Autos könnten deutlich weniger Benzin oder Diesel verbrauchen - wenn in Motor und Getriebe nicht so viel Energie verlorenginge. Finnische und amerikanische Forscher haben jetzt errechnet, dass von einem Liter Kraftstoff nur gut ein Fünftel den Wagen vorantreibt. Der Rest geht unter anderem als Wärme und Reibung verloren - wobei Kolben und Zahnräder mehr schlucken als die Reifen auf dem Asphalt: 35 Prozent der durch Reibung verlorenen Kraftstoffenergie verpuffen im Motorblock, noch einmal 15 Prozent gehen im Getriebe verloren. Die Reibung der Reifen schlägt mit weiteren 35 Prozent zu Buche. Durch neuartige Oberflächenbeschichtungen oder hauchfeine Strukturen zur Leitung von Schmiermitteln, so die Wissenschaftler, ließe sich der Energieverlust stark verringern. Würden die Ingenieure Techniken entwickeln, um den Energieverlust zu verringern, könnten weltweit jährlich bis zu 576 Milliarden Euro eingespart werden.
DER SPIEGEL 6/2012
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