28.04.1997

ZEITSCHRIFTEN

Streit um die Berliner

Von Heinlein,

Noch bevor der Burda-Verlag die unter dem Arbeitstitel "Korsika" entwickelte Nullnummer seiner Hauptstadtzeitschrift fertig hat, macht ihm die Konkurrenz den geplanten Namen streitig. Der zur Springer AG gehörende Ullstein-Verlag und die Gruner + Jahr-Tochter BERLINER ZEITUNG reagierten sauer auf den Ende März von Burda beantragten Titelschutz für "Die Neue Berliner" und "Neue Berliner". Ullstein macht geltend, im Sommer 1996 den Titel "Der Neue Berliner" registriert zu haben, außerdem bestehe Verwechslungsgefahr mit dem Uralt-Titel BERLINER ILLUSTRIRTE. Die G + J-Juristen verweisen darauf, daß ihr Blatt im allgemeinen Sprachgebrauch als "Die Berliner" bekannt sei. Unbeeindruckt von dem Sperrfeuer der beiden Platzhirsche auf dem Berliner Printmarkt setzt der Burda-Verlag, der mit SUPER ILLU und SUPER TV 21,3 Prozent der Ostleser erreicht, die Arbeit fort. Kreativ-Kopf Franz Josef Wagner hat die Nullnummer fast fertig. Modemeister Karl Lagerfeld schreibt darin über das von ihm eigens für Wagner fotografierte, hochschwangere Topmodel Nadja Auermann, Bestsellerautor Michael Jürgs porträtiert die Verlegerwitwe Friede Springer. Das Blatt wird Mitte Mai in die Marktforschung gehen. Unter welchem Titel, ist noch unklar. Wagner: "Notfalls erfinde ich einen."


DER SPIEGEL 18/1997
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