12.03.2012

ENTFÜHRUNGEN

Druck statt Geld

Die beiden deutschen Geiseln, die in Äthiopien entführt waren, sind offenbar durch diplomatische Bemühungen der Bundesregierung freigekommen - und anders als bei vielen Entführungen ohne Lösegeldzahlung. Der Krisenstab im Auswärtigen Amt hatte parallel mit dem Diktator Eritreas, Isayas Afewerki, sowie äthiopischen Stammesältesten verhandelt, die jeweils versprochen hatten, Emissäre zu den Entführern zu entsenden. Nach eigenem Bekunden gehören die Kidnapper zum Stamm der Afar und hatten die Deutschen im Januar in der Danakil-Wüste verschleppt. Eine Delegation äthiopischer Stammesältester bewegte die Afar nun zur Freilassung der Geiseln. Den beiden Deutschen geht es den Umständen entsprechend gut. Zugespitzt hat sich dagegen die Lage eines entführten deutschen Ingenieurs in Nordnigeria. Bei einer missglückten Befreiungsaktion nigerianischer und britischer Spezialkräfte am vergangenen Donnerstag kamen in dem Land zwei Geiseln ums Leben. Von dem Deutschen, der in Kano auf der Straße entführt worden war, fehlt jede Spur.


DER SPIEGEL 11/2012
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