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WWF-Buch hat es schwer
Bereits Mitte April erschien ein kritisches Buch über den World Wide Fund for Nature (WWF) - doch es ist noch immer schwer erhältlich. Das "Schwarzbuch WWF" stammt von Wilfried Huismann, der insgesamt dreimal den renommierten Adolf-Grimme-Preis gewonnen und für den WDR auch einen Film über die mächtigste Umweltschutzorganisation der Welt und ihre Nähe zur Industrie gedreht hat. Gegen den Film erwirkte der Berliner Medienanwalt Christian Schertz bereits einstweilige Verfügungen. Und auch gegen das Buch ging Schertz vor - allerdings zunächst mit Schreiben an Buchhändler wie zum Beispiel Amazon. Darin warnte er potentielle "Störer". Obwohl es bisher keine gerichtliche Entscheidung gegen Inhalte des Buches gibt, verfehlten die Warnungen offenbar nicht ihr Ziel: Weder bei Amazon noch bei großen deutschen Buchhändlern wie Thalia ist das Werk vorhanden. Bei Thalia rechtfertigt man den Schritt mit bestehenden Rechtsunsicherheiten - das Unternehmen führe nur "unstrittige Titel" im Sortiment. Dass zu einer Veröffentlichung so massiv Druck ausgeübt werde, habe er "noch nie erlebt, nicht mal bei Schwarzbüchern über Scientology", sagt dagegen Rainer Dresen, Justitiar beim Huismann-Verlag Randomhouse. "Das gleicht einer Vorzensur."
DER SPIEGEL 23/2012
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