10.02.1997

ITALIENDer Fall des Gucci-Clans

Zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod des Maurizio Gucci aus dem berühmten Modehaus glaubt die Mailänder Polizei zu wissen, wer den Mordauftrag gab: seine geschiedene Frau.
Es ist der Stoff, aus dem die Sensationen sind, wie geschaffen für ein Drehbuch in Hollywood.
Das Ambiente: ein nobles Modehaus mit einem berühmten Namen für Seidenschals, Handtaschen und Lederschuhe - gegründet von einer umstrittenen Familie, skandalträchtig seit zwei Generationen. Die Mitspieler: High-Society mit Jachten, Villen in St. Moritz, Appartements in Florenz, Mailand, New York - extravagante Exgattinnen nebst attraktiven Geliebten. Und ein Sproß der Dynastie, der ein schreckliches Ende nimmt.
Auf den Marmorstufen eines vornehmen Mailänder Bürogebäudes stirbt am 27. März 1995 Maurizio Gucci, 45, durch zwei Schüsse in den Kopf. Der letzte Gucci im weltberühmten italienischen Modehaus liegt ermordet in seinem Blut.
Das Auto, in dem der Killer und sein Komplize fliehen, entschwindet im dichten Morgenverkehr. Verdächtige für den Mord gibt es nicht wenige, Spuren werden bald in aller Welt verfolgt.
Da gilt es, den merkwürdigen Beziehungen zu Gucci-Fälschern nachzuspüren und aufzuklären, ob der Widerstand von örtlichen Unternehmern gegen einen von Maurizio geplanten Touristenhafen in Palma de Mallorca blutig ernst gemeint gewesen sein könnte. Oder hatte womöglich die internationale Spielhöllen-Mafia den Erben umgelegt, weil ihr dessen Pläne nicht paßten, in dem exklusiven Schweizer Wintersportort Crans-Montana ein Kasino zu eröffnen?
Kryptisch verkündete kurz nach der Tat die letzte Gefährtin des toten Geschäftsmanns, Paola Franchi, im italienischen Fernsehen: "Sucht die Killer nicht in der Schweiz oder sonstwo auf der Welt, sondern hier, ganz in der Nähe."
Der Tip könnte richtig gewesen sein.
In ihrem Mailänder Domizil, etwa hundert Meter vom Tatort entfernt, wurde Freitag vergangener Woche Patrizia Reggiani, 49, festgenommen - die Ex-Frau des Toten. Die Dame war mäßig beeindruckt vom Polizeiaufgebot. "Es handelt sich um den Tod meines Mannes, nicht?" sagte sie zu den Kriminalpolizisten, die sie um fünf Uhr morgens aus dem Bett geholt hatten, und blätterte zerstreut in dem 38seitigen Haftbefehl, als habe man ihr den Katalog einer nicht sonderlich interessanten Ausstellung überreicht. Die Dame legte schwere goldene Ohrclips an, warf sich den Nerzmantel über und ließ sich abführen.
Der Haftbefehl lautete auf Anstiftung zum Mord: Mit Hilfe einer neapolitanischen Hellseherin namens Giuseppina Auriemma, der sie seit Jahren freundschaftlich - manche sagen, bis zur Hörigkeit - verbunden ist, soll Patrizia Reggiani ihren Ex-Mann ins Jenseits befördert haben. Rache für die Scheidung 1994 nach 22 Ehejahren? "Meine Töchter haben keine Zukunft", hatte sie nach der Trennung geklagt.
Noch ein denkbares Motiv: deren Erbteil zu sichern, bevor es eine neue Ehefrau verpraßt.
1993 hatte Maurizio, als letzter der Guccis im Geschäft, seinen 50-Prozent-Anteil an der Firma an die in Bahrein ansässige Investcorp verkauft. Von den umgerechnet 170 Millionen US-Dollar soll er sich mit seiner neuen Lebensgefährtin zwischen St. Moritz und New York sowie auf seiner Jacht "Créole" im Mittelmeer ein verschwenderisches Leben gegönnt haben. Auch merkwürdige Firmen-Neugründungen, unter anderen eine für Luxusreisen, ließen Kenner kurz vor dem Mord vermuten, daß bald nicht mehr viel von den Gucci-Millionen übrig sein dürfte.
Ein neues, düsteres Kapitel in der verschlungenen Saga der Guccis ist nun aufgeschlagen, eine weitere Folge in einem Epos von Haß, Niedertracht, Neid und Intrige zwischen Familienangehörigen und ihren Angetrauten. Die Story vom Aufstieg und Fall des Hauses Gucci reicht über mehrere Generationen; am Ende des 1904 gegründeten Florentiner Familienunternehmens steht die Selbstzerstörung.
Begonnen hat es mit harter Arbeit, Können und großem unternehmerischen Geschick. Firmengründer Guccio Gucci, Sohn eines Strohwarenhändlers aus Florenz, lernte als Kellner im Londoner Hotel Savoy, wie die große Welt zu beeindrucken ist. Er sparte Geld, bettelte sich Kredite zusammen, fand Fachleute, mit denen er eine Lederwarenfirma gründete. Motto: Nur das beste Material und Design. Bald waren Gucci-Reisekoffer und -Taschen, die er seit den zwanziger Jahren in Florenz herstellte, unter Reichen und Snobs, in Fürsten- und Königshäusern beliebt.
Weltweiten Ruhm in der High-Society brachten in den Fünfzigern die Produkte und Accessoires, um die einer der Söhne Guccios, Aldo, das Sortiment erweiterte: Grace Kelly und die Queen schätzten Guccis kompaktes Handtäschchen mit dem Bambusgriff. Die flachen, weichen Gucci-Schuhe wurden zu einem internationalen Statussymbol. Als Beispiel eines besonders gelungenen Markenartikels wurde der Mokassin sogar in die Design-Kollektion des New Yorker Metropolitan Museum aufgenommen.
Die Arroganz der Verkäufer in den Gucci-Boutiquen in Rom, New York oder Beverly Hills war fast so legendär wie das Markenzeichen der Firma, zwei ineinander verschlungene G. Doch der Generationenvertrag, den das Zeichen suggerierte, ging spektakulär in die Brüche.
Auf geschäftlichen Sitzungen des Clans kam es in den siebziger Jahren sogar zu Prügeleien zwischen den Gucci-Erben. Firmenchef Aldo, ein Sohn Guccios, wurde von einem seiner Nachkommen bei der amerikanischen Steuerbehörde denunziert, worauf der 81jährige eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und einem Tag antreten mußte.
Doch der Alte, nach vier Monaten entlassen, blieb kämpferisch genug, um sich mit seinen drei Söhnen gegen den Neffen Maurizio zu verbünden. Der wurde von seinen lieben Verwandten bei italienischen Behörden wegen illegalen Kapitalexports angezeigt.
Mitte der achtziger Jahre waren allein vor italienischen Gerichten 18 Verfahren anhängig, die Mitglieder des Gucci-Clans gegeneinander angestrengt hatten. "Mit einem Gucci verheiratet zu sein ist schlimmer, als täglich bei den Borgias zu speisen", klagte Jenny, die britische Geschiedene eines Gucci-Sprößlings, die dann ihrerseits einen ebenso aufregenden Nervenkrieg gegen ihren Ex-Mann führte.
Es ging um Geld, wie immer, um Eigennutz, um Habgier. Einen "Club der Teufelinnen" hätten die Damen gründen können, wie Hollywood ihn in seinem Erfolgsfilm zeigt, in dem die betrogenen Ex-Ehefrauen ihre Männer ausnehmen. Aber für so hehre gemeinnützige Ziele wie ein Frauenzentrum, das die Damen im Kinomärchen gründen, hätte eine Gucci wohl nie eine Lira gezahlt.
Auch Patrizia Reggiani, die Frau, die sich Maurizio Gucci zur Gattin erwählte - oder vielleicht sie ihn -, trug bei zum Familienzwist. Maurizios Vater, Rodolfo, leistete wütenden Widerstand gegen die Verbindung. Sogar der Erzbischof von Mailand wurde eingeschaltet, um den als etwas tumb geltenden Erben vor einer Gemahlin zu bewahren, die sein Vater für eine geldgierige Aufsteigerin hielt. Vergebens: Er war hingerissen von der attraktiven Brünetten, die ihn an Liz Taylor erinnerte.
In Mailands feiner Gesellschaft, in der man Geld hat, aber nicht davon spricht, hieß Patrizia Reggiani bald "la volgarotta" (die Vulgäre). Und das bezog sich auch auf ihre Familie, die einen einschlägigen Ruf erworben hatte.
Finstere Intrigen um Macht und Reichtum, die denen der Guccis kaum nachstehen, werden auch Patrizias Mutter Silvana nachgesagt. Ganz Mailand wußte um die Affäre der Kellnerin Silvana Martelli mit dem mächtigen Bauunternehmer Fernando Reggiani. Wenige Monate nach dem plötzlichen Tod seiner Frau - den Reggianis Sohn Vincenzo immer für "suspekt" hielt - zog Silvana bei ihrem Liebhaber ein.
Systematisch sei Vincenzo, damals zehn Jahre alt, aus dem Nest geboxt worden, so behauptete er in einem Interview. 1972 adoptierte Reggiani dann Silvanas Tochter aus erster Ehe, Patrizia. Der Adoptionsvertrag soll, so jedenfalls Vincenzo Reggiani, eine "plumpe Fälschung" sein. Der ausgebootete Unternehmersohn lebt seit vielen Jahren auf der Karibik-Insel St. Martin. Nach dem Mord an Maurizio Gucci verfaßte er ein Dossier für die Mailänder Staatsanwaltschaft über seine Stiefschwester Patrizia, von der er unumwunden sagt: "Sie war es."
Aber Haß ist kein Beweis, Verdachtsmomente müssen nicht zur Verurteilung führen. Bis zur Klärung aller Vorwürfe hat die Witwe als unschuldig zu gelten. Verdächtig - freilich entlastend zugleich - wirken ihre offen zur Schau gestellten Mordgelüste nach der Trennung von Maurizio.
Da befragt sie einmal den schockierten Anwalt der Familie nach ihren Chancen vor Gericht für den Fall einer Anklage wegen Gattenmords. Da bittet sie ein anderes Mal eine ihrer Freundinnen aus besten Kreisen um zwei Kanister Benzin: "Ich will unser Chalet in St. Moritz anzünden, während er drinnen mit der anderen schläft."
Bereits 1990, als sich das Scheitern ihrer Ehe nicht mehr abwenden ließ, soll Patrizia den Mann des Kindermädchens ihrer Töchter, Luciano Punta, gebeten haben, einen Killer für sie zu finden, der ihren ungetreuen Gatten umlegen sollte. Nach dem Tod Maurizios traf sie die Ex-Bediensteten zufällig auf der Straße. Luciano warnte sie, er würde über ihren damaligen Auftrag mit der Polizei reden. Kühl habe Patrizia entgegnet: "Dann steht meine Aussage gegen Ihre. Überlegen Sie sich das gut. Sie brauchen Beweise."
Kaltschnäuzigkeit hat Patrizia Reggiani oft genug bewiesen. Nach dem Tod Maurizios bekannte die wenig trauernde Witwe: "Das Verbrechen? Auf menschlicher Ebene tut es mir leid. Auf der persönlichen nicht."
Aber Patrizia Reggiani war auch eine offensichtlich kranke Frau, deren Stimmungen nach einer lebensgefährlichen Gehirntumor-Operation extreme Schwankungen zeigten. In einem bislang nicht gedruckten Enthüllungsbuch, das Patrizia mit ihrer Wahrsagerin verfaßt hat, stehen verräterische Sätze: "Das Leben ist ein Risiko, ob man bei einem Autounfall stirbt oder das Glück hat, einem bezahlten Killer zum Opfer zu fallen."
Zu klären ist vor allem auch die Rolle dieser Freundin Giuseppina Auriemma.
Die Geheimnisvolle beriet Maurizio in geschäftlichen Dingen - offenkundig schlecht, wie die schwindende Fortüne des Erben nahelegt. Zwei Gucci-Boutiquen, die sie sich von ihm einrichten ließ, steuerte sie umgehend in den Bankrott. Mit den Guccis genoß Auriemma das Leben der High-Society, während sie zugleich in Freundschaft dem Portier eines Mailänder Stundenhotels verbunden war.
Der Mann heißt Ivano Savioni, ist 40 Jahre alt und hat inzwischen gestanden - im Auftrag der Auriemma habe er den Killer und den Fahrer des Fluchtautos angeheuert. Das Honorar sei von Patrizia Reggiani bezahlt worden: umgerechnet je 50 000 Mark für ihn und Giuseppina, 350 000 für den Todesschützen, 150 000 für den Chauffeur.
Das kam den Gangstern vor zwei Jahren wie ein schöner Batzen Geld vor. Aber allmählich staute sich bei ihnen Unzufriedenheit, der Wunsch nach einem nachträglichen Risikozuschlag wurde übermächtig. Patrizia soll gemauert haben, worauf sich ihre Mitwisser angeblich nach einem geeigneten Mann umsahen, der ihr eine Lehre erteilen könnte. Davon hörte Anfang dieses Jahres die Polizei.
Und seitdem plauderten die mutmaßlichen Verbrecher - ohne es zu wissen - vor Abhöranlagen, die in ihren Wohnungen und Autos installiert worden waren. In diesen Gesprächen mischten sich Furcht und Entschlossenheit.
Der Ermittlungsrichter im Mordfall Gucci hatte Ende vergangenen Jahres die Frist für seine Untersuchungen verlängern lassen. Beim Portier Savioni erschien die Polizei: "Ich habe mir fast in die Hosen gemacht vor Angst", sagte er einem Komplizen am Telefon. Wenn die Reggiani sich weiterhin weigere, mehr Geld zu zahlen, so sprach einer aus dem Killertrupp auf das Tonband der Polizei, dann "lassen wir den Kolumbianer eingreifen" - der Mann, welcher den Denkzettel verpassen sollte, war jedoch ein eingeschleuster Polizist.
Auch Patrizia Reggianis Telefon wurde überwacht. Aber der kontrollierten Dame entschlüpfte kein verräterisches Wort. Sie schiebt die Schuld bis heute auf ihre Freundin und deren anrüchige Bekannte. Sie habe keinen Mordauftrag gegeben: "Ich zahlte nur, weil sie mich bedrohten."
Die Wahrsagerin Auriemma bewies nur einmal seherische Qualitäten. "Wenn diese Ermittlungen weitergehen, dann werden wir alle im Gefängnis landen", sagte sie einem ihrer Komplizen am Telefon.
Das war wenige Tage vor ihrer Verhaftung.

DER SPIEGEL 7/1997
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