28.12.1998

USASein letzter Kampf

Bill Clintons Schicksal entscheidet sich im Senat. Hinter dem Drama um Sex und Meineid steht ein Kulturkampf, der die Nation spaltet. Von Jürgen Neffe
Es gibt Tage, die kein Geschichtsbuch verzeichnet, obwohl gerade an ihnen Dinge passieren und Entwicklungen ihren Lauf nehmen, die später wie Bestandteile eines Sprengstoffs zusammenfinden und zur Explosion führen. Solch ein Schicksalstag in der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten war der 23. Juli des Jahres 1973.
An jenem Montag wird in San Francisco ein Mädchen geboren und auf den Namen Monica getauft. Sein Nachname, Lewinsky, wird es ein Vierteljahrhundert später so bekannt machen wie einen Popstar.
Am selben Tag wird in Washington erstmals gegen einen amtierenden Präsidenten bei Androhung von Strafe eine Zwangsverfügung ausgesprochen. Der Mann heißt Richard Nixon, und es dauert ein Jahr, bis er seiner Amtsenthebung durch Rücktritt zuvorkommt - noch bevor das Repräsentantenhaus über die Anklage abstimmt. Eine junge Juristin namens Hillary Rodham hat Anteil an den Ermittlungen in der sogenannten Watergate-Affäre.
Ein wichtiger Tag auch im Leben des 26jährigen Freundes der aufstrebenden Anwältin Rodham, der just in diesen Stunden in seine Heimat Arkansas zurückkehrt. Seinen Aufstieg umgibt schon damals die Aura der Unaufhaltsamkeit: Nach drei Jahren hat es William Jefferson Clinton zum Justizminister seines Südstaates gebracht, 1978 wird er als landesweit jüngster Gouverneur zu dessen Regierungschef gewählt.
Während des aufreibenden Wahlkampfes nehmen sich Bill und Hillary, mittlerweile verheiratet, die Zeit für ein Grundstücksgeschäft. Knapp zwei Jahrzehnte später wird der Deal unter dem Namen des Projekts - "Whitewater" - das Waterloo des Präsidenten Clinton einläuten.
Vor dem Impeachment-Verfahren gegen Nixon erklärt der junge Clinton, der Präsident müsse abtreten, sollte er das amerikanische Volk belogen haben, um dem Land "die Agonie eines Prozesses zu ersparen". Der von Nixon vertuschte Einbruch in die Parteizentrale der Demokraten im Watergate-Komplex in Washington wird zur Mutter aller nachfolgenden Skandale: von Ronald Reagans Iran-Contra-Gate bis hin zu Clintons Whitewater-, File- und Travelgate, Trooper-, Foster-, Zipper- und Monicagate.
Clinton ist nicht Nixon. Er hat, wie ein Abgeordneter während der Impeachment-Debatte ausrief, "seine Frau betrogen, aber nicht sein Land". Aber er hat sich bei seinem lebenslang einstudierten Verhaltensrepertoire erwischen lassen: Lügen, wenn es sein muß auch öffentlich und wahrscheinlich sogar unter Eid, ablenken und abwiegeln mit allen juristischen Finessen - und zugleich mit beinahe biblischem Zorn auf die Feinde einschlagen. Und wenn es dann nicht mehr anders geht, bittet er reuig um Verzeihung - ohne jedoch je seine Schuld vorbehaltlos einzugestehen.
Das ist immer gutgegangen, das hat ihn mit seinem einnehmenden Wesen sehr weit gebracht, das konnte doch nicht plötzlich schiefgehen. Oder hat sich "Slick Willie" - der Aalglatte - diesmal verrechnet?
Clinton ist ein Stehauf-Riese, als "Comeback Kid" (so ein Buchtitel) ein Überlebenskünstler. Und wenn es stimmt, daß politisches Talent sich vor allem in der Fähigkeit zeigt, in Wahl- und Machtkämpfen zu obsiegen, zählt er zu den fähigsten Politikern der Gegenwart überhaupt. Fragt sich nur, wie dieser Fuchs in die Falle gehen konnte, die ihm sein Sonderermittler Kenneth Starr gestellt hat.
Amerikaner betrachten Politik als eine Art Sport, bei dem sie nicht nur Zuschauer sind, sondern über Umfragen und gelegentlich per Abstimmung selbst zu Kampfrichtern werden. Clinton andererseits versteht wie kaum jemand die wichtigste Regel bei diesem Wettkampf: "The winner takes it all", wer zuletzt siegt, gewinnt alles. Immer wieder hat sich der Mann aus Arkansas aus hoffnungslos geglaubten Lagen herauswinden können, um am Ende vorn zu liegen.
Wie also konnte es überhaupt dazu kommen, daß er seinen Lebenstraum, die Präsidentschaft, so leichtfertig aufs Spiel setzte - im vollen Wissen, daß er von den Medien und seinen Gegnern genau beobachtet wurde? Nimmt der Strahlemann im Glauben an seine Unbezwingbarkeit womöglich bewußt immer wieder größte Risiken in Kauf? Oder manövriert er sich unbewußt in Situationen, in denen er mit dem Rücken zur Wand kämpfen muß, um dann den Kick des Sieges zu erleben? Macht sich da einer zum Täter, um Opfer werden zu können?
Reihenweise melden sich Psychologen und Therapeuten zu Wort und versuchen sich am "Clinton Enigma", wie Clinton-Biograph und Pulitzer-Preisträger David Maraniss sein neues Buch beti-
* Live-Übertragung am 19. Dezember aus dem Repräsentantenhaus.
telt. Sie legen den Hüter des Weißen Hauses auf die Couch - und mit ihm die ganze Nation.
Der New Yorker Psychotherapeut Jerome Levin zum Beispiel empfiehlt dem Präsidenten dringend, sich in Behandlung zu begeben. Sein Buch "The Clinton Syndrome", fast zeitgleich mit dem Starr-Report erschienen, befaßt sich mit der vermuteten "Sex-Sucht" des Ersten Mannes: Wie Kleptomanen in aller Regel das Klauen nicht nötig haben, sondern die Erregung allein im Ausführen des Verbotenen suchen und dabei immer riskanter vorgehen, so sei Clinton weniger auf sexuelle Befriedigung aus als auf die verbotene Tat - ein besessener "sexueller Kleptomane", wie es "New York Times"-Kolumnist Abraham M. Rosenthal einmal formuliert hat. Die Sucht, so Levin, lasse Vorsicht und Vernunft keinen Platz.
Levin hält es für bedeutsam, daß die Affäre mit Lewinsky in eine Zeit fiel, als das Staatsoberhaupt drei wichtige Bezugspersonen verlor: Seine Mutter Virginia Kelley starb, Israels Premier Jizchak Rabin, den Clinton verehrte, wurde ermordet, und dann kam auch noch sein langjähriger Freund, Handelsminister Ron Brown, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Lewinsky, glaubt der Therapeut, habe Clinton geholfen, die Verluste zu verwinden.
Ihm fiel überdies auf, daß Mutter Kelley auf einem Foto in puncto Haarschnitt, Make-up und allgemeiner Erscheinung dem Mädchen Monica verblüffend ähnelte. "Bill Clinton, der Mann, der seine Mutter verloren hatte, fand einen Ersatz für sie", lautet Levins Schlußfolgerung. Der Präsident - ein Fall für Freud, aber keiner für Starr?
* Als Marilyn-Monroe-Imitation in einem Sketch von 1994, der auf die Affäre von Präsident John F. Kennedy mit dem Filmstar anspielt.
Die Biographie liefert genug Verdachtsmomente. Der als William Jefferson Blythe 1946 geborene Knabe hat seinen leiblichen Vater gleichen Namens, einen Handelsreisenden und Schürzenjäger, nie gesehen: Der Mann, der bereits etliche Frauen geschwängert und dann verlassen hat, bevor er Bills Mutter Virginia heiratet, kommt drei Monate vor dessen Geburt bei einem Autounfall ums Leben.
Als Bill ein Jahr alt ist, geht seine Mutter nach New Orleans auf eine Krankenschwesternschule. Der Kleine wächst bei seinen Großeltern auf. "Weil Bill keine Kontrolle darüber hatte, ob seine Mutter ihn verließ, wird er später Kontrolle über andere Frauen suchen, mit dem Wunsch, sie auf die eine oder andere Weise zu besitzen", diagnostiziert Levin.
Nach der Rückkehr seiner Mutter, die leidenschaftlich spielt, regelmäßig trinkt und für ihre Männergeschichten bekannt ist, gibt es ein weiteres einschneidendes Erlebnis im Leben des gerade Vierjährigen: Virginia heiratet den Autohändler Roger Clinton, auch er ein Spieler und Trinker, dazu gewalttätig und erfüllt von feindseligen Gefühlen gegen Frauen. Verzweifelt auf der Suche nach einem Vater, nennt der Stiefsohn ihn, der ihn schlägt, "Daddy" und sich selbst, obgleich nie adoptiert, fortan Bill Clinton: erste Anzeichen hoher Anpassungskunst.
Gut zwei Jahre später zieht die Familie von Hope, einem verschlafenen Provinznest im Süden von Arkansas, nach Hot Springs weiter im Norden. Die Freudenhäuser und Casinos der landesweit als durch und durch korruptes Sündenbabel verschrieenen Kur- und Badestadt sind 24 Stunden am Tag geöffnet - und die vielen Kirchen stets gut besucht. Nirgendwo wird die moralische Doppelbödigkeit des "Bibelgürtels" im Süden der USA so deutlich wie hier. "Hot Springs", glaubt Clinton-Biograph Maraniss, "erklärt das Rätsel Clinton. Dort lebten Tugend und Sünde in Koexistenz."
Daheim bei den Clintons wird getrunken, nachts kommt es zu wilden Ehekrächen. Nach außen hin stellt sich die Familie allerdings als intakt und gutbürgerlich dar. Um ihr Ansehen zu schützen, lernt Bill früh in seinem Leben zu schweigen und zu beschönigen. Und er beginnt, wie so manche Kinder aus Alkoholiker-Haushalten, zu lügen. Unehrlichkeit empfindet er sogar als ehrenvoll, da der Mythos von der heilen Familie erhalten wird.
Gleichzeitig verlernt Billy Boy, seine wahren Emotionen zu zeigen: seine Angst, seine Scham und besonders seine Schuldgefühle. Er versteht es bis heute, sein gesamtes Sein hinter dem Schleier eines fesselnden Lächelns zu verbergen. Seine Mutter kompensiert das Defizit, indem sie den Kleinen schon früh mit Lob überhäuft. Der Junge hat nun etwas, das er selbst kontrollieren kann: seine Leistung. Er steckt sich Ziele, und wenn er sie erreicht, spürt er so etwas wie Macht über sein Schicksal - und steigert seine Ambitionen.
Ihm hilft eine offenbar angeborene Gabe zu reden. Mutter Virginia hält seine häufigen öffentlichen Auftritte mit einer Amateurfilmkamera fest und äußert Freunden und Verwandten gegenüber die Überzeugung, daß ihr Sohn es eines Tages zum Präsidenten bringen werde.
Billy verfolgt den Konvent der Demokratischen Partei im Fernsehen und empfindet erstmals so etwas wie den Reiz des Möglichen. Spätestens in dieser Zeit beginnt sich sein fast krankhafter Ehrgeiz, sein unstillbares Verlangen nach mehr zu offenbaren - mehr Lob, mehr Selbstwert, mehr Macht, mehr Händeschütteln, mehr Harmonie. Seine ausgeprägten Ego-Defizite lassen ihn draußen nach dem suchen, was drinnen fehlt.
Auf der High-School wirft er sich mit einer beispiellosen Intensität in die Schulpolitik. Wann immer sich die Gelegenheit ergibt, tritt er Arbeitskreisen bei und kandidiert für den Vorsitz. Sein neuer Spitzname: "Billy vote Clinton."
In einem Alter, in dem andere sich lieber auf Sportplätzen herumtreiben, hat er seinen lebenslangen Lieblingssport entdeckt: Wahlkampf. Im Kampf um das Amt, nicht im Amt selbst, hat Clinton stets seine größten Stärken gezeigt.
Er hält Reden, organisiert seine Kampagnen und lernt seine stärkste Waffe einzusetzen: eine unwiderstehliche Ausstrahlung, gepaart mit unheimlichem Einfühlungsvermögen. Als Magier der Menge gibt er jedem einzelnen das Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen und das einzige Objekt seiner Aufmerksamkeit zu sein. Sobald er Kontakt aufnehmen kann, hat er gewonnen. Hypnotisiert von seinem Wesen, vergessen die Menschen seine Skandale und vergeben ihm auch schlimme Entgleisungen. Der Manipulator reift in dem jungen Mann zur vollen Größe.
Dabei muß er sich gar nicht einmal sonderlich verstellen: Er ist, wenn auch vom Ehrgeiz getrieben, tatsächlich der lebensfrohe Junge von nebenan, der Saxophon spielt und gern feiert und lacht - ein großartiger Kommunikator der Ideale seiner Generation, an die er in dieser Zeit noch fest glaubt und mit denen er als Präsident eine Art geistig-moralischer Wende versucht: Frieden und mehr soziale Gerechtigkeit, bessere Erziehung und ein Ausgleich unter den verfeindeten Schichten und Rassen. Er tritt an als eine Mischung aus John F. Kennedy und Elvis Presley.
Hinter den Kulissen der Clintonschen Wahlkampfmaschine, und Wahlkampf herrscht für ihn immer, geht es jedoch anders zu. Da neigt der Charmeur zu Tobsuchtsanfällen, Arroganz, dramatischer Unpünktlichkeit und zeigt eisernen Willen zur Macht. Wer sich ihm in den Weg stellt, den boxt der Hüne weg. Ihm gelingt es, Freunde und Helfer, später sogar seine Frau Hillary geschickt und schonungslos für seine Interessen zu instrumentalisieren.
Manche Kommentatoren sehen in der Ehe der Clintons eine reine Symbiose zum Zwecke des Machterwerbs: In der harten, kräftigen und ausdauernden Hillary habe der in seiner Emotionalität und Begeisterungsfähigkeit beinahe "feminine" Bill eine ideale Ergänzung gefunden. "Vernunft traf auf Intuition", schreibt Hillary-Biographin Judy Warner.
Hillary verstellt sich für ihn und das gemeinsame Ziel und vollzieht die Metamorphose von der unabhängigen Frau an seiner Seite zur treuen Gattin nach traditionellem Bild. Nach Clintons Abwahl als Gouverneur 1980 färbt sie ihr Haar, schminkt sich, trägt modische Kleidung und Kontaktlinsen und nimmt den Namen Clinton an - während er zunächst in eine tiefe Depression verfällt, die er mit verschärfter Schürzenjagd zu kompensieren sucht. Aber er gewinnt die Wiederwahl, und mit dem Erfolg festigt sich in ihm der Glaube, daß alles, was sie für ihn tut, ihm - politisch - Glück bringt.
Ohne den Faktor Geld aber blieben im vielfältigen Mosaik des ewigen Wahlkämpfers Clinton etliche Lücken. Kaum einer hat das Korrupte der amerikanischen Politik besser erkannt und verinnerlicht als er - aus gutem Grund: Money for Votes, Geld für Stimmen, ist im Lande der angeblich unbegrenzten Chancen der einzige Weg zum politischen Erfolg. Aber die Medaille hat wie immer auch eine andere Seite: Money for Favors, nichts ist umsonst.
Spender und Lobbyisten wollen etwas sehen für ihre Dollar. Clinton hat es ihnen immer wieder gegeben und dabei nicht selten seine Prinzipien über Bord geworfen. Von der Geflügelindustrie in Arkansas, die unter ihm als Gouverneur mit ihrem Mist weiter die Flüsse verseuchen konnte, bis hin zu den zahlreichen Gästen im Weißen Haus, die gegen Aushändigung großer Schecks sogar im Schlafzimmer Abraham Lincolns nächtigen durften - Käuflichkeit und Cliquenwirtschaft als Mittel zum politischen Überleben beherrschen Clintons Karriere.
Das ständige Geldsammeln im Tausch gegen Gefälligkeiten zählt zu den Hauptbeschäftigungen dieses Präsidenten. Mehr als einmal hat er darüber geklagt, daß er nicht mehr genug Zeit finde, sein Amt auszuüben, weil er ständig mit Fund-raising, dem Eintreiben von Spenden, befaßt sei.
In der Welt von Arkansas, wo jeder jeden kennt und eine Hand wie nirgendwo sonst in den USA die andere wäscht, lief Clintons Maschine glatt und weitgehend ohne Störung. Der Südstaat zählt etwa so viele Einwohner wie der New Yorker Stadtteil Brooklyn. Zu dem Netz aus Beziehungen, das Clinton schon zu Schulzeiten zu knüpfen begann, gehörten so gut wie alle, die etwas zu sagen haben in dem Ländle.
Vom ersten Tag an jedoch hörte er das Brodeln unter der dünnen Eisdecke, auf der er sich bewegte: Gerüchte über die angebliche Drückebergerei vor dem Militärdienst in Vietnam, über Drogenkonsum, krumme Geschäfte und immer wieder über Frauengeschichten haben Clintons Werdegang von Beginn an begleitet und gefährdet. Die Lokalpresse setzte dem Landesfürsten zu, wenn es um Politik, Kompetenz oder Kumpanei ging. Über seine außerehelichen Aktivitäten, die in Little Rock längst zum Stadtgespräch gehörten, ließen sich die Zeitungen aber nicht aus. Über die Jahre verstärkte das seine Sicherheit, sich sexuellen Ausschweifungen ungestraft hingeben zu können. Bis zum Super-GAU der Lewinsky-Affäre hat er die Folgen seiner Fehltritte nie wirklich zu spüren bekommen.
In Little Rock kursieren zahllose Geschichten und Witze um die bevorzugten Sex-Praktiken des Gouverneurs. Einer seiner Leibwächter hat berichtet, sein Boß habe nach einem Rendezvous die Bibel befragt und herausgefunden, Oralsex sei kein Ehebruch. Mit dem gleichen Argument versuchte der Präsident, sich aus der Schlinge der Starr-Anklage zu befreien.
Peggy Adams von der Musikbar "Juanita''s" in Little Rock, wo der Gouverneur regelmäßig verkehrte und als Präsident auch noch gelegentlich vorbeischaut, kennt "mindestens 20 Frauen", die eine Affäre mit Clinton hatten. "Bill kann sich die Frauen aussuchen", sagt sie, "der ist ein Popstar, und es gibt viele Mädchen, die ihm den Schwanz lutschen wollen."
Bereits im Präsidentschaftswahlkampf 1992 drohte seine sexuelle Vergangenheit Clintons Aussichten zu schmälern: Die Nachtclubsängerin Gennifer Flowers erklärte, mit ihm zwölf Jahre lang ein intensives Verhältnis gehabt zu haben. Clinton bestritt alles, nannte Flowers in der landesweit ausgestrahlten Sendung "60 Minutes" bloß eine Bekannte und schaffte es, das Thema zu verdrängen. Nach seiner Wiederwahl 1996 gab er dann zu, einmal Sex mit ihr gehabt zu haben.
Zwischen 1983 und 1985 soll sich Gouverneur Clinton von Staatspolizisten ("State Troopers") mit Frauen versorgt haben lassen: Wenn ihm eine gefiel, so kolportierten rechte Gazetten, zeigte er sie den zu seiner Wache eingesetzten Männern, ließ sich die Erwählte wie ein Haremsbesitzer vorführen und von ihr oral befriedigen: "Troopergate".
Das wirft ihm Paula Jones vor, eine ehemalige Angestellte des Staates Arkansas, die daraus eine Klage wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz machte. Kaum jemand glaubt angesichts der Vorgeschichten, daß Jones sich das alles nur ausgedacht hat. Vermutlich hat der Herr tatsächlich seinen Reißverschluß, "Zipper", geöffnet, ihr sein Glied präsentiert und sie mit den Worten "kiss it" zum oralen Sex aufgefordert: "Zippergate".
All diese Skandale erhielten erst mit der Präsidentschaftskandidatur ihre zerstörerische Wucht. Die Clintons mußten sich die bittere Lehre gefallen lassen, daß die gewohnten Tricks und Schliche sich nicht ohne weiteres von Little Rock auf Washington übertragen ließen. Gleich zu Beginn seiner Zeit im Amt verursachten sie den ersten Skandal: Um ihre eigenen Leute mit Posten zu versorgen, feuerten sie sieben Angestellte der Reisestelle im Weißen Haus, die sich nichts hatten zuschulden kommen lassen - unter anderen den Chef, der bereits unter sieben Präsidenten gedient hatte: "Travelgate".
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen in diesem Fall tauchten im Weißen Haus plötzlich Hunderte von FBI-Akten über Mitarbeiter auf, mit denen ihr politisches Vorleben ausgeforscht werden konnte: "Filegate".
Die Umstände des Todes von Vince Foster, ehemals Hillarys Partner in der Anwaltskanzlei Rose in Little Rock und Justitiar im Weißen Haus, der sich nach offizieller Darstellung 1993 selbst getötet hat, aber nach Einschätzung von Zweiflern nicht freiwillig aus dem Leben schied, waren lange umstritten: "Fostergate".
Der Präsident brauchte mehr als zwei Jahre, bis er seine politischen Reflexe an die Erfordernisse der Hauptstadt angepaßt hatte. Doch so geschickt er sich seither im politischen Geschäft aus der Affäre zieht, beim Umgang mit Sex-Skandalen scheint ihm immer die Bigotterie im Weg zu sein. Was wäre denn passiert, hätte er im Januar 1998 gegenüber den Anwälten von Paula Jones schlicht die Aussage verweigert - statt sich der Gefahr eines Meineids auszusetzen, von dessen potentiell vernichtenden Folgen er als Anwalt genau wußte?
Niemand rechnete damit, daß ein Präsident dafür in Beugehaft genommen werden könnte. Hat er sich etwa überschätzt und tatsächlich einmal die Nase nicht vorn gehabt? Hat er sich - bewußt oder unbewußt, mutig oder masochistisch - ins Gefecht geworfen, weil er sich als Anwalt den Anwälten der anderen Seite überlegen fühlte? Seine Aussagen, durch die legalistische Lupe gelesen, deuten darauf hin.
Unter Eid sagte er beispielsweise nur: "There is absolutely no sex of any kind", es gibt absolut keinen Sex irgendeiner Art - die Betonung liegt auf der gewählten Zeit: Auch wenn es ihn gab, im Augenblick der Aussage "gibt" es ihn nicht. Dann sagte er: "I have not had sex with her as I defined it" - ich hatte keinen Sex mit ihr, wie ich ihn definierte. Clinton treibt seine Haarspalterei sogar so weit, daß er zugibt, Lewinsky habe Sex mit ihm gehabt, er aber keinen mit ihr. Sein Begriff von Wahrheit ist derart juristisch deformiert, daß für ihn eine Lüge keine ist, wenn dafür nicht vor Gericht der Beweis erbracht werden kann.
Im juristischen Hickhack um Clintons Meineid, der im streng legalen Sinne womöglich tatsächlich keiner ist, zeigen sich ungeahnte politische Dimensionen des Dramas: Die Verhandlungen finden in einer Art Geheimsprache statt, der das gemeine Volk und auch viele seiner Vertreter längst nicht mehr gewachsen sind. Clinton wie auch seine Gegner sind in einer Welt bizarrer Rechtsnormen gefangen, die mit dem gesunden Menschenverstand nichts mehr zu tun haben.
Der Fall Jones und erst recht der Fall Lewinsky führen den Amerikanern und der ganzen Welt die größte Gefährdung des demokratischen Gemeinwesens der USA vor Augen: Dort hat die Herrschaft der Rechtsanwälte die Herrschaft des Rechts ersetzt. Zwei Drittel aller Advokaten weltweit sind Amerikaner. Das Land wird von einem Anwalt (und seiner Frau und Kollegin) regiert, der mittlerweile mindestens vier Millionen Dollar Schulden bei seinen eigenen Anwälten hat.
Fragt sich allerdings, wie der clevere Anwalt Clinton die Chance verpassen konnte, die Hetzhunde an seinen Fersen loszuwerden. Denn Jones ging es nicht nur um eine Entschuldigung, sondern auch um Geld. Ihre Anwälte hatten letztes Jahr angeboten, die Sache mit einer satten Abfindung und einer Entschuldigung Clintons zu den Akten zu legen - im November 1998 kassierte Jones 850 000 Dollar, aber verzichtete auf die präsidiale Abbitte.
Allein der Fall Jones hielt das Flämmlein am Leben, das sich dann zum unkontrollierbaren Flächenbrand ausweitete. Sonderermittler Starr war es zwar gelungen, seine weitgehend erfolglosen Untersuchungen des Whitewater-Immobiliengeschäfts zu einer generellen Bestandsaufnahme von Clintons Machenschaften zu erweitern. Aber außer ein paar kleinen Gaunern aus dem Umfeld der Clintons war ihm nichts in sein Netz gegangen.
Da entschied das Oberste Gericht, Paula Jones habe ein Anrecht auf ein Verfahren - auch gegen den amtierenden Präsidenten. Die Folge: Wie in jedem Verfahren von sexueller Belästigung werden Privatleben und Vorgeschichte des Angeklagten beinahe grenzenlos ausgespäht. Belastend kann sich für Beschuldigte auswirken, wenn sie wiederholt Frauen bedrängt haben, wenn sich also ein wiederkehrendes Muster im Verhalten nachweisen läßt.
Das brachte das Jones-Team schließlich nicht nur auf Monica Lewinsky (und Kathleen Willey, der Clinton an die Brust gegangen sein soll), es verschaffte ihm auch die Möglichkeit, den Präsidenten höchstselbst vorzuladen und zu verhören. Und bei dieser Befragung leistete Clinton sich seinen fatalen Fauxpas, als er unter Eid leugnete, mit der Praktikantin intim geworden zu sein: Es war der verhängnisvolle Auftakt von "Monicagate".
Dieser Präsident - "für viele Amerikaner wieder ein Politiker wie alle anderen: Er lügt wie sie, er macht seine undurchsichtigen Geschäfte wie sie, er mag sich sogar selbst finanzielle Vorteile verschafft haben". Das schrieb der SPIEGEL zwei Wochen nach jenem Montag im Juli 1973 über Richard Nixon. Die Worte passen auch auf Clinton.
Noch mehr als Nixon hält Clinton der Nation den Spiegel vor - einem Land, in dem selbst das Heucheln geheuchelt wirkt: Da laufen sie Sturm, weil der Erste Mann im Staat angeblich die Hosen heruntergelassen hat, und dann zwingen sie ihn, vor der ganzen Welt die Hosen herunterzulassen. Der Präsident steht dem in nichts nach: "Clinton klopft dir oben auf die Schulter, während er dir unten ans Bein pißt", hat einer seiner früheren Vertrauten einmal gesagt. Auf eine eigentümliche Weise hat Clinton seinen Anspruch tatsächlich verwirklicht, eine Regierung nach dem "Antlitz Amerikas" zu bilden. Seine Doppelzüngigkeit entspricht dem amerikanischen Wesen mehr, als es manchem US-Bürger lieb sein kann.
Die Sucht der Amerikaner, um jeden Preis den Schein zu wahren, ist beinahe sprichwörtlich. Ihre Tendenz zur Selbstüberschätzung wird in Elternhaus und Schule systematisch verstärkt. Immer der Beste sein, der Gewinner, das führt zwangsläufig zu einer gewissen Realitätsferne und läßt allzuleicht Gefühle der Unbesiegbarkeit reifen.
Die falsche Freundlichkeit der "Nice to meet you"-Floskeln, dieser Mangel an Authentizität im Miteinander, wo alle einander ständig etwas vorspielen, die übertriebenen Reaktionen auf Umstände und Vorgänge, die bei nüchternerer Sichtweise mit lächelnder Gelassenheit behandelt werden könnten - wie das Volk, so der Präsident.
"Don''t ask, don''t tell" (frage nicht, rede nicht), die von der Clinton-Regierung ausgegebene Kompromißformel für den Umgang mit Homosexuellen beim Militär, ist fast eine Art Ausdruck der gesellschaftlichen Doppelbödigkeit in den USA geworden: Marihuana geraucht, aber nicht inhaliert; Sex gehabt, aber ohne Penetration und bei offener Tür; nicht nach Vietnam gegangen, aber auch nicht dagegen revoltiert. Bleiben Clintons Zustimmungswerte in den Umfragen auch deshalb konstant hoch - wie der Präsident, so das Volk?
Tatsächlich kann die triviale Tragik der Affäre nicht darüber hinwegtäuschen, daß deren Kern nicht im Weißen Haus, sondern im Innern der Gesellschaft liegt. Je lauter die selbsternannten Sittenwächter über Moral reden, desto deutlicher wird, daß es ihnen um Macht geht. Bill Clinton mag bei ihnen als Person verhaßt sein, aber wogegen seine Gegner mehr kämpfen als gegen den Mann, das ist der Clintonismus in Amerika.
Sie sehen die Chance zu einer historischen Entscheidung: Geht das Land weiter jenen Weg, den Clinton eingeschlagen hat, als er auf dem Boden der konservativen, wirtschaftlichen Revolution Ronald Reagans eine gesellschaftliche Umwälzung einleitete, hin zu einer toleranteren, vor allem die Minderheiten und die Frauen integrierenden Gesellschaft, die von der Aufhebung der Grenze zwischen Politischem und Privatem am Ende sogar profitiert?
Oder gelingt es den Traditionalisten mit ihrer Fixierung auf Sex, den Trend noch einmal umzukehren und mit dem fundamentalistischen Eifer eines Kenneth Starr Amerika wieder hinter die Umwälzungen und Errungenschaften der sechziger und siebziger Jahre zurückzudrängen? Sie haben, obgleich längst deutlich in der Minderheit, einen starken Verbündeten: Die Medien hungern nach einem öffentlichen Impeachment-Prozeß vor dem Senat und den damit zu erzielenden Quoten.
Die Mehrheit der Amerikaner scheint sich jedoch vom konservativ-bürgerlichen Moralkodex abgewendet zu haben. Sie lehnt Hexenjagd und öffentliches Anprangern ab. Sie unterstützt den Präsidenten nicht wegen seines Charakters, sondern trotz seines umstrittenen Wesens, und will von der calvinistischen Moral des Inquisitors Starr nichts wissen.
Dem Mantra vom Verfall der Familienwerte halten die Clintons ein permissives, aber die Realitäten im Lande widerspiegelndes Bild entgegen.
Wenn Bill Clinton trotz seiner Fehltritte von Frauenbewegten als der "erste Feminist im Weißen Haus" und von der Schriftstellerin Toni Morrison als "der erste schwarze Präsident" Amerikas verteidigt wird, dann läuten die Alarmglocken bei denen, die am Ende des "amerikanischen Jahrhunderts" das Ende ihrer Herrschaft über das Land heraufziehen sehen: Die Klasse der Wasps, der weißen angelsächsischen Protestanten, die Amerika entdeckt, erobert und zu seiner Größe geführt hat, sieht sich im 21. Jahrhundert in die Rolle der Minderheit gedrängt.
Die ehemals egalitäre Gesellschaft der USA ist heute polarisierter als die Gesellschaften Europas. So wie der Kommunist Gorbatschow das Aus des Kommunismus besiegelte, so könnte die Präsidentschaft des weißen Christen Clinton den endgültigen Durchbruch zu einer durchlässigeren Gesellschaft bedeuten, in der eines Tages auch ein Schwarzer, ein Latino oder ein Asiat, ein - bekennender - Homosexueller oder eine Frau zum Präsidenten gewählt werden könnte.
* Nachdem die republikanische Mehrheit am 19. Dezember im Repräsentantenhaus eine Abstimmung über die Amtsenthebung Clintons durchgesetzt hatte.
Dagegen läuft die konservative Maschine Sturm, wobei der Moralismus der Puritaner, ohnehin nur noch ein verlogener Mythos, allein als Vorwand dient. Mit mächtigen Finanzmitteln ausgestattet, hat die Gegenrevolution, wie Hillary Clinton nicht ganz zu Unrecht festgestellt hat, sich zu einer "riesigen rechten Verschwörung" zusammengeschlossen. Weil sie gegen seine Politik nicht ankommt, geht sie gegen seine Person vor; sie versucht, das System Clinton zu zerschlagen, um das Pendel noch einmal in die rechte Richtung zurückschlagen zu lassen. Was damit aber droht, und das sehen kritische Geister in den USA mit wachsender Sorge, ist die Gefahr eines amerikanischen Fundamentalismus, einer Politik der Pharisäer und Selbstgerechten, wie schon einmal in der Ära McCarthys Anfang der fünfziger Jahre.
Wenn das Beispiel Schule machte, wenn Privates ans Licht gezogen wird, um ein öffentliches Leben zu zerstören, dann ziehe, so fürchten die Warner, eine Orwellsche Welt auf: "Sie würden die Polizei benutzen, um unser Privatleben zu überwachen", schrieb Kolumnist Richard Cohen in der "Washington Post", "alles von Abtreibung bis Verhütung, vom Wo des Betens bis zum Was der sexuellen Vorliebe."
"Die Geschichte wird schließlich erweisen", glaubt "Newsweek"-Autor Jonathan Alter, "daß Washingtons qualvolle Ermittlungskultur mit Meineid-Fallen und sexueller Hexenjagd eine größere Bedrohung für die Republik darstellte als Clintons Sex und Lügen."
Clinton mag ein zwanghafter, skrupelloser Egoist sein. Aber sein letzter Kampf, der nun vor dem Senat beginnt, könnte ihm vielleicht doch noch seinen ihm angemessenen Platz in der Geschichte sichern: als entscheidende Schlacht im Krieg der Vergangenheit gegen die Zukunft am Ende des 20. Jahrhunderts.
* Live-Übertragung am 19. Dezember aus dem Repräsentantenhaus. * Als Marilyn-Monroe-Imitation in einem Sketch von 1994, der auf die Affäre von Präsident John F. Kennedy mit dem Filmstar anspielt. * Nachdem die republikanische Mehrheit am 19. Dezember im Repräsentantenhaus eine Abstimmung über die Amtsenthebung Clintons durchgesetzt hatte.
Von Jürgen Neffe

DER SPIEGEL 53/1998
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