Kaum ein Unternehmen will mit Werbung derart gezielt provozieren wie die Autovermietung Sixt. Mehrmals wurden Sixt-Motive mit Unterlassungserklärungen attackiert. Nun aber schießt ausgerechnet der von Erich Sixt gelenkte Mietriese gegen einen wenig bekannten Carsharing-Anbieter. Das Start-up Tamyca verglich auf seiner Website, unterlegt mit frechen Slogans, Sixt-Preise mit eigenen Angeboten. Sixt hält die Werbung für irreführend, eine Vergleichbarkeit der Mietmöglichkeiten sei nicht gegeben. So biete Tamyca Fahrzeuge von Privatleuten an, Sixt hingegen sei ein "Premiumanbieter". Tamyca argumentierte zwar, dass manche Beanstandungen "ins Leere" gingen. Dennoch gab die Firma vergangene Woche eine teilweise Unterlassungserklärung ab. Sixt sagt: "Als Vorreiter der vergleichenden Werbung" begrüße man entsprechende Aktivitäten. "Falsche Angaben, die darauf abzielen, Sixt in ein schlechtes Licht zu rücken, können allerdings nicht hingenommen werden."
DER SPIEGEL 16/2012
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