16.01.2012

KARRIEREN

Ein letzter Schlag

Von Hüetlin, Thomas

Muhammad Ali war der beste Boxer aller Zeiten, er war Freiheitskämpfer und politisches Idol. Jetzt wird er siebzig - und immer noch verehrt die Welt den inzwischen schwerkranken Mann.

Am frühen Abend des 25. Februar 1964 hieß der stärkste Mann der Welt, der "Heavyweight Champion of the World", noch Sonny Liston.

Liston war eine furchterregende Gestalt. Er redete wenig, hatte eine Karriere als Ladendieb, Knochenbrecher und Geldeintreiber der Mafia hinter sich, er kannte das Gefängnis und pflegte seine Gegner in der ersten Runde k. o. zu schlagen.

93 Prozent der Journalisten in der Halle waren sich sicher, dass Liston Cassius Clay zerstören würde. Clay siegte, es war eine Sensation, wie es sie im Boxen noch nicht gegeben hatte, und es begann eine Geschichte, die auch fünf Jahrzehnte später die Welt fasziniert; die Geschichte eines Mannes, der ganz sicher der größte Boxer aller Zeiten, möglicherweise der größte lebende Sportler, auf jeden Fall aber eine der bedeutendsten Figuren des vergangenen Jahrhunderts ist. Ein Kämpfer für die Rechte der Schwarzen, gegen den Krieg, für den Islam, ein Mann, der das weiße Establishment der USA herausforderte wie kein Zweiter.

Das Foto, auf dem Ali über Liston triumphiert, hing in den Wahlkampfbüros von Barack Obama. Die Beatles verehrten ihn genauso wie Nelson Mandela. "Ali ist mein Held", sagt Mandela noch heute. "Muhammad Ali hat viele schwarze Menschen auf der ganzen Welt dazu gebracht, Erfolg danach zu beurteilen, ob es einem gelingt, die Unfairness des Lebens herauszufordern. Ich danke Muhammad Ali für die Kraft seines Charakters und die Kraft seiner Taten. Ich danke ihm für den Mut, den er mir gegeben hat."

Angelo Dundee war Alis Mann in der Ecke des Kampfes gegen Sonny Liston. Er trainierte ihn vom Anfang seiner Karriere bis zu deren Ende, von 1960 bis 1981. Er weiß eine Menge über Ali.

Heute ist Dundee 90 Jahre alt. Er lebt in einem rosarot gestrichenen Altersheim in Palm Harbor, Florida. Er sitzt im Rollstuhl, sein Oberkörper ist muskulös, immer noch, und er spricht hastig und durchdringend wie ein Straßenhändler aus Brooklyn, wo Dundee geboren wurde, als fünftes von sieben Kindern kalabrischer Einwanderer. Die Familie hieß Mirena, aber Angelo nannte sich Dundee. Es klang härter, verwegener, mehr nach Boxen.

"Liston hatte Probleme mit Männern, die sich schnell bewegten", sagt Dundee heute. "Und mein Mann konnte sich bewegen wie niemand vor ihm." Als Ali die erste Runde überstand, war sich Dundee sicher, dass sie Liston schlagen würden.

In der dritten Runde schlug Ali zu.

Liston blutete unter dem linken Auge und aus der Nase.

Nach der vierten Runde kam Ali in seine Ecke und sagte: "Ich kann nichts sehen, meine Augen brennen. Zieht mir die Handschuhe aus." Ali wollte aufgeben.

"Nein, ohne Handschuhe kannst du nicht kämpfen", sagte Dundee.

"Ich fasste mit meinem Zeigefinger in sein Auge, dann in meins. Es brannte wie die Hölle", sagt Dundee heute. Damals wurde vermutet, dass Liston seine Handschuhe mit einer ätzenden Substanz hatte behandeln lassen. "Ich spülte sein Auge aus mit einem Schwamm und einem Handtuch." Ali habe immer noch nichts gesehen. Aber als der Gong zur fünften Runde rief, legte Dundee seine Hand in Alis Nacken und schob ihn zurück in den Ring. "Es geht um das große Ding, deinen Weltmeistertitel, Sohn. Geh, verdammt noch mal, da raus und kämpfe."

Die halbe Runde war vorbei, als Ali wieder sehen konnte, dann schlug er ein paar Haken.

Nach der sechsten Runde schlich Liston zu seinem Hocker. "That's it", sagte er. Seine Betreuer dachten: Endlich, jetzt wird er das Großmaul richtig verprügeln. Aber Liston saß nur da mit glasigen Augen.

"That's it."

Dann spuckte er den Mundschutz aus. Er hatte aufgegeben. Ali war Weltmeister.

Nun wird Ali 70 Jahre alt. Der Geburtstag wird groß gefeiert im MGM Grand in Las Vegas, als Gäste sind unter anderem Bill Clinton, Oprah Winfrey und Arnold Schwarzenegger angekündigt. Es wird keine der üblichen Glamourveranstaltungen werden, für die Las Vegas berühmt ist. Denn der Jubilar ist schwer gezeichnet von seinem Leben, das immer Kampf war. Er leidet seit 27 Jahren an Parkinson, er sitzt im Rollstuhl, und wenn er aufsteht, muss er von mindestens zwei Menschen gestützt werden.

Parkinson ist ein Fluch, eine Nervenkrankheit, die die Muskeln steif werden und den Körper erstarren lässt, bis auf ein Zittern, das immer stärker wird.

Als Ali jung war, waren die USA ein anderes Land. In den Südstaaten musste ein Farbiger den Bürgersteig wechseln, wenn ein Weißer des Weges kam. Den gewaltlosen Protesten der Schwarzen begegnete der Staat mit Knüppeln.

Ali fehlte der Langmut von Mahatma Gandhi oder Martin Luther King. Er glaube nicht daran, dass die Dinge besser werden, wenn man sich der Staatsmacht fügt. Deshalb begehrte er auf gegen die weiße, christliche Mehrheitsreligion, wurde Muslim und schloss sich der radikalen "Nation of Islam" an, einem Haufen Sektierer, sie nannten sich auch "Black Muslims". "Der weiße Mann ist der Teufel", predigte die Vereinigung.

Ali hat die Nation of Islam früher verteidigt. Aber es waren Weiße, die er zu seinen Vertrauten machte, Weiße wie Ferdie Pacheco, sein Ringarzt, wie Gene Kilroy, sein Business-Manager, wie Angelo Dundee, sein Trainer. Am Ende vertraute Ali seinem Urteil stets mehr als jeder Religion, jeder Ideologie. "Die Freiheit, der zu sein, der ich sein möchte."

Dundee betrieb Anfang der sechziger Jahre das Fifth Street Gym in Miami, einem stickigen, düsteren Raum mit zwei schmutzigen Fenstern. Ali hatte bei den Olympischen Spielen in Rom Gold gewonnen, aber der Sieg galt nur als Ouvertüre zur Welt der Profis.

Es gab Angebote von anderen Trainern, aber Ali wollte von Dundee betreut werden. Dundee drängte sich nicht danach, er verlangte 125 Dollar die Woche, außerdem verlangte er, dass Ali umziehen müsse nach Miami. "Du musst ein bisschen gestört sein", sagte Ali zu Dundees Forderung. "Es gibt viele Leute, die locken mich mit Geld und Autos. Und alles, was du mir bietest, ist ein Umzug nach Miami?"

Man einigte sich auf Anfang Dezember 1960. Komm nach Weihnachten, sagte Dundee. Ali wollte sofort kommen, er sagte: "Wenn ich kämpfen darf, ist für mich jeder Tag wie Weihnachten." Ali habe alles anders gemacht als die übrigen Boxer, erzählt Dundee. Er habe die Hände unten gehalten statt schützend vor das Gesicht. Er habe sich bei Schlägen nach hinten gebeugt statt sie abzuwehren. Dazu habe er Treffer auf den Körper des Gegners für Zeitverschwendung gehalten, und seine Beine seien flink gewesen wie die eines Fliegengewicht-Boxers. Ali verstand Boxen als einen Wettkampf, der ihm keinen Schaden zufügen sollte. Als ihn einmal jemand zum Football mitnehmen wollte, lehnte Ali ab. Seine Begründung: "Beim Football kann man sich verletzen."

Nicht einmal die Besucher in Dundees Fifth Street Gym konnten Ali leiden, anfangs. Sie sagten: "Wenn ich jemanden tanzen sehen will, dann gehe ich ins Roseland."

Boxen war in den USA im Subtext stets Darwin: Wer ist der Stärkste, wer hat das Recht, oben zu stehen, die Macht zu beanspruchen? Und waren Schwarze nicht zu schwach, zu faul, zu dumm dazu? Wenn zwei unterschiedliche Hautfarben sich im Ring trafen, war es, als würde dieses rassistische Land unter einem Brennglas liegen.

Als Ali mit seiner Goldmedaille um den Hals aus Rom zurückkam, holte ihn eine Flotte von 25 Autos am Flughafen seiner Heimatstadt Louisville, Kentucky, ab, sein Vater strich die Stufen seines Hauses in Rot, Weiß und Blau - als aber Ali in einem Mittagslokal im Zentrum ein Glas Saft bestellte, sagt der Besitzer nur: "Kann dich nicht bedienen."

"Aber er ist ein Olympiasieger", versuchte ein Ober zu beschwichtigen.

"Mir verdammt noch mal egal, wer er ist", sagte der Besitzer. "Raus mit ihm."

Ali konnte das nicht beeindrucken. Es gab nur eine Bewegung für ihn, sagt Dundee: nach vorn. "Wo glaubt ihr, würde ich nächste Woche sein, wenn ich nicht schreien würde und dafür sorgen, dass mich die Öffentlichkeit wahrnimmt? Ich wäre arm und müsste wahrscheinlich zurück in meine Heimatstadt, wo ich Fenster putzen oder als Liftboy arbeiten und Antworten geben würde wie ,Ja, Sir', ,No, Sir'."

Am Morgen nach dem Sieg über Liston erschien Ali pünktlich zur Pressekonferenz. Der neue Champion wirkte vorsichtig, fast zurückhaltend, bis ihn schließlich ein Journalist fragte, ob es stimme, dass er ein eingetragenes Mitglied der Black Muslims sei. Ali antwortete, er glaube an Allah und an den Weltfrieden, und fügte hinzu: "Ich möchte nicht, dass ihr mir sagt, wer ich sein soll. Ich habe die Freiheit, der zu sein, der ich sein möchte."

Es waren nur zwei kurze Sätze über das Recht auf Selbstbestimmung, aber sie wurden verstanden wie eine Kampfansage.

Gordon Davidson war damals der Anwalt der Louisville Group, jener Gruppe von reichen ortsansässigen Geschäftsleuten, die Ali seit Beginn seiner ProfiKarriere gesponsert hatten. Noch heute ist Davidson anzumerken, wie sehr ihn Alis Schritt damals schockierte. "Es war absurd", sagt Davidson. "So, als würde ich dem Ku-Klux-Klan beitreten."

Davidson ist 85 Jahre alt, er wohnt im Osten von Louisville, in einer Villa, 300 Meter entfernt von einem Golfplatz. Ein Reservat der alten Ordnung, auch 40 Jahre nach den Erfolgen der Bürgerrechtsbewegung ist es keinem Schwarzen gelungen, sich hier anzusiedeln.

Die schwarzen Muslime schenkten Ali einen neuen Namen, eine neue Identität, eine neue Religion. Und sein Marktwert fiel dramatisch.

Für Ali ging es nicht um Geld oder Anerkennung, es ging um mehr, und seine Entschlossenheit wurde für jedermann sichtbar, als er wieder in den Ring stieg. Ernie Terrell, ein braver, schwarzer Christ, hatte den Fehler begangen, Ali nicht mit seinem neuen Namen anzusprechen. "What's my name? What is my name?", fragte Ali bei jedem Schlag, den er Terrell ins Gesicht schmetterte.

Im Ring war Ali längst unschlagbar geworden. Es mussten andere Wege gefunden werden, um ihn unschädlich zu machen.

Ali saß auf einem Plastikstuhl vor seinem kleinen Haus in Miami, als das Telefon klingelte. Er sei eins a, also voll tauglich, das war das Top-Musterungsergebnis. Zwei Jahre zuvor war er ausgemustert worden, wegen mangelnder Intelligenz. Nun sollte er nach Vietnam. Gleich danach rief einer von der Zeitung an. Und Ali sagte diesen Satz, der zum wichtigsten Ausspruch seines Lebens wurde.

"Man", sagte Ali, "I ain't got no quarrel with them Vietcong" - Mann, ich habe keinen Ärger mit dem Vietcong.

Davidson schüttelt den Kopf. Hinter ihm im Bücherregal steht eine Bronzeabbildung des amerikanischen Wappentiers, des Adlers, mit gespreizten Krallen, zum Angriff bereit. Davidson hatte vor 45 Jahren kein Verständnis für Alis Weigerung, und er hat es noch heute nicht.

"Ich hatte alles arrangiert", sagt Davidson. "Ali hätte nicht nach Vietnam an die Front gemusst. Er hätte niemals als Soldat kämpfen müssen. Natürlich nicht." Man hätte ihn irgendwo zu Hause die Zeit abbummeln lassen. So wie einige Hollywood-Stars oder George W. Bush es taten. Bei der Küstenwache oder der National Guard.

Es kam schlimmer, als es Davidson vorausgesagt hatte. Ali wurde zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, bekam dazu eine Geldbuße von 10 000 Dollar. Er war 25 Jahre alt, auf dem Höhepunkt seiner Kraft und Karriere, und er war arbeitslos. Aber er war mit sich im Reinen. "Put my tail in jail" - "Dann sperrt mich eben ein", sagte er.

Gene Kilroy sitzt in einem weißen Toyota-Jeep und fährt den Sunset Strip in Las Vegas hinunter. Der Jeep ist Kilroys zweites Büro. Dauernd neue Anrufe: "Kannst du mich mitnehmen zur Geburtstagsparty von Mike Tyson?", "Ich brauche eine Suite im Cosmopolitan Hotel", "Kannst du mich als Black-Jack-Dealer im Bellagio unterbringen?" Meistens schnaubt Kilroy schwer und sagt, er tue sein Bestes. Am linken Ringfinger trägt er ein wuchtiges Stück Gold, zehn Karat, besetzt mit zwölf Diamanten. Darauf eingraviert: "The Greatest Heavyweight of All Time". Der Ring ist ein Geschenk von Ali für jene zwölf Jahre, in denen Kilroy für ihn als Businessmanager arbeitete. Ein Diamant pro Jahr.

Als nach dem Zerwürfnis über Vietnam viele gingen, kam Kilroy. Er hatte vorher für die Filmfirma MGM gearbeitet, man war befreundet gewesen, aber jetzt, da Ali wirklich Hilfe brauchte, rückte Kilroy näher. Kilroy war weiß und nicht besonders politisch, aber er hatte Verständnis für Alis Entschluss. "Es war ein ungerechter Krieg, Ali wollte nichts damit zu tun haben, und er wollte, dass die Welt dies weiß", sagt Kilroy.

Alis Haltung sei gewesen: Warum soll ich 10 000 Meilen von hier Bomben und Kugeln auf Menschen mit brauner Haut in Vietnam werfen, während die sogenannten Neger-Menschen in Louisville wie Hunde behandelt werden? Kilroy fand das richtig.

Gegen eine Kaution von 5000 Dollar konnte Ali damals dem Gefängnis entgehen, aber seine Einnahmequelle war versiegt, weil er nicht mehr boxen durfte.

Ali lebte bescheiden in einem kleinen Haus in der South Side of Chicago. Kilroy besorgte dem Champion ohne Boxlizenz damals Engagements als Redner an den Ivy-League Universitäten des Landes. Ali fand jene, die die Welt ähnlich sahen wie er: die Elite von morgen.

Natürlich, sagt Kilroy, habe Ali zurück in den Ring gewollt, man habe mit den Behörden von 22 Bundesstaaten verhandelt, darunter mit dem Gouverneur von Kalifornien, Ronald Reagan, der erklärte: "Dieser Fahnenflüchtige wird in meinem Staat nie eine Chance bekommen, Ende."

Schließlich, nach dreieinhalb Jahren, hatte Kilroy Erfolg. Ali durfte wieder boxen. Am 26. Oktober 1970 trat er in Atlanta, Georgia, gegen einen Weißen namens Jerry Quarry an. Ali brauchte genau drei Runden, um ihn zu besiegen.

Es war mehr als das Comeback eines Boxers. Als sich Ali 1967 geweigert hatte, gegen Vietnam in den Krieg zu ziehen, hatte die Mehrzahl der Amerikaner auf Seiten der Regierung gestanden. Jetzt, nach mehr als 50 000 gefallenen US-Soldaten, kippte die Stimmung. Dazu kam: Der Aufbruchgeist der frühen sechziger Jahre hatte sich verdüstert, optimistische Veränderer wie John F. Kennedy, Martin Luther King und Malcolm X waren von mysteriösen Attentätern ermordet worden. Ali hatte überlebt.

Als Boxer aber hatte Ali die besten Tage hinter sich. Seine Leichtigkeit war verlorengegangen, dafür zeigte er jetzt das, was ihm die alten Männer mit den Zigarren in Dundees Gym in Miami Anfang der sechziger Jahre abgesprochen hatten: Herz, Tapferkeit. Als ihm Ken Norton in der zweiten Runde den Kiefer brach, wollte er von Aufgeben nichts wissen, elf Runden lang. Joe Frazier verprügelte ihn furchtbar, verzweifelte fast, weil Ali sich weigerte umzufallen.

Aber Ali hatte noch eine Rechnung offen, er wollte den Titel zurück, den ihm der amerikanische Staat genommen hatte: Heavyweight Champion of the World. Er wollte Gerechtigkeit.

Der Gegner hieß George Foreman, er war sieben Jahre jünger als Ali, und er galt als unbesiegbar.

Schauplatz des Kampfes war Kinshasa, Zaire, Afrika, ehemals belgische Kolonie. Als Ali in Kinshasa aus dem Flugzeug auf die Gangway trat, traf ihn die Schwüle der afrikanischen Nacht. Tausende waren gekommen, um ihn zu begrüßen. Ali, erinnert sich Kilroy, habe sich zu ihm umgedreht und gefragt: "Wen können sie in Zaire nicht leiden?"

"Im Zweifelsfall die Weißen."

"Wir können ihnen schlecht erzählen, dass Foreman ein Weißer ist", sagte Ali. "Wen noch?"

"Ich glaube, die Belgier."

"George Foreman ist Belgier", habe Ali darauf ins Dunkel gerufen.

Das Echo kam prompt: "Ali, bomaye" - "Ali, töte ihn".

Don King hat den Kampf in Kinshasa organisiert. Fast vier Jahrzehnte später spaziert er durch eine Suite im 12. Stock des Sheraton von St. Louis, in der Ecke Fahnen aus Deutschland, Italien, England, China, Japan und Frankreich, an der Wand Zeichnungen von sich selbst mit der Aufschrift: "Only in America". Auf einem Sessel liegt Kings iPhone. Gierig klickt er sich durch die Bilder. "Hier ein Foto mit Hugo Chávez", sagt King, "mein starker Freund in Südamerika." "Mein treuer Freund in Italien" - ein Foto mit Silvio Berlusconi. "Hier mein Freund in Israel" - ein Foto mit Schimon Peres. "Da, der unglaublichste Boxer aller Zeiten, mein Freund Muhammad Ali" - ein Foto mit Ali und George Foreman in Zaire 1974. Das Problem damals, sagt King, sei gewesen, dass niemand den Kampf wollte - niemand außer ihm und Ali. Ali wegen des Titels, er, weil es seine Chance war, sich als schwarzer Promoter durchzusetzen in einem Geschäft, das immer noch von Weißen kontrolliert wurde. Die Kampfbörse betrug elf Millionen Dollar, eine Summe, bei der die üblichen Geldgeber ausstiegen. Auch Foreman hätte keine Lust gehabt, anfangs, sagt King. Ali sei eine Ikone der Schwarzen, und wenn er die zerstöre, würde ihm das nicht gedankt werden, habe Foreman gemeint. Außerdem rede Ali zu viel.

"Lass uns ihm das Maul stopfen", lautete der Vorschlag von King.

Auf seiner Suche nach den elf Millionen stieß King auf Sese Seko Mobutu, den Diktator von Zaire, der gierig war nach Publicity. King versprach ein Spektakel der Superlative, "from the Slaveship to the Championship", zurück in den "Mutterleib, aus dem wir alle stammen - Afrika". Ein schwarzes Woodstock mit James Brown, B. B. King, den Spinners, Sister Sledge. "Genehmigt", signalisier-te Mobutu und stellte eine Boeing 747 zur Verfügung, um die Künstler einzusammeln.

Bei dieser Riesenparty des Schwarzseins kam Foreman von Anfang an nicht mit. Als wollte er Alis Verunglimpfung, er sei Belgier, in die Wirklichkeit übertragen, spazierte er mit einem Schäferhund aus dem Flugzeug, ausgerechnet jene Rasse, die die Kolonialherren auf die Menschen gehetzt hatten. Foreman habe keine Antenne gehabt für die Menschen, für das Land, sagt King. "Ali dagegen sind die Herzen der Leute zugeflogen." Er sei über die Dörfer gezogen wie ein Politiker, habe das Land gestreichelt. "George trainierte in der Abgeschiedenheit des Intercontinental-Hotels", sagt King. "Ali rannte scherzend durch die Straßen samt seiner Entourage, rund 50 Afrikanern, und die liefen immer hinter ihm her."

George Foreman ist heute ein reicher Mann. Er verdankt seinen dreistelligen Millionen-Wohlstand vor allem dem George-Foreman-Grill, jener "Lean Mean Fat-Reducing Grilling Machine", für die er seit bald 20 Jahren wirbt. Mit diesem Geld kann er auch das George Foreman Youth Center finanzieren, vier Hallen neben einem Highway, 20 Minuten entfernt von Downtown Houston, Texas. Draußen sind es 41 Grad, drinnen im Trainingsgebäude hat Foreman auf angenehme 22 Grad kühlen lassen.

Er ist eine gewaltige Erscheinung, nach wie vor. Wenn er seine Meinung äußert, schlägt er gern mit seiner rechten Faust in seine linke Handfläche. Foreman gilt als einer der härtesten Puncher der Boxgeschichte. Norman Mailer schrieb über ihn, seine Attacken hätten einen Klang, als ob jemand "mit einem Baseballschläger auf eine Wassermelone eindreschen würde".

"Das Einzige, was ich damals wollte", sagt Foreman heute, "war, Ali töten, im wahrsten Sinne des Wortes." Er habe keine Strategie gehabt, kein Konzept, nur einen einfachen Plan: den Gegner vernichten. "Mit allen Mitteln. Ich würde aufs Ohr schlagen, auf den Rücken, auf den Hinterkopf." Er habe immer nur ein Ziel verfolgt: "Den Gegner niederstrecken und nach Hause fahren."

Die Art, wie Ali die Menschen in Zaire manipulierte, bezauberte, eroberte, habe er, Foreman, verachtet: "Wie ein Mann, der auf dem Friedhof pfeift."

Also konzentrierte sich Foreman auf sein Kerngeschäft, den Knockout. Drosch im Interconti auf schwere Säcke ein und wartete auf den Moment, an dem endlich Ruhe herrschen würde im Dschungel. Den Augenblick, in dem Ali unter seinen Fäusten zusammenbrechen würde.

Er war sich sicher. So sicher, dass er vor dem Kampf Gene Kilroy in seine Umkleidekabine zitierte. "Richte ihm aus, dass ich ihn töten will", sagte Foreman, als er die Hände bandagiert bekam. Zurück in Alis Kabine, sagte Kilroy: "Er möchte deine Kinder ins Waisenhaus schicken."

"Ah, ich kann's nicht erwarten", lautete Alis Antwort. "Ich weiß, was ich tue."

Wenn Foreman heute von dem erzählt, was in dieser Nacht vor 37 Jahren geschah, klingt er noch immer wie jemand, dem Unbegreifliches widerfahren ist. In der ersten Runde traf ihn Ali mit ein paar Schlägen, aber dann trat der Herausforderer den Rückzug in die Seile an, schützte mit beiden Händen seinen Kopf und gab manchmal seinen Körper preis, als wäre er eine Ruine - zum Abriss freigegeben. Es schien nur noch eine Frage von Augenblicken zu sein, bis Foreman den entscheidenden Treffer landen würde.

"Ich setzte ihm zu, mit einigen meiner härtesten Schläge", sagt Foreman. "Ich traf ihn am Kopf, am Körper, überall, aber er schien beschlossen zu haben: Möglicherweise wird mich George Foreman heute Nacht umbringen, aber k. o. schlagen wird er mich nicht. Mir war solche Willensstärke noch nie begegnet. Irgendwann traf ich ihn so schlimm, dass er auf mich drauffiel, ich dachte: 'Jetzt gibt er auf', aber er rief nur: 'Ist das alles, was du drauf hast, George?' Ich war geschockt, weil das die Wahrheit war. Ich hatte nichts mehr. Ab der dritten Runde wurde ich müde."

Aber Ali, angefeuert von 70 000 Menschen im Stadion, wartete, wartete weitere vier Runden, wartete, bis die achte Runde kam und er Foreman mit einer schnellen Kombination erwischte, einem linken Haken und einem rechten Cross. Der Champion torkelte zu Boden wie ein abstürzendes Flugzeug.

Es ist der wahrscheinlich berühmteste K. o. der Boxgeschichte. Da hatte einer nicht nur den stärksten Mann der Welt besiegt, da hatte einer die Konflikte einer ganzen Epoche gebündelt. Die Bürgerrechtsbewegung, der Krieg in Vietnam, die Gewalt gegen die Studenten, die verbrecherische Regierung von Richard Nixon, all das wurde mitverhandelt, als der alternde Rebell und Kriegsdienstverweigerer gegen den Schläger George Foreman antrat und gegen alle Wahrscheinlichkeit gewann.

Foreman ist daran fast zerbrochen. Zweieinhalb Jahre später auf Puerto Rico, nach einem Kampf gegen einen Boxer namens Jimmy Young, glaubte er, sterben zu müssen. Er wurde Priester und trat erst zehn Jahre später wieder in den Ring, weil Geldnot ihn dazu zwang.

Diese Nacht in Kinshasa, sagt Foreman, sei der große Wendepunkt in seinem Leben gewesen. Viele Jahre sei das Foto, auf dem er zu Boden gestreckt wie ein Fußabtreter vor Ali liege, das einzige Bild gewesen, das in seinem Haus hing. "Der Typ auf dem Foto, das war nicht mein Bruder, nicht mein Cousin, niemand sonst, sondern ich. Noch viele Jahre nach meinem Tod werden sich die Menschen an dieses Bild erinnern."

Warum hat Ali nicht aufgehört, damals auf dem Höhepunkt, gesund, unversehrt, mit 32 und einer Börse von fünfeinhalb Millionen Dollar allein für den Kampf im Dschungel? Dr. Ferdie Pacheco, sein Arzt, sagt, er habe Ali nach dem Triumph von Kinshasa aufgefordert, Schluss zu machen, immer wieder, aber die Antwort sei stets dieselbe gewesen: "Zuerst muss ich noch den nächsten Kampf machen."

Pacheco lebt in einer weißen Villa in Miami. Im Vorgarten steht ein Baum, der Mangos trägt, drinnen im Haus erzeugen funkelndes Blau und tiefes Rot die Stimmung der Karibik. Die Farben leuchten von großen Ölbildern, die Pacheco gemalt hat, eine weitere Beschäftigung dieses Mannes, der sein Leben lang auf der Suche war, als Mediziner, als Autor von 14 Büchern, als TV-Kommentator.

Pacheco sitzt auf einem dunkelblauen Sofa, sein weißes Haar gekämmt, aber wirr, gefangen noch von einem Traum, den er letzte Nacht hatte. Er war darin Dirigent eines japanischen Symphonieorchesters, er habe mit Frack und einem Taktstock auf einem Podest in Tokio gestanden, er könne kein Japanisch, und Noten lesen könne er auch nicht, aber die Symphonie, die er dirigiert habe, habe wunderbar geklungen, perfekt.

Er lächelt und erzählt, dass er auch oft davon träume, General zu sein, im Ersten und im Zweiten Weltkrieg. Pancheco war nie General, er war nie im Krieg, aber sein Leben lang war er es gewohnt, dass seine Anordnungen befolgt wurden. Und eigentlich hat sich nur einer widersetzt - Muhammad Ali, der nicht aufhören wollte nach dem Sieg in Zaire.

"Man erkämpft sich nicht jahrelang das Licht der großen Bühne, um dann plötzlich davon zu verschwinden und sie dann zu vermissen", sagt Pacheco. "Alle, die ganz oben standen, vermissen es. Politiker, Schauspieler, Sänger, sie alle bekommen Entzugserscheinungen, und das ist okay. Aber beim Boxen ist es nicht okay. Weil Boxer für ihre Sturheit einen fürchterlich Preis bezahlen müssen."

Nach Zaire war Ali endgültig jener freie, bewunderte Mann, der er immer sein wollte, seit er sich 1960 nach seinem Olympiasieg in Rom stundenlang an eine Straßenecke gestellt hatte, die Goldmedaille um den Hals, und darauf wartete, dass die Menschen stehenblieben.

Nur dass jetzt auch die Mächtigen kamen und das amerikanische Establishment, das ihn vorher bekämpft hatte.

Präsident Gerald Ford, der Nachfolger Nixons, sah in Ali den großen Medizinmann, ein Symbol, an dem sein zerrissenes Land gesunden sollte. Er lud ihn 1974 ins Weiße Haus ein. "Ich wollte Ali treffen", sagte Ford, "nicht nur wegen meiner sportlichen Interessen, sondern weil er Teil meiner Bemühungen war, jene Wunden zu heilen, die Rassentrennung, Vietnam und Watergate gerissen hatten."

Doch um der freie, große Mann bleiben zu können, sagt Pacheco, habe Ali geglaubt, weiter boxen zu müssen. Der Preis, den der Champion für dieses Hochgefühl bezahlen musste, sei stetig gestiegen. In der ersten Phase seiner Karriere, bis zum Jahr 1964 etwa, stand Ali durchschnittlich 5,5 Runden pro Kampf im Ring. In der zweiten Phase, zu Zeiten des Foreman-Kampfs in Zaire, waren es schon 9,9 Runden. In der dritten Phase, von 1975 bis 1981, musste er 12 Runden pro Kampf durchstehen. "Ein Wahnsinn", sagt Pacheco.

Am 30. September 1977, einen Tag nach dem mühsamen 15-Runden-Sieg Alis über den Herausforderer Earnie Shavers, kam Frank Guardino, Arzt der New York Athletic Commission, zu Pacheco. Guardino hatte ein ernstes Gesicht, als er sagte, dass er Ali in New York nie mehr antreten lassen werde. In einer Urinprobe Alis nach dem Kampf habe er nicht nur Blut gefunden, sondern auch Gewebeteile. "Ferdie", habe Guardino gesagt, "er muss aufhören zu boxen."

Am nächsten Tag verschickte Pacheco Kopien des Laborberichts per Einschreiben an Ali, dessen damalige Frau Veronica, den Manager Herbert Muhammad und den Trainer Angelo Dundee. Als keiner antwortete, gab Pacheco auf. 13 Jahre hatte er als Ringarzt in Alis Ecke aufgepasst. Nach dieser Urinprobe, sagt er, habe er die Verantwortung nicht mehr übernehmen können.

Zweieinhalb Jahre nach dem Gutachten von Dr. Guardino hatte Ali den Titel gegen Leon Spinks erst verloren, dann zurückgewonnen, war in den Ruhestand gegangen und stand nun in Las Vegas in einem Boxring, um noch einmal Weltmeister zu werden, zum vierten Mal. Sein Gegner hieß Larry Holmes, war fast acht Jahre jünger und hatte früher als Sparringspartner für Ali gearbeitet. Die Gage an diesem Abend in Las Vegas betrug für Ali acht Millionen Dollar.

"Jeder, der mit diesem Kampf zu tun hatte, sollte polizeilich verfolgt werden", sagt Pacheco. "Ali kann von Glück sagen, dass er ihn überlebt hat."

Holmes hat nach dem Kampf geweint. Er sagte: "Ich will, dass die Menschen wissen, wie stolz ich bin, meine Kunst von Ali gelernt zu haben. Ich bin stolzer darauf, mit ihm trainiert zu haben, als ich jung war, als ihn jetzt im Alter geschlagen zu haben."

Holmes wurde mit 19 siegreichen Titelverteidigungen einer der erfolgreichsten Schwergewichts-Champions aller Zeiten, weit erfolgreicher als Ali, aber dennoch blieb er in dessen Schatten.

Holmes lebt heute zwei Stunden westlich von New York in einer kleinen Stadt namens Easton in Pennsylvania. Er ist dort aufgewachsen mit elf Geschwistern, ohne Vater, mit Sozialhilfe. Noch heute trifft er manchmal Menschen in Easton, die ihm sagen, er habe ihnen früher die Schuhe geputzt. "Ja, aber jetzt gehört mir der Schuhladen", hat Holmes eine Zeitlang geantwortet - bis er feststellte, dass die Menschen in Easton bei ihm keine Schuhe kaufen wollten und er den Laden dichtmachte.

Jetzt sitzt Holmes in einem Fertigbau am Rand von Easton. An der Wand hängt ein bronzenes Schild, eingraviert sind die Worte: "Wer das Gold hat, bestimmt die Regeln" - ein schöner Spruch, aber er funktioniert nicht in Easton. Jedenfalls funktioniert er nicht für Larry Holmes.

Von seinem Schreibtisch aus kann Holmes fünf Monitore sehen, die ihm das Geschehen aus seiner Kneipe "Ringside", ein paar Türen weiter, übertragen. Man sieht die Bar, man sieht Tische und Stühle, aber was man nicht sieht, sind Menschen. Holmes zieht ein Blatt Papier aus dem Schreibtisch. "Mann, dieser Ort ist so trostlos." Der Barkeeper des "Ringside" hat diesen Satz gestern im Internet gepostet. Heute Morgen hat ihn Holmes rausgeworfen.

Es ist traurig, fast so traurig wie die Nacht in Las Vegas vor 31 Jahren. Ali habe nur dagestanden und eingesteckt, sagt Holmes. Er, Holmes, habe Ali zugerufen: "Warum tust du dir das an?", aber Ali habe nur gemurmelt: "Weil ich dich k. o. schlagen werde."

Er habe Angst gehabt in diesem Kampf, sagt Holmes, Angst, dass er Ali verletzen könnte, lebensgefährlich, Angst auch, dass er ihn sogar töten könnte. Er habe Ali gebeten aufzugeben, er habe den Ringrichter gebeten, den Kampf abzubrechen, vergebens. Es ging weiter bis zur neunten Runde, als Holmes Ali eine Faust in den Magen rammte und Ali so laut schrie, dass es in der ganzen Halle zu hören war.

Erst da habe Angelo Dundee erkannt, dass Zaire und die Zeit der Wunder weit weg waren, dass Ali nicht mehr würde zaubern können. Nach der zehnten Runde brach Dundee den Kampf ab.

Larry Holmes schaut aus dem Fenster. Draußen steht sein schwarzer Mercedes 560 SEC, ein paar Meter weiter gibt es eine grüne Wiese, wo er einen Platz hat reservieren lassen. Vor einigen Jahren hat der Bürgermeister seiner Stadt versprochen, dort ein Denkmal von Holmes zu errichten. Holmes wartet noch darauf.

An einem warmen Novembertag des vergangenen Jahres reiste Larry Holmes nach Philadelphia, zum letzten Geleit für Joe Frazier. Frazier hatte seinen Kampf gegen den Leberkrebs verloren, er war nur 67 Jahre alt geworden.

4000 Menschen kamen zur Enon Tabernacle Baptist Church, und irgendwann tauchte Muhammad Ali auf. Männer stützten ihn, sein Kopf hing weit vor seinem Körper, es sah aus, als wäre er nicht mehr richtig daran befestigt. Alis Ehefrau Lonnie hielt seine Hand.


DER SPIEGEL 3/2012
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