Für die Freunde der Freizeitgesellschaft ist es ein Schlag ins Gesicht: Am glücklichsten ist der Mensch bei der Arbeit - heißt es in einer Studie, die in der Märzausgabe der Zeitschrift psychologie heute zitiert wird. Der Glücksforscher Mihaly Czikszentmihalyi fragte die Versuchsteilnehmer zunächst, wo sie am glücklichsten seien. Die Probanden antworteten erwartungsgemäß: in der Freizeit natürlich. Dann forderte er sie einige Wochen lang mehrmals täglich per Piepsignal auf, ihre augenblickliche Befindlichkeit in ein Heft einzutragen. Und es zeigte sich: Momente der Erfüllung und Bestätigung stellen sich bei der Arbeit eher ein als in der hochgeschätzten Freizeit - die entpuppte sich als eine Quelle von Streß und Langeweile.
DER SPIEGEL 9/1997
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