31.08.1998

STASIIM „Delia“ im Schweriner Archiv?

Die langjährige Leiterin des Archivs der Gauck-Behörde in Schwerin soll als Agentin für die Stasi gearbeitet haben. Anfang des Jahres waren die Aktenverwalter eher zufällig auf die Spuren einer Inoffiziellen Mitarbeiterin Sicherheit (IMS) "Delia" gestoßen, die Ende der achtziger Jahre von der Stasi-Inlandsaufklärung an die für die West-Spionage zuständige Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) der DDR-Staatssicherheit abgegeben wurde. Weitere Recherchen führten zu dem dringenden Verdacht, daß die Schweriner "Sachgebietsleiterin Archiv" die IMS "Delia" war. Zur Rede gestellt, bestritt die Leiterin der Gauck-Außenstelle den Verdacht, unterschrieb aber in der vorvergangenen Woche einen Aufhebungsvertrag. Hinweise darauf, daß es in dem Schweriner Archiv zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist, hat die Behördenleitung nicht.

DER SPIEGEL 36/1998
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 36/1998
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

STASI:
IM „Delia“ im Schweriner Archiv?

  • Zugriff am Stadtrand: Mutmaßlicher Schütze von Straßburg getötet
  • Blinde Surferin: Nur mit Gefühl auf den Wellen
  • Drohnenvideo: Überraschung beim Schwimmtraining
  • TV-Interview mit Melania Trump: "Am schlimmsten sind die Opportunisten"