08.08.2011

SPIEGEL-GESPRÄCH„Guckt mal, was jetzt kommt“

Die Bestsellerautorin Charlotte Roche, 33, über ihr neues Buch „Schoßgebete“, den Spaß an Sexszenen, den tödlichen Autounfall ihrer Familie und ihre Psychoanalyse
Ein heißer Sommertag in Köln, Charlotte Roche erscheint in einem bunten Rock und ärmellosem Top, das ihre Tattoos gut zur Geltung bringt. Sie wirkt fraulicher als noch vor drei Jahren, als "Feuchtgebiete" herauskam. Es ist ihr erstes Interview zum neuen Roman "Schoßgebete", noch hat ihn kaum jemand gelesen. Sie sei aufgeregt, sagt sie.
Die Hitze an diesem Tag passt zum Roman. Dessen erster Satz lautet: "Wie immer vor dem Sex haben wir beide Heizdecken im Bett eine halbe Stunde vorher angemacht." Es folgt eine lange Sexszene zwischen der Hauptfigur Elizabeth und ihrem Ehemann. Während die siebenjährige Tochter in der Schule ist, verwandeln sich Mama und Papa in ein Liebespaar, in eines, das viel Erfahrung mit Pornos hat.
Der Roman erzählt von drei Tagen im Leben von Elizabeth, irgendwo in einer größeren deutschen Stadt. Elizabeth ist Anfang dreißig und eine ziemlich neurotische Person, die um jeden Preis eine perfekte Liebhaberin sein will, eine gute Mutter, eine vorbildliche Umweltschützerin und Vegetarierin. Mit dem gleichen Enthusiasmus lehnt sie ihren Stiefsohn ab, hasst ihre Patchwork-Familie und erst recht die eigene Mutter. Roche beschreibt eine Frau, die sich selbst unter Druck setzt und ein fast wahnhaftes Leben lebt, in dem sich alles um Therapiesitzungen, Essstörungen und ihren Brustkomplex dreht. Elizabeth preist die sexuellen Kräfte ihres Ehemanns, mit dem sie gemeinsam Bordelle besucht. Sie macht sich lustig über Alice Schwarzer und deren Leugnung eines vaginalen Orgasmus, und sie ändert ständig ihr Testament.
Vor Jahren hat es einen Unfall in Elizabeths Familie gegeben. Auf dem Weg zu ihrer Hochzeit sind die Mutter und ihre drei Brüder mit dem Auto in einen Bus gerast. Die Brüder starben. Die Mutter überlebte schwerverletzt. Die Hochzeit wurde abgesagt, Elizabeth trennte sich von ihrem Bräutigam. Der Schatten, den dieser Unfall auf ihr Leben warf, war zu groß.
Die Autorin Charlotte Roche kriecht bis in den hintersten Winkel des Grauens, quälend ausführlich beschreibt sie, wie Elizabeth vor der Abfahrt der Familie noch
einmal ihr Hochzeitskleid anprobiert, weshalb sich der Aufbruch verzögert. Wäre ohne diese Anprobe alles anders gekommen? Und hat sie nicht auch Schuld, weil sie diese aufwendige Robe gewählt hat, die in keinen Koffer passt, sondern im Auto transportiert werden muss?
Auch diesmal erzählt Roche mit krasser Detailversessenheit, in einer manchmal ungelenken, aber direkten Sprache und mit großer Freude am Überschreiten von Schamgrenzen. Diesmal aber ist ihr Thema der Tod. Und die Frage, wofür es sich lohnen könnte, dem Tod aus dem Weg zu gehen.
Es hat so einen Unfall auch in Charlotte Roches Leben gegeben. Er geschah im Jahr 2001. Die gebürtige Engländerin wollte in London Hochzeit feiern. Auf dem Weg dorthin verunglückte das Auto mit ihrer Mutter und ihren Brüdern. Bis zum heutigen Tag hat sie noch nie öffentlich über den Unfall gesprochen.
Schon bei "Feuchtgebiete" wurde die 18-jährige Heldin Helen als Alter Ego der Autorin gedeutet, eine Autorin, die zudem das Spiel zwischen Fiktion und Wirklichkeit kräftig anfeuerte. Das Buch sorgte für einen Skandal, der die Auflage auf mehr als zwei Millionen Exemplare trieb. Man kann auch "Schoßgebete", das am 10. August in einer Startauflage von 500 000 Exemplaren erscheint, autobiografisch lesen. "Es ist ein Roman", sagt Roche. Natürlich.
SPIEGEL: Frau Roche, Ihr erster Roman "Feuchtgebiete" ist einer der meistverkauften in der deutschen Verlagsgeschichte. Das ist kaum wiederholbar, oder?
Roche: Ich wäre verrückt, wenn ich glaubte, "Feuchtgebiete" wäre zu übertreffen.
SPIEGEL: Möglicherweise sind Sie es ja, ein wenig?
Roche: Ginge es nach mir, würde sich "Schoßgebete" noch besser verkaufen. Aber damals gab es eine riesige Empörung, die sich kaum wiederholen lässt. Den größten Hit meines Lebens habe ich schon hinter mir.
SPIEGEL: Ihr erster Roman war acht Monate lang auf Platz eins der Bestsellerliste.
Roche: Oh ja, und es passierten interessante Dinge. Zuerst dachte ich: Oh, ein Wunder. Und dann: Ach nein, das bleibt ja nicht für immer. Ich habe alles Erdenkliche getan, alles, was in meiner Macht stand, damit ich da oben bleibe. Ich glaubte wirklich, ich sterbe, wenn ich auf Platz zwei abrutsche.
SPIEGEL: Seltsam. Was ist so schlimm daran?
Roche: Das ist wie eine ekelhafte Kokainsucht. Ich nahm mir vor, nicht faul zu sein, nicht arrogant, immer freundlich, immer lächeln, bei den Lesungen, bei den Interviews mit der Presse, in den Talkshows. Ich habe alles gemacht, mit jedem gesprochen, der mit mir sprechen wollte, außer den Springer-Leuten. Am Ende ist das fast wie Prostitution, es bleibt nicht viel übrig von einem. Immer weiter, bis zum totalen Zusammenbruch.
SPIEGEL: Und was war, als Ihr Buch abrutschte?
Roche: Weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich war es gar nicht schlimm.
SPIEGEL: Das Kokain war aus. Das kann befreiend sein.
Roche: Na ja. Man hat alles versucht, und dann fühlt es sich doch an, als habe man versagt.
SPIEGEL: Jetzt haben Sie einen zweiten Roman geschrieben.
Roche: Ich wollte immer schreiben. Ich war sehr glücklich, während ich das erste Buch schrieb, und auch jetzt beim zweiten. Es ist ein gutes Gefühl, die Seiten voll zu machen, sich zu sagen, boah, bin ich diszipliniert. In der Schule war ich nicht besonders gut, und allein, dass ich überhaupt ein Buch schreibe, war für mich ein Wunder. Durch den Erfolg von "Feuchtgebiete" bin ich wahrscheinlich schrecklich verwöhnt, vielleicht sogar ruiniert. Selbst wenn "Schoßgebete" nur ein Viertel davon verkaufen würde, sind das immer noch unfassbar hohe Verkaufszahlen, und es wäre dennoch ein Flop.
SPIEGEL: Sie haben immer gesagt, dass Sie nichts Neues schreiben werden.
Roche: Weil ich mir nicht vorkomme wie eine Schriftstellerin, sondern eher wie eine Hochstaplerin. Ich kann auch nicht beurteilen, ob etwas gut geschrieben ist. Ich bin niemand, der seine Wörter setzt und eine Idee davon hat, wie das klingen muss. Nichts klingt schön in meinen Büchern. Ich schreibe, wie ich spreche. Ich bin keine Schriftstellerin.
SPIEGEL: Das erklärt immer noch nicht ein zweites Buch.
Roche: Was mich am meisten geärgert hat, waren die Leute in der Buchbranche, die sagten: Charlotte, alle reden darüber, dass du nie ein zweites Buch hinkriegst. Charlotte, du musst nicht, du hast es nicht nötig. Diese Unterstellung, dass es unmöglich ist, da noch etwas hinterherzuschießen, die hatte ich immer im Kopf, das trieb mich an.
SPIEGEL: "Schoßgebete" ist ein ganz anderes Buch. Es strengt sehr an, es erschöpft den Leser.
Roche: Oh Gott. Weil es so schlecht geschrieben ist?
SPIEGEL: Weil es eine große emotionale, fast pathologische Wucht hat und auch eine Ernsthaftigkeit und schockierende Ehrlichkeit. Das liegt vor allem an der Schilderung des Unfalls, aber nicht nur. Der Roman beginnt damit, dass das Ehepaar mitten am Tag die Heizdecke anwirft und Oralsex hat. Diese Szene ist gleich mal 15 Seiten lang.
Roche: Meine Anfänge sind immer direkt. Die Frage, wie man Sex hat, wenn noch ein Kind durch die Wohnung rennt, ist ja auch ein Thema, über das nie jemand ernsthaft spricht. So etwas zu thematisieren ist eine meiner größten Freuden beim Schreiben.
SPIEGEL: Und wie schreibt man das?
Roche: Nun ja, ich weiß doch, wie so etwas abläuft. Ich sitze da und gehe das in Gedanken durch, Millimeter für Millimeter, ich vermesse alles wie auf einer Landkarte. Ich beschreibe den Sex so, wie ich ihn mache oder wie ich es gern machen würde, wenn ich mal mehr Zeit hätte. Die Idee ist es, sehr viel von sich preiszugeben, obwohl das natürlich auch peinlich ist, weil ich ja fast alles hinschreibe, was ich gelernt habe über Sex und übers Blasen. Ehrlich, liebevoll, mit Liebe zum Detail, so soll das sein. Mein Mann sagt, er könne sich nicht an eine ähnlich ausführliche pornografische Szene in einem Roman erinnern, und der kennt sich da besser aus als ich. Mir ist klar, dass solche Stellen aufgeilen, aber nicht nur deshalb schreibe ich das.
SPIEGEL: Weshalb noch?
Roche: Für mich ist so ein Buch ein Riesentherapiegespräch. Es waren ja vor allem Frauen, die auf "Feuchtgebiete" reagierten: Leserinnen und Journalistinnen, die sich da Dinge rauspicken aus einem Buch und zu denen dann eine Verbindung entsteht. Die kommen nicht wegen des Skandals, die sind auch nicht empört.
SPIEGEL: Ihr neues Buch ist eine Art Offenbarungsliteratur. Der Versuch, Dinge zu erzählen, die man eigentlich niemandem berichtet. Haben Sie keine Angst vor solch einer Offenbarung?
Roche: Ich will einfach supermutig sein. Natürlich habe ich immer auch unglaubliche Angst vor meiner Courage, Angst davor, dass ich danach tot bin, dass es danach kein Leben mehr gibt, wenn man all diese Dinge preisgibt. Und dann sage ich mir: Das darf keine Rolle spielen! Es ist fast so, als ob ich mich bestrafe für meine Angst. Aber es kommt viel zurück: Vielleicht gibt mir die Öffentlichkeit etwas, was ich als Kind nicht hatte: Aufmerksamkeit, Liebe. Jedenfalls kompensiert es viel, wenn Leser sagen: Ihr Buch bedeutet mir viel. Oder: Das ist witzig, was du da schreibst, das kenne ich gut.
SPIEGEL: Man kann sagen, dass Elizabeth, die Erzählerin in "Schoßgebete", ziemlich durchgeknallt ist.
Roche: Ja, schon.
SPIEGEL: Aus Liebe zu ihrem Mann entwickelt sie eine untertänige, fast pornografische Art von Sexualität. Sie hasst das Patchwork, in dem sie lebt. Eigentlich hasst sie alles in ihrem Leben, außer ihren Mann, den sie dann aber fertigmacht. Als männlicher Leser kann man Angst bekommen vor Elizabeth.
Roche: Es ist ja klar, dass in einem Roman immer die eigenen, aber auch die Geschichten anderer Paare einfließen, und tatsächlich entspricht es meiner Wirklichkeit, dass es fast immer die Frauen sind, die ausrasten. Das mag jetzt frauenfeindlich sein, aber die Frauen, die ich kenne, sind halt neurotisch und machen alle ihre Männer fertig. Männer ruhen viel mehr in sich. Sie lieben ihre Frau und sagen: Du bist schön. Sie reden sich den Mund fusselig, aber es bringt nichts. Diese Frauen sagen: Ich weiß es ganz genau - du gehst fremd und findest mich in Wahrheit nicht schön. Und ich rede da nicht nur von mir selbst. Frauen laden alles ausgerechnet bei demjenigen ab, den sie am meisten lieben.
SPIEGEL: Vielleicht kennen Sie die falschen Frauen?
Roche: Weiß nicht. Frauen sollten zugeben können: Bei uns zu Hause ist die Kacke am Dampfen, und ich mache meine Beziehung kaputt, obwohl ich das nicht will.
SPIEGEL: Aber wieso tun sie das?
Roche: Weil sie viel mehr Druck verspüren als Männer. Sie sollen schön sein, eine tolle Mutter, arbeiten, alles soll toll, toll, toll sein. Männer haben diesen Druck nicht, Männer können einfach Männer sein, die machen sich nicht fertig, die zählen nicht bei jeder Mahlzeit die Kalorien, und das macht Frauen schlechte Laune. Und ich glaube, dieser Druck kommt nicht von den Männern. Männer wie Lothar Matthäus, der seiner Freundin gesagt haben soll, lass dir die Brüste operieren, kenne ich persönlich jedenfalls nicht.
SPIEGEL: Woher kommt der Druck?
Roche: Von den vielen Bildern. Von diesen Dreckszeitschriften. Frauen dürfen keine dicken Oberarme haben, keine weiblichen Oberschenkel, sie müssen dieses und jenes machen, und alles an ihnen ist falsch.
SPIEGEL: Elizabeth ist eine Art Prototyp für Frauen mit neurotischem Selbsthass?
Roche: Ja, wir sind leider so, dass vieles bei uns über unser Aussehen funktioniert. In Frauenzeitschriften werden manipulierte Bilder veröffentlicht, auf denen Frauen keine Poren haben, die Arme ohne Haare, die Schenkel ohne Cellulitis, und selbst schaut man in den Spiegel und fragt sich: Wie sehe ich denn aus? Und so finanzieren Frauen eine Riesenindustrie.
SPIEGEL: Elizabeth macht das ganze Diktat mit. Sie versucht, für ihren Mann besser zu sein als jede Porno-Darstellerin, und für einen gemeinsamen Puffbesuch rasiert sie sich von Kopf bis Fuß.
Roche: Ja, aber sie entwickelt sich. Ich wollte eine neurotische Frau zeigen, die sich verändert. Durch eine Therapie.
SPIEGEL: Am Ende wünscht sie sich Sex mit einem anderen Mann. Seltsamer Therapie-Erfolg.
Roche: Aber sie ist nicht mehr devot und entwickelt ihre eigenen Wünsche, auch wenn die das Paar vielleicht belasten.
SPIEGEL: Elizabeth ist eine Frau, die sich ständig schrecklich abmüht, einem Bild zu entsprechen.
Roche: Da muss ich lachen, wenn Sie das sagen. Denn genau so bin ich. Wenn ich eine Wahrheit entdeckt habe, muss ich die sofort umsetzen. Das geht allen um mich herum total auf die Nerven. Wenn ich ein Buch lese wie "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer, weiß ich sofort: Nie wieder in deinem ganzen Leben isst du Fleisch, nie wieder. Ich bin dann wie ein Taliban. Ich habe mir sogar das Cover des Buchs auf den Puls meines linken Handgelenks stechen lassen.
SPIEGEL: Ist das alles nicht furchtbar anstrengend?
Roche: Total anstrengend. Wahrscheinlich muss ich Bücher schreiben, weil ich sonst wirklich verrückt würde.
SPIEGEL: Sie könnten sich etwas lockerer machen.
Roche: Geht nicht. Und wenn die sagen, das hältst du nie durch, dann ist das erst recht ein Antrieb: Euch werde ich es zeigen.
SPIEGEL: Sie brauchen die anderen, die auf Sie aufpassen.
Roche: Als ob ich ein etwas zu kleines Über-Ich hätte.
SPIEGEL: Am besten zwei Millionen Leser.
Roche: Genau.
SPIEGEL: Ist Elizabeth am Ende des Buchs ein glücklicherer Mensch?
Roche: Ich finde schon.
SPIEGEL: Und die Autorin?
Roche: Die hat erst mal Angst vor den ersten Pressegesprächen. Als ich das Buch schrieb, gab es keinerlei Blockaden, ich hatte einen Plan und wusste, was da rein soll. Aber als ich im Februar abgegeben habe, wollte ich nicht mehr an meinem eigenen Buch arbeiten. Es ist ja schon neu, dass die Themen mich persönlich so berühren. Das Buch war für mich plötzlich ein Monster.
SPIEGEL: Mit einer monsterhaften Frauenfigur.
Roche: Das Tabu der Frau als Beziehungsterroristin hat mich interessiert. Und das sind durchaus auch autobiografische Probleme.
SPIEGEL: Ach.
Roche: Aber meine schlimmsten privaten Probleme, die in diesem Buch stecken, sind zum Glück überwunden. Sonst hätte ich es so nicht schreiben können. Man kann nicht über Magersucht schreiben, wenn man gerade magersüchtig ist.
SPIEGEL: Sie waren magersüchtig?
Roche: Ja. 2008. Meine Therapeutin hätte mich beinahe in eine Klinik eingewiesen.
SPIEGEL: Magersucht mit 30 ist eher selten. Wissen Sie, warum Sie magersüchtig wurden?
Roche: Das fängt damit an, dass Freundinnen einem sagen, gute Klamotten sehen nur an dünnen Körpern gut aus. Meine ehemalige Managerin hat mir, als ich Anfang zwanzig war, geraten: Du bekommst nur Filmrollen, wenn du zehn Kilo abnimmst. Das war das erste Mal, dass mir jemand sagte, ich sei zu dick. Und vielleicht hatte es auch mit "Feuchtgebiete" zu tun. Ich war erschöpft, körperlich, seelisch. Überall gab es Fotos, plötzlich beschäftigt man sich fast nur noch damit, wie man aussieht. Ich wurde gnadenlos böse mit mir.
SPIEGEL: Was sagte Ihre Therapeutin?
Roche: Dass ich mich nicht immer so hart rannehmen soll.
SPIEGEL: Sie machen das Gegenteil: Sie schreiben ein Offenbarungsbuch und wollen immer ganz besonders mutig sein. Warum?
Roche: Ich wollte immer die Mutigste sein, die Lauteste, die Krasseste. Es muss krass sein, sonst entsteht Langeweile. Das war schon in der fünften Klasse in der Theater AG so. Wenn ich nicht die Hauptrolle bekam, war alles im Arsch.
SPIEGEL: Verzeihung, aber ist das alles nicht ein wenig unerwachsen: immer hart und krass sein, immer laut?
Roche: Stille geht gar nicht. Beim Yoga gibt es immer eine Endentspannung: Jetzt sind wir alle still. Da mache ich nie mit: Du kannst mich mal, ich leg mich nicht da hin und bin zehn Minuten still.
SPIEGEL: Warum nicht?
Roche: Weil ich schon immer unter Strom stand, und das hat sich seit dem Unfall meiner Familie noch verstärkt. Danach habe ich meine Therapie begonnen. Auch daraus mache ich kein Geheimnis. Therapie ist nichts, was man verstecken muss. Es ist gut, an sich zu arbeiten, um sich selbst zu retten, den Mann, das Kind.
SPIEGEL: Eine Psychoanalyse?
Roche: Ja, aus der Traumatherapie wurde eine Analyse. Dreimal die Woche.
SPIEGEL: Im Buch heißt die Therapeutin Frau Drescher.
Roche: Ich habe natürlich ihren Namen und auch vieles andere geändert.
SPIEGEL: Was hält die Therapeutin von Ihrem Konzept der Selbstoffenbarung?
Roche: Die hat mir schon von "Feuchtgebiete" dringend abgeraten. Das Buch erschien gegen ihren ausdrücklichen Rat. Auch diesmal hat sie mir wieder abgeraten und viele Freunde auch: Gut, ein therapeutisches Buch, lass es in der Schublade. Aber ich schreibe nicht für die Schublade. Schublade ist keine Option.
SPIEGEL: Warum?
Roche: Weil ich geliebt werden will.
SPIEGEL: Da draußen?
Roche: Ja. Und weil ich etwas zurückkriegen will. Die Reaktionen müssen auch nicht alle positiv sein. Es ist schön, wenn Leute sich aufregen, damit komme ich gut klar.
SPIEGEL: Es wird Pornografie-Vorwürfe geben. Literaturkritiker werden Sie verreißen. Es wird Unverständnis kommen. Das alles ist ziemlich riskant.
Roche: Total, weil man sich abhängig macht von Dingen, die nicht zu kontrollieren sind. Das ist aber auch ein Ego-Pusher: Man hat etwas geschrieben, und
andere zerbrechen sich den Kopf darüber, was das soll, was echt ist und was nicht.
SPIEGEL: Erst recht bei diesem Buch.
Roche: Wenn alle denken, das erste war mutig, den Rest seines Lebens mit dieser Hämorrhoiden-Geschichte herumzulaufen, dann will ich noch einen draufsetzen: Guckt mal, was jetzt kommt.
SPIEGEL: Kennt Ihre Familie das Buch?
Roche: Ich hatte ja schon vor dem Erscheinen von "Feuchtgebiete" befürchtet, Schande über die Familie zu bringen. So etwas schreiben, das darf man nicht als Frau. Ich habe sogar geträumt, dass mir Zähne ausfallen. Ich hatte Angst, dass ich alle in den analen Abgrund reiße. Ich hatte Phantasien, dass meine Tochter von der Schule geschmissen wird, weil die Mutter sozusagen eine stadtbekannte Hure ist. Doch trotz des Wahnsinns um dieses Buch ist jetzt nach drei Jahren alles wieder vergessen, alles ist ganz normal.
SPIEGEL: Und wenn Ihre Tochter mit 14 die beiden Bücher aus dem Regal zieht?
Roche: Das werde ich nicht erlauben.
SPIEGEL: Vielleicht tut sie es trotzdem.
Roche: Wenn die mich hasst oder sich schämt, dann ist das einfach so. Ich kann nur hoffen, dass ich mich kindgerecht erklären kann.
SPIEGEL: Haben Sie mit Ihrem Mann darüber gesprochen, was Sie da schreiben?
Roche: Nicht viel. Es gab mal ein Abendessen mit Freunden, darunter ein Schriftsteller, und der erzählte, wie sehr er auf junge Dinger steht, wie sehr ihn das beschäftigt und dass er schon so lange verheiratet ist und dass er gern darüber schreiben würde, aber es nicht tut wegen seiner Frau, weil er das für nicht zumutbar hält. Mein Mann hat dann später gesagt: Charlotte, ich möchte niemals, dass du irgendwo sitzt und Leuten erzählst, dass du Bücher nicht geschrieben hast, weil es mich gibt. Ich will ja jetzt nicht ins Detail gehen, weil mein Mann das nicht mag, wenn ich über ihn rede, aber der war bei "Feuchtgebiete" nicht schockiert.
SPIEGEL: Hm.
Roche: Bei uns gibt es so eine Art Wettbewerb darum, wer zotiger, wer krasser ist. Und natürlich ist es eine Herausforderung, sogar ihn zu schocken.
SPIEGEL: Und?
Roche: "Schoßgebete" hat ihn schockiert. Zum Glück. Als er es gelesen hatte, sagte er: Okay, er habe mir zwar geraten, Vollgas zu geben, ohne Rücksicht auf Verluste, aber dass so etwas dabei herauskommt, hätte er nicht gedacht. Er hat dann ein paar Tage lang darüber nachgedacht, was alles auf uns zukommen könnte.
SPIEGEL: Welche Befürchtungen hat er?
Roche: Es geht ihm nicht um die mediale Resonanz, sondern eher um die Leute um uns herum. Dass die alles durcheinanderbringen und dann nicht mehr sehen, dass das ein ausgedachter Roman ist. Und natürlich geht es ihm um seine Familie, die sehr katholisch ist.
SPIEGEL: Kann es sein, dass Sie mit Ihrem Exhibitionismus kokettieren?
Roche: Ja. Das Ganze ist natürlich auch ein Spiel, in dem sich alles überblendet, das Buch, die wahre Charlotte, und es ist ein Spiel, das ich gern spiele.
SPIEGEL: Man kann so ein Spiel auch verlieren.
Roche: Ich verstehe, wie Medien funktionieren. Und natürlich habe ich alle Möglichkeiten schon durchdacht, auch die schlimmsten. Ich versuche auch, mir vorzustellen, was die bei "Bild" so alles machen könnten und wie sie mich als Sau durchs Dorf jagen. Aber das nehme ich in Kauf. Wenn die zu weit gehen, wird geklagt. Aber natürlich sucht man mit solch einem Buch auch den Ärger.
SPIEGEL: Sie haben sich lange geweigert, über den Unfall in der Öffentlichkeit zu sprechen. Warum schreiben Sie nun darüber?
Roche: Weil ich das Gefühl hatte, das muss jetzt raus. Ich habe bis heute nicht getrauert, kein bisschen.
SPIEGEL: Nie getrauert?
Roche: Nein. Und nicht nur ich. Alle aus der Familie weinen nicht. Niemand weint, bis heute. Zehn Jahre lang habe ich jeden verklagt, der überflüssig viel darüber geschrieben hat, weil ich das schützen wollte. Aber jetzt muss dieser Unfall aus dem Weg geräumt werden.
SPIEGEL: Was genau muss aus dem Weg geräumt werden?
Roche: Das ist wie ein Tumor, der entfernt werden muss. Ich glaubte, dass ich kein Buch mehr schreiben kann, wenn dieser Scheißunfall nicht irgendwann Geschichte ist. So blöd es klingt, aber es ist die größte Geschichte meines Lebens, eine schlechte, eine sehr, sehr schlimme, belastende Geschichte. Das sind fast 90 Seiten, und ich habe sie im Block geschrieben. Es ist das Protokoll des Horrors in meinem Kopf. Ich wollte es ganz genau beschreiben: was ich wann wie gemacht habe, und dann natürlich diese Schuldgefühle, weil man dieses Scheißhochzeitskleid gekauft hat. Vielleicht ist es so wie mit vielem in diesem Buch: die Hoffnung, dass man das wegerzählen kann. Es gab ja kaum ein Treffen mit Freunden, bei dem ich nicht sofort alles über diesen Unfall auspackte und allen regelmäßig den Abend ruinierte. Weil es erzählt werden muss.
SPIEGEL: Was haben Sie denen erzählt?
Roche: Ach, eine elend lange Version, wie ich das Hochzeitskleid anprobiere, wie ich auf dem Flughafen den Anruf bekomme, alles das, was ich ja auch geschrieben habe. Dass ich noch immer nachts wach liege, die Decke anstarre, dass ich manchmal nur Unfall, Unfall, Unfall, Unfall denken kann.
SPIEGEL: Fühlt es sich jetzt leichter an?
Roche: Ja. Doch eigentlich kann ich mir diese Geschichte bis heute selbst nicht glauben. Ich denke, ich lüge, wenn ich das erzähle oder aufschreibe. Meine Therapeutin sagt, ich will, dass andere Leute sich schlecht fühlen und nicht mehr ich. Ich gebe den Horror einfach weiter, wenn ich das abends erzähle.
SPIEGEL: Hat sie recht?
Roche: Ja. Wenn man so etwas Schlimmes erlebt hat, produziert das seltsame Effekte. Man hat übrigens immer auch ein Alibi, sich zu benehmen wie ein Arschloch.
SPIEGEL: Sie haben gegen die "Bild"-Zeitung und deren Berichterstattung über den Unfall geklagt. Nun erzählen Sie die ganze Geschichte freiwillig in Ihrem Buch.
Roche: Weil es meine Geschichte ist und ich den Zeitpunkt und meine Worte wählen kann. Weil es selbstbestimmt ist. Es geht darum, dass eine Frau durch diesen Unfall und das, was danach geschieht, durchdreht, verrückt wird. Sie hat das Gefühl, dass die Art und Weise, wie die Boulevardzeitung in diesem Roman mit ihr umgeht, falsch ist und böse. In dem Buch selbst kommt ja beispielsweise gar nicht vor, dass die mich mit einem Foto unter Druck setzten, das ein paar Tage nach dem Unfall aufgenommen worden war und mich auf der Straße mit meinem damaligen Freund zeigte. Sie drohten es zu veröffentlichen, wenn ich nicht mit ihnen rede. Aber ich finde es noch schlimmer, was im Buch geschildert wird.
SPIEGEL: Die "Bild"-Zeitung bestreitet diese Fotosache. Im Roman ruft der Reporter einer Boulevardzeitung Elizabeth an und denkt, er sei derjenige, der ihr die schlimme Nachricht überbringt und ein paar Zitate von ihr möchte.
Roche: Genau.
SPIEGEL: Stimmt es, dass Sie später den Springer-Chef Mathias Döpfner zur Rede gestellt haben?
Roche: Das war auf einem Flug von Berlin nach Köln. Die ganze Maschine war voll mit Prominenten, die unterwegs waren zum Deutschen Fernsehpreis in Köln. Ich habe ihn schon beim Einchecken gesehen und mehrere Leute gefragt, ob er das wirklich ist, weil ich wirklich vorhatte, ihn zu hauen. Ich habe sogar ganz im Ernst darüber nachgedacht, den Feuerlöscher zu nehmen, ihm den in den Nacken zu schlagen und ins Gefängnis zu müssen.
SPIEGEL: Glücklicherweise haben Sie es gelassen.
Roche: Weil ich ein Kind habe.
SPIEGEL: Und stattdessen?
Roche: Habe ich mich für die kultivierte Variante entschieden. Er und seine Frau saßen in der ersten Reihe, mein Mann und ich sind nach vorn, und ich spreche ihn ganz freundlich an: "Guten Tag, Entschuldigung, darf ich Sie etwas fragen? Sind Sie Herr Döpfner?" Er richtete sich ein wenig auf, rückte die Krawatte gerade, wahrscheinlich dachte er, dass ich ihn jetzt nach einem Praktikum frage. Und dann habe ich mit ganz lauter Stimme gesagt, so dass es möglichst viele im Flugzeug hörten: "Ich halte Sie für einen sehr schlechten Menschen wegen der 'Bild'-Zeitung." Und bin einfach weggegangen. Er sagte: Danke. Und das war es. Wie in einem Theaterstück. Boah, ich fühlte mich so cool.
SPIEGEL: Ihre Figur Elizabeth hat Anschlagsphantasien.
Roche: Ja, aber das ist Fiktion. Elizabeth hat sie ja nicht mehr alle. Schließlich darf man ja zur Gewalt nicht aufrufen.
SPIEGEL: Gab es Versuche des Springer Verlags, Sie zu besänftigen bei Ihrem Feldzug gegen "Bild"?
Roche: Ach, nein. Ich finde, die sind nicht genug bestraft worden. Die Rechtssituation ist ein Witz. Und Gegendarstellungen sind zwar unangenehm, aber die ändern nichts.
SPIEGEL: Was machen Sie eigentlich mit dem vielen Geld, das Sie verdient haben?
Roche: Ich hab nur Betongold. Das Geld steckt in Immobilien, in Wohnungen, alles soll immobil sein.
SPIEGEL: Elizabeth denkt in dem Buch oft über Geld nach. Ist Geld wichtig für Sie?
Roche: Superwichtig.
SPIEGEL: Warum ist es superwichtig?
Roche: Meine Therapeutin würde sagen, das ist eine anale Phase, die nicht ausgelebt wurde. Mehr Geld heißt mehr Leben, es ist eine Absicherung gegen den Tod. Aber es geht nur ums Habenwollen, nicht ums Ausgeben, ich kaufe nichts, ich will nichts, keine Yacht, keinen Sportwagen, ist mir alles egal. Die Wohnungen sind wie ein weiterer Strohhalm, an dem man sich festhält gegen die Verzweiflung. Geld spielt eine Riesenrolle. Und als ich das ganze Geld für "Feuchtgebiete" Ende 2008 auf einen Schlag bekam, habe ich sogar ein Foto gemacht von den Kontoauszügen.
SPIEGEL: Dagobert Duck.
Roche: Ja. Der schwimmt praktisch in seiner eigenen Scheiße und freut sich.
SPIEGEL: Sagt Ihre Therapeutin, dass Sie eher der zwanghafte Typ sind oder der narzisstische?
Roche: Natürlich narzisstisch. Das ist doch bei allen so, die schreiben.
SPIEGEL: Ja?
Roche: Ja.
SPIEGEL: Wenn man Ihr Buch liest, beginnt man, sich Sorgen um Sie zu machen. Wie viel Charlotte steckt in Elizabeth?
Roche: Bei "Feuchtgebiete" war es ja eher ein Witz, das Buch so nah wie möglich an mich heranzurücken. Jetzt muss ich aufpassen, dass es in der öffentlichen Wahrnehmung überhaupt noch eine Trennung gibt zwischen dieser Figur und der Autorin.
SPIEGEL: Elizabeth sagt in dem Buch über sich, sie sei einfach eine unglückliche Frau.
Roche: Ich habe Depressionen, Angstzustände, alles, ein Problem jagt das nächste. Wenn ich keine Magersucht habe, bin ich Alkoholikerin. Letztes Jahr habe ich aufgehört zu trinken. Ich muss alles immer extrem machen.
SPIEGEL: Sie lieben Probleme.
Roche: Alles, was ich anfange, wird sofort zur Sucht. Entweder ich trinke gar nicht, oder ich saufe mich zu Tode. Ich habe als Kind geklaut, ich war kriminell. Meine Eltern haben mich in so ein komisches Frauenhaus geschickt für eine Therapie. Da gab es eine Frau, die sagte, ich solle meine Kindheit aufmalen. Ich habe zwölf Häuser gemalt. Das ist meine Kindheit, wir sind zwölfmal umgezogen. Wechsel, Wechsel, Wechsel. Ich habe nur vorgelebt bekommen, wie Verlassen geht. Jetzt bin ich zehn Jahre lang in Therapie und seit acht Jahren mit meinem Mann zusammen, was wirklich schon ein Wunder ist. Die Beziehung hält länger als jede meiner Mutter. Ich würde sehr, sehr gern beständig sein.
SPIEGEL: Was für ein Mensch ist man, wenn man total durchtherapiert ist?
Roche: Ich hoffe, ein glücklicherer als zuvor.
SPIEGEL: Was wäre aus Ihnen geworden, ohne Ihre Therapeutin?
Roche: Ich glaube, ich wäre tot.
SPIEGEL: Sie hätten sich das Leben genommen?
Roche: Ja. Sie hat mir schon ganz oft das Leben gerettet. Ganz im Ernst.
SPIEGEL: Werden Sie weiter schreiben?
Roche: Wenn "Feuchtgebiete" ein Roman über meine Jugend ist, dann erzähle ich in "Schoßgebete" von meinem Erwachsensein. Mehr ist da nicht. Vielleicht muss ich erst wieder 30 Jahre lang sammeln.
SPIEGEL: Haben Sie eigentlich eine Ahnung, warum sich "Feuchtgebiete" so oft verkauft hat?
Roche: Es hilft, wenn dümmere Medien sich empören. Es werden zwar viele Leserinnen gewesen sein, die nach Denkanstößen suchen, aber es werden einige darunter gewesen sein, die es gar nicht gelesen haben. Vielleicht haben sie es verschenkt. Als Witz, um jemanden zu ärgern.
SPIEGEL: Das schenken wir mal Papi.
Roche: Oder als Riesenbrüller auf einer Party, und am Ende landet das Buch im Müll.
SPIEGEL: Frau Roche, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Das Gespräch führten die Redakteure Lothar Gorris und Claudia Voigt.
Von Lothar Gorris und Claudia Voigt

DER SPIEGEL 32/2011
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