14.11.2011

Letzte Ausfahrt Eisenach

Mehrere Neonazis gehen in den Untergrund und bleiben fast 14 Jahre lang verschwunden. Sie rauben Banken aus, erschießen eine Polizistin und ermorden Einwanderer. Die Terroristen hinterlassen ein Geständnis auf DVD, das eine ungekannte Dimension rechten Terrors offenbart.
Zwickau, da, wo es an besseres Leipzig oder Dresden erinnert: An der Frühlingsstraße im Viertel Weißenborn liegen renovierte Altbauvillen, das Grün der Vorgärten akkurat gestutzt, die Bürgersteige besenrein. Eine scheinbar heile Wohnwelt, sähe es bei der Hausnummer 26 nicht so aus, als wäre hier gerade eine Bombe eingeschlagen.
Und es sieht nicht nur so aus. Die Fenster geborsten, ein Teil der Fassade auf den Rasen gestürzt, das Obergeschoss rechts nur noch ein schwarzes Loch - es war tatsächlich eine Brandbombe, die hier vor gut einer Woche explodiert ist. Was aber für eine Bombe hier wirklich geplatzt ist, steht erst seit vergangenem Freitag fest. Eine, die nun nicht nur die Nachbarhäuser in der Frühlingsstraße erschüttert hat, sondern die ganze Republik.
Kurz bevor am 4. November um 15.05 Uhr die Flammen aus den leeren Fensterlöchern schlugen, hatte Beate Zschäpe, die Bewohnerin, das Haus verlassen. Ihre Katzen gab sie noch bei den Nachbarn ab, dann tat sie das, was sie seit fast 14 Jahren immer wieder gemacht hatte: Sie verschwand.
Drei Stunden vorher war auch im 180 Kilometer entfernten Eisenach ein Brand gelegt worden, in einem geparkten Wohnmobil. Die beiden Männer darin, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, hatten gerade eine Bank überfallen, hier in Eisenach endete ihre Flucht, die genauso lange gedauert hatte, 14 Jahre. Bevor eine Polizeistreife das brennende Auto erreichte, erschossen sie sich.
Die Ermittler brauchten nicht lange, um den Zusammenhang zu erkennen. Seitdem trugen sie den Schuttberg in der Frühlingsstraße Schicht um Schicht ab, auf der Suche nach Spuren. Und je tiefer sie gruben, umso unfassbarer die Funde, umso monströser der Befund.
Oberste Schicht: nur eine Gang von Bankräubern, die ihren Unterschlupf in die Luft gejagt hat? Tiefer.
Ein Neonazi-Trio, das Ende der neunziger Jahre in Thüringen Rohrbomben gebaut hat und hier untergetaucht war? Noch tiefer.
Kaltblütige Mörder, die vor vier Jahren die Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn erschossen haben? Kiesewetters Heckler & Koch P 2000 und die ihres schwerverletzten Kollegen hatten die Fahnder schließlich im ausgebrannten Wohnmobil gefunden; die mutmaßliche Tatwaffe lag im Schutt von Zwickau. Aber nein, das war immer noch nicht alles.
Also was noch? Eine rechtsextreme Terrorgruppe, die seit dem Jahr 2000 in ganz Deutschland wahllos neun Männer erschossen hat, acht aus der Türkei und einen aus Griechenland? So tief reicht seit Ende vergangener Woche der Befund. Denn da fand die Polizei in dem Trümmerberg eine Waffe, die zum Synonym für die wohl längste, brutalste und gleichzeitig rätselhafteste Mordserie des Landes geworden ist. Ceska, Modell 83, Kaliber 7,65 Millimeter Browning.
Noch hatten die Ermittler die Untersuchung der Pistole am vergangenen Freitag nicht abgeschlossen, aber für sie steht so gut wie sicher fest: Es ist die Ceska, mit der von 2000 bis 2006 die Döner-Morde begangen wurden, so genannt, weil zwei der Opfer Döner verkauften. Neben der Waffe fand die Polizei im kohleschwarzen Chaos von Zwickau vier DVDs, die bereits in Briefumschläge verpackt waren. Auf die Scheiben gebrannt war ein 15-minütiger Film eines "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). Man sei ein "nationales Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte", heißt es in dem Film, der dem SPIEGEL vorliegt. "Solange sich keine grundlegenden Änderungen in der Politik, Presse und Meinungsfreiheit vollziehen, werden die Aktivitäten weitergeführt."
In einem makaberen Comic-Stil führen die Autoren mit der Zeichentrickfigur Paulchen Panther durch eine "Deutschland-Tour", die die Tatorte der neun Döner-Morde abschreitet. Sie filmen das Türschild des Blumenhändlers Enver S. ab, des ersten Döner-Opfers, zeigen seine Leiche und ein Bild, das offensichtlich von den Neonazis selbst am Tatort aufgenommen wurde, versehen mit der Aufschrift "Original". Der Streifen, unterlegt mit der Musik des rosaroten Panthers, ist eine Mischung aus ebenso infantiler wie faschistischer Ästhetik, und er strahlt Eiseskälte aus.
Auf einem anderen Bild werden die Fahndungsaufrufe der Polizei verhöhnt, dazu die Zeile: "NSU: Heute Aktion Dönerspieß". Ergänzt wird die zynische Leichenschau durch einen Pressespiegel mit Zeitungsartikeln zu den Attentaten und den Bildern von mehreren erschossenen Türken.
In dem Selbstbezichtigungsvideo rühmen sich die Neonazis auch, 2004 einen Bombenanschlag in Köln begangen zu haben, bei dem 22 Menschen verletzt wurden, fast ausschließlich Türken. Zu sehen ist die mutmaßliche Bombe vor der Detonation, ein Koffer auf einem Fahrrad, gefüllt mit silberglänzenden Nägeln und einer Gasflasche. Der Film endet mit einem Bild des Polizistenmordes von Heilbronn und der Präsentation der mutmaßlichen Polizeiwaffe.
Die Agitprop-Videos waren an mehrere Medien und islamische Kulturzentren adressiert, sie sollten nach 13 Jahren stillen Terrors offenbar die nächste Stufe zünden: einen Propagandafeldzug. Die Neonazis fühlten sich anscheinend stark genug, es jetzt mit der ganzen Gesellschaft aufzunehmen.
Die Ceska und die DVDs sind damit die entscheidenden Puzzlestücke in einem Fall, wie es ihn in der Geschichte der Republik noch nicht gegeben hat. Eine Mordserie, begangen von einem braunen Killerkommando, das offenbar in glühendem Hass auf Ausländer anlegte, und doch mit so eiskalter Präzision, dass ihm die Ermittler ein Jahrzehnt lang nicht auf die Spur kamen.
Im Gegenteil: Noch kürzlich mutmaßten die Fahnder, dass die Döner-Morde auf das Konto der türkischen Mafia gingen und mit Schutzgelderpressung zu tun hätten. Oder die Täter im Dickicht nationalistischer Splittergruppen vom Bosporus zu suchen wären. Oder sonstwo, aber ziemlich sicher nicht unter Rechtsextremisten (SPIEGEL 34/2011). Die, so die Hoffnung, kannte man doch, hatte man im Griff. Eine Fehleinschätzung, wie sich nun zeigt.
Erst recht, weil es offenbar Mitverschwörer gab. Wie aus der thüringischen Landesregierung bestätigt wird, benutzte einer der Männer die Identität "Holger G." Der echte G. wurde mittlerweile vernommen und soll erklärt haben, dass er dem Trio einen Gefallen habe tun wollen. In Thüringer Regierungskreisen wird schon über ein größeres "rechtsextremes Netzwerk" spekuliert, das die drei "bis zur letzten Minute unterstützt" habe. Wie sonst hätten sich die Flüchtigen mit so vielen Waffen und Pässen versorgen können?
Zu klären ist der Verdacht, dass das Trio aus Thüringen nur der harte Kern einer Terrorzelle gewesen sein könnte, wie sie bisher allenfalls in kühnen Verschwörungstheorien existiert hatte. Eine Miniaturarmee im Untergrund also, eine Braune Armee Fraktion, bestehend aus zwei Männern, einer Frau, ausgerüstet mit 19 Waffen und mit jenem Knopf im Kopf, den alle Terroristen drücken müssen: um das Gewissen auszuschalten.
Dabei ist es kein neues Phänomen, dass Neonazis militant werden und auch Anschläge begehen. Der bekannteste Fall ist der des Oktoberfest-Attentäters Gundolf Köhler, der am 26. September 1980 eine Bombe auf der Münchner Wies'n zündete und zwölf Menschen mit in den Tod riss. Köhler stammte aus der Wehrsportgruppe Hoffmann, einem paramilitärischen Verband von Rechten, die vom Bürgerkrieg träumten. Schon vor der Bombe auf dem Oktoberfest war die Hoffmann-Clique verboten worden.
Oder der Berliner Rechtsextremist Kay Diesner: Er erschoss 1997 auf der Flucht einen Polizisten und verbüßt dafür eine lebenslange Freiheitsstrafe. Und in München mussten mehrere Anhänger von Neonazi-Führer Martin Wiese für einige Jahre ins Gefängnis, weil sie 2003 einen Sprengstoffanschlag auf die Grundsteinlegung einer Synagoge geplant hatten.
Doch eine rechte Kampftruppe, die sich im Untergrund eingerichtet hat, sich durch Banküberfälle finanziert und tödliche Attentate plant und durchführt, trotz Fahndung, V-Leuten und modernster Überwachungstechnik - dafür gibt es in der deutschen Nachkriegszeit keinen Vorläufer. So etwas kannte man nur von der anderen Seite des politischen Terrors: der RAF.
Umso mehr Fragen stellen sich nun: Welche Straftaten hat die Gruppe noch begangen? Bei mindestens 14 Banküberfällen, glauben die Ermittler, führen die
Spuren zu ihnen. Aber gab es neben den Döner-Morden, die man ihnen nun wohl zurechnen muss, sogar noch mehr Terroraktionen? Alles ist jetzt denkbar, alles wird überprüft: etwa dass die Neonazis an dem bis heute ungeklärten Sprengstoffanschlag auf die Wehrmachtausstellung 1999 in Saarbrücken beteiligt gewesen sein könnten.
Zwar hat sich Beate Zschäpe, die verschwundene Mieterin aus Zwickau, inzwischen der Polizei gestellt, doch verweigerte sie bis Ende vergangener Woche jede Aussage; ihre Rolle in der Gruppe ist noch unklar. Auch ihr Anwalt mochte sich gegenüber dem SPIEGEL nicht zu den Vorwürfen äußern.
Und je größer die Unklarheit, umso üppiger sprießen die Spekulationen. Gerüchte, nach denen deutsche Geheimdienste dem Trio einst zur Flucht verholfen oder Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe gar als Quellen geführt haben könnten, wollen nicht verstummen - trotz vehementer, wiederholter Dementis aus Bund und Ländern. Selbst Polizisten des Landeskriminalamts spekulierten 2001 in einem Vermerk, zumindest Zschäpe könne als V-Frau geführt worden sein - was die Geheimen empört zurückweisen.
Mittlerweile hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen und versucht mit dem Bundeskriminalamt ins Dunkel hineinzuleuchten. Aber die Rätsel beginnen schon mit den Biografien der drei. Was sie in den vergangenen 14 Jahren gemacht haben, wissen vermutlich nicht mal ihre engsten Verwandten. Die Familien von Böhnhardt und Mundlos hörten erst wieder von ihnen, als Beate Zschäpe sie am Morgen des 5. November anrief, gegen 8 Uhr. Aber sie überbrachte kein Lebenszeichen, nur die Todesnachricht.
Das Ende der beiden Männer im brennenden Wohnmobil, die Explosion der Zwickauer Wohnung kurz danach, sie waren der Endpunkt eines Weges, der Mitte der neunziger Jahre begann und nur eine Richtung kannte: noch mehr Hass, noch mehr Gewalt.
Anfangs unterschied die drei Thüringer nur wenig von so vielen ostdeutschen Jugendlichen, die nach der Wende in die rechtsextreme Szene abdrifteten. Sie tauchten ein in ein Milieu, das nicht nur von Heimat schwadronierte, sondern ihnen auch eine Heimat zu geben schien. Andere wendeten sich nach einer Weile wieder ab, wollten eine Perspektive, keine Parolen mehr. Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe aber waren anders.
Sie suchten keine Versöhnung mit dem System, sondern den Bruch. Und als sie abtauchten, brachen sie die Brücken hinter sich ab, für immer. Drei gegen alle, das war nun ihre Perspektive. Für Beate Zschäpe, geboren 1975, aufgewachsen in einem Plattenbau in Jena. Für den knapp drei Jahre jüngeren Uwe Böhnhardt, Bauhilfsarbeiter, meist arbeitslos. Und für Uwe Mundlos, Jahrgang 1973, den Professorensohn, der eigentlich sein Abitur machen wollte.
1995 schrieb er sich dafür im Ilmenau-Kolleg in Thüringen ein. Ehemalige Mitschüler beschreiben ihn als "strebsam und fleißig", besonders in Physik und Mathematik sei er gut gewesen. Nur sein Habitus kam ihnen merkwürdig vor. Stets habe Uwe "schwarze, uniformartige Kleidung" getragen. Und auf dem Schreibtisch in seinem Zimmer im christlichen Wohnheim am Ehrenberg, 2. Stock, ganz hinten links, habe ein selbstgezeichnetes Porträt des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß gestanden. Wann immer es ging, sei Mundlos zu seinen rechten Freunden nach Jena gefahren.
Die Neonazis dort waren damals eine verschworene Gemeinschaft. Ein Szene-kenner nennt das Milieu "familiär", Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe seien dicke Freunde und gegen den Rest der Welt gewesen: gegen Ausländer, Linke, "Bullen". Sie nannten sich "Kameradschaft Jena", der harte Kern bestand aus höchstens acht Leuten. Der Nazi André K. sei als "Führer" aufgetreten, Mundlos und Böhnhardt hätten als "Stellvertreter" das zweite Glied gebildet. Zu den einfachen Mitgliedern gehörte Beate Zschäpe.
Sie alle waren stadtbekannt.
Mitte der neunziger Jahre tauchte das Trio Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt regelmäßig bei den Mittwochsstammtischen des rechtsextremen Thüringer Heimatschutzes (THS) auf, wie sich dessen früherer Chef Tino B. erinnert. Mundlos sei "nicht gerade der Dümmste" gewesen, während Böhnhardt sich bei Diskussionen zurückgehalten habe. "Sein Fachgebiet", so B., "waren eher Waffen. Er war ein Waffennarr."
Beate Zschäpe hatte immerhin ihre stramm nationale Gesinnung zu bieten. Manchmal, so Bekannte, hätten sie zusammengesessen und "Monopoly" gespielt. Das Spielbrett hatten die drei allerdings nach ihrem Weltbild umgebaut. Das Gefängnis hieß "KZ".
Was sie offenbar nicht wussten: Der Thüringer Heimatschutz stand von Anfang an unter ständiger Beobachtung. 1994 hatte das Landesamt für Verfassungsschutz in Erfurt den jungen Neonazi Tino B. angeworben, der fortan als V-Mann Nr. 2045 (Deckname "Otto") besten Stoff aus dem Innenleben der militanten Truppe lieferte. Bis zu zwei Dutzend Meldungen schienen den Thüringer Beamten so wichtig, dass sie das Material an das Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln weiterleiteten.
In den Reihen des Heimatschutzes habe es in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre auch weitere Anwerbeversuche gegeben, erinnern sich Verfassungsschützer - aber Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe, das sei zumindest die eindeutige Aktenlage des Thüringer Landesamts und des Kölner Bundesamts, gehörten nicht dazu.
Die drei hätten sich als eine Art "elitärer" Zirkel gesehen, sagt ein THS-Insider. Die Männer hätten Springerstiefel und Bomberjacken getragen und seien auf "Zecken" losgegangen, wie Linke und Alternative im Neonazi-Jargon heißen. Hätten Streit auf jeder Kirmes in der Gegend gesucht und gegen Ausländer gehetzt. Doch offenbar reichte ihnen das nicht.
Mitte April 1996 platzierte Böhnhardt an einer Autobahnbrücke bei Jena einen Puppentorso, der Puppe hängte er ein Sweatshirt mit einem gelben Judenstern um und ein Schild, auf dem "Vorsicht, Bombe!" stand. Das Landeskriminalamt bildete eine Sonderkommission, Verdacht auf Volksverhetzung.
Ein paar Monate später, im November 1996, wurde Böhnhardt in seinem Auto kontrolliert. Die Ermittler stießen auf ein kleines Waffenlager: ein Messer, beidseitig geschliffene Wurfsterne, Gaskartuschen.
Und es ging immer weiter: Als zwischen dem 30. Dezember 1996 und dem 2. Januar 1997 in Jena Briefbombenattrappen mit Hakenkreuzen bei der "Thüringischen Landeszeitung", der Stadtverwaltung und der Polizeidirektion auftauchten, fiel der Verdacht gleich auf den harten Kern der "Kameradschaft Jena". Eigentlich gab es gar keine anderen Verdächtigen. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten". Doch Beweise gab es nicht. Die Kameraden leugneten oder sagten erst gar nicht aus. Am 18. Juni 1997 wurde das Verfahren eingestellt.
Warum also aufhören? Am 28. September 1997 fanden Passanten eine Bombe vor dem Jenaer Theaterhaus, in einem roten Koffer, der mit einem Hakenkreuz auf weißem Grund bemalt war. Die Bombe enthielt zehn Gramm TNT, sie war "funktions-, jedoch nicht zündfähig", wie die ermittelnden Staatsanwälte bald feststellten. Die Batterie hatte gefehlt. Ein Versehen? Oder sollte es eine Warnung sein? Jedenfalls hatten die Täter diesmal gezeigt, dass sie mehr konnten als Attrappen bauen.
Im Oktober 1997 wurde Böhnhardt schließlich von einem thüringischen Gericht zu zwei Jahren und drei Monaten Jugendstrafe verurteilt, unter anderem wegen der Puppe, die er von der Autobahnbrücke gehängt hatte. Doch ins Gefängnis musste Böhnhardt erst mal nicht. Man ließ ihm Zeit, er nutzte sie.
Nur gut zwei Monate später, am 26. Dezember 1997, tauchte die nächste Bombenattrappe auf, wieder ein rotangestrichener Koffer mit Hakenkreuz im weißen Kreis, diesmal vor der Gedenkstätte für den antifaschistischen Widerstand auf dem Nordfriedhof von Jena. Erneut geriet die Kameradschaft ins Visier der Ermittler. Und jetzt arbeiteten sie gründlich, flöhten alte Akten: ein Kanister mit Benzin und eine Holzkiste mit Hakenkreuz - hatten sie das nicht schon mal? Richtig, im Jenaer Ernst-Abbe-Stadion, bei einem der früheren Aktionen 1996.
Kanister und Kiste, so stellten sie außerdem fest, stammten vom Bauhof einer Firma, bei der Böhnhardts Vater gearbeitet hatte und wo auch der Sohn hin und wieder einen Job bekam. Sein Fingerabdruck fand sich zudem auf einer Metallhülse, die im Zusammenhang mit einer Bombendrohung am 15. Oktober 1997 in Rudolstadt aufgetaucht war. Außerdem hatte ein Kamerad Böhnhardt angeschwärzt. Angeblich habe der nämlich auch noch eine Explosion in einem Ausländerheim ausgelöst, sagte der Zeuge aus.
Böhnhardt wurde nun observiert, aber im Nachhinein erscheint es fast unglaublich, wie dilettantisch die Staatsmacht vorging. Ende Januar 1998 klingelten Polizisten an Böhnhardts Tür und drückten ihm einen Durchsuchungsbeschluss in die Hand. Doch bei der Razzia fand man nichts, und so konnte Böhnhardt in aller Ruhe mit dem Auto davonfahren.
Wegen "Gefahr im Verzug" durchsuchte die Polizei am 26. Januar 1998 die Jenaer Wohnung von Uwe Mundlos. Auch Beate Zschäpe bekam Besuch. Sie lebte bei ihrer Mutter; die Polizei beschlagnahmte Armbruste, Zwillen, einen Morgenstern und die Reichskriegsflagge. Hier stießen die Beamten auch auf das "Monopoly"-Spiel mit dem "KZ"-Feld; das brachte Zschäpe ein Verfahren wegen Volksverhetzung ein.
Den größten Treffer jedoch landeten die Ermittler in einer Garage nahe den Jenaer Kläranlagen. Den Tipp hatte ihnen der Verfassungsschutz gegeben. Und tatsächlich: Die Fahnder entdeckten rechtsextremistisches Propagandamaterial, vier Rohrbomben und 1392 Gramm TNT. Die Garage, so fanden sie heraus, hatte Zschäpe angemietet; Nachbarn sagten zudem aus, dass Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt dort ein und aus gegangen seien.
Damit hätten die Ermittler endlich genug gegen die drei in der Hand gehabt, doch dass ihre Bombenwerkstatt aufgeflogen war, bekamen auch die mit; kein Wunder nach all den Durchsuchungen. Sie standen jetzt an einem Wendepunkt: Sollten sie abhauen? Böhnhardt hatte wenig zu verlieren. Aber Mundlos? Hatte nur noch ein Jahr bis zum Abitur am Ilmenau-Kolleg. Auch Beate Zschäpe schien zu zögern - und ging zu ihrem Anwalt in Weißenfels. Dann aber stand der Entschluss fest: Zusammen tauchten sie in den Untergrund ab. Der Haftbefehl am 28. Januar kam zu spät.
Eine peinliche Panne für Thüringens Polizei. Und es wurde noch schlimmer. Erst zwei Wochen später suchte das Landeskriminalamt (LKA) mit Steckbriefen nach dem Trio, lobte 3000 Mark Belohnung aus. Immerhin, auch Zielfahnder schickte das LKA jetzt los. Doch die Neonazis blieben verschwunden.
Ein Insider der Kameradschaft Jena erinnert sich heute, wie die Szene das Trio beim Abtauchen unterstützt habe. Den Verfassungsschützern berichtete Tino B. alias "Otto", Ralf L. habe sein Auto zur Verfügung gestellt, aber die Neonazis hätten auf der Flucht bald einen Unfall gebaut. André K. sei zuständig für die Beschaffung falscher Pässe gewesen. Dafür sei extra bei Solidaritätskonzerten gesammelt worden, um die Papiere bei einem Russen zu beschaffen. Doch dazu sei es nie gekommen.
Noch sechs Monate nach dem Untertauchen sollen die thüringischen Neonazis Kontakt zu ihren Kameraden gehalten haben. Einmal berichtete "Otto" von einem Telefonat mit Mundlos und Böhnhardt, in dem diese angekündigt hätten, sie wollten sich nach Südafrika absetzen. Für alle anderen waren die beiden Männer bereits unsichtbar.
Auch als Uwe Böhnhardts Großvater starb und am 24. März 1998 auf dem Jenaer Nordfriedhof beigesetzt wurde, lagen die Fahnder deshalb auf der Lauer. Aber der Enkel ließ sich nicht blicken.
Das Innenministerium gab sich trotzdem zuversichtlich, die drei bald fassen zu können. Im Innenausschuss des Landtags erklärten sie am 19. Juni 1998, es liefen "umfangreiche Fahndungen" nach Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe, man rechne "mit einer baldigen Festnahme". Auch der Verfassungsschutz schaltete sich ein - das Thüringer Landesamt und später auch zunehmend das Bundesamt in Köln. Alles ohne Ergebnis. In den Akten gibt es ein Observationsfoto von Anfang 2000, das drei Personen zeigt, die in Sachsen-Anhalt unterwegs sind. Aber die Observanten waren sich nicht sicher, und als die Identität der drei sich zu bestätigen schien, waren die schon weg.
Selbst Hinweisen, Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos könnten sich nach Namibia abgesetzt haben, vielleicht auch nach Ungarn, an den Balaton, gingen die Fahnder nach. Und wieder: nichts, keine Spur. Auch in Sachsen, hieß es aus Ermittlerkreisen, seien Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe aufgetaucht. Genauer gesagt im Raum Chemnitz. Man sei mehrmals kurz vor einem Zugriff gewesen. Es kam nie dazu.
Die Fahnder könnten damals knapp an einer heißen Spur vorbeigelaufen sein. Denn offenbar war das Trio tatsächlich im Raum Chemnitz aktiv. Es hatte sich bewaffnet und, zumindest was die beiden Männer angeht, auf Banküberfälle spezialisiert. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass seit 1999 mindestens 14 Raubzüge auf das Konto von Böhnhardt und Mundlos gehen: zwei in Thüringen, zwei in Mecklenburg-Vorpommern und zehn in Sachsen, sieben davon in Chemnitz.
Auffällig oft stürmten zwei maskierte Männer in die Bank, immer gingen sie äußerst brutal vor, meist flüchteten sie mit Fahrrädern, verschwanden scheinbar spurlos. So wie sie es auch bei ihrem letzten Überfall geplant hatten, in Eisenach, als sie mit den Rädern zu ihrem abgestellten Wohnmobil fuhren. Diesmal aber hatte die Polizei ihre Strategie geändert. Sie hatten alle Ausfallstraßen gesperrt und das Wohnmobil im abgesperrten Ring gesucht; ein Vorgehen, das Böhnhardt und Mundlos offenbar innerhalb des Rings aussitzen wollten. In Eisenach hatten die Beamten überlegt, wohin man mit zwei Fahrrädern kommen konnte: zu einem Wohnmobil zum Beispiel. Damit saßen die beiden Räuber in der Falle.
Bis es allerdings dazu kam, waren zwölf Jahre vergangen, in denen es auch schon bei den Überfällen Tote hätte geben können. 2002 zum Beispiel, als sich im Handgemenge ein Schuss löste, der einen jungen Bankangestellten in den Bauch traf.
Tote aber gab es tatsächlich in all den Jahren, mindestens zehn Tote, so wie sich der Fall nun den Ermittlern darstellt, und alle durch gezielte Schüsse. Denn selbst im Untergrund führte das Trio noch ein Doppelleben: gewöhnliche Banküberfälle für das Durchhalten in der Illegalität und Morde, allem Anschein nach Gesinnungsmorde, ausgeführt wohl von Böhnhardt und Mundlos, für die sie fast immer dieselbe Waffe nahmen: die Ceska.
Der erste am 9. September 2000. Der Blumenhändler Enver S. aus Hessen, damals 38 Jahre alt, hatte nur aushelfen wollen. Einer seiner Kunden besaß einen Blumenstand an einer einsamen Ausfallstraße in Nürnberg, der Mann wollte in den Urlaub fahren, in die Türkei, also übernahm Enver den Stand. Kurz nach der Mittagspause fand man ihn blutüberströmt, getroffen von mehreren Schüssen aus der Ceska und einer zweiten Waffe.
Ein knappes Jahr später, am 13. Juni 2001, starb der Änderungsschneider Abdurrahim Ö. in seinem kleinen Laden in der Nürnberger Innenstadt durch Kopfschüsse; wieder war es die Ceska. Ein paar Tage vor dem Mord wollten Nachbarn gehört haben, wie Ö. mit zwei Männern in osteuropäischer Sprache heftig und laut stritt. Es soll um Geld gegangen sein.
Danach starben: ein Gemüsehändler in Hamburg, ein anderer in München. Dessen Frau sagte später aus, ihr Mann habe sich Wochen vor der Tat bedroht gefühlt. Habe auch Angst vor anderen Türken gehabt, von diesen auch Besuch bekommen. Das spricht auf den ersten Blick nicht für Mundlos oder Böhnhardt. Die Waffe allerdings schon: immer wieder die Ceska. Und vor allem: die DVD, die die Fahnder aus den Trümmern gefischt haben, mit Bildern, die offenbar von den Tätern selbst gemacht wurden.
Die Todesserie würde auch erklären, warum Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe verschollen blieben, selbst nach dem 22. Juni 2003, dem Tag, an dem es sonst einen Weg zurück für sie gegeben hätte. Damals nämlich verjährten alle Straftaten, die man ihnen aus ihrer Neonazi-Vergangenheit in Thüringen hätte vorwerfen können. Sie hätten bei null beginnen können. Aber nicht mit mehreren Morden im Gepäck.
Am 25. Februar 2004 starb in Rostock der nächste Türke, Yunus T., als er einen Dönerimbiss aufschloss, dann ein Dönerbuden-Besitzer in Nürnberg.
Zeugen erinnerten sich später an zwei Fahrradfahrer, die nur für wenige Augenblicke den Dönerstand betreten hätten und dann sofort weitergefahren seien. Böhnhardt, Mundlos, zwei Fahrräder. Das bekannte Muster. Danach starben noch ein Grieche in München, Mitinhaber eines Schlüsseldienstes, der in türkischen und griechischen Cafés um Geld spielte und Schulden gehabt haben soll, ein Kioskbesitzer in Dortmund, ebenfalls ein Mann, der in finanziellen Schwierigkeiten steckte, sowie ein Deutschtürke in Kassel, der ein Internetcafé betrieb.
Irgendwelche Skrupel hatten zumindest die beiden Männer der braunen Terrorzelle damals wohl nicht mehr. Töten wurde anscheinend alltäglich, banal, normal, in dem Bekennervideo verhöhnen sie ihre Opfer, die sie regelrecht vorführen. So wie offenbar auch am 25. April 2007, einem sonnigen Mittwoch, in Heilbronn. Fast wolkenlos. Warm genug für ein T-Shirt. An der Theresienwiese wurden die Stände für das traditionelle Maifest aufgestellt.
Als Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter und ihr Kollege Martin A. mit ihrem Dienstwagen auf den Platz rollten, parkten sie am nördlichen Ende der Festwiese. 13.50 Uhr, Mittagspause. Kiesewetter, 22, saß auf der Fahrerseite, ihr zwei Jahre älterer Kollege daneben. Sie aßen im Auto, ließen die Fensterscheiben herunter.
Um 14.13 Uhr ging in der Notrufzentrale in Heilbronn ein Anruf ein, ein Radfahrer hatte zwei leblose Polizisten entdeckt. Drei Minuten später trafen die Kollegen ein, sie fanden Kiesewetter und Martin A. mit Kopfschüssen neben dem Streifenwagen, die junge Polizistin war tot, ihr Kollege A. überlebte nur knapp.
Die Täter, so ergab die spätere Rekonstruktion, mussten sich von hinten angeschlichen haben, "eine regelrechte Hinrichtung", so der damalige Soko-Leiter Frank Huber, "diese Bilder wird man nie wieder los, die brennen sich ein".
Die Mörder nahmen Kiesewetter die Handschellen ab, Marke Clejuso, Individualnummer 5.032, dazu ein Pfefferspray und ein Multifunktionsmesser der Marke Victorinox. Alles Dinge, die sich vier Jahre später in den Trümmern von Zwickau wiederfinden sollten. So wie die mutmaßliche Tatwaffe. Nur die beiden gestohlenen Dienstpistolen der Marke Heckler & Koch lagen woanders, im ausgebrannten Wohnmobil bei Böhnhardt und Mundlos.
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hält die Beweise, dass Böhnhardt und Mundlos mit dem Mord an der jungen Polizistin in Verbindung stehen, deshalb für erdrückend.
Doch was war das Motiv?
Eine mögliche Verbindung zwischen dem Opfer und den mutmaßlichen Mördern ist die gemeinsame Herkunft aus Thüringen. Michèle Kiesewetter stammte aus Oberweißbach im Thüringer Wald, Böhnhardt und Mundlos kamen aus Jena. in Thüringen war Michèle Kiesewetter nie im Einsatz, sie war etwa zehn Jahre jünger als ihre mutmaßlichen Mörder, private Kontakte sind höchst unwahrscheinlich.
Die Täter wiederum hatten keinen Grund, mitten am Tag auf zwei Polizisten zu schießen. Das Risiko war hoch, Waffen hatten sie schon, die mussten sie nicht auf eine so gefährliche und grausame Weise erbeuten. Was war es dann?
Trotz der Bekenner-DVDs, auf denen Paulchen Panther zu sehen ist, wie er einem Polizisten eine Waffe an den Kopf hält und abdrückt, bleiben damit für die Ermittler noch viele Rätsel. Auch weil die Gruppe in kein Raster passt. Politischen Terrorismus, egal ob von links, rechts oder von Islamisten, gab es bisher nur in zwei Formen: der "Propaganda der Tat", wie der französische Anarchist Paul Brousse im 19. Jahrhundert sein Konzept nannte, das später von russischen und italienischen Anarchisten perfektioniert wurde. Die Taten sollten dabei für sich sprechen, selbsterklärend für die Massen sein. Jedes Wort nahm der Tat nur die Kraft.
Das zweite Konzept braucht die Tat nur als Vorlage für die Erklärungen, Manifeste, Bekennerschreiben, die darauf folgen. Die RAF verfasste zu jedem ihrer Anschläge einen seitenlangen Brief, mit dem sie begründete, warum ein Würdenträger aus Politik oder Wirtschaft angeblich den Tod verdient habe. Osama Bin Laden erklärte sich regelmäßig in Videobotschaften und rief zu Angriffen auf den Westen auf.
Für Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und wohl auch Beate Zschäpe galt über mehr als ein Jahrzehnt weder das eine noch das andere. Sicher, sie müssen sich still gefreut haben, wenn sie lasen, wer alles für die Döner-Morde verantwortlich sein könnte, wer für den Polizistinnenmord von Heilbronn oder die vielen Banküberfälle. Aber nie hat einer von ihnen einen Hinweis darauf hinterlassen, dass es einen politischen Hintergrund geben könnte, auch die rechte Szene wusste von nichts. So konnte es keine Nachahmer geben, keine öffentlichen Unterstützer wie bei der RAF, keinen Resonanzraum. Das Trio muss sich selbst genug gewesen sein. Terror sui generis: Stell dir vor, es gibt Rechtsterroristen, und keiner merkt's.
Kriminalistisch gedacht war das ein Rezept, das 13 Jahre lang das Überleben garantierte. Das Schweigen war eine Art Überlebensgarantie, auch um den Preis, dass keiner den rassistischen Hintergrund der Tat verstand. Erst in den letzten Monaten müssen sich die Neonazis stark genug gefühlt haben, den nächsten Schritt zu wagen, an die Öffentlichkeit. Vielleicht hatten die drei tatsächlich ein Netz von Unterstützern um sich geschart, wollten eine neue tödliche Offensive starten.
Aber was hat das Trio über all die Jahre getrieben? War es purer Hass, auf Ausländer ebenso wie auf die Staatsmacht? Faschistische Allmachtsphantasien? Indizien liefern zumindest die Fundstücke, die die Ermittler nach und nach im Schutt von Zwickau bergen. Warum etwa wollten Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe das Reizgas, die Waffe und die Handschellen von Michèle Kiesewetter aufheben? Vier Jahre altes Reizgas hat für Neonazis, die eine 9-Millimeter-Luger-Maschinenpistole im Schrank liegen haben, keinen besonderen Wert.
Mundlos und Böhnhardt hätten auch Kiesewetters Waffe in eine Plastiktüte wickeln und in einem See versenken können; niemand hätte je diesen Mord aufgeklärt. Ebenso die Ceska der Döner-Morde. Ihre Bedeutung gewinnen diese Dinge nur als Trophäe.
In dieses Schema passen auch die DVDs. Böhnhardt und Mundlos wollten am Ende doch noch ein Dokument des Grauens hinterlassen, Fußstapfen des Terrors.
Die beiden Männer müssen gewusst haben, dass es keinen Ausweg mehr gab. Ihr Freitod war offensichtlich genauso abgesprochen wie die Explosion in der Wohnung und das Feuer im Wohnmobil, das zu einem Scheiterhaufen für die beiden Rechtsterorristen wurde. Die Einzige, die man danach fragen könnte, ist nun die letzte Lebende. Beate Zschäpe. Doch die schweigt.
(*) Am 9. November, verdeckt durch eine Decke nach der Vorführung beim Haftrichter.
Von Maik Baumgärtner, Jürgen Dahlkamp, Simone Kaiser, Conny Neumann, Sven Röbel, Holger Stark, Andreas Ulrich und Steffen Winter

DER SPIEGEL 46/2011
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