Mit unterdrücktem Pathos wird Bundestagspräsident Wolfgang Thierse diesen Dienstag, Punkt elf Uhr, die seit 49 Jahren unveränderte Formel verlesen: "Ich rufe den Tagesordnungspunkt eins auf: Wahl des Bundeskanzlers. Der Herr Bundespräsident hat mir hierzu mitgeteilt: Gemäß Artikel 63 Absatz 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland schlage ich dem deutschen Bundestag vor, Herrn Gerhard Schröder zum Bundeskanzler zu wählen."
Beifall der Abgeordneten von SPD und Grünen. Thierse erklärt das Verfahren, dann wird die Sitzung zu Wahl und Auszählung unterbrochen.
Kurz vorm Mittagessen der große Augenblick. Thierse gibt das Resultat bekannt und spricht historische Worte: "Ich frage Sie, Herr Schröder: Nehmen Sie die Wahl an?" Und Schröder wird die wichtigste Antwort seiner Karriere geben: "Herr Präsident, ich nehme die Wahl an!"
Vier Stunden später das Finale. Der neue Kanzler legt gemäß Artikel 64 Absatz 2 seine Hand auf das Grundgesetz und spricht die in Artikel 56 festgeschriebene Eidesformel. Es folgen Applaus und Händeschütteln. Auch Helmut Kohl wird sich unter die Gratulanten zwängen. Alles wie immer - aber alles auch zum letztenmal. Denn mit dem großen, so bescheiden vorgetragenen Ritual verabschiedet sich unwiederbringlich die Bonner Republik.
Für Gerhard Schröder dagegen beginnt eine Epoche, die ihm schon vor Dienstantritt seinen Platz in der Geschichte sichert: als erstem Kanzler der Berliner Republik. Und Neues - historischer Zufall - steht in den kommenden Monaten so reichlich an wie nie zuvor in einer Legislaturperiode: Eine neue, überwiegend nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsene Politikergeneration führt die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt in einer neuen Hauptstadt mit neuer Währung in ein neues, globalisierungsschweres Jahrtausend.
Je näher der Umzug rückt, desto kühner wachsen Hoffnungen und Ängste, und sie ballen sich im Begriff der "Berliner Republik". Zwei Worte als Projektionsfläche für alle Wünsche an den Staat, die unerfüllt blieben, und alle Ängste, die in der Bonner Niedlichkeit leicht zu verdrängen waren.
Auch wenn Schröder den Begriff nicht sonderlich mag - seit dem 27. September ist er untrennbar mit seiner rot-grünen Regierung verbunden. Mit der Wahl haben der neue Kanzler und sein grüner Vize Joseph Fischer die Interpretationshoheit über die Zukunft gewonnen. Noch am Wahlabend philosophierten sie synchron über die "Berliner Republik", im Wissen, daß sie die Hülse mit Sinn füllen müssen.
Es gehört zur Ironie der neuen Zeit, daß Wahlsieg und Umzug den von der Union zu Einheitsverrätern gestempelten Schröder, Fischer und Lafontaine zufallen. Ausgerechnet das geschmähte Trio bekommt nun die Gelegenheit zum zweiten Start in die deutsche Einheit.
Jahrelang diente die "Berliner Republik" rechten wie linken Denkern als ergiebiges Streitobjekt. Schon der Begriff, mäkelt Martin Walser, "signalisiert nur Ungutes. Man spürt sofort: Das ist eine Republik auf Abruf".
Ersteht bald ein Deutschland, das, besoffen von eigener Großartigkeit, zu alten Untugenden zurückkehrt, wie Johannes Gross in seinem Werk "Begründung der Berliner Republik" andeutet? Oder besteht die Chance, daß sich die alten Gegensätze von Rechts und Links zu einem größeren Guten, zu einer gelasseneren, gerechteren und zugleich bescheidenen Republik fügen, wie der "Tagesspiegel"-Redakteur Bernd Ulrich hofft? Oder bleibt doch vieles beim alten, weil es weder eine Berliner noch eine Bonner Republik gibt, sondern lediglich ein Machtapparat seinen Standort wechselt, wie der Berliner Verleger Wolf Jobst Siedler glaubt?
Ein gutes Dutzend Bücher sind zur Berliner Republik erschienen, die in ihren Superlativen und Tiefstapeleien vor allem eines illustrieren: landesweite Ratlosigkeit, was die neue Zeit bringt, die da 80 Kilometer vor der polnischen Grenze anbricht.
Mal "linken Wilhelminismus", mal ein "Land des Lächelns" erwartet die "Frankfurter Allgemeine", "ein ungewisses Etwas" spürt die "Zeit". "Keine neue Republik!" mahnen Helmut Kohl und Bundespräsident Roman Herzog.
"Kälter und amerikanischer" werde es zugehen, glaubt FDP-Generalsekretär Guido Westerwelle. Klaus Escher, Chef der Jungen Union, mag die Aufregung indes nicht teilen: "Nicht die Stadt wird die Politik, sondern erst die Politik wird die Stadt verändern", sagt er. Bleibt alles anders?
Der künftige CDU-Chef Wolfgang Schäuble dagegen hofft auf kreatives Durcheinander. "Es wird manches nicht funktionieren", sagt Schäuble, "aber ein bißchen Chaos, ein bißchen Beunruhigung ist gar nicht schlecht. Darin steckt eine Riesenchance. Ich freue mich aufs Neue."
So geht es auch Schröder. In Berlin, sagt er, werde man "den Dialog wieder in die gesamte Gesellschaft" hineintragen. Und als könne er es kaum erwarten, drückt er aufs Tempo. Er will schon ab April aus der neuen Hauptstadt regieren, um die Grauzeit zwischen dem Nicht-mehr und dem Noch-nicht möglichst kurz zu halten.
"Ein Glückspilz" sei Schröder, sagt sein Berater Oskar Negt, Soziologie-Professor in Hannover: "So viele historische Momente in so kurzer Zeit - das ist eine außergewöhnliche Chance."
Besonders froh wirkte Schröder unter der Last des Neuen zuletzt jedoch nicht. "Bisher hat es noch jede Generation geschafft, einen eigenen Sound zu kreieren, der den Gruftis in den Ohren schlackert", hatte Schröder jüngst in einem Geleitwort zum Jahrbuch "Pop und Kommunikation 98/99" juvenil-schwungvoll formuliert.
Im neuen Amt dagegen hat er den frischen Sound noch nicht anklingen lassen. Vorige Woche, als er in Bonn die Segnungen des Koalitionsvertrags preisen wollte, brachte ihn schon eine kleine arglose Frage zum Thema gehörig ins Schlingern.
Vor 30 Jahren, fragte ein Reporter, habe Willy Brandt seine Kanzlerschaft unter das Motto "Mehr Demokratie wagen" gestellt. Was denn sein Leitsatz sei?
Medienprofi Schröder guckte verdutzt, rang nach Worten und beschied den Frager schließlich, er halte nichts davon, sich an historischen Vorbildern zu orientieren. Und an einem Motto arbeite man noch.
Doch die, die daran arbeiteten, waren in der Woche vor der Regierungserklärung ebenfalls ratlos. Wie ist Aufbruch ohne Angst in zwei, drei Worte zu packen? Wie heißt das programmatische Gegenstück zur "geistig-moralischen Wende", die Kohl 1982 versprach, ohne sie je einzulösen?
"Kulturell-soziale Wende" regte SPD-Chef Lafontaine an. Doch das Motto dürfte Schröder ebensowenig liegen wie "Berliner Republik": zu weit weg vom Leben, zu verschwurbelt, zu wenig Aufbruch.
Wie so oft suchten Schröders Männer Rat bei Bill Clinton. Der US-Präsident hatte mit Hilfe seines brillant-sinistren Beraters Dick Morris ein semantisches Meisterwerk vollbracht. "Opportunity" heißt das Wunderwort, das sich in nahezu jeder Rede Clintons findet. Die frohe Botschaft: Der Staat schafft faire Ausgangsbedingungen; jeder Amerikaner soll die Gelegenheit, die "opportunity", zum Aufstieg bekommen.
Unglücklicherweise gibt es für "opportunity" keine treffende deutsche Entsprechung. So dürfte "Chance" vorerst zum Schlüsselbegriff der jungen Ära Schröder werden. Das klingt zwar verdächtig nach Fußballtrainer, birgt aber Optimismus und vereint Können, Wollen und Dürfen.
So sehen es auch Clinton und der britische Premier Tony Blair, mit denen Schröder das globale Unternehmen "Der dritte Weg" beginnen will. Kernfrage: Wie ist Kapitalismus mit menschlichem Antlitz möglich? Die Antwort: Indem die Sozialsysteme gestutzt werden.
Werden sozialökologisch verkleisterte Reaganomics zum Merkmal der Berliner Republik? Oder nur der Abschied von der großen linken Gleichheits-Utopie?
Bevor es soweit kommt, muß die neue Regierung erst die Altlasten der Ära Kohl entsorgen. "Die Berliner Republik", glaubt der Soziologe Heinz Bude, "wird statt einer kritischen eine definitorische Haltung einnehmen müssen."
Allgemeinverbindlich müsse erst einmal festgelegt werden, was künftig soziale Gerechtigkeit heißt, was individuelle Freiheit meint und wie der Staat dem Bürger unter dem Primat der Ökonomie ins Dasein als unternehmerisches Individuum verhilft. Im Idealfall stößt der Umzug auch noch ein paar fundamentale Debatten an, hofft Bude. Über die Identität der Deutschen zum Beispiel, das Verhältnis zu Osteuropa, den Umgang mit der Vergangenheit.
Denn ohne Fluchtwege wird Berlin die Verstetigung des Erinnerns bedeuten. Wie mag es sich anfühlen, wenn Lafontaine die Staatsfinanzen aus Görings einstigem Reichsluftfahrtministerium dirigiert, Rudolf Scharping die Bundeswehr aus dem Reichsmarineamt und Fischer seine Diplomaten aus Hitlers Reichsbank?
In einer historischen Architektur, die zur Großmäuligkeit verleitet, wird das dauernde Dementi der eigenen Wichtigkeit nötiger sein als je zuvor. Die äußere Bonner Bescheidenheit wird in Berlin zur inneren Haltung umgezwungen.
"Eine tastende Suchbewegung", glaubt Schröder-Berater Negt, werde den neuen politischen Stil prägen. Bude erwartet "vermehrtes Denken in Optionen und Experimenten unter bewußter Inkaufnahme gelegentlichen Scheiterns".
So würden die Konfrontationslinien nicht mehr zwischen Rechts und Links, sondern zwischen "Modellkonformisten wie Lafontaine und Experimentalisten wie Riester oder Schröder" (Bude) verlaufen.
Statt des "schicksalsfreien Wohlstands" der Bonner Epoche werde "unberechenbares Schicksal" über die Deutschen hereinbrechen. Kurz: Die neue Berliner Republik "wird eine Reminiszenz an die zwanziger Jahre", hofft Bude, "wahrscheinlich härter als früher, aber auch spannender". Bude, angestellt beim Hamburger Institut für Sozialforschung, betreibt eines der wenigen Forschungsprojekte zur neuen Hauptstadt, Titel: "Gründung durch Umzug".
In Diskussionen mit Bonner Beamten wie arbeitslosen Russisch-Übersetzern versuchen Bude und sein Team, veränderte Einstellungen der Bürger zu ergründen. Erstes Fazit: Bonn gilt als Synonym für Realitätsferne, Berlin als Chiffre für Rückkehr in die gesellschaftliche Wirklichkeit.
Die Koalitionsvereinbarungen über doppelte Staatsbürgerschaft, die Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften oder den Einstieg in eine moderne Energiewirtschaft beweisen, daß die Regierungspartner den Weg zurück zum Bürger schon eingeschlagen haben.
Reibungslos wird die Ankunft in der Berliner Wirklichkeit allerdings nicht verlaufen. Zwar freut sich Gerhard Schröder auf "die innere Dynamik der Weltstadt". Aber die kann sich auch gegen ihn richten.
Wie es einige Hauptstädter zuweilen mit der Macht halten, bekam die SPD im Februar zu spüren. Randalierer zertrümmerten einmal rings ums Willy-Brandt-Haus die Scheiben, Sachschaden 100 000 Mark. Ein paar Wochen zuvor war das gleiche Attentat schon einmal verübt worden.
Weit origineller protestieren Schröders künftige Nachbarn. Die Macher des Tempodroms, eines Konzert- und Varietézeltes am Zaun der Kanzleramtsbaustelle, eröffneten letzte Woche nach dem Comic-Vorbild mit Zaubertrank und Wildschweinbraten ein gallisches Dorf. Die Widerständler fordern acht Millionen Mark Entschädigung für den friedlichen Abzug, Motto: "Wir feiern, bis die Bonner umfallen."
Ohnehin zeichnet die Berliner eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber den neuen Mitbewohnern aus. Wer Könige, Kaiser und Diktatoren überstanden hat, fürchtet sich nicht vor einer rot-grünen Regierung. Im Gegenteil: Insgeheim mögen sich die Eingeborenen freuen, daß jetzt endlich auch die Mächtigen in jenen Baustellenstaus stecken, die sie seit Jahren ertragen. Daß nun am Potsdamer Platz die wuchtigste Einkaufsmeile Europas aufragt, halten die Hauptstädter dagegen für angemessen.
An manchen Stellen, urteilte Dramatiker Arthur Miller vor drei Wochen, "wirkt Berlin auf mich wie San Francisco nach einem Erdbeben". Staatsbesuche sind derzeit kaum möglich, weil die Verkehrsregelungszentrale keine grüne Welle zustande bringt.
Und weitere Sorgen drängen. Die Stadt ist pleite, zur Sicherheit der Politprominenz fehlen nach Gewerkschaftsangaben mindestens 400 Polizisten, zudem probt der großkoalitionäre Senat derzeit die Selbstauflösung. So wird die Bonner Machtzentrale als Raumschiff abheben, aber als Ufo in Berlin landen. So fundamental unterscheidet sich der hauptstädtische Mikrokosmos von der rheinischen Heimeligkeit, daß sich manche an der neuen Wirkungsstätte wie Außerirdische fühlen werden.
Das mag auch daher rühren, daß das künftige Regierungsviertel zu einem großen Teil im Wahlkreis Mitte - Prenzlauer Berg liegt, wo die PDS bei der Bundestagswahl 27,5 Prozent und ein Direktmandat gewann. Wenn Berlin das Labor des vereinten Deutschlands ist, dann ist Berlin-Mitte das Reagenzglas.
Hier ballt sich alles, was sich für hip hält. Werber oder Galeristen, Banker oder Clubgänger müssen sich im Vergleich zu Londonern oder New Yorkern nicht länger als Provinzler fühlen.
Das Gemisch der Szenen ist typisch für eine Metropole und obendrein noch angereichert um die Reste der alten DDR. Zwischen Ministerien und Abgeordnetenbüros ragen Wohnblocks heraus, in denen die alten Kader ihren besseren Tagen nachtrauern und über die neue Heimat mäkeln.
Nicht weit vom Arbeitsministerium liegt eine Schwulenbar, aus dem künftigen Bildungsministerium blickt man abends auf die Straßenhuren der Oranienburger Straße. Ausländer oder Homosexuelle, die in Bonn eher zur Folklore gehörten, sind in der Hauptstadt Machtfaktoren, weil sie zu Hunderttausenden ihre Rechte einfordern.
Wenn am Christopher-Street-Day Schwule und Lesben auf den Straßen feiern, werden wie selbstverständlich die Regenbogenfahnen vor elf Bezirksrathäusern gehißt - Hoheitszeichen hin oder her.
Da nützt nicht einmal der Protest des strammen Berliner Innensenators. Jörg Schönbohm hat sich auf die Macht der Straße inzwischen eingestellt. Zur letzten Love-Parade, die jeden Sommer unweit des neuen Kanzleramts tobt, zog er eine Baseballmütze auf und übte Raven.
Tempo und Unberechenbarkeit beherrschen die Hauptstadt. Binnen weniger Jahre werden Viertel yuppiesiert, andere verelenden. Bergleute und Bauern, die in Bussen nach Bonn geschafft werden mußten, um ordentlich zu demonstrieren, könnten mit Hilfe solidarischer Einheimischer Aufstände von Pariser Dynamik anzetteln.
Bonns Wahrzeichen ist der Waschbetonkübel mit Stiefmütterchen, Berlins hingegen der Kran, das Bauloch, die über Nacht gebastelte Umleitung. Berlin ist 1914, 1933, 1945, 1989 - Bonn ist o8/15.
Bonn, schreibt Johannes Gross, war "das logisch mögliche Minimum an Hauptstadtfunktion", die selbstzufriedene Isolation der Politik vom Volk. Bonn, wo bis heute eine Normalität vorgegaukelt wird, die es im Rest der Republik kaum mehr gibt, hat beste Chancen, alsbald als Synonym für ein gartenzwergiges Paradies zu dienen.
Regiert in der alten Bundeshauptstadt vor allem Umzugsbeklommenheit, grassiert unter den jungen politischen Denkern der neuen Kapitale Aufbruchstimmung.
"In Berlin zählt der Moment, nicht die Planung", sagt Gustav Seibt, Kolumnist der "Berliner Zeitung". Zusammen mit dem Kölner Bernd Ulrich übernimmt der geborene Münchner Seibt, wovor sich die Bonner Kaste drückt. Nahezu wöchentlich interpretieren sie - mal für den Pariser "Le Monde", mal fürs italienische Fernsehen - das neue Berlin.
Für die von althergebrachten Hackordnungen geprägten Bonner Verhältnisse gelangten Seibt, 39, und Ulrich, 37, in Rekordzeit zu Prominenz. Es genügte schon, daß die "Zeit" die beiden und ein paar andere zu Protagonisten einer nicht näher definierten "Generation Berlin" ausrief, als wolle das betuliche Wochenblatt endlich auch mal einen Trend anführen.
Der Verleger Alexander Fest, 38, ebenfalls zum Mitglied der "Generation Berlin" ernannt, kann sich über die Etikettierungshysterie amüsieren. Weil er unentwegt unterwegs ist, hat er es bislang nicht einmal geschafft, das neue Einkaufszentrum am Potsdamer Platz zu begutachten.
Zur neuen deutschen Denkerjugend läßt er sich dennoch gern rechnen. Das ist gut fürs Geschäft. Wenn die Bonner erst mal angereist sind, da ist sich der Verleger sicher, wird die Generation Berlin genauso schnell verschwinden wie so viele davor.
Was bleibt, ist Veränderung. Die, sagt Seibt, "ist vorerst die einzige Konstante der Berliner Republik".
DER SPIEGEL 44/1998
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