Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR wusste bereits 1986, dass die RAF-Terroristin Verena Becker mit dem Verfassungsschutz zusammengearbeitet hatte. In einer auf den 14. Januar 1986 datierten "Operativ-Information" heißt es über die im Mai 1977 verhaftete RAF-Frau: "Die B., Verena hat zur Erlangung von Hafterleichterungen zeitweilig mit dem Verfassungsschutz der BRD zusammengearbeitet. Dies hat sie selbst dem ebenfalls inhaftierten ehemaligen ,RAF'-Mitglied Hofmann, Sieglinde offenbart, nachdem die erwarteten Hafterleichterungen nicht eingetreten sind." Der SPIEGEL berichtete 2007 erstmals über Beckers Kooperation mit dem Verfassungsschutz. Die Frage, ob und seit wann diese Zusammenarbeit bestand, spielt eine wichtige Rolle im aktuellen Prozess um die Mittäterschaft Beckers beim Mord an Generalbundesanwalt Siegfried Buback.
DER SPIEGEL 12/2012
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