23.01.2012

KINO IN KÜRZE

"Drive". Er ist der Mann, der das Zerkauen eines Zahnstochers zur coolen Geste dieses Kinojahres machen wird. Und er ist der kaltblütigste, lässigste Hollywood-Held seit Steve McQueen. Ryan Gosling spielt in dem US-amerikanischen Thriller "Drive" einen wortkargen, sympathischen jungen Kerl, der sich hin und wieder in den Studios von Hollywood Geld verdient, indem er Autos zu Schrott fährt. Eines Tages aber drückt dieser Stunt-Fahrer aufs Pedal, um sich auf eine furiose Rachetour zu begeben. Und all das nur einer netten, gar nicht mal hübschen, aber umwerfenden Nachbarin (Carey Mulligan) zuliebe. "Drive" ist ein Film des dänischstämmigen Regisseurs Nicolas Winding Refn, er bietet schamlose Action mit viel Sinn für Stil und zeigt ein Faible für gemeine Schockeffekte, die vage an Quentin Tarantino erinnern. Vor allem aber ist "Drive" das Werk, das den Schauspie-ler Gosling, 31, endgültig zu einem der großen Stars des modernen Hollywood macht. Mögen Feministinnen und Psychologen erklären, warum gerade ein so jungenhafter, vornehm blasser, samtäugiger Anti-Macho wie Ryan Gosling zum idealen Frauentypen unserer Zeit taugt.

DER SPIEGEL 4/2012
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