW-Konzern hat seine Pläne vorerst aufgegeben, den eigenen Anteil am japanischen Autohersteller Suzuki von bislang 19,9 Prozent rasch aufzustocken. Die geplante Zusammenarbeit sei "eine einzige Enttäuschung", sagt ein VW-Manager. Suzuki will von den Wolfsburgern möglichst viel moderne Antriebstechnik, ist im Gegenzug aber kaum bereit, VW bei potentiellen Gemeinschaftsprojekten entgegenzukommen. Die Japaner ändern beispielsweise ihre Pläne für einen kleinen Geländewagen nicht so, dass der VW-Konzern auf dieser Basis auch Modelle für Volkswagen, Škoda und Seat produzieren könnte. Die Hoffnung, VW könnte von der starken Position Suzukis auf dem indischen Markt profitieren, hat sich ebenso wenig erfüllt. Suzuki-Miteigentümer Osamu Suzuki will vor allem die Unabhängigkeit des Unternehmens bewahren. Die Kulturunterschiede zwischen den beiden Unternehmen sind groß. "Das funktioniert nicht wie bei uns Deutschen, wie mit Porsche beispielsweise, ruck, zuck", sagt VW-Chef Martin Winterkorn: "Mit den Japanern muss man die Zusammenarbeit üben."


DER SPIEGEL 23/2011
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