18.05.1998

Schau mal, hier steht was

Übers Internet, über Schwarzmärkte und Apotheken kommt die Potenzpille Viagra nun nach Europa. Die Nachfrage ist riesig. Was wird sich ändern in deutschen Schlafzimmern? Männliche Versagensängste werden abgebaut - das kann auch den Frauen nützen. Skeptiker befürchten, daß purer Leistungssex die Zärtlichkeit verdrängt.

Den derzeit zufriedensten Mann der Welt stellte das US-Magazin "Time" seinen Lesern vor. Es ist Irving Mesher, 73, New Yorker Feuerwehrmann im Ruhestand, der gegenwärtig in einem Nudistencamp in den Pocono Mountains in Pennsylvania lebt. Dort hat er, ungeachtet seiner Prostata-Operation vor sechs Jahren, "drei- bis viermal die Woche" Sex mit Frauen unter 30. Als er zum erstenmal die kleine blaue Pille einwarf, war er hoch zufrieden: "Härter geht''s nicht."

Eine beispiellose Manie ist in den USA um Viagra, das Potenzmittel der Firma Pfizer, ausgebrochen. Sieben Wochen nachdem die US-Arzneimittelbehörde den Penis-Aufrichter zugelassen hat (SPIEGEL 14/1998), ist Viagra das beherrschende Thema in Talkshows und auf Betriebsfesten, in Pärchenclubs dröhnen Viagra-Partys, Buchverlage drucken Viagra-Handbücher in Bestsellerauflagen. In den Praxen der Urologen müssen zusätzliche Helferinnen den Überhang an Viagra-Nachfragen abarbeiten.

Spätestens im Herbst, wenn auch die Berliner Aufsichtsbehörde ihr Okay gibt, wird ein ähnlicher Rummel in Deutschland losbrechen. Aber schon jetzt sind die rhombusförmigen "blauen Diamanten" hier zu haben, auf Rezept in der Internationalen Apotheke oder - auf Bestellung - in normalen Apotheken, auf dem Schwarzmarkt oder übers Internet.

Im "Hamburger Abendblatt", unter der Rubrik "Verschiedenes", wurde "die Potenzrevolution aus den USA" über eine englische Adresse angeboten ("Wir liefern sofort!"). Virtuelle Ärzte im Internet stellen, gegen Angabe der Kreditkartennummer, freizügig Rezepte aus, die es ebenso virtuellen Lieferfirmen erlauben, das Produkt bis in die letzten Winkel der Welt zu schicken.

Viagra wird, wie die "Bangkok Post" meldete, in Massen nach Thailand eingeschmuggelt. Auch auf dem Trödel- und Diebesmarkt Tepito in Mexiko-Stadt ist die Glückspille für Männer im Angebot. Zweifel an der Echtheit kamen auf wegen der Farbe: Die Original-Viagra ist blau, die in Mexiko verkauften Präparate leuchten rot und gelb.

Weit offen für die Deutschen war das Einfallstor Schweiz: In einigen Kantonen druckten die Medikamentenaufseher beide Augen zu, die Apotheken hielten Viagra vorrätig. Schweizer Journalisten testeten fleißig das neue Medikament: "Sex wie in jungen Jahren" genoß Walter A. Stampfli, 60, Mitarbeiter der Zürcher Zeitung "SonntagsBlick", der zuvor, wie er mitteilte, seit zwei Jahren impotent gewesen war.

Mit Viagra (US-Branchenspott: "The Pfizer Riser") ist die Liste der Dinge, die es für kein Geld der Welt zu kaufen gibt, wieder etwas kürzer geworden.

Amerikanische Männer, die zu Kennedys Zeiten die letzte Erektion zuwege brachten, legten öffentlich Bekenntnis ab, wie sie unter Zuführung von Viagra die Lendenkraft eines Teenagers errangen. Erektil nicht Geschädigte rühmen sich in unzähligen Internet-Chatgroups ihrer Jahrtausendschwellungen: "Ich hatte einen Ständer", berichtet ein stolzer Anwender namens Jim Lamb aus den USA, "den ich mit dem Baseballschläger nicht hätte niederknüppeln können."

Temporäre oder dauerhafte Impotenz, bisher weitgehend tabuisiert und totgeschwiegen, wurde in den USA zum Lieblingsthema wie zuvor die vermutete Überpotenz des Bill Clinton.

Dessen Widersacher Bob Dole, 74, Ex-Oppositionsführer im US-Kongreß, outete sich im Weltfernsehen CNN als Viagra-Nutzer. Nach einer Phase der Null-Erektion infolge einer Prostata-Operation schluckte Dole die blauen Pillen schon während der medizinischen Tests. Sein Urteil: "Ein phantastisches Medikament." Gattin Elizabeth, 62, bestätigte. Auch Ex-"Playboy"-Chef und Multimillionär Hugh Hefner, 72, probierte das Mittel ("Na klar!"), offenbar mit Erfolg. Anderntags ging er hin und "kaufte einen Haufen Pfizer-Aktien".

Weniger reiche Hilfesuchende haben währenddessen das Nachsehen, denn Viagra geht ins Glied und geht ins Geld. Rund 300 Dollar müssen Amerikaner für eine Dose mit 30 Pillen zahlen. Reiche Indonesier blättern für das eingeschmuggelte Potenzwunder über 2000 Dollar hin. Auf dem Schwarzmarkt in München sind einzelne Pillen zu haben - nicht unter 50 Mark das Stück.

In deutschen Apotheken kostet die 30er-Packung, je nach Gier des Apothekers, zwischen 840 und 1100 Mark. Die begeisterten Benutzer schreckt das nicht. "Dieselben Benutzer, die sonst über ein paar Mark Zuzahlung mosern", so ein Hamburger Apotheker, "legen leichten Herzens die 900 Mark auf den Tisch."

Dabei haben offenbar die Herstellungskosten den geringsten Einfluß auf die Preisgestaltung: Gleichgültig, in welcher Dosierung der Wirkstoff in den Pillen enthalten ist (es gibt sie mit 25, 50 oder 100 Milligramm) - sie kosten immer dasselbe.

Wirtschaftlich betrachtet, bricht Viagra alle Rekorde. Obwohl die Pille erst seit kurzem verkauft wird, hat sie den amerikanischen Markt der Mittel gegen Impotenz schon zu 95 Prozent erobert. Über 300 000mal wurde Viagra bisher in den USA verschrieben, jeden Tag werden 10 000 neue Rezepte ausgestellt - noch nie hat ein Arzneimittel in so kurzer Zeit so viele Käufer gefunden.

Die Pille hilft auch den Aktienkursen auf: Dem Börsenwert nach avancierte der Hersteller Pfizer binnen Monaten zur zweitgrößten Pharmafirma der Welt (siehe Grafik Seite 114). Die Aktie wird im Kurs-Gewinn-Verhältnis sogar höher bewertet als die von Microsoft; niemand kann verhindern, prophezeien Börsenanalysten, daß Viagra das umsatzstärkste Mittel der Pharmageschichte werden könnte.

Bricht mit Viagra, 40 Jahre nach Entwicklung der Antibabypille, eine neue sexuelle Revolution an? "Ich halte die Erfindung der Potenzpille", urteilt James Petersen, langjähriger Autor der Lebenshilfekolumne im amerikanischen "Playboy", "für ebenso monumental wie die der Pille für die Frau."

Die hormonelle Verhütung gab den Frauen Kontrolle über ihre Fruchtbarkeit und ebnete den Weg für die sexuelle Freizügigkeit. Jetzt ist die Pille da, die dem Mann Kontrolle über sein Stehvermögen verleiht: Nach vieltausendjähriger Kulturgeschichte, gepflastert mit hilf- und wirkungslosen Versuchen, den Schlaffen aufzuhelfen, wird der Mann - sofern er sich die Pille leisten kann - endlich doch noch Herr seiner Erektion.

Allein in Deutschland sind Urologen zufolge rund acht Millionen Männer mit Impotenz geschlagen - Prostata-Operierte, Diabetiker, Nierenkranke, Bluthochdruckpatienten und Arteriosklerotiker. Ein Großteil von ihnen könnte sich mit Viagra die lang vermißte Schwellung wieder verschaffen, und auch denen, deren Lendenkraft von der eigenen Psyche niedergehalten wird, hilft Viagra auf wundersame Weise wieder auf.

Erste Ergebnisse unabhängiger Tests wurden in der jüngsten Ausgabe des "New England Journal of Medicine" publiziert. In einer Gruppe von 532 Probanden, die entweder Viagra (100 Milligramm) oder ein Placebo einnahmen, verdoppelten die Viagra-Nutzer die Häufigkeit ihrer Erektionen. 69 Prozent ihrer Koitus-Versuche endeten erfolgreich - gegenüber nur 22 Prozent in der Placebo-Gruppe.

Leise Zweifel säte der Sexmediziner James Barada vom Center for Male Sexual Health in Albany (US-Staat New York) in der Zeitschrift "New Scientist": Bei den "vollständig Impotenten" seiner Klientel habe nur ein Drittel mit "ausreichend harten Erektionen" auf die Pille angesprochen. Aber auch Barada, der schon mehr als 150 Rezepte ausgestellt hat, bezweifelt nicht, daß Viagra "bei den meisten Männern, die es nehmen, die Erektion verbessert".

Die wiedererlangte Potenz bringt nicht nur Spaß, sie bringt auch Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Lebensfreude zurück: Viagra, damit rechnen Sexualmediziner und Psychiater, könnte die Zahl der depressiv gestimmten Männer dramatisch verringern.

Und schließlich: Auch gesunde Männer können auf eine zuverlässige Erektion nicht bauen. Mit zunehmendem Alter lernt nahezu jeder Mann: Der Phallus ist das schwächste Glied in der Kette der sexuellen Erfüllung - der Geist mag willig sein, doch immer öfter bleibt das Fleisch zu schwach. "Eine Erektion ist eine mysteriöse Sache", konstatierte Seitensprung-Darsteller Michael Douglas, "immer wenn sie nachläßt, hat man Angst, daß man sie das letzte Mal gesehen hat."

Ängste wie diese sind von nun an in den meisten Fällen delegierbar: Potenz wird zum Wirtschaftsgut, zu erwerben in der Apotheke.

Potenzverbesserer standen bisher nicht vorrangig auf der Forschungsliste von Pharmakonzernen. Forscher mieden das Igitt-Thema, das wissenschaftliche Karrieren nicht eben beförderte. Die Herstellung von erektionsfördernden Spritzen zur Injektion in den Penis, von Vakuumpumpen und winzigen Pillen, die in die Harnröhre eingeführt werden müssen, oblag zumeist kleinen Pharmafirmen. Über das Paarungsverhalten von Taufliegen wußten die Naturwissenschaftler mehr als über biochemische Vorgänge während der sexuellen Erregung bei Mann und Frau.

Auch der Pfizer-Konzern entdeckte die Kraft des Viagra-Wirkstoffes Sildenafil nur durch Zufall. Eigentlich wollte Pfizer ein Herzmedikament, gegen Brustschmerzen bei Angina pectoris, entwickeln. Bei ersten klinischen Tests mit Sildenafil Anfang der neunziger Jahre blieb jedoch die erhoffte Hauptwirkung am Herzen aus.

Die Probanden waren trotzdem begeistert - wegen der gewaltigen Nebenwirkungen im Unterleibsbereich. Als manche das Mittel nach Testende nicht mehr hergeben wollten und einer sogar in ein Sildenafil-Labor einbrach, da ahnten die Pfizer-Manager, daß sie auf eine Goldader gestoßen waren.

Seither hat sich viel getan. In den letzten Jahren "ist mehr Wissen über das Thema Erektion und sexuelle Erregung zusammengetragen worden als in den 2000 Jahren davor", urteilt der New Yorker Mediziner Steven Lamm, Autor des ersten Viagra-Sachbuchs. Eine gute Erektion, das wissen Mediziner mittlerweile, ist die Folge eines fein orchestrierten Zusammenspiels von Muskeln, Nerven und Blutgefäßen im Penis. Er versteift sich nur dann, wenn das Blut in die Schwellkörper fließt und dort auch lange genug bleibt.

Erst seit wenigen Jahren ahnen die Forscher, wie komplex und fehleranfällig der mehrstufige Prozeß der Erektion ist. Die Macht von Sildenafil besteht darin, daß es einen gewaltigen Gegenspieler der Erektion, das Enzym Phosphodiesterase-5, lahmlegt (siehe Grafik Seite 109).

Nebenwirkungen sind, soweit die Zahl der bisher getesteten Männer eine Schlußfolgerung zuläßt, selten: Einer von zehn Viagra-Schluckern berichtete über Kopfschmerzen, etwa drei Prozent haben während der Wirkzeit von Viagra einen blauen Schleier im Gesichtsfeld, einige wenige berichteten über Muskelschmerz und Durchfall. Ophthalmologen fordern weitere ausführliche Tests: Schädigungen der Retina stünden zu befürchten. Jedenfalls müssen viele Herzkranke auf Viagra verzichten - wer nitrathaltige Medikamente nimmt, für den ist Viagra Gift.

Aber auch die schiere Anstrengung bei wiedergewonnener Potenz mag manchem älteren Herrn zum Verhängnis werden. Eine dramatische Zunahme der Fälle von Mors in coitu, vom plötzlichen Tod beim Beischlaf, befürchtet der Hamburger Urologe Hartmut Porst. Der Mediziner, Fachmann für Impotenzprobleme, ist an Viagra-Studien beteiligt und seit Wochen in seiner Praxis "nur noch im Viagra-Streß" (siehe Interview Seite 110).

Das Mittel, um das sich seine Patienten reißen, wirkt nicht von sich aus lustfördernd, aber es befördert die Lust, weil es Frustrationen und Ängste wirksam bekämpft. Die Pille verstärkt lediglich natürliche Prozesse, die dem Penis-Hub zuträglich sind. Der Kick muß aber auch weiterhin per Nervenimpuls aus dem Gehirn kommen. Für sexuelle Stimulation ist Viagra kein Ersatz, ebenso wenig wie für Libido: Wer sich nur an Frauen in Strapsen erregt, wird auch mit Viagra Strapse brauchen, wer schwul ist, wird sich weiter an Männer halten, und wer gar keine Lust auf Sex hat, dem hilft die Potenzpille auch nicht weiter. Wer seine Frau verabscheut, wird sie auch mit der Pille nicht begehren.

Ansonsten, so versichern Pillenfans, sei mit Viagra alles so schön wie gehabt - nur besser. Nach dem Orgasmus schlafft der Penis auf ganz normale Weise ab, es gibt bisher keinen Fall von schmerzhafter Dauerschwellung (Priapismus). Die Zeit bis zur nächstmöglichen Erektion ist verkürzt, viele Patienten berichten in Urologen-Praxen von fröhlichen "Nachhängern" am folgenden Morgen. Beim Onanieren, durch geeignete Phantasien beflügelt, wirkt Viagra bestärkend. Ob das Mittel auch den vorzeitigen Samenerguß in Schach hält, ist noch nicht bekannt.

Schon unternimmt Pfizer Versuche, den Markt für Viagra auf das andere Geschlecht auszudehnen. Auch Frauen, so meinen die Forscher, könnten sexuell von der Pille profitieren. Das biochemische Muster der Erregung unterscheidet sich bei Mann und Frau nicht wesentlich. Klitoris und Scheidenwand könnten mit Viagra besser durchblutet, die Vagina nachhaltiger befeuchtet werden.

Klinische Versuche sind bereits gestartet, vor allem mit älteren Frauen, die unter Durchblutungsschwierigkeiten leiden und daher beim Sex Schmerzen verspüren. Viagra, so der an den Studien beteiligte Urologe Porst, "könnte ältere Frauen in die Lage versetzen, beim Sex genausoviel Spaß zu empfinden wie mit 20 Jahren". Im Herbst werden erste Ergebnisse erwartet.

Pfizer ist peinlich bemüht darzulegen, daß Viagra kein Aphrodisiakum ist. Die Firma leugnet sogar, was unabhängige Forscher und Probanden bestätigen, nämlich daß Viagra auch gesunden Männern bessere Erektionen beschert. Viagra, darauf beharren die Pfizer-Manager, sei ein Medikament, kein Stimulans, und als Arznei nur einzusetzen bei erektiler Dysfunktion.

Hintergrund dieser Zurückhaltung ist die Begierde auf das Geld der Krankenversicherungen: Sie werden nur für Viagra-Pillen aufkommen, solange diese als notwendiges Medikament für Leidende gelten. Gäbe Pfizer zu, daß Viagra auch bei jedem Gesunden als Penis-Doping dient, so fiele es den Versicherern leichter, das Mittel ganz aus dem Katalog zu streichen - für Pfizer wäre das ein empfindlicher Einbruch.

Auch in Deutschland werden die Krankenkassen alles tun, um Viagra abzuwehren. "Diese Pille könnte ein Faß aufmachen", fürchtet eine Sprecherin des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen in Essen.

Die Chancen der Kassen, Viagra nicht grenzenlos für jedermann subventionieren zu müssen, stehen gut. In den Arzneimittelrichtlinien, die der zuständige Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen schon 1993 beschlossen hat, heißt es: Die Kassen brauchen solche Mittel nicht zu finanzieren, "die ausschließlich der Anreizung und Steigerung der sexuellen Potenz dienen sollen".

Birger Rostalski, Arzneimittelexperte beim Bundesverband der Ersatzkrankenkassen, hat zu Viagra bereits eine Überschlagsrechnung angestellt, aus der das schiere Grauen spricht. Wenn die acht Millionen erektionsgestörten Männer zweimal die Woche koitieren wollen, jeweils zum Pillenpreis von 20 Mark, dann würde der Viagra-Boom jährlich über 16 Milliarden Mark verschlingen. Die bisherigen Ausgaben der Kassen für Arzneimittel würden damit um 50 Prozent steigen, eine Beitragserhöhung um einen Prozentpunkt wäre unausweichlich, aber wohl kaum durchsetzbar.

Die amerikanischen Versicherer behelfen sich noch mit Übergangsregelungen, ehe sie sich für eine Linie entscheiden. Manche zahlen nur die Hälfte der Kosten, andere nur sechs Pillen im Monat, und auch nur für solche Patienten, die eine lang andauernde Impotenz dokumentieren können.

An solche extrem teuren, aber das Leben verbessernden Medikamente werden sich die Menschen zunehmend gewöhnen. Denn Viagra ist nur eines der ersten Produkte einer neuen Generation von Pharmaka, die nicht mehr auf die Behandlung von Krankheit zielen, sondern ganz allgemein die Lebensqualität verbessern sollen.

Lifestyle-Drugs nennen amerikanische Experten diese neuen Pillen und Pülverchen. Hauptzielgruppe sind die jetzt widerwillig ergrauenden Männer und Frauen der Babyboomer-Generation. Sie verfügen über reichlich Geld und wenig Lust, die Kränkungen des Alterns ohne Gegenwehr hinzunehmen.

So kann sich die Generation, die in jungen Jahren erstmals in den Genuß der Antibabypille kam und sich wie keine vorher sexuell entfalten konnte, jetzt glücklich schätzen: Kaum läßt die Potenz nach, ist die Anti-Impotenzpille auf dem Markt.

Doch Firmen wie Pfizer, Merck, Glaxo-Wellcome oder Schering-Plough haben angesichts der demographischen Trends auch schon ganz andere Lifestyle-Arzneien in der Entwicklungspipeline. Schon bald werden sie mit Mittelchen gegen Haarausfall und Falten, gegen das Altern der Haut wie gegen Gedächtnislücken aufwarten (siehe Grafik Seite 124).

Allerdings: Wer arm ist, dem bleiben solche Segnungen versagt. "Das Wohlgefühl", klagt die Zürcher "Weltwoche", "hat seinen Preis. Und der ist für viele zu hoch."

Dank der Lifestyle-Medikamente, so rechnet die US-Zeitschrift "Business Week" vor, "könnte sich die Größe der Pharmaindustrie in den nächsten fünf Jahren glatt verdoppeln". Auch Viagra bleibt auf diesem Markt nicht allein. Firmen wie Merck, Bristol-Myers Squibb und andere untersuchen noch bessere Pillen bereits in klinischen Tests.

Die nächste Generation von Potenzpillen soll länger wirksam sein, so daß Männer noch 48 Stunden nach Pilleneinnahme allzeit bereit sind. Die gestreckte Wirkdauer erlaubt den Nutzern dann noch mehr sexuelle Spontaneität, während Viagra dem lustbereiten Paar eine eher rigide Koitus-Planung aufzwingt: Erst etwa eine halbe Stunde nach Einnahme setzt bei der Pfizer-Pille die gliedhebende Wirkung ein, vier bis sechs Stunden danach klingt sie wieder ab.

Während in den USA ebenso wie im Rest der Welt der Schwarzmarkt für Viagra in Schwung kommt, rätseln Therapeuten, Juristen, Philosophen, Soziologen und Mediziner über die Folgen der Potenzpille.

Werden Sexualstraftäter sich vor Gericht darauf berufen, daß sie unter Pillen-Diktat standen? Wird Viagra Ehen retten, oder werden Ehemänner mit aufgepuschtem Potenzbewußtsein sich um so begieriger junge Freundinnen suchen? Wird der Spaß am Sex bei beiden Geschlechtern mit Viagra zunehmen - oder wird sich das Ganze nur als eine höhere Stufe jenes unheilbaren Phallus-Wahnes erweisen, mit dem sich der Mann seit grauer Vorzeit herumschlägt?

"Schwanzgesteuert", wie Feministinnen ihm vorwarfen, war der männliche Mensch von Anbeginn, aus biologischer Sicht nicht weiter erstaunlich: Besitzt er doch, gemessen an seiner Körpergröße, von allen Säugetieren den größten Penis. Ihm, der sich so wundersam dehnt und aufrichtet, widmeten bereits die Urmenschen ihre kreative Aufmerksamkeit.

Seit sich der Homo erectus über seine Primaten-Vettern erhoben hat, betrachtet er sein Zeugungsorgan offenbar als eine Art Naturwunder, dem es respektvoll zu huldigen gilt. Neun Meter reckt sich ein Granit-Phallus in der französischen Bretagne empor, den Steinzeitmenschen dort vor 4000 Jahren in den Boden gepflanzt haben - ein klaftiges Penis-Denkmal, das vermutlich Kultzwecken diente.

Ähnlich kolossale Phallus-Kultstätten fanden Forscher im afrikanischen Busch wie in den Regenwäldern Asiens und Südamerikas. In Afrika fand man steinzeitliche, in Felswände geritzte Darstellungen von Schamanen, die mit erigiertem Glied rituelle Tänze aufführen: Magische Kräfte, so die Botschaft der Orakel-Künstler, wohnen dem ragenden Phallus inne.

Ob die in Stein geritzten und gemeißelten Erektionen als Fruchtbarkeitszauber oder als Ausdruck männlichen Potenz- und Machtgehabes zu werten sind, darüber streiten die Gelehrten. Der babylonische Herrscher Hammurabi (1728 bis 1686 vor Christus) ließ seine Gesetzestexte auf einer penisförmigen Stele verewigen - eine phallische Imponiergebärde, wie sie Verhaltensforschern von bestimmten Affenarten bekannt ist, die Konkurrenten mit erigiertem Penis einzuschüchtern pflegen.

Zu sinnenfrohem Lebensgenuß dagegen ermuntern die Priapos- und Satyrstatuen aus dem antiken Griechenland, wo sich selbst die Götter im Dauerzustand sexueller Erregung befanden. In der erotischen Kunst der Hellenen tauchen erstmals jene naturalistischen Penis-Nachbildungen auf, die sich inzwischen, losgelöst vom Rest des Körpers, als Plastikdildos in den Sexshops wiederfinden.

Die dort offerierten Modelle, vielfach von übernatürlichen Ausmaßen, künden nicht mehr von magischen Mächten, von Zeugungszauber oder Männermacht. Sie stehen allenfalls für eine Herausforderung, die einst der Venezianer Giacomo Casanova (1725 bis 1798) mit angeblich nie erlahmender Standfestigkeit bewältigt hatte - ein Hochleistungsliebhaber, dem seine Potenz zu Weltruhm verhalf.

Casanova, der unverwüstliche Frauenfreund, war bei seinen Sexrekorden ohne Hilfsmittel ausgekommen; als Stärkung genügte ihm Gulaschsuppe mit viel Paprika. Seine Nacheiferer möbelten ihre Manneskraft immer wieder mit zum Teil gefährlichen Reizstoffen auf, etwa den Extrakten aus Stechapfel, Bilsenkraut, Alraune oder einem Gebräu, in dem zerstoßene Stierhoden, Katzenhirn, Menstrualblut und allerlei Pilze verrührt wurden. Der Marquis de Sade, ein düsterer Sex-Maniac, bediente sich der "Spanischen Fliegen" (Blasenkäfer), die das lebensbedrohende Zellgift Cantharidin enthalten. Filmstar Erroll Flynn, der angeblich 13 000 Frauen beglückte, pflegte sein Glied vor dem Einsatz mit Kokain zu bestäuben.

Bis heute blüht der Handel mit teils riskanten, teils weitgehend wirkungslosen Potenzmitteln, vom Pulver aus Rhinozeroshorn bis zum Yohimbin aus der Rinde eines afrikanischen Baums. Wachsender Leistungsdruck, meinen manche Sexforscher, belebe die Nachfrage. Feministische Attacken gegen forsches Machotum, dazu Pornofilme mit unerreichbaren Sexualathleten und obendrein Sexratgeber mit höchst widersprüchlichen Empfehlungen - das alles hat nach Ansicht gelehrter Beobachter die Männerwelt in tiefe Selbstzweifel gestürzt und schürt wie nie zuvor die Versagensängste.

Im selben Maße, wie Männer mit ihrer Potenz protzten, machten sich selbstbewußt gewordene Frauen höhnend darüber her. "Ich frage mich, wie Männer überhaupt ernst bleiben können", meinte die John-Lennon-Witwe Yoko Ono. "Sie haben dieses dünne, lange Ding an ihrem Körper hängen, das nach seinem eigenen Willen rauf- und runtergeht. Wenn ich ein Mann wäre, würde ich mich ständig kaputtlachen."

Lacht auch die Frau, ist sofortiger Liebestod die Folge. Wenn sie ihren Mann fertigmachen will, braucht sie nur zu sagen, er sei ein Schlappschwanz im Bett oder mal gerade so lala. Oder sie erwähnt beiläufig, ihr Neuer sei sexuell eine Granate - das reicht. Auch das erklärt die Viagra-Euphorie.

Daß sie sich selbst als defizitär zu betrachten hätten, lernten die Männer von der feministischen Bewegung. Vor allem unter die Gürtellinie zielten die Emanzen. "Wohin mit dem Ding?" fragte Alice Schwarzer in "Emma", und auch andere feministische Magazine äußerten sich kritisch: Das Zentralorgan des Mannes sei unansehnlich, mitunter ganz schön zimperlich, oft ein rechter Mickerling, habe viel erlebt und nichts begriffen, wolle selbst bei mäßiger Leistung umjubelt werden, gebärde sich aktiv und wichtigtuerisch vor allem in fremden Betten und neige daheim zu trotziger Verweigerung - nicht immer, aber immer öfter. Und was der Mann beim Liebesspiel herzeige - auf diesen Höhepunkt trieb es das Hamburger Kabarettisten-Duo "Herrchens Frauchen" -, sei "ekelhaft und sieht auch nicht gut aus".

* Phantasiekostüm von Paco Rabanne.

Männer, so die Erkenntnis in den siebziger und achtziger Jahren, sind Gefühlsanalphabeten, Fremde im Land der Emotionen, zurückgebliebene, beschränkte Furchtzwerge. Verdrossen stellten sich die Angegriffenen dem Bild, das die feministische Literatur von ihnen entwarf. Es war alles andere als schmeichelhaft - Persönlichkeit: stumpf; Sexualverhalten: einfallslos; Sensibilität: unterentwickelt; Änderungsaussichten: gering.

"Der Mann ist sozial und sexuell ein Idiot", hieß es 1982 programmatisch auch im Vorwort der Ratgeberreihe rororo-Mann. Nur noch gelegentlich beschworen heisere Stimmen die Magie der Männlichkeit und fragten zaghaft, "wie der Phall im Wandel der Epochen steht" (Buchtitel) - er stand nicht besonders.

Neuerdings mischen, was die Themen Liebe, Drama, Wahnsinn angeht, die Medien kräftig mit. Sie rücken Sex und erotische Wunscherfüllung aller Art in den Mittelpunkt und schaffen dadurch neuen Leistungsstreß. Eine stark erotisierte Alltagskultur, die zugleich Überdruß erzeugt, überformte den Sexualtrieb wie die Erotik: Sexshops, Illustrierte, Fernsehserien und Schmuddel-Talkshows desensibilisieren die Zuschauer, sie verzerren die Wirklichkeit und konditionieren einseitig. Ergebnis: sexuelle Wünsche im Kleinstformat.

Von Erotik und Liebe, von spontanem Widerstreben, Ängsten, von Schüchternheit, vom Geheimnis des erotischen Anfangs sprechen nur noch wenige. Zu dieser Entwicklung paßt Viagra, der Penis-Verstärker aus der Retorte. Jene, die Zärtlichkeit für wichtiger halten als rohe Manneskraft, wird er nicht bedienen.

Daß Daddy''s little helpers, wie man in Abwandlung des Rolling-Stones-Songs die kleinen Blauen nennen könnte, für eine sexuelle Revolution sorgen werden, ist nicht wahrscheinlich; daß Viagra vielen Männern beim sexuellen Selbstvertrauen aufhilft, schon eher.

Das muß, auch aus der Sicht der Frauen, nicht verkehrt sein. In diese Richtung denkt Gaby Hauptmann, Autorin des Bestsellers "Suche impotenten Mann fürs Leben", wenn sie über die Folgen von Viagra spekuliert. Zwar möchte sie den Verdacht nicht ausschließen, daß es dabei wieder "um das alte Männerspiel" gehe ("Wer hat den dicksten, härtesten, und wer kann am längsten?").

Aber da sich nun einmal Männer "gern über ihre Zentimeter definieren", sei die Standfestigkeit des Penis für die männliche Psyche "sicherlich von elementarer Bedeutung". Hauptmann: "Steht der, hat der Kerl, der an ihm dranhängt, gute Laune und nörgelt und meckert nicht mehr an der Welt herum." Wenn Viagra das bewirke, sei es "für eine Frau sicherlich angenehmer, als ständig die Psyche eines eingebildeten Versagers streicheln zu müssen".

Daß die Schlüsselrolle beim Einsatz von Viagra der Frau zukommen werde, glaubt auch Urologe Porst: "Wenn die Frau es nicht will, wird es sehr schnell Zoff in der Beziehung geben. Die aufgeklärten Frauen heute, die sagen dem Mann schon: Wenn du nur rammeln willst, dann nicht mit mir."

Auch die Marketing-Experten bei Pfizer sind sich über die Bedeutung der Partnerin für den Erfolg ihres Produktes klar: Die Absatzstrategen beziehen sie mit ein, speziell in Frauenzeitschriften soll Viagra beworben werden.

Ähnlich wie Buchautorin Hauptmann äußert sich Oswalt Kolle, 69, Altmeister der Sexualaufklärung in Deutschland, über Geschlechterrollen und Potenzpille. Jahrzehntelang habe man den Frauen "Schuldgefühle eingeimpft, mit solchen Sprüchen wie XEs gibt keine impotenten Männer, nur ungeschickte Frauen''". Für solche Partnerinnen könnte Viagra wie "ein Wunder" wirken, "weil sie sich nicht mehr fragen müssen: Was mache ich falsch?" Zugute komme die Pille auch jenen Frauen, die bisher "mit viel Mühe den kleinen Krisenstab zum Stehen bringen wollten". Kolle: "Dieser Streß verschwindet aus dem Schlafzimmer."

Aber der greise Sexexperte fügt auch warnend hinzu, daß mit Viagra der Schrecken im Schlafzimmer drohen könnte. "Meine Horrorvision", so Kolle, "ist der jahrelang impotente Mann, der nun heimlich eine Pille schluckt und plötzlich in der Tür steht mit dem Brunstschrei: Schau mal, Liebling, hier steht was für dich."

Das Millionenheer der Männer, die - zu 70 bis 80 Prozent aus organischen, nicht psychischen Gründen - mit erektiler Dysfunktion zu kämpfen haben, ist nach Meinung der Wissenschaftler Hauptnutznießer der Potenzpille. Wenn sie nicht als "Ecstasy für Erektionsathleten" mißbraucht werde, sondern den Männern gegen Potenzprobleme helfe, dann sei die Sache schon in Ordnung, meint auch Kurt Lehmann, Oberarzt an der Basler Uniklinik. Betroffen ist vor allem die Altersgruppe der über 50jährigen. Ist Viagra gegen die Entbehrungen des Alterssex, wie Sexaufklärer Kolle meint, "ein Segen"?

Daß es ein Triebleben nach dem Rentenbescheid gibt, ist von der medizinischen Wissenschaft lange Zeit schamhaft übergangen worden. "Um das 75. Lebensjahr", konstatierte der Bad Teinacher Internist Klaus Franke in der Zeitschrift "Sexualmedizin", "ist noch mehr als die Hälfte der Menschen sexuell interessiert." Untersuchungen ergaben: Von über 200 Männern und Frauen, die im Durchschnitt 86 Jahre alt waren, hatten knapp zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen Geschlechtsverkehr.

"Sexuelle Leidenschaft, Spaß am Sex und Verspieltheit", fand der amerikanische Soziologe Andrew Greeley, "sind nicht nur eine Sache der Jungen und Schönen. Das leere Nest könnte in Wirklichkeit eine Liebeslaube sein." Doch oft finden sich die Frauen allein in der Laube, es fehlt an geeigneten männlichen Partnern.

Männer neigen im Alter eher zu Lustlosigkeit. Frauen erleben dagegen oft eine "Entfesselung" ihrer Sexualität in der zweiten Lebenshälfte - Libido, Erregbarkeit und Orgasmusfähigkeit sind nach den Wechseljahren nicht eingeschränkt, wie der Berliner Medizinpsychologe Hans-H. Fröhlich anmerkt.

Was die Potenz angeht, verzeichnen die Forscher deshalb einen "Schereneffekt" zwischen Mann und Frau: Während sie noch immer Spaß am Sex hätte, zieht er sich mehr und mehr zurück.

Mag sein, daß ihm der "blaue Diamant" nun aufhilft - was wiederum den feministischen Soziologinnen und Buchautorinnen Cheryl Benard und Edit Schlaffer himmelangst macht. Während Sexanwalt Kolle für "ältere Paare das gleiche Recht wie für jüngere" einklagt, "eine erfüllte Sexualität zu haben", gruseln sich Schlaffer/Benard: "Nur ungern sehen wir den Opa, der gebeutelt wird vom chemischen Sexualtrieb. Ein Udo Jürgens ist genug."

Insgesamt fürchten die beiden Autorinnen, das Potenzmittel Viagra könne - jedenfalls "in normalen Beziehungen" - "eine Medizinierung des Sex" bewirken, "wenig schmeichelhaft für beide Seiten, die Frau kann sich nicht mehr freuen, daß sie ihren Partner so toll antörnt, denn er reagiert ja auf die Tablette". So betrachtet, sei Viagra "das Äquivalent vom Silikonbusen, eine Vortäuschung sexueller Leistungskraft durch künstliche Prothesen".

So großes Geschütz fahren jene Beobachter nicht auf, die sich mit den Wirkungen des Potenzaufhellers schon in der Realität befaßt haben - auch wenn die Meinungen geteilt sind.

An der beziehungsverbessernden Wirkung der blauen Pille zweifelt auch Sachbuchautor Steven Lamm: Viagra "erleichtert Erektionen, aber nicht Partnerschaften". Mancher Mann, der das abgekühlte Verhältnis zu seiner Frau auf seine Impotenz schob, wird trotz Viagra kaum eine Verbesserung erfahren.

Einige wenige Therapeuten haben bereits Erfahrungen mit ehemals impotenten Viagra-Konsumenten und deren Ehefrauen gesammelt. Viele Partnerschaften blühen dank Viagra neu auf, doch es gibt auch andere. Impotenz stellte sich im nachhinein für manche Beziehung als Kitt heraus, nicht als Belastung: Als die Impotenz behoben war, ging auch die Partnerschaft zu Ende.

Schon bei den Teilnehmern der klinischen Tests zu Viagra wurden solche Probleme offenbar. Mindestens zwei Frauen baten ihren Mann, aus der Studie auszusteigen, weil sie so häufig mit ihm gar nicht verkehren wollten. Andere Männer machten die leidvolle Erfahrung, daß eine glanzvolle Erektion sie sexuell keineswegs für ihre Frauen attraktiver machte.

Manche Frauen erlebten die Pille für den Mann als lästigen Wiedereinstieg in ein ungeliebtes Ancien régime: Wie die Therapeutin Karen Donahey von der Northwestern University berichtet, hatten sich Frauen sexuell mit der Impotenz ihres Gatten gut arrangiert. In funktionierenden Partnerschaften hatten die Paare Formen des sexuellen Miteinanders gefunden, die den Frauen gut behagte.

Kaum hatte der Mann Viagra im Blut, ging alles wieder - hau ruck! - nach der Rein-raus-Methode.

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Die Wirkung der Potenzpille Viagra

Aktienkurs des Pharmakonzerns Pfizer

Lifestyle Drogen - Pillen für das Wohlbefinden

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Die Wirkung der Potenzpille Viagra

Aktienkurs des Pharmakonzerns Pfizer

Lifestyle Drogen - Pillen für das Wohlbefinden

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* Phantasiekostüm von Paco Rabanne.

DER SPIEGEL 21/1998
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