Die deutsche Zentrale des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé will darauf verzichten, "genmodifizierte Rohstoffe" zu verwenden, insbesondere bei der Produktion von Kindernahrung. Mit dieser Erklärung reagierte Europas größter Hersteller von Babynahrung und Fertiggerichten auf eine verfremdete Alete-Anzeige im Hamburger greenpeace magazin. Text: "Das Richtige für kleine Entdecker, die scharf auf neue Allergien sind." Gegen die seiner Ansicht nach "diffamierende Darstellung" durch die Umweltschützer will der Konzern im "Glaubwürdigkeitsinteresse von Greenpeace" jedoch nicht gerichtlich vorgehen. Erst kürzlich hatte allerdings der Chef des Gesamtkonzerns, Helmut Maucher, seine positive Einstellung zur Gentechnik betont: "Langfristig" sei der Einsatz von Genfood bei Maggi-Produkten oder Cornflakes und "auch bei der Kindernahrung nicht auszuschließen".
DER SPIEGEL 9/1997
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