Die amerikanische Regierung setzt nicht nur bei der Jagd auf Terroristen, sondern auch zum Schutz der eigenen Grenzen zunehmend auf unbemannte Flugobjekte: Drohnen vom Typ "Predator", auf Deutsch Raubtier. Die Aufklärer, die sonst - dann bewaffnet - vor allem gegen al-Qaida in Pakistan oder im Jemen eingesetzt werden, sollen mit Hilfe hochentwickelter Sensoren illegale Einwanderer und Drogenschmuggler erspähen. Schon seit 2006 setzen Grenzbeamte neun Überwachungsdrohnen ein, ihr Aktionsgebiet beschränkte sich jedoch bislang vor allem auf die Grenze zu Mexiko. Nun aber hat das Washingtoner Heimatschutzministerium der Errichtung eines neuen Kontrollzentrums in Texas und der Aufstockung des Drohnenbestandes für Überwachungsflüge im Golf von Mexiko und in der Karibik zugestimmt.
US-Heimatschützer begrüßen die Maßnahmen als wichtige Hilfe in einer Region, in der sich Drogen- und Menschenschmuggel zunehmend auf die See verlagert haben. Der Einsatz der Drohnen, die eine Spannweite von knapp 20 Metern haben, ist jedoch nicht unumstritten: Laut einer internen Regierungsstudie sind die Überwachungsflieger, Stückpreis rund 20 Millionen Dollar, nicht besonders effektiv, ihr Betrieb ist zudem teuer.
DER SPIEGEL 28/2012
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