Deutschlands Professoren bekommen auch im internationalen Vergleich ein eher mäßiges Gehalt. Nach einer bislang unveröffentlichten Studie von Forschern aus Boston und Moskau bezahlen etwa Kanada, die USA, Großbritannien oder die Niederlande ihren Hochschullehrern mehr. Auch das immens verschuldete Italien zeigt sich großzügig, im Gegensatz zu Frankreich oder Japan. Das Bundesverfassungsgericht hatte am Dienstag die hessische Professorenbesoldung als zu niedrig bemängelt und auch anderen Bundesländern Nachbesserungen auferlegt. Das Wissenschaftlerteam um den US-Amerikaner Philip Altbach stellte in seinem Vergleich zwischen 28 Staaten allerdings fest, dass auch anderswo die Gehälter der akademischen Profession "nicht mit der Inflation oder mit der Bezahlung vergleichbar qualifizierter Berufstätiger" Schritt hielten. Dies sei Folge eines globalen Trends - der "Bewegung weg vom hochbürokratischen System des Öffentlichen Dienstes hin zu flexibleren Einstellungen und Verträgen".
DER SPIEGEL 8/2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.