11.07.2011

PHARMAINDUSTRIE„Wir bleiben im Hintergrund“

Der CDU-Politiker und Krisen-PR-Agent Wolfgang Stock gründete an der Uni Frankfurt (Oder) „Wiki-Watch“, angeblich um Wikipedia-Opfern zu helfen. Zuvor aber schrieb er im Online-Lexikon Artikel zugunsten des Pharmariesen Sanofi-Aventis um.
Wolfgang Stock hält das Online-Lexikon Wikipedia für "eine tolle Sache". Über einen Internetanschluss zu verfügen bedeute für viele Menschen, "das Wissen der Welt zur Verfügung zu haben". Deshalb findet der 52-jährige Professor es auch richtig, Wikipedia zum Weltkulturerbe der Unesco zu erklären.
Wikipedia scheint in mehrfacher Hinsicht die große Leidenschaft des Professors zu sein: Ausgehend von einer Idee aus dem Jahr 2009 etablierte Stock im Herbst 2010 zusammen mit dem Berliner Rechtsanwalt Johannes Weberling das Projekt "Wiki-Watch" an der Universität Frankfurt (Oder), das es sich zur Aufgabe macht, "die faszinierende Wissens-Ressource Wikipedia transparenter zu machen". Schließlich wüssten die Nutzer "praktisch nichts über Wikipedia, außer ein paar Mythen".*
Mit Wiki-Watch will Stock auch Betroffenen helfen, die sich im Online-Lexikon falsch dargestellt oder gar verleumdet sehen. Wiki-Watch kläre auf, "wie man sich gegen Wiki-Einträge wehren kann" und was man tun könne, "wenn ein Artikel Sie in ein nachweislich falsches, schlechtes Licht rückt und Ihre Reputation Schaden leidet".
Spätestens dieser Service hört sich aber weniger nach wissenschaftlicher Forschung an als vielmehr nach Krisen-PR. Und tatsächlich führt Stock auch eine Krisen-PR-Agentur mit dem wichtigtuerischen Namen Convincet in Berlin Unter den Linden. Hier bietet Stock "gezielte Interventionen" an und verspricht dabei "extrem schnelle und flexible Reaktion".
Während Stock an der Universität Transparenz predigt, praktiziert er bei Convincet das glatte Gegenteil: "Als Berater bringen wir uns für Ihren Erfolg ein, bleiben aber vollständig im Hintergrund. Auf unsere Vertraulichkeit können Sie sich verlassen, während unserer Zusammenarbeit und danach."
So verspricht der PR-Berater seinen zahlungskräftigen Kunden "direkte Kommunikation mit den für Sie wichtigen gesellschaftlichen Entscheidungsträgern" und den "Aufbau von Vertrauen gegenüber wichtigen Stakeholdern, vor allem den Medien".
Das klingt nicht nur gut, das ist auch genau das, was Unternehmen brauchen, die in einen Skandal verwickelt sind. Stocks Versprechen sind vermutlich mehr als leere Worte, denn der Mann ist bestens vernetzt in Politik und Medien. Vor seiner Zeit als Krisen-PR-Berater war er als Journalist tätig: erst leitender Redakteur der "Berliner Zeitung", dann "Focus"-Korrespondent in Berlin, schließlich Politikchef der "Welt am Sonntag".
Zusammen mit "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann und dem damaligen Bonner "Focus"-Büroleiter Ulrich Reitz hat Stock zwei Biografien geschrieben, über die CDU-Politiker Roman Herzog und Rita Süssmuth. Im Jahr 2000 trat er als Autor der ersten Biografie über Angela Merkel auf, und 2005 erfand er den Video-Podcast der Bundeskanzlerin, den er acht Folgen lang produzierte.
Seit 2010 ist Stock zudem Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes seines Wohnsitzes Woltersdorf bei Berlin. Seinen Professorentitel erhielt er von der erzkatholischen Gustav-Siewerth-Akademie als Nachfolger des dortigen Journalismus-Professors und ZDF-Historikers Guido Knopp.
Aber um wen oder was kümmert sich der Krisenberater Stock heute konkret neben seinem Uni-Projekt, mit dem er angeblich Wikipedia verbessern will?
Einer von Stocks Kunden ist Sanofi-Aventis, der fünfgrößte Pharmakonzern der Welt. Doch was Stock für Sanofi genau macht - darüber schweigen sich die Beteiligten aus. Miriam Henn, Leiterin der Sanofi-Pressestelle, räumt lediglich ein, Stocks Firma Convincet "berät uns seit Juli 2009 in Kommunikationsfragen". Krisenberatung konnte Sanofi-Aventis in den vergangenen Jahren mehrfach gebrauchen. Derzeit steht der Konzern im Verdacht, jahrelang zum Schein Medikamente nach Nordkorea geliefert zu haben, die dann in deutschen Apotheken landeten (SPIEGEL 25/2011). Erst vor drei Wochen durchsuchte die Staatsanwaltschaft Verden deshalb die Sanofi-Niederlassungen in Frankfurt und Berlin und leitete gegen den ehemaligen Cheflobbyisten der Firma ein Verfahren wegen Bestechung ein. Noch schwerer traf Sanofi in den zurückliegenden Jahren aber die Kritik an seinem umstrittenen Blockbuster Lantus.
Kein anderes Präparat ist für den Pharmakonzern so wichtig wie Lantus: Dieses gentechnisch hergestellte Insulin brachte allein im Jahr 2009 Einnahmen in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro, das sind 45 Prozent des Gesamtumsatzes der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH. Entsprechend nervös reagiert der Pharmamulti auf jede Kritik an Analoginsulinen. Und die wird seit 2005 immer lauter.
Damals untersuchte das neugegründete und halbstaatliche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), ob Analoginsuline besser sind als herkömmliche Humaninsuline. Das Ergebnis war für Sanofi eine einzige Enttäuschung: Das IQWiG kam nach Auswertung der weltweit besten Studien zu dem Ergebnis, dass die vielen auch von Sanofi behaupteten Vorteile wissenschaftlich nicht belegt seien. Das IQWiG stellte fest, dass die Analoginsuline, die für die Krankenkassen 30 bis 50 Prozent teurer waren als Humaninsulin, einzig für Pharmakonzerne einen Zusatznutzen hatten, nicht aber für Patienten.
Für Sanofi war das Gutachten ein empfindlicher Schlag. Denn wenn die unabhängigen IQWiG-Wissenschaftler feststellen, dass ein neues Medikament nicht besser ist als ein altes, weigern sich die Krankenkassen in der Regel, den höheren Preis des neuen Präparats zu erstatten.
Spätestens seit diesem Gutachten kämpft der Pharmariese gegen den Medikamenten-TÜV und dessen damaligen Leiter Peter Sawicki mit harten Bandagen. Der frühere Sanofi-Deutschland-Chef Heinz-Werner Meier schimpfte, dass "ein Konzern in einem Land, in dem alle seine Forschungsergebnisse negativ beurteilt werden, nicht mehr investieren" werde. Sawicki erinnert sich, dass selbst der damalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bei ihm anrief und fragte, was er denn gegen Sanofi habe, die Firma sei mit ihren vielen tausend Arbeitsplätzen doch wichtig für Hessen.
Doch für Sanofi sollte es noch schlimmer kommen. Denn im Jahr 2008 ging das IQWiG in einer weiteren Studie dem Verdacht nach, dass Lantus womöglich auch noch das Krebswachstum fördere. Dazu wertete das Institut die Daten von mehr als 18 Millionen AOK-Versicherten in ganz Deutschland aus, 127 000 von ihnen waren Diabetiker, die entweder mit herkömmlichem Humaninsulin oder mit Lantus beziehungsweise zwei anderen Analoginsulinen behandelt wurden.
Das erschreckende Ergebnis dieser Auswertung damals: Bei gleicher Behandlungsdosis könnte das Krebsrisiko für Patienten, die Lantus einnehmen, deutlich höher sein als für Humaninsulin-Patienten. Sawicki: "Statistisch gesehen heißt das, dass in anderthalb Jahren von 100 Menschen, die mit Lantus behandelt werden, einer eine Krebserkrankung bekommt, die er mit dem herkömmlichen Humaninsulin nicht bekommen hätte." Hochgerechnet würde das allein in Deutschland knapp 3500 zusätzliche Krebskranke pro Jahr bedeuten. Sanofi warf dem IQWiG damals Verunsicherung von Patienten vor, bei den Studien handle es sich "um bloße Beobachtungen, deren Beweiswert in jedem Fall gering ist".
Dennoch war dem Pharmariesen vermutlich klar: Wenn diese Studie veröffentlicht wird, droht nicht nur Lantus, sondern dem ganzen Konzern die Krise. Wann aber wusste der Pharmariese, dass das IQWiG die Krebsgefahr bei Lantus untersucht? Sawicki, der damalige Leiter des IQWiG, sagt: "Aufgrund meiner Gespräche mit Mitarbeitern von Sanofi gehe ich davon aus, dass Sanofi-Aventis bereits Ende 2008 wusste, dass wir eine Studie über den Zusammenhang zwischen Lantus und Krebserkrankungen gemacht haben." Auf Anfrage erklärt Sanofi dagegen: "Die Inhalte der vom IQWiG erstellten Studie waren der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH vor deren Publikation nicht bekannt." Das war im Juni 2009.
An dieser Stelle kommt der Wiki-Watch-Betreiber Stock ins Spiel. Er will nicht nur angeblich die Qualität des Online-Lexikons verbessern, er verändert auch selbst die Lexikonartikel. Und in diesem Fall machte er das zugunsten seines späteren Kunden Sanofi-Aventis. Aber wie geht das?
Wikipedia lebt davon, dass möglichst viele Internetnutzer mit Spezialwissen Artikel verbessern, bei denen sie sich auskennen. Die Änderungen lassen sich mit wenig Vorkenntnis von jedem Computer aus vornehmen. Dazu müssen die Nutzer nicht ihren tatsächlichen Namen hinterlassen, sondern können auch einen Phantasienamen wählen. Jede Änderung eines Wikipedia-Artikels wird aber dokumentiert, so dass alle Internetnutzer sie später nachlesen können.
Einer der Nutzer, die Wikipedia-Einträge in dieser Zeit häufig änderten, nennt sich "Wsto". Es sind die Anfangsbuchstaben Wolfgang Stocks. Gegenüber dem SPIEGEL gab Stock am vergangenen Freitag zu, Wikipedia-Einträge unter dem Kürzel "Wsto" verändert zu haben, das später in "Kan900" umbenannt wurde.
Im April 2009, rund zwei Monate vor der Veröffentlichung der IQWiG-Studie über den Krebsverdacht bei Lantus, beginnt "Wsto" mit der Bearbeitung verschiedener Artikel aus dem Themenfeld Medizin - ein Bereich, für den er sich bis dahin nicht interessiert zu haben scheint.
Im Wikipedia-Artikel über Sanofi-Aventis fügte "Wsto" am 14. April hinzu, dass Frankfurt am Main "der weltweit größte Forschungs- und Entwicklungsstandort von sanofi-aventis" ist. "In Frankfurt Höchst wird auch das Insulinanaloga Lantus hergestellt (...) Sanofi-Aventis hat 2008 weltweit 4,6 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung neuer Medikamente investiert, in Deutschland mit 1800 Mitarbeitern rund 600 Mio. Euro."
Am gleichen Tag, nur 17 Minuten nach den Änderungen über Sanofi-Aventis, erweiterte "Wsto" den Eintrag über das IQWiG mit einem langen Absatz "Kritik". Hier warf er den Pharmaprüfern vor, sie hätten "kein objektives Verständnis des Kosten-Nutzen-Faktors von Medikamenten", sie stellten Ansprüche an medizinische Studien, "die der Realität des klinischen Alltags nur unzureichend Rechnung tragen", und durch die IQWiG-Gutachten werde "die Versorgungssicherheit von 500 000 Patienten in Deutschland gefährdet".
Weitere 16 Minuten danach änderte "Wsto" den Wikipedia-Eintrag über den IQWiG-Chef Peter Sawicki und schrieb: "Unter massive öffentliche Kritik geriet Sawicki Ende 2007 mit der zweifelhaften Auftragsvergabe des von ihm geleiteten Instituts." Um 10.15 Uhr schließlich erweiterte "Wsto" noch mal den Absatz "Kritik" im Wikipedia-Artikel über das IQWiG.
Am 1. Mai verschärfte "Wsto" die Kritik gegen die unabhängigen Medikamentenprüfer noch einmal, indem er im IQWiG-Artikel den Vorwurf zitiert: "Die Empfehlungen des IQWiG zu Statinen verursachen jährlich etwa 660 Tote in Deutschland."
Insgesamt bearbeitet "Wsto" im April und Mai 2009 zehnmal den Wikipedia-Artikel zu "Sanofi-Aventis", 23-mal den Artikel über das IQWiG, zweimal den Artikel "Peter Sawicki", siebenmal den Artikel zu Lantus und einmal die Artikel "Pharmaunternehmen" und "Chris Viehbacher", den CEO von Sanofi-Aventis.
Sanofi-Aventis erklärt auf Anfrage, Stock nicht mit den Änderungen von Wikipedia-Artikeln beauftragt zu haben. Stock selbst teilt per Fax mit: "Die Vermutung oder Behauptung, dass ich diese Artikel gegen Bezahlung oder in Erwartung eines bezahlten Auftrags von Sanofi-Aventis editiert habe, ist unwahrhaftig. Ich habe diese Edits nachweislich aus persönlicher Betroffenheit, Interesse und zur Vervollständigung des enzyklopädischen Angebots in Wikipedia gemacht."
Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Stock oder jemand aus seinem Umfeld weitere Änderungen unter den Nutzernamen "Investor" und "K.atarina.w" vorgenommen hat. Stock bestreitet allerdings, diese Namen verwendet zu haben.
Auffällig ist jedoch, dass "Investor" häufig den gleichen Artikel ändert wie "Wsto", zum Teil sogar am gleichen Tag. Darüber hinaus ändert "Investor" jeweils mehrfach den Wikipedia-Artikel "Wolfgang Stock", den Artikel über den Christlichen Medienverbund KEP (in dem Stock Vorstand ist), den Artikel über die Gustav-Siewerth-Akademie (an der Stock Professor ist), den Artikel über den Ort Woltersdorf (in dem Stock wohnt) und den Artikel über die Firma Media Tenor (in der Stock Geschäftsführer war). Im Dezember 2009 ergänzt "Investor" mehrfach das Kapitel "Kritik" im Wikipedia-Artikel "IQWiG", im Januar und Februar 2010 bearbeitet er mehrfach den Eintrag zu "Peter Sawicki", unter anderem zitiert er dabei, dass "Sawicki bei vielen Gutachten ,getrickst' und auch Daten manipuliert habe".
Unter verschiedenen Nutzernamen Einträge in Wikipedia zu bearbeiten wäre ein schwerer Verstoß gegen die Regeln des Online-Lexikons. Denn damit wird der Eindruck erweckt, dass nicht nur ein Einziger diese Änderungswünsche hat, sondern eine bereitere Bewegung dahintersteht. Unter Internetnutzern heißen solche künstlich vermehrten Nutzernamen deshalb auch "Sockenpuppen".
Am 20. Juni 2011 haben Wikipedia-Administratoren den Nutzer "Wsto" (später "Kan900") wegen "missbräuchlichem Sockenpuppeneinsatz" gesperrt. Auch die Nutzer "Investor" und "K.atarina.w" wurden am gleichen Tag wegen "Sockenpuppeneinsatz" gesperrt. Schriftlich teilt Stock dem SPIEGEL mit: "Sollten Sie in Ihrem Artikel die Vermutung oder Behauptung äußern wollen, dass ich diese Benutzernamen als sogenannte ,Sockenpuppe' benutzt habe, so ist dies nachweislich falsch."
Pavel Richter, Geschäftsführer des Wikipedia-Fördervereins Wikimedia e.V., sagt, technisch beweisen könne man es Stock nicht, dass er unter mehreren Nutzernamen Artikel bearbeitet hat. "Entscheidend ist, dass hier Administratoren mit einer sehr langen Erfahrung im Erkennen solcher missbräuchlichen Edits zu dem Schluss gekommen sind, dass die Beweisführung für eine Sperrung ausreicht."
Auch außerhalb des Internets gibt es Hinweise darauf, dass Stock sich in besonderer Weise für Sanofi interessiert. Am 10. November 2010 hielt er unter seinem echten Namen bei den "Stuttgarter E-Business-Tagen" einen Vortrag über Krisenprävention, "aufgezeigt an einem Beispiel aus der Pharmaindustrie".
Der Sammelband mit den Vorträgen ist inzwischen erhältlich, darin auch Stocks Folien. Demnach trug er ausführlich über eine "Case Study 2: Insulin 2009" vor: "26.06.09 abends veröffentlicht IQWiG eine Krebs-Warnung", einige Folien weiter heißt es: "30.6.09: Drastischer Einbruch des Börsenkurses" (von Sanofi -Red.) und schließlich: "Seither: Das ganze Web wird beobachtet! Kritische Nachrichten: automatisch analysiert, von Menschen überprüft." Am Schluss des Vortrags listet Stock seine "Referenzen" auf, darunter befindet sich auch die Firma Sanofi-Aventis.
Pavel Richter von Wikimedia e.V. sagt: „Das Außergewöhnliche an diesem Fall ist, dass Wiki-Watch mit dem Anspruch antritt, Wikipedia transparenter zu machen, und Leute aus dem Umfeld der Arbeitsstelle offenbar gleichzeitig unter verschiedenen Benutzernamen Einträge in Wikipedia gezielt beeinflusst haben.“
Wikipedia-Nutzer selbst hätten die Vorkommnisse aufgedeckt und ins Netz gestellt (Link: http://dl.dropbox.com/u/ 9449816/IQWIGundCo.pdf ).
An der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder) herrscht seit Tagen große Aufregung über Stocks fragwürdige Aktivitäten. Seine Arbeitsstelle Wiki-Watch ist angesiedelt am Lehrstuhl für Öffentliches Recht bei Prof. Dr. Wolff Heintschel von Heinegg. Der Jurist erklärt, dass Stock eine eidesstattliche Versicherung vorgelegt habe, seit der Ansiedlung von Wiki-Watch an der Uni keine Wikipedia-Artikel mehr bearbeitet zu haben. Dennoch ärgert von Heinegg der ganze Vorgang. "Ich bin bisher immer von der Integrität unserer Dozenten ausgegangen." Sollten sich die Vorwürfe gegen Stock aber bewahrheiten, "dann müssen wir in letzter Konsequenz das Ganze einstampfen".
* Ursprünglich hatten wir berichtet, 'Wiki-Watch' sei bereits im Jahr 2009 gegründet worden. Diese Angabe beruhte auf der Darstellung im offiziellen Lebenslauf von Prof. Stock, die er erst im Nachgang zu unserer Berichterstattung revidiert hat. Er lässt nun verlauten, dass 'Wiki-Watch' 'seine operative Arbeit' erst Ende 2010 aufgenommen habe.
Von Markus Grill

DER SPIEGEL 28/2011
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