08.02.1999

SPIONAGEStalin, Suff und Sex

Richard Sorge gilt als einer der erfolgreichsten Agenten dieses Jahrhunderts, er verriet Hitlers Angriffspläne an die Sowjetunion. Schließlich wurde der Frauenheld und Trinker doch gefaßt und gehenkt. Noch immer ist das Rätsel ungelöst: Wer war Dr. Sorge? Von Erich Follath
Wie ein Spion sein soll, da sind sich Spionageexperten weitgehend einig: möglichst unauffällig und in der Lage, in seine Umwelt unerkannt einzutauchen; nicht alkoholanfällig, kein Schürzenjäger, keinesfalls ein arroganter Angeber oder blinder Draufgänger - im Auftreten bitte eher 08/15 als 007.
Richard Sorge war das Gegenteil dieses allseits umsichtigen Traumagenten. Er fuhr nachts im Feindesland mit seinem Motorrad in halsbrecherischem Tempo durch die Straßen, gelegentlich sogar volltrunken. Er flirtete, poussierte, verführte und riskierte mit seinen frechen Sprüchen im Schlafzimmer, aber auch in großer Gesellschaft Kopf und Kragen. Er gefährdete dabei sein Team, oft so verantwortungslos, als wolle er Tod und Untergang provozieren.
Der Mann brach jedes Schlapphut-Gesetz. Und doch war dieser Richard Sorge bei all seinen Frivolitäten ein brillanter Analytiker und überzeugter Kommunist. Seine Glanzleistungen: Er informierte von seinem Agentenstandort Tokio aus die Zentrale der Roten Armee Anfang Mai 1941 von den hochgeheimen deutschen Angriffsplänen (die Depeschen wurden Stalin wahrscheinlich nie vorgelegt); er schickte im August 1941 Spionagedossiers, daß Hitlers Verbündeter Japan nicht in Sibirien, sondern in Südostasien angreifen werde - was Stalin ernst nahm. Er zog viele Truppen aus dem Fernen Osten ab und konzentrierte sie an der Westfront.
Erst 1964 hat die Sowjetunion sich zu ihrem von den Japanern hingerichteten Agenten bekannt und ihn als "heldenhaften Kundschafter" mit Ehren überhäuft: In Moskau und Baku entstanden Sorge-Denkmäler, Dutzende Straßen wurden landesweit nach ihm benannt. Erfolgsautor Julian Semjonow schrieb einen phantasievollen Roman über sein Leben ("Stirlitz"), Rußlands Präsident Boris Jelzin würdigte Sorge 1995 zu dessen 100. Geburtstag als außergewöhnlichen Patrioten: "Wir werden Sie nicht vergessen."
Ganz vorn bei der Mythenbildung war stets die DDR, die den "guten" Deutschen zur kommunistischen Leitfigur stilisierte, dem jeder anständige Genosse nachzueifern habe - Sorge als Volksfürsorge. Sonderbriefmarken mit seinem Konterfei wurden aufgelegt, eine Arbeitsbrigade im "VEB Berliner Bremsenwerk" erhielt den "Ehrennamen" Sorge: Glorifizierung auf Weltniveau. Aber auch im Westen forschte man lange und viel. Schon 1951 schilderte Rudolf Augstein in einer 16teiligen Serie ("Herr Sorge saß mit zu Tisch") das schillernde Leben des Spions. Dutzende Autoren schrieben "Enthüllungsgeschichten" - ohne schlüssige Antworten auf die zentrale Frage, die ein Film aus den sechziger Jahren stellte: "Wer sind Sie, Dr. Sorge?"
Robert Whymant, Orientalist und Journalist (gegenwärtig Korrespondent der Londoner "Times" in Tokio) hat gegenüber früheren Sorge-Forschern mehrere entscheidende Vorteile: Er konnte alle japanischen Vernehmungsprotokolle einsehen, auf bislang unveröffentlichtes Material aus dem russischen Verteidigungsministerium sowie KGB-Akten zurückgreifen - und zwei frühere Geliebte, eine Deutsche und eine Japanerin, zum Erzählen bewegen. Das gerade auf deutsch erschienene Buch des britischen Autors wirft neues Licht auf die faszinierende Persönlichkeit**.
Richard Sorge ist kein Kind des Proletariats, aber schon von der Abstammung her der Sohn zweier Völker, die sein Leben bestimmen sollten. Er wird 1895 in Baku geboren, die Mutter ist Russin, der Vater ein Deutscher. Sorge senior arbeitet als Spezialist für Ölbohrmaschinen, angestellt von der schwedischen Gesellschaft Gebrüder Nobel. Sie bewohnen in der größten Stadt Aserbaidschans, damals Teil des Zarenreiches, eine vornehme Villa am Kaspischen Meer.
Die Kindheit verbringt Richard weitgehend in Berlin, in seinem Gefängnisprotokoll beschreibt er sie so: "Bis zum Ausbruch des Krieges genoß ich die im wohlhabenden deutschen Bürgertum häufig anzutreffende relative Geborgenheit." Er lehnt sich an der Oberrealschule gegen das enge Korsett der preußischen Erziehung auf. Er begeistert sich für Schillers "Die Räuber"; zeitlebens will er es mit der Moral des Karl Moor halten - Verbrechen sind gerechtfertigt, wenn sie größere Verbrechen auszurotten helfen.
Er glüht vor Idealismus: Als Kaiser Wilhelm II. Rußland im August 1914 den Krieg erklärt, meldet er sich sofort zur Fahne - eine Sache der Vaterlandsliebe, meint er.
Seinen 19. Geburtstag feiert Sorge auf dem Schlachtfeld, an den Ufern der Yser in
* Oben l.: Gemälde "Der Morgen unseres Landes" von Fjodor Schurpin; oben r.: bei der Parade 1938 in Tokio; unten: mit Botschafter Ott (r.) und seiner Frau Helma (2. v. l.) in Tokio.
** Robert Whymant: "Richard Sorge - Der Mann mit den drei Gesichtern". Europäische Verlagsanstalt, Hamburg; 512 Seiten; 48 Mark.
Flandern. Wenige Monate später wird er durch ein Schrapnell verwundet, kehrt nach der Behandlung in der Heimat trotz aufkommender Zweifel wieder an die Front zurück; es erwischt ihn ein zweites Mal, im Krankenhaus macht er sein Abitur. Seine dritte Verwundung ist ernsthaft, die Ärzte im Feldlazarett können nur mit Mühe sein linkes Bein retten, aber es bleibt kürzer und zwingt ihn zeitlebens zum Hinken. Er erhält das Eiserne Kreuz II. Klasse - Verkrüppelung und Orden nutzt er später als Ausweis seiner Vaterlandsliebe, um deutschen Beamten vertrauliche Informationen zu entlocken.
Die Schützengräben und die Verlogenheit der Politiker haben Sorge zum Radikalen gemacht. Die bolschewistische Revolution trifft den 22jährigen "im Innersten", er versucht Matrosen in Kiel und Bergarbeiter in Aachen gegen die "kapitalistische Tyrannei" aufzuwiegeln. Im Oktober 1919, als er gerade zum Doktor der Staatswissenschaften promoviert worden war, tritt er der KPD bei, ein begabter Agitator und Organisator. 1924 erreicht ihn, endlich, wie er glückselig sagt, der Ruf der Komintern-Zentrale.
Seine junge Frau Christiane ist abgestoßen von Moskau. Doch Sorge will die bittere Armut, die allgegenwärtige Furcht vor Bespitzelung nicht wahrnehmen, er duldet keine Kritik am Arbeiterparadies. Seine Aufgabe ist das Sammeln von Nachrichten. Christiane hält dieses Leben nicht aus, verläßt ihren Mann 1926; er bekommt immer verantwortungsvollere Geheimaufträge, hilft in England mit falschem Paß bei der Organisation eines Bergarbeiterstreiks, in Skandinavien beim Aufbau kommunistischer Parteien.
Bei der Hexenjagd gegen "Klassenfeinde" in Moskau verliert Sorge mit dem Parteitheoretiker Nikolai Bucharin einen seiner Beschützer. General Jan Karlowitsch Bersin aber ist auf den Deutschen aufmerksam geworden, holt ihn zu seiner Vierten Abteilung, der Sektion des sowjetischen Militärgeheimdienstes, die ein Netz von Agenten im Ausland aufbaut. Sorge soll die Chancen der chinesischen Kommunisten ausspionieren, er lernt Chiffrieren, Decodieren und das übrige Spionage-Abc und bekommt einen Codenamen: "Ramsay".
Bei einer Reise nach Berlin gewinnt er zwei Verlage als legale Arbeitgeber, reist 1930 als Journalist nach Schanghai. Drei Jahre bleibt er in der chaotischen, von Gerüchten und Geheimnissen schwirrenden chinesischen Metropole, liefert immer wieder Top-Informationen, vor allem über Japans aggressives Vordringen im Reich der Mitte. Die Zentrale ist angetan und schickt ihn nach Tokio. Bevor es losgeht, heiratet er in Moskau seine junge Sprachlehrerin Jekaterina ("Katja") Maximowa, eine begeisterte Revolutionärin.
Der Deutsche geht allein nach Japan, ohne diplomatischen Schutz, ohne sonstigen Rückhalt. Tokios Stimmung ist Anfang 1934 explosiv: Die Militärs reißen die Entscheidungsprozesse an sich, es ist viel von einem Krieg gegen Rußland die Rede, alle "Gaijin" (Fremde) stehen als potentielle Unruhestifter unter strenger polizeilicher Überwachung. Die Japaner leiden unter einer Spionagephobie; denkbar schwierig, unter diesen Bedingungen einen Spionagering aufzubauen.
Sorge schafft es. Er macht sich besonders bei der deutschen Botschaft beliebt, teilt mit den Diplomaten freimütig die Informationen, die er in Politikerzirkeln aufschnappt, und die scharfsinnigen Analysen, die er für seine journalistischen Arbeitgeber anfertigt, darunter bald auch die angesehene "Frankfurter Zeitung".
Er hat Glück, sein bester Freund Eugen Ott, zuerst Verbindungsoffizier, dann Militärattaché, steigt zum Botschafter auf. Und es gelingt ihm, den brillanten japanischen Journalisten und Regierungsinsider Ozaki Hotsumi, den er in Schanghai kennengelernt hat, zu gewinnen.
Sorge bewirbt sich im Herbst 1934 erfolgreich um die Aufnahme in die NSDAP. Der kommunistische Geheimagent hält Vorträge bei NSDAP-Veranstaltungen in Tokio, etwa über "Komintern-Techniken zur Ausbreitung der Revolution".
Er ist charmant, schlampig, genialisch, ein Bonvivant, den die Frauen lieben und die Männer bewundern. Er durchredet und durchzecht die Nächte in Etablissements wie der "Florida Dance Hall" oder der "Fledermaus". Er lernt Japanisch, wird zum Kenner der Kultur, Geschichte und Gegenwartspolitik seines Gastlandes (und Spionageobjekts), das ihm wie eine "Krabbe" erscheint, "außen hart, innen weich".
Ott findet diesen Dr. Sorge so unwiderstehlich sympathisch, daß er ihm die botschaftsinternen Wehrmachtscodes anvertraut. Sogar als Sorge mit Otts Frau Helma eine Affäre beginnt, kündigt der Nibelungentreue ihm nicht die Freundschaft.
Die Bettgeschichte hätte ihn seine beste Informationsquelle kosten können. Auch seine weiteren Sexabenteuer, etwa mit der Pianistin Eta Harich-Schneider und der Geschäftsfrau Anita Mohr (einer Busenfreundin der Otts, in die auch der Botschafter selbst heftig verliebt war), ganz zu schweigen von der langjährigen Beziehung zu seiner japanischen Geliebten Hanako, gefährden seine Untergrundexistenz.
"Einsam und asketisch" müsse ein Geheimagent leben, sagt Sorge einmal zu einem Mit-Spion, "keine Zuneigungen, keine Bindungen, keine Sentimentalitäten". Er hält sich nicht an den Lehrsatz. Und klagt, als sei das nicht natürliche Folge seines Jobs, larmoyant darüber, "keine wirklichen Freunde" zu haben. Er fühlt sich wie der Wanderer in dem von ihm selbst verfaßten Gedicht: "Ewig ein Fremder, der sich dazu verdammt, niemals wahren Frieden zu finden."
Sein Verhalten ist fahrlässig, seine Verbitterung aber verständlich. Denn der Ring um "Ramsay" hat stolze Erfolge - erntet aber nur Geringschätzung in der Zentrale, die Sorge sogar zurückholen will. Dabei enthüllt das Team 1936 das geheime Zusatzabkommen zum Pakt zwischen Deutschland und Japan - von zentraler Bedeutung, da Moskau darin indirekt militärisch bedroht wird. 1938 finden die Spione heraus, was der desertierte russische General Genrich Ljuschkow den Deutschen über die Rote Armee verraten hat, und gewinnen so eine wichtige Schlacht.
Am 1. Juni 1941 landet Sorge den größten Coup, die Depesche mit der Nachricht, daß die Deutschen am 15. Juni einen Überraschungsangriff auf die Sowjetunion begännen - seine zweite Warnung innerhalb weniger Wochen. Stalins Nachrichtenoffizier, der dem Diktator nur zukommen ließ, was der hören wollte, hat sie vermutlich zurückgehalten. Denn Stalin schimpfte Sorge ein "Arschloch, das in Japan ein paar kleine Fabriken und Puffs betreibt und es sich gutgehen läßt".
Geheimdienstchef Lawrentij Berija hatte noch kurz vor dem deutschen Überfall in einem Brief an Stalin die Abberufung und Bestrafung des sowjetischen Botschafters in Berlin verlangt, weil der vor dem drohenden Nazi-Angriff auf Rußland gewarnt hatte. Jetzt kommentieren Sorges Vorgesetzte: "Verdächtig! Auf die Liste der als Provokation gesetzten Telegramme". Und sie mahnen ihr Team in Tokio ab.
Sorge betrinkt sich bis zur Bewußtlosigkeit. Als dann, am 22. Juni, die Deutschen wirklich angreifen, ruft er grölend aus dem Hotel Imperial die Otts in der Botschaft und mehrere andere prominente Deutsche in Tokio an: "Dieser Krieg ist verrrloooreeeen." Auch die Tage danach agiert er ohne jede Vorsicht, schmäht Hitler öffentlich, bekennt sich zu den Russen.
Noch einmal reißt er sich zusammen, versucht zu klären, was die Japaner planen. Nach anfänglichen Unsicherheiten kann er Anfang September 1941 richtig voraussagen, daß Japans Aggression sich nicht gegen Sibirien, sondern gegen das rohstoffreiche Indochina richten wird. Diesmal wird er ernst genommen, mehrere der in Moskau vorgelegten Depeschen tragen Stalins Sichtvermerk.
Doch nicht mehr alle Mitteilungen Sorges erreichen Moskau pünktlich und vollständig: Sein Funker Max Clausen, dem er gegen die Vorschriften alle Codes übergeben hat, ist nicht mehr voll bei der Sache. Er hat als erfolgreicher Geschäftsmann den Kapitalismus entdeckt, einen Groll gegen das Team entwickelt, Panik vor der Entdeckung - und sein Agentenführer bemerkt nichts von alledem.
"Ramsay" dreht durch, Folge seiner Enttäuschungen und wohl auch seines exzessiven Lebenswandels. Es sei sein Auftrag, allen Kriegen in Europa ein Ende zu setzen, vertraut er seiner verblüfften Lebensgefährtin Hanako an. Bei Klängen von Beethoven phantasiert er: "Sorge ist ein großer Mann. Er tut die ganze Zeit nur Gutes. Weißt du was? Sorge ist ein Gott." Und seine deutsche Freundin Eta schreit er an: "Wenn irgend jemand Hitler vernichtet, dann bin ich das, Richard Sorge!"
Immer neue Szenen der Selbstzerstörung: Er verprügelt auf offener Straße einen Polizeibeamten, als könne er seine Enttarnung gar nicht mehr erwarten, schwankt nur noch zwischen Größenwahn und tränenreichem Selbstmitleid. Sorge fängt sich erst wieder, als ihn japanische Spezialeinheiten - eher durch Zufall auf die Spur des Rings gekommen - am 18. Oktober 1941 festnehmen. Im Zuchthaus gibt er sein Lebenswerk zu Protokoll, weitsichtig und würdevoll - die japanischen Verhörspezialisten bewundern ihn.
Er bleibt entgegenkommend, auch in der letzten Stunde, so, als sei ihm eine Last genommen. "Ich danke Ihnen für all Ihre Freundlichkeit", sagt Sorge, nun 49 Jahre alt, den Beamten, die ihn zum Galgen führen. Bis zum letzten Atemzug glaubt er an "die großartige Idee" des Kommunismus. Kritisches zu Stalin ist ihm nicht zu entlocken. Es ist der 7. November 1944, der 27. Jahrestag der Russischen Revolution, als sich um 10.20 Uhr der Strick zuzieht.
Das "Jahrhundert des Verrats" hat die Schriftstellerin Margret Boveri das 20. genannt. Sorge ist sicher einer seiner Protagonisten - und eher Verratener denn Verräter: Dreimal hat Japan versucht, den zum Tode Verurteilten auszutauschen, dreimal hieß es in Moskau: "Der Name Richard Sorge ist uns unbekannt."
Dem Delinquenten wurde immerhin eine Gnade zuteil: Er erfuhr nichts mehr über das Schicksal seiner Frau. Katja, die in der Heimat zurückgeblieben war, haben Stalins Schergen, während ihr Mann schon im Gefängnis saß, in Rußland verhaftet und der Spionage für den deutschen Geheimdienst angeklagt. Nach einer Scheinverhandlung, bei der - wie üblich in den Zeiten der Säuberungen - keine Beweise vorgelegt wurden, schickten die Richter sie in die sibirische Verbannung. Dort starb Katja, 38, ein gutes Jahr vor ihrem Mann.
Sind nun alle Rätsel um den Meisterspion gelöst?
"Die Akte Richard Sorge ist noch nicht geschlossen", bekennt der fleißige Spurensucher und Autor Whymant. Unklar bleibt, welche Rolle die Tokioter Warnungen bei den Entscheidungen Stalins wirklich gespielt haben - entsprechende Akten, so noch vorhanden, sind nicht zugänglich. Unklar ist auch, ob und wieweit Sorge, in der Hoffnung, an noch bedeutendere Nazi-Quellen heranzukommen, zum Doppelspion wurde: Walter Schellenberg, von Juni 1941 an Chef des Berliner Auslandsnachrichtendienstes, hielt viel von Sorges "Lagebeurteilungen" - zeitweise mehr als dessen Moskauer Bosse.
Miyake Hanako hat 1949 den Sarg mit Sorges Überresten entdeckt und ihren Geliebten eingeäschert. Die alte Dame besucht bis heute regelmäßig die Grabstätte auf dem Tokioter Tama-Friedhof. Einen Ring legt sie nie mehr ab, weil sie glaubt, Richard hätte das so gewollt - angefertigt aus den Goldzähnen des Toten.
* Oben l.: Gemälde "Der Morgen unseres Landes" von Fjodor Schurpin; oben r.: bei der Parade 1938 in Tokio; unten: mit Botschafter Ott (r.) und seiner Frau Helma (2. v. l.) in Tokio. ** Robert Whymant: "Richard Sorge - Der Mann mit den drei Gesichtern". Europäische Verlagsanstalt, Hamburg; 512 Seiten; 48 Mark.
Von Erich Follath

DER SPIEGEL 6/1999
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