04.01.1999

AUTOREN„Die Angst muß im Genick sitzen“

Vom Literaturbetrieb vergessen lebt Gert Ledig in Bayern: Mit drei vorzüglichen Romanen zählte er einst zu den Hoffnungen der deutschen Literatur - doch der Einzelgänger paßte mit seinem rabiaten Realismus nicht ins betuliche Klima der fünfziger Jahre. Von Volker Hage
Ein harter Auftakt: "Der Obergefreite konnte sich nicht mehr in seinem Grabe umdrehen, da er überhaupt keins besaß." Wie das? Der Soldat ist von der Salve eines Raketengeschützes "in die Luft geschleudert worden und mit abgerissenen Händen, den Kopf nach unten, an einem kahlen Gestell, das früher einmal ein Baum war, hängengeblieben".
Da schwebt er nun wie ein falsch herum Gekreuzigter, bis eine halbe Stunde später der verstümmelte Stamm von einer MG-Garbe "abgesägt" wird und der Leichnam zu Boden fällt: "Er hatte inzwischen noch einen Fuß verloren."
Kein Erbarmen. Nicht einmal mit den Toten. Das schon gar nicht: Schockierend unverblümt beginnt der erste Roman des Schriftstellers. Die Eröffnungsszene des zweiten ist kaum weniger schroff: Sie zeigt eine Stadt im Bombenhagel. Frauen versuchen, sich und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Vergebens. "Neben der Mutter stand eine Frau und brannte wie eine Fackel. Sie schrie. Die Mutter blickte sie hilflos an, dann brannte sie selbst. Von den Beinen herauf, über die Unterschenkel bis zum Leib. Das spürte sie noch, dann schrumpfte sie zusammen."
Und in diesem gehetzt lapidaren Ton geht es weiter. Selbst der Friedhof wird im Verlauf des Luftangriffs nicht verschont bleiben: "Vorgestern hatten die Bomben ausgegraben. Gestern wieder eingegraben. Und was heute geschehen würde, stand noch bevor. Selbst die Verfaulten in den Soldatengräbern wußten es nicht. Und die hätten es wissen müssen. Auf ihren Kreuzen stand: Ihr seid nicht umsonst gefallen."
Der kalte, unsentimentale, ja rabiate Ton läßt noch heute aufhorchen. Geschrieben wurden beide Romane in den fünfziger Jahren in Deutschland. Gert Ledig heißt der Verfasser. Kaum jemand kennt ihn mehr. Die Titel - "Die Stalinorgel" (1955) und "Vergeltung" (1956) - sind seit langem vom Markt verschwunden.
Dabei galt zumindest das erste dieser beiden Bücher einmal als der beste deutsche Roman über den Zweiten Weltkrieg und war, in vielen Übersetzungen international verbreitet, äußerst erfolgreich. Der Autor wurde zu Tagungen der "Gruppe 47" eingeladen, und der Lyriker Günter Eich las 1956 am Starnberger See mit großer Resonanz für ihn Szenen aus dem zweiten Buch "Vergeltung" - Ledig selbst hatte nach einer Kriegsverletzung Probleme mit dem Vortrag.
Viele sahen den Mittdreißiger damals, wie es die Verlagswerbung formulierte, "in der vordersten Reihe der deutschen Gegenwartsliteratur". Doch als "Vergeltung" in Buchform erschien, reagierte die Kritik überwiegend verständnislos und abwehrend. Das drastische epische Stenogramm von einem Luftangriff auf eine ungenannte deutsche Großstadt überbot offenbar, was man damals bei diesem Thema an Realismus zulassen mochte.
Die "Frankfurter Allgemeine" empörte sich 1956 über die "gewollt makabre Schreckensmalerei", die "Zeit" sah "den Rahmen des Glaubwürdigen und Zumutbaren" verlassen, der "Rheinische Merkur" entdeckte eine "abscheuliche Perversität", ein "Gruselkabinett", und die "Badische Zeitung" sagte deutlich, worum es bei der Ablehnung ging: Zehn Jahre nach dem Krieg lehne der Leser Darstellungen ab, "die jeden positiv gerichteten metaphysischen Hintergrund und Ausblick vermissen lassen".
Als im Jahr darauf auch der dritte Roman "Faustrecht" durchfiel, resignierte der Romancier. Ledig wandte sich dem Rundfunk und dem Journalismus zu - nicht anders als Wolfgang Koeppen, der mit seinen ebenfalls rasch hintereinander publizierten drei Romanen in den fünfziger Jahren ganz ähnliche Erfahrungen machen mußte.
An all das erinnert sich Ledig, 77, kaum noch. Er lebt mit Katze in einem kleinen Ort am Ammersee und züchtet in seiner Eigentumswohnung Blumen. Der Mann mit zerfurchter Stirn und weißem Vollbart wirkt wie ein alter Seebär, der erstaunt und amüsiert das Interesse an seinem literarischen Vorleben zur Kenntnis nimmt. Niemand hat in all den Jahrzehnten nach ihm gefragt, kein Verleger rief an, kein Germanistikstudent kam vorbei - bis jetzt der Name im Zusammenhang mit der Debatte um "Luftkrieg und Literatur" (SPIEGEL 3/1998) wieder auftauchte.
Es war nicht leicht, ihn aufzuspüren. Ledigs ehemalige Verlage konnten nicht weiterhelfen. Jeder der drei Romane war woanders erschienen: "Faustrecht" im Desch-Verlag, der lange nicht mehr existiert, das Debütwerk bei Claassen, wo sich nach manchem Besitzerwechsel und Umzug nicht einmal mehr ein Ordner mit Informationen über die vergebenen Auslandslizenzen oder die
* Hamburg nach einem Luftangriff 1943.
Höhe der Gesamtauflage fand - einzig im Haus S. Fischer gibt es noch ein Konvolut mit Rezensionen (zur "Vergeltung") und einige Briefe Ledigs, im übrigen auch hier: seit langem keinerlei Kontakt mehr.
Ein Schriftsteller, vergessen zu Lebzeiten: In einigen Literaturlexika wird seiner noch gedacht, und in Antiquariaten wird gelegentlich eines seiner Bücher angeboten. Für Ledig kein Problem: Es gebe, tröstet er sich, so viele andere, die keiner mehr kennt. Warum sollte es ihm anders ergehen? Eher verwundert ihn, daß überhaupt noch jemand bei ihm anklopft.
"Jetzt habe ich ,Vergeltung'' wieder gelesen. Nachdem plötzlich Interesse da ist, habe ich das mit ganz anderen Augen gesehen und mir gedacht: Eigentlich gar nicht so übel!" Ledig geht in sein Arbeitszimmer, wo an der Wand ein kleines Buchregal an der Wand hängt: keine erlesene Auswahl, sondern ein liebloses Durcheinander. Nicht einmal die eigenen Bücher besitzt er vollständig. Von "Faustrecht" findet sich kein einziges Exemplar mehr. Die Übersetzungen sind nicht komplett, das wenige liegt ungeordnet in den Reihen, zwischen fremden Werken.
Fast staunend nimmt Ledig eine Ausgabe der "Stalinorgel" mit dem Erscheinungsort Prag zur Hand, dann zeigt er die dänische Übersetzung, die englische, die französische. "Das alles ist weit weg", sagt er. Er habe sich lange nicht mehr darum gekümmert. Er ist auch kein großer Leser, die Literatur überhaupt ist ihm ferngerückt - eine Welt, in die sich Ledig einst, für ein paar Jahre, mit Eifer, Ehrgeiz und Wahrheitsanspruch stürzte.
Das Inferno des Kampfes um Leningrad 1942 hatte er - wie Jahre zuvor den Selbstmord der Mutter - als nachhaltigen Schock erlebt. Ledig, in Leipzig geboren, in Wien aufgewachsen, war - frisch ausgebildeter Elektrotechniker - gerade 18 geworden, als er sich noch 1939 freiwillig zur Wehrmacht meldete. Doch schon bald machte er wegen "Hetzrede" Bekanntschaft mit einer Strafkompanie, und nach zwei schweren Verwundungen (die eine kostete ihn zwei Finger der rechten Hand, die andere demolierte seinen Unterkiefer) wurde er 1942 in die Heimat geschickt.
Er ließ sich zum Schiffbauingenieur ausbilden, und von 1944 an besuchte er für die Kriegsmarine bayerische Zulieferbetriebe. Dabei erlebte er mehrmals Luftangriffe - eine Erfahrung, die ihn nicht weniger als sein Leningrad-Erlebnis verstörte. Ein Traum suchte ihn noch Jahre nach Kriegsende immer wieder heim: Er liegt auf einer Plattform, hoch oben, auf allen Seiten gähnt der Abgrund, keine Treppe, kein Schlupfloch - und dann kommen die Flugzeuge und beschießen ihn.
So zählte Ledig nach dem Krieg zu den wenigen Autoren, die beides aus eigener Anschauung kannten: den Klang der Stalinorgel an der Ostfront, den der Sirenen bei einem Luftangriff. Vorerst hatte er es nicht eilig mit dem Schreiben. Während andere die ersten Frontberichte und schlicht gestrickten Kriegsromane publizierten, ließ er sich durch die Trümmerstadt München treiben, arbeitete als Gerüstbauer und im "Kunstgewerbe" (Ledig). Versuche, sich als Geschäftsmann zu etablieren, scheiterten. In Österreich fand er 1950 für drei Jahre eine Stelle bei der amerikanischen Armee (heute kommt aus Amerika ein Teil seiner Rente).
* Soldaten der Roten Armee 1942 bei Leningrad.
Dort begann er damit, seinen ersten Roman zu skizzieren. Ledig untersagte sich jede wehleidige Regung, jede verklärende oder heroisierende Geste. Seine "Stalinorgel" zeigte den Kampf um eine Höhe bei Leningrad im Sommer 1942 als puren Wahnsinn, als absurdes Horrorspektakel: ein radikales Buch, wie es in der deutschen Nachkriegsliteratur ohne Beispiel ist - am ehesten vergleichbar mit späteren Kriegsromanen amerikanischer Provenienz wie Joseph Hellers "Catch-22" (1961) oder Kurt Vonneguts "Schlachthof 5" (1969).
Die Qualität des ersten Ledig-Romans wurde erkannt, auch im Deutschland der fünfziger Jahre. Ledigs junger Kollege Siegfried Lenz sprach von einem "staunenswerten Buch". Als ein "Dokument der erbarmungslosen Ernüchterung" begrüßte die Kritik den Roman und schrieb, man könne ihn "zu dem Besten und Eindrucksvollsten rechnen, was je über den Krieg geschrieben wurde". Kein junger Autor der Nachkriegszeit, hieß es an anderer Stelle, habe bisher "diese Intensität in der
Schilderung des furchtbaren Kriegserlebens erreicht". Auch im SPIEGEL (10/1955)
wurde Ledig als der "erste Chronist eines Grauens" gerühmt, "das die deutsche Nachkriegsliteratur so noch nicht widergespiegelt hat".
Schon bald war die erste Auflage vergriffen, und zwei Jahre nach Erscheinen waren 14 Übersetzungen in andere Sprachen abgeschlossen - eine Erfolgsgeschichte, die die heftige Reaktion auf Ledigs folgenden Roman um so überraschender macht.
In "Vergeltung" dann spitzte der Autor das literarische Verfahren einer mosaikartigen Montage synchroner Ereignisse zu. Hatte er in seinem Erstling einen Ausschnitt von 48 Stunden gewählt (mit einem drei Tage später spielenden Epilog), so konzentrierte er in seinem Luftkriegsroman das Geschehen auf 70 Minuten: jene lange Stunde an einem Julimittag im Jahre 1944, die das Bombardement währt.
War er in der "Stalinorgel" zwischen beiden Seiten der Front mit harten Schnitten hin- und hergesprungen, so zerlegte er nun die Geschichte gewissermaßen in verschiedene Höhenlagen: Ganz oben die angreifenden US-Flugzeuge, darunter die fallenden Bomben und die Fallschirme einer abspringenden Bomberbesatzung, die Tiefflieger, die Flaktürme, schließlich, unten, die Häuser und die Straßen, auf denen stürzende Menschen im kochenden Teer "gegrillt" werden, die Luftschutzbunker, die Keller.
All das wird atemlos präsentiert als ein einziges Durch- und Nebeneinander, scheinbar völlig ungeordnet - damals literarisches Neuland. Viel Personal, namenlos zumeist, junge Flakhelfer, ein Priester, Soldaten und Zivilisten, russische Zwangsarbeiter, ein altes Ehepaar allein in seiner Wohnung, Hunderte in einem Bunker, ein Mädchen und ein Fremder, verschüttet im Keller - dazwischen in kursiver Schrift kleine Lebensberichte als Ruhepole, Stimmen der Sterbenden oder gerade Getöteten: Mitten im Chaos bildet sich dann doch ein fein abgestimmtes, durchkonstruiertes Erzählgeflecht.
Fragmente von Handlung, soweit davon überhaupt noch gesprochen werden kann: Der abgesprungene Sergeant treibt drohender Lynchjustiz entgegen. Das Mädchen wird im Dunkel des Kellers vergewaltigt. Eine Mutter auf dem Fahrrad im Bombenhagel, um ihren einzigen, längst getöteten Sohn im Flakturm zu sehen. Die wütende Verzweiflung im Bunker, die plötzlich in einen Rest von Anstand umschlägt, als der sterbende US-Flieger hereintorkelt: "Aus der Menge kam ein Schluchzer ... Von den Bänken erhoben sie sich. Männer nahmen ihre Hüte ab."
Solche menschlichen Regungen sind selten in diesem Buch. Getrieben von schonungsloser Chronistenpflicht, spart der Erzähler kein noch so blutiges Detail des Luftangriffs aus - reales Vorbild für die Schreckenscollage waren die schweren Juli-Angriffe des Jahres 1944 auf München, als die US-Luftwaffe an mehreren Tagen mit zumeist mehr als 1000 Bombern die Stadt angriff (und in deren Umfeld es auch Lynchjustiz gegeben hat).
Ein Versuch, das lärmende, zersplitternde Fiasko erzählend zu bändigen, ohne es zu glätten oder im reinen Faktenbericht zur Ruhe zu bringen: Daß es keine Erzählerstimme mehr gibt, die aus der Rückschau eine dämpfende Funktion übernimmt, mag zu der verstörenden Wirkung des Buches beigetragen haben.
Während das, was der Romancier Ledig an Grausamkeit von der Ostfront zu berichten wußte, der Kritik und dem Publikum in den fünfziger Jahren gerade eben noch (als Bild vom Soldatentod) erträglich schien, ging die blanke Schilderung der Tötung von Frauen und Kindern ganz offensichtlich zu weit. Man empfand einen Begriff wie "gegrillt" als zynisch und die Darstellung eines als Vergewaltigung beginnenden Liebesakts im zugeschütteten Keller als obszön.
Nur wenige Kritiker (wie der spätere "FAZ"-Feuilletonchef Günther Rühle, der "Vergeltung" als Pflichtlektüre empfahl) haben damals erkannt, daß Ledig in beiden Romanen von derselben Sache sprach - und mit verwandter Methode: Alle kohärenten Lebensgeschichten werden sinnlos angesichts des Irrsinns, der sich Krieg nennt, und gerade darum dürfen sie nicht preisgegeben werden. Noch im fratzenhaften Fragment entdeckt der Autor Spuren dieser Geschichten - und der Leser folgt ihm, erst ungläubig, dann zunehmend gefesselt, bangend mit den oft namenlosen Figuren.
Der dritte Roman "Faustrecht" - er spielt 1946 in München - weicht davon ab. Ledig arbeitete parallel an einer Theaterfassung des Stoffs, und so ist auch die Prosa dialogreich und gradlinig. Ein Trupp Kriegsheimkehrer überfällt einen US-Jeep, ein sinnloses und mörderisches Unternehmen. Auch wenn dieses Buch aus dem Jahr 1957 nicht die Dichte der anderen beiden besitzt, so ergeben die drei Romane zusammen doch eine Trilogie der Kriegs- und Nachkriegszeit, die schlichtweg zum Besten gehört, was in den fünfziger Jahren in deutscher Sprache geschrieben wurde.
Ledig hatte da schon alle Ambitionen als Romancier fahrenlassen - nicht ohne noch einmal seine Wut auf die Literaturkritik zu zeigen ("Durch Geschrei gleicht sie aus, was ihr an Erkenntnisvermögen abgeht"). Verbittert reagierte er auch - ohne Namen zu nennen - auf einige Kollegen, deren "Stil des eleganten Bluffs" ihm geeignet schien, sich dem pseudomodernen Publikumsgeschmack anzudienen: "Der Punkt ist das am wenigsten von ihnen benutzte Satzzeichen, denn er beendet immer eine Aussage. Auszusagen haben sie nichts."
Ledig blieb Einzelgänger. Weder die Gruppe 47 noch der PEN, der ihn umwarb (Erich Kästner hatte sich für ihn stark gemacht), konnten ihm das Gefühl geben, richtig dazuzugehören. Für ihn waren solche Versammlungen "Gequassel". Der Familienvater mußte Geld verdienen, also verlegte er sich eine Zeitlang ganz auf den Journalismus. Anders als im Fall Koeppen stand hinter Ledig kein Verleger, der ihn ermutigt, der ihn nachhaltig unterstützt und etwas Neues abgefordert hätte - oder auf die naheliegende Idee gekommen wäre, die drei Romane gemeinsam zu edieren.
Ledig, der damals politisch weiter links stand als die meisten Schriftsteller der Gruppe 47, engagierte sich bei den westdeutschen Kommunisten. Der DDR gehörte seine Sympathie, und für einige Zeit hatte er sogar eine Wohnung in Ost-Berlin, traf sich mit Anna Seghers und Brecht.
Er schrieb für das "Neue Deutschland", bis ihm die Zensureingriffe unerträglich wurden. Drei Tage landete er als vermeintlicher Spion im Stasi-Knast. Daraufhin kehrte er ganz nach Bayern zurück und verdiente sich sein Geld mit populären Artikeln und Buchbeiträgen über Technik.
Und über dieser Art von Brotarbeit vergaß Gert Ledig allmählich, daß er einmal ein bedeutender Schriftsteller gewesen war. "Das alles war natürlich einfacher, als Romane zu schreiben", sagt er heute - am Ufer des Ammersees, über dem sich vor mehr als 50 Jahren die amerikanischen Bomber zum Anflug auf München gesammelt hatten. Dann beichtet er, daß er es kürzlich doch wieder versucht hat. Er kennt Freunde in Kroatien, die er gelegentlich besucht - und etwas über den Bosnienkrieg zu schreiben, das hätte ihn gereizt. "Aber ich habe nur ein paar Seiten geschafft", sagt Ledig, der immer noch kleine Probleme beim Sprechen hat. "Es ging nicht. Zuviel Distanz. Die Angst muß dir selbst im Genick sitzen, du mußt das genau kennen."
Der alte Gert Ledig winkt resigniert ab: "Sonst bist du bloß ein Berichterstatter, kein Schriftsteller." Kein Erbarmen. Auch nicht mit sich selbst. Das schon gar nicht.
* Hamburg nach einem Luftangriff 1943. * Soldaten der Roten Armee 1942 bei Leningrad.
Von Volker Hage

DER SPIEGEL 1/1999
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