29.08.2011

Du dödl di

Weshalb Vicco von Bülow alias Loriot der größte deutsche Künstler der Gegenwart war
Einmal rief er an einem Freitagabend in der Hamburger Redaktion an zu einer Zeit, da anständige Greise längst im Bett liegen. Seine gütig-höfliche Stimme war sofort zu erkennen, auch wenn er das "jagunnabendhiervonbülow" seines eigentlichen Namens vernuschelte. Er sitze gerade mit Bekannten zu Hause und komme nicht mehr drauf, wie dieser eine israelische Botschafter in Deutschland geheißen habe, und ob man ihm da wohl helfen könne.
Zwar hat der SPIEGEL freitagabends normalerweise noch anderes zu tun, als das Kreuzworträtselwissen eines Pensionärs aufzufrischen. Nur: Der Anrufer war eben Loriot.
Seien wir ehrlich: Für die Gunst dieses Mannes oder nur sein Lächeln hätte sich ein Großteil der Redaktion auch barfuß auf den Weg gemacht, um zu ihm nach Oberbayern zu pilgern. Denn obwohl er seit Jahrzehnten keine neuen Shows, Filme oder Bücher produzierte, ist er im kollektiven Gedächtnis der Deutschen jeder Couleur, Klasse und Altersschicht so liebenswert omnipräsent wie niemand sonst.
Ein Klavier, ein Klavier! … Die Ente bleibt draußen … Hildegard, bitte sagen Sie jetzt nichts! … Moooment! … Sie machen mich ganz verrückt, Herr Meltzer! … Kraweel, kraweel! … Brat fettlos mit Salamo ohne … Der Hund kann überhaupt nicht sprechen … Ach was?! … Früher war mehr Lametta!
Am 22. August starb der Schöpfer all dieser Zeilen, zu Hause in seiner graumelierten Villa überm Starnberger See im Kreise seiner Familie. Ein Poet - geht. Der Tod kam nicht mehr überraschend. Loriot schwand dahin. 87 Jahre wurde er alt. Das Lametta regnete dann tags darauf herab, als sich von Bundespräsident und Kanzlerin abwärts alle von ihm verabschiedeten, die irgendeinen Namen hatten, und die Zeitungen ihre teilweise schon länger bereitliegenden Nachrufe hervorkramten.
Dass dieser Loriot jetzt starb, ist traurig, keine Frage. Wer hätte nicht für ein paar melancholische Augenblicke dagesessen, während sich die Welt einfach weiterdrehte, die Augen geschlossen und sofort wieder die Szenen vor Augen gehabt? Das näselnde "Wo laufen sie denn?" Das enervierend wiederkehrende "Schmeckt's?" zur "Kalbshaxe Florida". Das bierernste "Holleri di dudl dö …" der Jodelschule, bis der Dozent korrigiert: "Du dödl di!" Selbst bei YouTube gehen die Klicks seiner Sketche in die Millionen. Bei Facebook sollten sie neben ihrem blöden "Gefällt mir"-Button endgültig über ein Trauer-Äquivalent nachdenken.
Und doch ist Loriots Tod auf anrührende Weise auch wieder irrelevant, weil sich dieser Grandseigneur des deutschen Humors selbst derlei Pathos verbeten hätte und er sich längst so tief in die Herzen der Menschen gelächelt hat, dass er schon zu Lebzeiten ewig war.
Das hat mit Langsamkeit, Genauigkeit und Timing zu tun, mit großer Zuneigung zu seinen Geschöpfen, mit Präzision und einer seltenen Beobachtungsgabe, aber auch mit Lust am Nonsens und einer tiefen Liebe zur deutschen Sprache. Wer sich ein Gericht namens "Kosakenzipfel" ausdenkt oder einen Namen wie Hallmackenreuter, ist ein wahrer Literat. Wer die "Spannmuffenfederung" erfindet, weiß um die absurde Eleganz deutschen Technokratensprechs.
Loriot ließ sich solche Ungetüme auf der Zunge zergehen: Zahnersatzzusatzversicherung, Migrationshintergrund, Gesundheitsreformänderungsantrag. Selbst Reklame wurde in seinem Kosmos zu einer lyrischen Humoreske: "Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann …"
Mit solchen Sätzen wird er ewig leben, zumal er sein Hauptwerk im Prinzip schon vor über 30 Jahren abgeschlossen hat, nachdem er - Gipfel seiner Kunst - für die ARD von 1976 an sechs 45-minütige Folgen "Loriot" geschrieben, gespielt und gedreht hat.
Seifenopern haben heute einen ähnlichen Output. Pro Woche. Aber die vergisst man schon wieder, während sie laufen. Die meisten Fernsehsendungen rauschen heute glatt durch einen hindurch. Für die 270 Minuten "Loriot I bis VI" brauchte Herr von Bülow drei Jahre. Schneller ging's eben nicht. Qualität hatte damals noch Zeit und Geld noch nicht den gleichen Stellenwert wie heute, auch und gerade im Unterhaltungsgeschäft oder Kunstbetrieb.
Loriots Pretiosen waren von schier zeitloser Allgemeingültigkeit in ihrer Antwort auf wirklich allerletzte Fragen: Wie blamiert man sich bei einem Heiratsantrag richtig? Lässt sich in einem Flugzeug mit Restwürde ein Essen genießen? Und wie viel Liter Wein brauche ich für die korrekte Zubereitung eines Nilpferds in Burgunder? (2000 Liter)
Loriot nutzte oft und gern die Ratgeberattitüde, erläuterte Kochrezepte wie den "Jäger im Reisrand" und gab Tipps zum Bettenkauf oder der korrekten Beziehungsführung. Ihm ging es um Tischmanieren, Sitz- und Hackordnungen, zwischenmenschliche Kommunikation und das fortwährende Scheitern daran. Tatsächlich war seine Erklärfreude nur Maskerade. Zuallererst war er ein lächelnder Alles-in-Frage-Steller.
Wenn jemand dabei die Deutschen verstand und sie deutete, ohne sie zu desavouieren, dann war es Loriot. Dann ist es sein Werk, das diese komische, zum Allergrauenvollsten wie zum Schönsten fähige Nation und ihre Psyche und Verhaltensmuster ausleuchtete wie kein anderes: die tattrigen Weltkriegs-Opas wie die dumpfen Muttis der Wirtschaftswunder-Ära, ihre Politiker und Studienräte, Unternehmer, kleinen Angestellten, aber auch Medienmenschen, Stammtischbrüder, Familienväter, Muttersöhnchen, unter deren dünner Firnis aus Konventionen und Etikette immer auch ein Wahnsinn pocht.
Kultur schafft einen Rahmen, den sie selbst bisweilen sprengen muss, um eben dadurch später Kanon zu werden. Die ersten Takte von Beethovens fünfter Symphonie oder Bachs Toccata und Fuge in d-Moll sind den Deutschen eingebrannt wie Goethes "Faust" oder das "Über allen Gipfeln ist Ruh" seines Nachtliedes - hofft man jedenfalls landläufig.
Aber wer kann schon eine Wagner-Arie ansummen? Wer ein Brecht-Gedicht rezitieren? Welcher Satz wird zum Beispiel aus Günter Grass' Gesamtwerk im Gedächtnis bleiben, welche Figur außer der nervige Zwerg Oskar Matzerath aus der "Blechtrommel"? Das Bestiarium der loriotschen Anti-Helden ist alltäglicher, sympathischer in all seiner verwirrt-verschreckten Hilflosigkeit und von Abermillionen generationenübergreifend abrufbar: Erwin Lindemann … Opa Hoppenstedt … Berta Panislowski aus Massachussetts … Herr Müller-Lüdenscheidt … Herr Dr. Klöbner … Wum und Wendelin … ja selbst die Steinlaus, ach, die Steinlaus, wie schläfrig die immer auf den Brocken rumkaute, während Loriot als Professor Grzimek im dottergelben Pullover …
Er war alles - und noch weit mehr: Poet und Popstar, Cartoonist und Autor, Philosoph, Hundefreund und Filmemacher, mal affirmativ, mal rebellisch. Er inszenierte Opern mit der gleichen Akribie wie die archetypische Kleinfamilie. 34-mal ließ er seine kongeniale Partnerin Evelyn Hamann bei den Dreharbeiten zu "Pappa ante Portas" in ein Hundehäufchen treten, bis das Missgeschick beiläufig genug aussah.
3,5 Millionen haben den Film dann 1991 gesehen. Auch "Ödipussi" wurde - drei Jahre zuvor - der erfolgreichste deutsche Film des ganzen Jahres in hiesigen Kinos. Etliche Millionen Mal haben sich seine Bücher verkauft. Loriot ist längst auf Theaterbühnen und in den Regalen der Merchandising-Mafia, die aus seinen Knollennasen Spielkarten, Kaffeebecher und überhaupt ein Millionengeschäft gemacht hat.
Wenn ihm etwas vorzuwerfen ist, dann, dass er wirklich alle befriedete, selbst Ost und West. Loriot war ein gesamtdeutscher Star, der es als Erster schaffte, mit einer Filmpremiere gleichzeitig in der damaligen DDR und der Bundesrepublik zu reüssieren: In Ost-Berlin startete "Ödipussi" 1988 ein paar Stunden früher als im Westteil der Stadt. Loriot einte.
Nun, nach seinem Tod, versuchen ihn gerade die Konservativen zu vereinnahmen als einen der Ihren: von Bülow, von Adel, von wegen.
Loriot mag einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik, Werte, Tugenden gehabt haben. Er verströmte schon in jungen Jahren jene nostalgische Heimeligkeit, die er dann als trügerische Kulisse seiner Sketche nutzte. Zu den Accessoires seiner Kunst gehörten die Gründerzeitmöbel ebenso wie seine Comic-Männchen im
Stresemann, der klassischen Herrengarderobe der Weimarer Republik. Und gern hat er auch TV-Ikonen der 68er-Ära parodiert wie den "Panorama"-Moderator Peter Merseburger. Dennoch war er in seiner Arbeit immer auch Anarchist, Apo im Tweed-Sakko. Es gibt bitterböse Satiren von ihm, die vor allem jene nicht wahrhaben wollen, die ihn als kleinsten gemeinsamen Nenner hiesigen Humors bemäkeln. Loriot konnte scharf sein, düster. Aber nie hätte er sich dabei vereinnahmen lassen. Für keine Partei. Keine Ideologie. Und erst recht nicht für eine Marke oder Firma wie nach ihm so viele andere Unterhaltungsstars, die ihr Gesicht und ihren Namen für Reklame verkauften.
"Es geht nur noch ums Geld", klagte er 2006 in seinem letzten großen SPIEGEL-Gespräch. "Auch in der Unterhaltungsbranche. Vielleicht gerade da."
Es war ein sonnig-eiskalter Wintertag. Gebäck und Tee standen bereit. Ein Mops wedelte durch die Biedermeier-Welt. Loriot saß in seinem Ohrensessel und erzählte einen Nachmittag lang, war witzig, aufmerksam und schwieg auch jene Zeit nicht aus, über die er sonst selten sprach: Was war seine einschneidendste Erinnerung an drei Jahre im Russland-Feldzug?
"Nicht das Erlebnis selbst, sondern die spätere beschämende Erkenntnis, das Grauen des Krieges hingenommen und eingeordnet zu haben - wie jene Nacht im verschütteten Graben, als mich etwas im Gesicht beim Schlafen störte. Es war die Hand eines Toten, die mich gestreichelt hatte."
Loriot war Jahrgang 1923. Wie der Historiker Ernst Nolte, der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter, wie SPIEGEL-Gründer Rudolf Augstein und der Tübinger Rhetorikprofessor Walter Jens, mit dem er eng befreundet war. Jens leidet an Demenz, sein Geist verweht, was Loriot mit wachsender Angst und Trauer zur Kenntnis nehmen musste.
Von dieser Kriegsgeneration sind heute nicht mehr viele übrig: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki (Jahrgang 1920) gehört dazu, Altkanzler Helmut Schmidt (1918) natürlich, der Kabarettist Dieter Hildebrandt (1927). Günter Grass (1927) hat sich mit der rechthaberisch-beleidigten Aufarbeitung seines Dienstes in der Waffen-SS zuletzt selbst um einen Teil seiner Reputation gebracht.
Für Augstein gingen die Deutschen zum Kiosk und auf die Barrikaden, als der Verleger wegen angeblichen Geheimnisverrats 1962 in Untersuchungshaft musste. Für Schmidt gingen sie an die Wahlurne, weil der ihnen das Staatsmännische schenkte. Und für Loriot? Gingen sie in sich - und kamen lächelnd zurück.
Er hat das Land auf seine Couch gelegt, auf dieses grünbezogene Gründerzeit-Sofa, das bis vergangene Woche als Requisit für Touristenfotos in einem Restaurant des Funkhauses von Radio Bremen stand und dort nun das Foyer schmückt.
Auf dieser Couch saß Deutschland und nahm nicht übel, sondern lachte. Loriots Karikatürchen über die Unzulänglichkeit der Welt und ihres Bodenpersonals wirkten befreiend, eine Psychoanalyse ohne Nebenwirkungen, außer vielleicht der einen, dass die Deutschen über die Jahrzehnte mit Loriot begannen, sich ein kleines bisschen weniger ernst zu nehmen.
So wurde er zum "Wohltäter der Entkrampfung", schrieb der Historiker Christoph Stölzl, zum "Moderator des Wertewandels". Loriots Kunst versuche, "uns vor den Zumutungen des Lebens in Schutz zu nehmen", glaubt der Schriftsteller Patrick Süskind. "Sie stellt sich zwischen uns und die Welt."
Das schaffte Loriot auch deshalb, weil viele gern wären: so selbstironisch wie bourgeois, so charmant wie gebildet, nie die Contenance verlierend, zurückhaltend, dabei kultiviert. Ein Leben mit Haltung - und doch in der fortwährenden Mühe, sie zu wahren.
So versöhnte Loriot die Deutschen mit sich selbst. Aber geht das überhaupt, Deutschsein in einem guten Sinne, bei einem Kind der Weimarer Republik, das mit 17 Jahren als Panzergrenadier in den Krieg geworfen wurde? Im Leben des Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow (für Familie und Freunde: Vicco) spiegelt sich deutsche Geschichte.
Geboren wurde er am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, 70 Kilometer westlich von Berlin. Sein Kinderwagen stand in Sicht- und Hörweite eines Kasernenhofs, der Vater war Berufsoffizier, wie so viele seiner Vorfahren. In der Erinnerung verschwammen "altväterliche Kasernenbauten und die mütterliche Brust zu einem harmonischen Ganzen", juxt er später.
Wenn zurzeit viel über große Krisen gesprochen wird - 1923 war wirklich ein Krisenjahr für die noch junge Weimarer Republik: Die Inflation erreicht Rekorde, die Franzosen besetzen das Ruhrgebiet, linke und rechte Extremisten planen den Umsturz, darunter ein gewisser Adolf Hitler.
Eines der ersten Fotos von Loriot stammt aus dem Jahr 1925. Es zeigt eine scheinbar makellose Kleinfamilie, die Mutter im weißen Kleid mit Perlenkette, der Vater im dunklen Anzug ("Ich habe meinen Vater selten ohne Krawatte gesehen und niemals in Badehose"), dazwischen Vicco, auf dem Schoß des Vaters, neben seinem ein Jahr jüngeren Bruder Johann Albrecht. "Ich beeinträchtige die Harmonie des Bildes durch eine gewisse Korpulenz", wird Loriot später spotten. So wie das Land gerade angezündet wird, verglüht auch die familiäre Idylle: Die Eltern trennen sich. 1929, der kleine Vicco ist noch keine sechs Jahre alt, stirbt die Mutter. Die Brüder wachsen bei Großmutter und Uroma auf, zwei Witwen. Ihre Wohnung in Berlin-Wilmersdorf, ihre Erinnerungen und Bücher atmen "reines 19. Jahrhundert". Schräg gegenüber leben die Weizsäckers. Aber man kennt sich kaum. Bundespräsident wird Richard ja erst später.
Vicco verinnerlicht die Rituale dieser Zeit. Das Korsett der Konventionen bietet ihm Trost und Spielmaterial zugleich. Die alten Damen von Bülow spielen Opern am Klavier und vermitteln dem Jungen die Bildung aus "Kürschners Conversationslexicon", wecken sein Interesse "für Karl May, Puccini und Operntenöre".
1938 siedelt die Familie - der Vater hat wieder geheiratet - nach Stuttgart um. Viktor von Bülow besucht das humanistische Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart, das "Ebelu", eine traditionsreiche Schule. Hier geht auch der spätere Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg zur Schule. Der Einfluss der Nazis bleibt vergleichsweise gering, statt Blut-und-Boden-Literatur wird Schiller und Ovid gelesen. 1986, zum 300. Schuljubiläum des Ebelu, werden Loriot und Hamann einige Sketche spielen.
Nach Ausbruch des Krieges kann es den NS-Strategen nicht schnell genug gehen, auch aus Schülern Soldaten zu machen. Der "Führer" braucht Kanonenfutter, keine angehenden Akademiker. Viele werden gleich nach einem Notabitur eingezogen. Viktor von Bülow verlässt seine Schule 1941 mit einem bloßen "Reifevermerk".
Er will Offizier werden, wie es die Familientradition vorsieht. Von 1941 bis 1945 dient er als Soldat in Russland, eine Zeit, über die er - wie viele Männer dieser Generation - kaum je gesprochen hat.
Loriot war der Großmeister der lakonischen Verknappung, auch in eigener Sache. In seiner Autobiografie "Möpse & Menschen" handelt er den Zweiten Weltkrieg später auf einer Seite ab. Sie zeigt zwei Fotos des jungen von Bülow, mal als Page in Kniebundhosen und Perücke, mal als Soldat. "Die dramatische Entwicklung der Jahre zwischen 1940 und 1945 bot mir reichlich Gelegenheit zu Kostümierungen aller Art", schreibt er dazu.
Das Foto mit der Perücke entstand, als er 1940 in dem Kinofilm "Triumph eines Genies" als Statist mitwirkte, es ging um Schiller. Zum Uniform-Bild notiert er: "Rechts als Oberleutnant im Panzergrenadierregiment 3. Eine Nebenrolle in einem erfolglosen Stück von 1941 bis 1945. Den Regisseur möchte ich nicht nennen. Und mein Brüderchen war gefallen."
Im Jahr 2006 wird er dem SPIEGEL sagen: "Heere bestehen meist aus jungen Männern", die gar nicht in der Lage wären, Kriege zu führen, wenn sie das Grauen des Krieges an sich heranlassen würden. "Und das wäre doch eigentlich gut. Aber die nächste Generation lernt daraus nichts. Die Leute, die das wie ich begriffen haben, werden auch nicht mehr gefragt. Deshalb ist die Menschheit immer und immer wieder bereit zum Krieg."
Seine Dämonen, wenn es sie gibt, behält er weitgehend für sich. Vielleicht ist er zu höflich, das Grauen, sein Grauen aus dieser Zeit anderen aufzudrängen.
Nach Kriegsende 1945 verdingt sich der Heimkehrer als Holzfäller im Solling in Niedersachsen. 1946, in Nürnberg stehen die NS-Kriegsverbrecher vor Gericht, holt er seine Reifeprüfung nach. Statt über Goethe, wie gefordert, schreibt er seinen Abituraufsatz über Schiller. Er besteht trotzdem, ein paar Stunden nach der Prüfung steht er wieder im Wald, ein "Zustand ehrgeizloser Zufriedenheit".
Überhaupt, dieses Leben - das sei ihm "eher zugestoßen". Aber irgendwie hat der Krieg ihn dann auch Künstler werden lassen, denn sonst wäre er sicher Offizier geworden wie so viele seiner Ahnen.
1947 beginnt Vicco von Bülow, vom Vater gedrängt, ein Studium an der Landeskunstschule in Hamburg. Zum ersten Mal sieht er Bilder von Max Beckmann, Paul Klee, Emil Nolde, Pablo Picasso und anderen Künstlern, die unter den Nazis als "entartet" galten.
Er lernt zeichnen, die Studenten sitzen füreinander Modell, darunter auch Rose-Marie Schlumborn, genannt Romi, eine Modezeichnerin, sechs Jahre jünger als er. 1951 heiraten die beiden, der Bräutigam muss sich Smoking und weißes Hemd leihen, weil das Geld nicht reicht. Sie bekommen zwei Töchter, Bettina und Susanne. Die Ehe hält. Bis dass der Tod sie vergangene Woche scheidet. 60 Jahre.
Die Nachkriegszeit in Hamburg ist hart. Der Nachwuchskünstler, mittlerweile Ende zwanzig, wohnt zur Untermiete bei einem Friseur-Ehepaar, in seiner Nachbarschaft liegen ein Gefängnis, eine Nervenheilanstalt und ein Friedhof, "Institute also, von denen kaum Kundschaft zu erwarten war". Er zeichnet sein winziges Zimmer, der Bewohner sitzt auf einem Stuhl, unter der Decke hängen an Seilen nebeneinander und akkurat beschriftet "Hut, Mantel, Mehl, Gäste". "Da das Blatt etwas abseits meiner ernsten künstlerischen Ziele lag", signiert er es nicht mit seinem richtigen Namen, sondern erstmals mit "Loriot", das französische Wort für Pirol, das ist der Wappenvogel der Familie von Bülow.
Die "absurde Idee, es mit Heiterem zu versuchen", wird erst Anfang der fünfziger Jahre zu seinem Beruf: Loriot kann ein paar humorige Zeichnungen an Zeitschriften verkaufen, zu 25 Mark pro Stück, ein Vermögen. Hauptfigur eines seiner ersten Werke ist ein großer Hund, der einen Mann fast komplett verschluckt hat. Nur Kopf, Hut und Schultern des Mannes ragen noch aus dem Maul heraus. "Keine Angst - er beißt nicht", beruhigt der Hundehalter.
Die ersten Knollnasenmännchen entstehen. Die Welt, die Loriot in seinen Zeichnungen und später in seinen TV-Sketchen karikiert, beruht auf Konventionen und Ritualen. Die kleinsten Veränderungen führen zur Katastrophe. "Ich gehe nach den Spätnachrichten der ,Tagesschau' ins Bett", sagt der Knollnasenmann zur Knollnasenfrau; den Einwand "Aber der Fernseher ist doch kaputt" lässt er nicht gelten, sondern provoziert einen Wutausbruch: "Ich lasse mir von einem kaputten Fernseher nicht vorschreiben, wann ich ins Bett zu gehen habe."
Um komisch zu sein, schrieb der französische Philosoph Henri Bergson in seinem Buch über das Lachen, bedürfe es einer vorübergehenden Narkose des Herzens. Eine Maxime, die Loriot verinnerlicht haben dürfte. "Komik entsteht immer durch die Distanz. Ich hätte meinen Beruf nie ergreifen können, wenn ich nicht die Begabung hätte, mich selbst und das, was um mich geschieht, distanziert zu betrachten." Und ein andermal: Witz entstehe "aus dem Ernst, und zwar aus dem negativen Ernst, das heißt im Grunde: aus dem Bedauern".
Die Fähigkeit zur Selbstironie ist gesamtgesellschaftlich in den fünfziger Jahren noch unterentwickelt. Loriot ist seiner Zeit voraus. Das Wirtschaftswunder macht die Deutschen satt, aber nicht gelassen. "Ekelerregend", "menschenunwürdig", "beschämend scheußlich", "eine Herabsetzung des Homo sapiens", schimpfen "Stern"-Leser über Loriots Cartoon-Serie "Auf den Hund gekommen", in der Knollnasenmännchen von großen Hunden wie Haustiere gehalten werden.
Christoph Stölzl wird das später "Blitztherapie für Ex-Herrenmenschen" nennen. Nach sieben Folgen wird die Serie eingestellt.
Der Rowohlt Verlag, dem Loriot die Reihe anbietet, lehnt dankend ab. Daniel Keel, ein junger Verleger aus Zürich, hat einen besseren Instinkt. Die Ehe mit Romi ist Loriots Gefühl-Lebensbeziehung. Der Vertrag mit Keel wird seine Geschäftsehe: Bis heute erscheinen alle Loriot-Bücher in Keels Diogenes Verlag. Im September soll ein Band mit Gesprächen herauskommen - vorgezogen.
Von den sechziger Jahren an ist Loriot gut im Geschäft. Er arbeitet für "Stern", "Quick", "Pardon" und SPIEGEL. Für den zeichnet er 1976 jenes melancholische Cover-Männchen, das nun auch den aktuellen Titel ziert.
Gelegentlich stellt er "Pinsel und Feder in den Dienst erlesener Konsumgüter". Schnapshersteller, Tabakproduzenten und die Fotofirma Agfa gehören zu seinen Auftraggebern. Auch erste Zeichentrickfilme entstehen. Schon 1958 zog Familie von Bülow von Hamburg nach Bayern.
"Möge mir das Streben nach irdischem Besitz, diese bedenkliche Schwäche eines sozialkritischen Zeichners, dereinst verziehen werden", hofft der Künstler. Wie das ganze Wirtschaftswunderland hat er jetzt viel zu tun. Ein einziges Mal angeblich schafft es die Familie zu viert nach Rom und Capri. Aber auch dort zeichnet Papa immer weiter.
1967 beginnt Loriot in dem Medium, dem er seine größte Popularität verdanken wird, dem Fernsehen. "Cartoon" heißt die Sendung im Ersten. Das Konzept: Ein distinguierter älterer Herr im Anzug sitzt auf einem Sofa und präsentiert internationale Zeichentrickfilme. Bald macht Loriot die Filme lieber selbst. Seine Knollnasenmännchen werden lebendig, kurz darauf kommen Sketche dazu, meist mit Loriot als Hauptdarsteller.
Er klebt sich falsche Bärte an und trägt Perücken, parodiert Nachrichtensprecher und erschreckt Touristen als Märchenkönig Ludwig II.
Lieblingsziel seiner Sottisen ist das Fernsehen selbst, das ihm immer wieder ätzende Medienkritik entlockt. Etwa zu "Wünsch dir was", eine der damals populärsten Shows, moderiert von dem österreichischen Schauspieler Dietmar Schönherr und dessen dänischer Frau Vivi Bach.
In einer Sendung im Jahr 1971 gibt es beinahe einen tödlichen Unfall, eine Kandidatin droht in einem Auto zu ertrinken, das Schönherr samt Insassen in einem großen Becken hat versenken lassen. In Loriots Parodie, gedreht 1972, muss er nur noch minimal übertreiben. Er verkleidet sich als Schönherr. Eine Kandidatenfamilie, die sich eine Taucherausrüstung wünschte, muss in einen großen Sack steigen, der in einem Pool versenkt wird.
"Sie haben dann genau zwei Minuten Zeit, um sich zu befreien und wieder aufzutauchen", sagte Loriot als Schönherr. "Mit diesem Spiel wollen wir Gemeinschaftsgeist und Einfallsreichtum unserer Familien auf die Probe stellen." Natürlich saufen die Kandidaten ab. Ihren Gegnern gelingt es derweil, in zwei Minuten ein Gedicht zum Thema "Nächstenliebe" zu schreiben.
Loriot konnte entsprechend heftig werden, wenn ihn jemand fragte, ob Satire wirklich so destruktiv und zersetzend sein müsse. "Dabei ist destruktiv etwas durchaus Positives, wenn das destruiert wird, was es gilt, kaputtzumachen, weil es nicht in Ordnung ist", sagt er in der Talkshow "3 nach 9".
Pathos beispielsweise ist nicht in Ordnung. Das hat ihm die Nazi-Zeit gründlich verleidet. Wo es geht, bricht er es wie in seinem Gedicht "Advent", das die klebrig-verlogene Weihnachtsidylle für Schockmomente nutzt:
Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.
Nun muss die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
Selbst der Lyriker an sich bleibt nicht unverschont in seinen kleinen Eitelkeiten. In "Pappa ante Portas" parodiert Loriot einen Dichter in knarziger Lederjacke, der todernst und urkomisch aus seinem Œuvre rezitiert:
Melusine
Kraweel … Kraweel! …
taubtrüber Ginst am Musenhain,
Trübtauber Hain am Musenginst …
Kraweel! … Kraweel!
Loriots Kunst ist oft politisch, nur nie Partei, auch wenn das vor Lachen nicht immer alle merken. In einer Rede zur Wiedereröffnung des Deutschen Theaters in München 1982 in Anwesenheit des damaligen bayerischen CSU-Ministerpräsidenten und Rüstungsfreundes Franz Josef Strauß lobt er die Umsicht der Politiker, das Theater finanziert zu haben und nicht ein "Tornado"-Kampfflugzeug, das etwa dasselbe gekostet hätte, jeweils 48 Millionen Mark. Der "Tornado" habe zwar "dank seiner Formschönheit, Wendigkeit und Schnelligkeit" einen "hohen öffentlichen Unterhaltungswert", doch das Theater biete "1640 Sitzgelegenheiten, der ,Tornado' hingegen nur 2".
Als Loriot Anfang der achtziger Jahre mit dem Fernsehen schon wieder aufhört, ist es noch leicht, eine nationale Berühmtheit zu werden. Es gibt nur drei Programme, ARD, ZDF und die Dritten. Selbst erfolglose Shows haben Zuschauerzahlen in zweistelliger Millionenhöhe. Das Besondere an ihm ist nicht sein Aufstieg, sondern dass Loriot partout nicht vergessen wird.
Immerhin fängt die bonbon-bunte Konkurrenz der Privatsender zehn Jahre später erst richtig an. Immerhin revolutioniert dann auch noch das Internet unser Medienverhalten weiter. Doch Loriot bleibt den Menschen im Gedächtnis, auch wenn sie nur noch die gelegentlichen Wiederholungen seiner alten Werke sehen.
Manchmal taucht er noch bei einer Gala auf oder gibt eines seiner immer seltener werdenden und umso mehr beachteten Interviews. Er ist längst viel größer als die Preise, die er bisweilen noch annimmt. Und je flacher die Fernsehlandschaft wird - ausgespült von Dutzenden von Privatsendern, erodiert durch den Quotendruck, abgeschliffen von immer neuen Sparwellen - umso größer scheint das eherne Humor-Massiv dieses bayerisch-preußischen Eremiten zu werden.
Mit nonchalanter Güte, Milde und gelegentlicher Emphase verfolgt Loriot vom Starnberger See aus jene, die nach ihm kamen. Selbst zu einem Zoten-Zampano wie Mario Barth lässt er sich kaum Böses entlocken. Das sei doch toll, wie der sogar das vollbesetzte Berliner Olympiastadion begeistere, auch wenn Barths hysterisches Kumma-hömma-sachma-meine-Froindin-nä-Gehechel sicher nie sein Humor war.
Seine Zuneigung gehört viel eher Helge Schneider oder Harald Schmidt, Hape Kerkeling natürlich, Bastian Pastewka auch und - ganz klar - Olli Dittrich und dessen Fritteusen-Philosophen "Dittsche".
"Niemand sonst gelingt es, an der Theke einer Eppendorfer Imbissstube im weißblaugrauen Bademantel den Wahnsinn bürgerlicher Monologe in pure Wonne einzutauschen", schreibt er Dittrich Anfang des Jahres ins Vorwort zu dessen Autobiografie "Das wirklich wahre Leben". Adel verdichtet.
Zu seinem 85. Geburtstag will Loriot persönlich zu "Dittsche" in den Imbiss kommen. Die beiden hecken gemeinsam einen wundervollen Plan aus. Wo sonst der schweigsame Dauergast "Schildkröte" hockt und keine Rolle spielt, soll eines Sonntagabends auf einem Biedermeier-Sessel Loriot vor einem Fernseher sitzen, in dem gerade live "Dittsche" übertragen wird.
Keine Begrüßung, keine Blicke, keine Erklärung: "Er ist quasi nicht da, obwohl er da ist - ein surreales Element im Surrealen", so begeistert sich Dittrich noch heute für die gemeinsame Idee, die sich dann allerdings aufbläht, bis sie platzt.
Der geplante Gastauftritt sickert durch, die ARD schaltet sich ein, plötzlich ist nicht mehr von der kleinen Sonntagnacht die Rede, sondern vom großen Samstagabend.
Das wachsende Drumherum strengt Loriot an, er will nicht unhöflich sein. Aber es wird zu groß. Es fühlt sich nicht mehr richtig an, weiß Dittrich irgendwann, bis er Loriot vorschlägt: "Wir lassen es bleiben." Der antwortet leise: "Ich könnte Sie umarmen."
Dittrich ist in den Tiroler Bergen, als er vergangene Woche von Loriots Tod erfährt. Dutzende von Interviewanfragen prasseln über ihn herein wie ein sommerlicher Hagelsturm. Er will das nicht. Alles, was man jetzt vorschnell in die Welt posaunen würde, käme ihm unangemessen vor.
Überhaupt diese ganze Nachruf-Industrie jetzt, die aus der Trauer immer Eigen-PR zu machen droht. Bei "Markus Lanz" sitzen am Dienstag Pastor Jürgen Fliege, Jutta Ditfurth und als Humor-Experte Ingo Appelt und reden über den Toten, von dem sie kaum eine Ahnung haben.
"Ich habe Loriots Genauigkeit bewundert", sagt Dittrich deshalb dann doch. "Diese Aufrichtigkeit, mit der er uns Dinge näherbrachte und dabei immer den richtigen Ton traf. Einerseits hat er in jeder Ära den jeweiligen Zeitgeist klug repräsentiert, andererseits eine große Allgemeingültigkeit erreicht in allem, was er tat."
Das Echo, das Dittrich heute hört, sind all die Klavier-Klavier-früher-war-mehr-Lametta-Phrasen-Fetzen auch von der Generation Facebook, für die Loriots klein- bis spießbürgerlichen Familienhöllen aus einer anderen erdgeschichtlichen Ära zu stammen scheinen.
Vielleicht ist es ganz gut, dass die Jüngeren sich heute in seinen Geschöpfen immer weniger wiedererkennen können, weil sie deren Ängstlichkeit und Verunsicherung nicht mehr teilen, diese permanente Nachkriegsirritation, vor der Welt da draußen irgendwas falsch zu machen oder dumm aufzufallen.
Vielleicht ist es ein Zeichen von Normalität, wenn all diese liebevoll verlachten Figuren künftig von immer weniger Menschen verstanden werden.
Dittrich hört heute auch oft den Satz: "Das ist ja wie bei Loriot!" Ganz so, als habe sich da ein Genre bereits verselbständigt, von seinem Erfinder oder Entdecker losgelöst, der in den vergangenen Jahren weiter verschwand und dabei zur Ikone wurde, zur Instanz, zum Gütesiegel.
Das Arbeiten fiel Loriot zunehmend schwer. Der Rücken schmerzte, das Augenlicht ließ nach, das Gehör auch. Altern empfand er als "Zumutung". Er mochte die damit einhergehenden Gebrechen nicht, weil sie ihn davon abhielten, präzise zu sein. Alter kann etwas unglaublich Disziplinloses sein.
"Er litt darunter, dass er glaubte, seinen eigenen Maßstäben in punkto Sorgfalt oder Präzision nicht mehr gerecht zu werden", glaubt Dittrich.
Dem "Stern" sagte Loriot mal: "Ich möchte immer aufhören, bevor ich in einer Sache nicht mehr gut bin." Vielleicht fühlte er sich am Ende einfach nicht mehr gut genug in der Disziplin Leben, als er schließlich starb.
Nun regeln seine drei Frauen in Ammerland unaufgeregt seinen Nachlass. Es soll eine öffentliche Trauerfeier geben, aber erst nach einer stillen Beerdigung im Kreis der Familie.
Als ihn das "SZ-Magazin" vor einigen Jahren fragte, was denn auf seinem Grabstein stehen solle, antwortete er: "Zweckmäßig wäre es, wenn der Name darauf stünde."
Ach, Herr von Bülow!
Sagen wir jetzt nichts.
Von Tuma, Thomas, Wolf, Martin

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