22.08.2011

ERFINDUNGEN

Detektor für Knockout-Drogen

Forscher von der Universität Tel Aviv haben einen Schnelltest entwickelt, mit dem sich K.-o.-Tropfen in Getränken aufspüren lassen. Der neuartige Sensor sitzt an der Spitze eines Instruments, das beim marktfertigen Produkt wie ein Glasstäbchen zum Umrühren aussehen könnte. Kommt er mit K.-o.-Tropfen im Cocktail in Berührung, erfolgt in Sekundenschnelle eine sichtbare chemische Reaktion. Kriminelle mixen K.-o.-Tropfen in Getränke, um ihre Opfer zu betäuben. Nach Angaben der Wissenschaftler haben sich mit dem Detektor bei Hunderten Laborversuchen die Knockout-Drogen GHB und Ketamin zuverlässig nachweisen lassen: "Die Technik hat bisher fehlerfrei funktioniert", berichtet Chemiker Fernando Patolsky. Derzeit arbeiten die Forscher daran, den Sensor auch auf das Schlafmittel Rohypnol zu dressieren. Offen ist allerdings noch, wie die potentiellen Opfer möglichst dezent gewarnt werden könnten. Denkbar, so die israelischen Wissenschaftler, wäre ein Lichtsignal im Stäbchen - oder, noch unauffälliger, eine Botschaft ans Handy.


DER SPIEGEL 34/2011
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