19.05.1997

„Rückfall ins Mittelalter“

Mit einer winzigen Gesetzesänderung will Bonn Milliarden für die „sanfte Medizin“ lockermachen. Künftig sollen alternative Heilmethoden auf Kosten der Krankenkassen abgerechnet werden - auch dann, wenn sie nicht nachweisbar wirksam sind.
Von klein auf sieht sich Beatrix Philipp, 51, verschwörerischer Unterdrückung ausgesetzt. Ihr Vater war Naturheiler und Homöopath, und immer sei er von Medizinern angefeindet worden, die ihm Quacksalberei vorgeworfen hätten. "Das hatte Kampagnencharakter", empört sie sich.
Bei ihr daheim in Düsseldorf gilt die Lehre des seligen Vaters bis heute als der Weisheit letzter Schluß. "Wenn meine beiden Kinder Kopfschmerzen oder eine leichte Grippe haben, dann kriegen sie keine Tablette, sondern einen Einlauf", verrät Frau Philipp. Und fröhlich bekennt sie: In Sachen alternativer Medizin "bin ich eine richtige Überzeugungstäterin".
Zur Attentäterin auf die wissenschaftlich fundierte Medizin ist die Grundschullehrerin jetzt geworden. Seit 1994 sitzt Beatrix Philipp im Bundestag in den hinteren Reihen der CDU und ist Mitglied im Gesundheitsausschuß. Dort hat sie in einer Nacht- und Nebelaktion eine winzige, aber in ihrer Absurdität höchst folgenreiche Gesetzesänderung auf den Weg gebracht.
Der Gesundheitspolitikerin ist das Kunststück gelungen, mit einem Zusatz von nur vier Wörtern zu einem Gesetzentwurf das medizinische Establishment gegen sich aufzubringen und Deutschlands Krankenkassen in Furcht und Schrecken zu versetzen.
Das geänderte Gesetz, am 20. März in dritter Lesung verabschiedet, derzeit im Vermittlungsausschuß anhängig, wird am 12. Juni den Bundestag erneut beschäftigen. Kommt es durch, könnte es das deutsche Gesundheitswesen vor einen Wendepunkt stellen.
Die folgenschwere Änderung blieb in Bonn fast unbemerkt. Die Hauptakteure müssen mit der großen Politik beschäftigt gewesen sein, mit Steuer- oder Rentenreform, Sanierung des Haushalts oder Erfüllung der Maastricht-Kriterien. In Fraktionssitzungen und in der Plenardebatte erwähnten Gesundheitsminister Horst Seehofer und CDU-Gesundheitssprecher Wolfgang Lohmann den Philipp-Vorstoß nur mit wenigen Worten. Keiner schlug Alarm.
Namhafte Mediziner hingegen warnen, das geänderte Gesetz bedeute im Kern, daß künftig jeder niedergelassene Kassenarzt jede noch so abstruse Heilmethode auf Krankenschein abrechnen darf - selbst wenn seine Pülverchen, Wässerchen und Heilslehren nach medizinischem Wissensstand noch niemals einem Patienten genutzt haben.
Das Spektrum der von Ärzten eingesetzten Außenseitermethoden, die sie künftig womöglich auf Kosten der Solidargemeinschaft sollen ausüben dürfen, reicht weit: von der Urintherapie über die Elektroakupunktur und Irisdiagnostik bis hin zur Einhandwünschelrute ("Biotensor").
Angesichts dieses Bonner Bubenstücks macht sich ungläubiges Entsetzen breit in Universitäten, Krankenkassen und medizinischen Fachgesellschaften. Die Gesetzesänderung, urteilt Hermann Schulte-Sasse, 49, Leiter der Stabsstelle Medizin beim AOK-Bundesverband, "ist ein teures Kuckucksei".
Eine Resolution der Deutschen Krebsgesellschaft moniert verständnislos: "In einer Zeit, in der den Krebspatienten medizinisch notwendige Rehabilitationsmaßnahmen gekürzt oder sogar gestrichen werden, wird die Hintertür geöffnet für Ausgaben in Milliardenhöhe, deren Nutzen für Patienten nicht erwiesen ist."
Nüchterne Wissenschaftler wie der Heidelberger Onkologe Peter Drings halten das Gesetz für einen "durch nichts in der Welt zu rechtfertigenden Unsinn". Mit dieser Änderung, mahnt auch Johannes Köbberling, 57, Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin, "ist jedem selbsternannten Heiler und seinen Jüngern der Weg in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen geebnet".
Möglich wird der Irrwitz, der die Einsparbemühungen im Gesundheitswesen ad absurdum führt, durch die Neufassung des Paragraphen 135 im Sozialgesetzbuch (SGB V). Unter der Überschrift "Qualitätssicherung der vertragsärztlichen Versorgung" heißt es dort bisher: Neue medizinische Verfahren können nur dann von Krankenkassen bezahlt werden, wenn ihre Wirksamkeit "nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse" anerkannt ist.
Dieser Passus hat sich bewährt. Mit ihm konnten Krankenkassen die wuchernde Vielfalt von Heilmethoden ohne nachgewiesene Wirksamkeit aus ihrem Pflichtangebot verbannen. Das knappe Geld der Solidargemeinschaft sollte nur auf jene Verfahren verwandt werden, deren Nutzen belegt ist.
Wer dennoch in den Genuß von "Aura-Soma" kommen wollte, bei dem zwischen 95 farbigen Ölen als Spiegel der Seele auszuwählen ist, wer Kirlian-Fotografie oder Bach-Blütentherapie in Anspruch nahm, mußte dafür selbst zahlen. Ausnahmen von dieser Regel: Für viele Verfahren der Homöopathie, der anthroposophischen Medizin und der Phytotherapie, denen ebenfalls meist jeder Wirkungsnachweis fehlt, kommen viele Kassen von Fall zu Fall auf.
Künftig, nach dem geänderten Gesetzentwurf, sollen die Kassen zahlen, wenn ein Verfahren nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse "in der jeweiligen Therapierichtung" anerkannt ist. Mit dem Einschub dieser vier unscheinbaren Wörter schlägt die Abgeordnete Philipp, mit den Stimmen der CDU und FDP, eine Bresche in das bestehende System eines wissenschaftlich orientierten Gesundheitswesens.
Beabsichtigte Folge der Änderung: Sobald sich eine Vereinigung von Ärzten, die etwa dem Pendeln oder Handauflegen anhängen, in selbstverlegten Fachzeitschriften attestiert, daß Handauflegen und Pendeln nach ihren eigenen Erkenntnissen wirksame Behandlungsformen sind, dürfen die Heiler auf Kassengeld hoffen.
"Das ist ein Rückfall ins Mittelalter", sagt Barbara Burkhard, Gutachterin beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Bayern. Künftig solle das bloße Bekenntnis einer gläubigen Gemeinde gleichwertig neben der Erkenntnis der Wissenschaft stehen.
Diese Folgen sind dem Gesetzestext auf den ersten Blick kaum anzusehen. "Das Gesetz ist sehr gut gemacht", sagt der Nürnberger Onkologe Walter Gallmeier: "Es ist eine minimale Änderung, die maximale Veränderung nach sich zieht."
Gallmeier gehört zu jenen deutschen Krebsmedizinern, die seit langem dafür plädieren, alternative Heilmethoden nicht von vornherein abzulehnen, sondern einer unbefangenen Prüfung zu unterziehen. Die in Bonn geplante Gesetzesänderung aber hält er schlicht für "fortschrittsfeindlich" (siehe Interview Seite 33).
Hinter dem harmlos klingenden Textzusatz verbirgt sich das Destillat jahrelanger juristischer Expertisen der Lobby alternativer Heiler. Den Kassenjuristen ist die Formulierung aus zähen Prozessen schmerzhaft bekannt.
Ursprünglich entstammen die vier Wörter einem Rechtsgutachten, das der Stuttgarter Jurist Rüdiger Zuck 1991 angefertigt hat. Bezahlt wurde es vom "Europäischen Verbraucher-Verband für Naturmedizin", einer Einrichtung der Anthroposophen, die stets beklagten, daß ihre Heileurythmie, Kunsttherapie und rhythmische Massage nicht von den Kassen bezahlt werden.
Zuck hatte in seinem Gutachten erkannt, daß es "mißlich wäre", an "besondere Therapierichtungen" den Standard der wissenschaftlichen Medizin anzulegen. Weil die Exoten "in Qualität und Wirkung" nicht deren Stand entsprächen, bekämen sie so niemals einen Fuß in das deutsche Gesundheitssystem.
Der Advokat wußte Rat. Der Gesetzgeber müsse eben an jedes Verfahren die ihm angemessene Meßlatte anlegen: "Der allgemein anerkannte Stand der medizinischen Erkenntnisse wird von den Vertretern der jeweiligen besonderen Therapierichtungen bestimmt."
Ein Verfahren oder eine Arznei habe dann als "wissenschaftlich allgemein anerkannt" zu gelten, wenn es unter seinen Anwendern "eine Binnenanerkennung" hat. Tatsächlich haben sich zahlreiche Gerichte bei Erstattungsklagen auf Zucks Gedankenwerk berufen und Kassen dazu verurteilt, unkonventionelle Methoden zu bezahlen.
Von einer "Perversion des Wissenschaftsbegriffs" spricht eine Resolution der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften, der Dachverband von 107 Medizinervereinen. Gleichzeitig warnen die Ärzte: "Jedes Sektierertum", so heißt es in dem Protestbrief, der vor fünf Wochen den Abgeordneten zuging, könne sich jetzt "mit dem falschen Mantel der Wissenschaftlichkeit behängen".
Die vier fraglichen Worte mit der hohen Brisanz sind der CDU-Abgeordneten Philipp nicht selbst eingefallen. Sie wurden ihr souffliert von der "Hufeland-Gesellschaft für Gesamtmedizin".
In einem Schreiben vom 16. Januar haben deren Juristen die später beschlossene Gesetzesänderung vorformuliert. Frau Philipp streitet deren Hilfe nicht ab. "Den Buchleitner", einen maßgeblichen Aktivisten des Vereins, "kenne ich ja seit Jahren."
Fest gefangen in ihrem irrationalen Weltbild, verteidigt Frau Philipp ihren Vorstoß. Grundsätzlich "lassen sich homöopathische Mittel nicht immer durch chemische Prozesse testen", erklärt sie. Daher müsse es für die Beurteilung der Wirksamkeit unkonventioneller Verfahren "andere Kriterien geben als die, die von der chemischen Industrie ausgegeben werden".
Die chemische Industrie gibt freilich gar keine Kriterien vor. In der Beurteilung von Heilverfahren gelten international einheitliche Standards, die auf jederzeit wiederholbaren Experimenten, auf den Gesetzen der Logik und auf den bewährten Methoden wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns beruhen.
Mit alternativen Verfahren gehen die Prüfer nicht anders vor als mit jeder anderen medizinischen Methode. Für sie sind weder die ideologische Herkunft eines Verfahrens entscheidend noch irgendwelche Spekulationen darüber, wie ein Mittel in biochemische Vorgänge des Körpers eingreift.
Die Prüfer suchen allein Antwort auf die eine Frage, mit der sich etwa der Heidelberger Biometriker Jürgen Windeler täglich herumschlägt: "Wird das Leiden von Patienten mit größerer Wahrscheinlichkeit gelindert oder gar geheilt, wenn sie das fragliche Medikament einnehmen?" Bei diesem Test fallen die Alternativen regelmäßig durch. In ihren Erfolgsmeldungen beziehen sie sich meist lediglich auf nicht überprüfbare Einzelfälle.
Freudig scharrt unterdes die bunte Szene von Außenseiterheilern in den Startlöchern, darunter so fragwürdige Zusammenrottungen wie die "Ärztliche Gesellschaft für Ozontherapie", die "Bioresonanz-Ärztegesellschaft" oder die "Gesellschaft für Frischzellentherapie".
Auch der "Dachverband Geistiges Heilen" hat sich bereits zusammengefunden. In seinen Schriften phantasiert er, daß das Gesundheitswesen viel billiger würde, wenn die Heiler ihre Hand nicht nur auf Patienten, sondern auch auf Krankenscheine legen dürften.
Nicht ohne Grund reihen sich viele Ärzte ein in die Bewegung. Ein Arzt mit Zusatzausbildung in Naturheilkunde kann sich in Zeiten schrumpfender Einkommen besser gegen die Konkurrenz behaupten. Ein Bioresonanzgerät etwa hat zwar keinen medizinischen Nutzen, aber der Name klingt gut und füllt das Wartezimmer.
Über 60 Prozent der Mediziner in Deutschland behandeln nach Umfragen meist schulmedizinisch dort, wo es nötig ist; bei Zipperlein hingegen wenden sie auch unkonventionelle Methoden an. Eine unübersehbare Vielfalt von Heilslehren hat sich inzwischen in Deutschland etabliert. Fast alle dieser vielfältigen und oft sehr widersprüchlichen Gemeinden firmieren unter dem marktgängigen Stichwort "Ganzheitsmedizin".
Manche sehen Erdstrahlen als Ursache menschlichen Übels, andere suchen Schmerzzustände und Ohrensausen mit dem dumpfen Ton 100 Jahre alter tibetischer Klangschalen zu beseitigen. Manche wollen mit "modulierten Energien" heilen, andere mit Edelsteinen auf der Haut, wobei gelbe Steine Gutes gegen Gelbsucht ausrichten sollen. Auch das Schröpfen, bei dem es unter den Glasglocken zu lokalen Blutansammlungen kommt, ist weithin beliebt. Eine Aufstellung über unkonventionelle Therapien in Europa, die das niedersächsische Wirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hat, umfaßt fünf Bände und mehr als 4000 Seiten.
Diesen - oft heftig untereinander verfeindeten - Heilern bringt das Patientenvolk nahezu unbegrenztes Vertrauen und viel Geld entgegen. Für Medikamente ohne Wirksamkeitsnachweis geben die Bundesbürger freiwillig jedes Jahr über 12 Milliarden Mark aus, unter anderem für über 110 angebliche Krebsmittel.
Nach einer Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie glauben 70 Prozent der Deutschen an die Kraft der sogenannten sanften Medizin. 60 Prozent sprachen sich dafür aus, Außenseitermethoden in den Katalog der Pflichtleistungen der Krankenkassen aufzunehmen.
Im Alltag der Heilkunst haben die an den Hochschulen ausgebildeten Mediziner oft von vornherein das Nachsehen. Patienten, die an Gürtelrose (einer Virusinfektion der Hautnerven) leiden, lassen sich in großer Zahl von "weisen Frauen" wie der Hamburgerin Antje Rutszys besprechen, deren Hände "göttliche Energien" transportieren. Das macht den Viren nichts, lindert aber auf suggestive Weise den Schmerz und versöhnt mit dem vorgegebenen Ablauf der Entzündung.
Die meisten der chronisch Kranken - gleichgültig, ob sie an Melancholie, Rheumatismus oder Schlafstörungen leiden - suchen mindestens einmal Rat und Hilfe außerhalb der Schulmedizin, oft heimlich und als Rückversicherung.
Die alternativen Heilweisen beruhen darauf, daß der menschliche Organismus mit den meisten Krankheiten ganz von allein fertig wird, "spontan", ohne Medikamente und ärztlichen Rat.
Der Schnupfen, so lehrt die Volksweisheit, dauert mit Arzt eine Woche, ohne Doktor sieben Tage. Spontan heilen auch die meisten anderen Infektionskrankheiten, Grippe und Tripper, manchmal sogar Pest und Cholera. Die weitverbreiteten Befindlichkeitsstörungen und psychosomatischen Beschwerden, denen kein organischer Schaden zugrunde liegt, haben ebenso eine starke Tendenz zur "Spontanheilung". Die rechnet sich jeder Heilkünstler - sei er Schulmediziner oder Außenseiter - zugute.
Weiße wie sanfte Zunft profitieren aber noch von einem zweiten Mechanismus, dem "Placebo"-Effekt. Placebos sind Scheinmedikamente - "ich werde gefallen", bedeutet das lateinische Wort -, wirkstofflose Arzneien. Es gibt sie als bunte Dragees oder, zur Infusion, als physiologische Kochsalzlösung, als homöopathische Tinktur und unter tausend Namen als Naturheilmittel. Wirkstoff der Placebos ist der Heiler selbst, der Doktor sitzt im Fläschchen.
Eindrücklich demonstrierte das eine Studie, die kürzlich an der Universität München durchgeführt wurde. Bei Patienten mit chronischen Kopfschmerzen schien eine homöopathische Therapie tatsächlich anzuschlagen. Noch besser aber ging es einer Kontrollgruppe, die ein Placebo geschluckt hatte.
Auch in Bonn finden Exotenheiler eine mächtige Lobby. Unter anderen schwören Irene Epple-Waigel, Ehefrau des Bundesfinanzministers, und die Grüne Antje Vollmer auf die sanfte Tour, aber auch Anne Steinbeck-Klose, die Gattin des SPD-Bundestagsvizepräsidenten. Auch Veronica Carstens, Ärztin und Witwe des ehemaligen Bundespräsidenten, hat ein Herz für die Alternativen. Auf Ärztekongressen schockiert sie gern mit Lob für die Bioresonanztherapie.
An alternative Verfahren glauben mehr Frauen als Männer, wie die Zeitschrift PSYCHOLOGIE HEUTE berichtet. Je höher der Bildungsgrad, desto eher sind sie anfällig für diese Lehren. Das Hauptargument für die Alternativen ist stets der Hinweis auf fehlende Nebenwirkungen.
Doch in dieses weite Vertrauen mischt sich auch Weltanschauliches, es speist sich aus Unzufriedenheit mit der technisierten Welt und, ganz schlicht, aus der menschlichen Sehnsucht nach Wundern.
Ein Wunder ist beispielsweise dem Schauspieler Günter Strack, 67, widerfahren. Als er nach seinem Schlaganfall im vergangenen Winter im Koma lag, zog seine Familie einen Geistheiler aus Burkina Faso hinzu.
15 Minuten lang hat der Afrikaner Papa Elie, wie er der BUNTEN sagte, in Sachen Strack "mit Gott verhandelt", was selbst ihm nicht immer leichtfällt: "Manchmal muß ich betteln." Strack, aus Fernsehrollen als folgerichtig denkender Ermittler bekannt, weiß, was sein Schamane für ihn geleistet hat: "Er hat mich zurückgeholt in diese Welt."
Die Moderatorin Carmen Thomas hat ein Buch veröffentlicht, in dem sie die Heilkraft vor allem ihres Morgenurins preist. Eigenharn, behauptet sie, helfe - aufgetupft oder getrunken - unter anderem gegen Arthrose, Allergien, Migräne und heile vereiterte Ohren ebenso wie Halsentzündungen. Das Publikum glaubt ihr. Innerhalb weniger Monate hat sie über eine viertel Million Exemplare verkauft.
Bestseller wie diese und Berichte in Zeitschriften und Boulevardblättern prägen das Denken der Wundergläubigen. Die Begriffe "sanfte Medizin", "Alternativmedizin" und "Ganzheitsmedizin" sind so fest etabliert, daß kaum ein Patient an ihrem Sinngehalt zweifelt. Hingegen gilt die wissenschaftliche fundierte Heilkunde ("Schulmedizin") als Hort medizinischer Dogmatiker, die nur an den Symptomen herumdokterten.
Gern übersehen die Verfechter der "alternativen" Medizin, daß ihre Gurus die wahren Dogmatiker sind. Viele alternative Denkgebäude stützen sich auf uralte Lehren und charismatische Gründer, Veränderungen an diesen Lehren gelten ihren Jüngern als Ketzerei.
Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein unterschieden sich die Methoden der Ärzte kaum von denen der heutigen Naturheilkundler. Auch die Koryphäen der Heilkunst traktierten ihre Patienten damals mit Tinkturen und Extrakten, deren Wirkung bestenfalls durch zweifelhafte Erfahrungen von Kollegen bezeugt war.
Die damaligen Doktoren folterten ihre Opfer mit Aderlässen, Einläufen, Brech- und Abführmitteln und überwölbten diese Brachialtherapie mit oft bizarr anmutenden Spekulationen über Körpersäfte und heilsame Reinigungen des Leibes. Gegen diese starre Heilslehre zog damals der Arzt Samuel Hahnemann zu Felde.
1796 wartete er mit einem neuen Denkgebäude auf. Es gelte, ein Übel mit einem extrem verdünnten Mittel zu bekämpfen, das eben jenes Übel verursache. Die Homöopathie war geboren. Heilen konnte damit auch Hahnemann nicht - doch im Gegensatz zu den Quacksalbern seiner Zeit schadete er wenigstens nicht.
Dann jedoch vollzog sich ein grundlegender Wandel in der schon von Hahnemann bekämpften "Schulmedizin". Naturforscher und Ärzte wie Rudolf Virchow, Louis Pasteur, Robert Koch und Paul Ehrlich brachen mit der bloßen Erfahrungsmedizin und erklärten die Heilkunst zur Wissenschaft.
Auf diesem Fundament hat die Medizin weltverändernde Erfolge errungen. Mediziner haben die Bakterien entdeckt und als tödliche Keime entlarvt, Cholera und Thyphus aus Europa verbannt, die Pocken ausgerottet. Das Penicillin rettete Tausende von Verwundeten im Zweiten Weltkrieg. Die Narkose ermöglichte eine gänzlich neue Ära der Chirurgie. Die Herz-Lungen-Maschine erlaubte ausgedehnte Operationen am Pumporgan. Die Neuroleptika revolutionierten die Psychiatrie.
Bis in die siebziger Jahre hinein waren die Triumphe der wissenschaftlichen Medizin so unbestreitbar, daß Mystiker und Wunderheiler einen schweren Stand hatten. Doch seither bleiben die großen Erfolge aus. Chefärzte, die sich selbst gern mit der Aura der Allmacht umgeben, stehen den Leiden der modernen Zeit weitgehend hilflos gegenüber: den Allergien, den Depressionen, dem Krebs und den Altersleiden wie Alzheimer.
Nach der Ära der therapeutischen Durchbrüche begann nun die Inflation der Diagnose. Mit teuren Ultraschallgeräten, Kernspin- und Computertomographen durchleuchten die Ärzte inzwischen ihre Patienten, mit Kathetern dringen sie zum Herzen vor, in lukrativen Labors spüren sie Tausende verschiedener Biomoleküle auf.
Die apparatebetonte Medizin wirkt steril, der Mensch fühlt sich verloren zwischen Monitoren, Kabeln und Warnlampen. Aus dieser Misere erwuchs die Chance der "Alternativen". Homöopathen und Elektroakupunkteure, Handaufleger und Geistheiler schienen zu bieten, was den Ärzten der Großkliniken fehlte: einfache Antworten und viel Zeit für persönliche Zuwendung. Die Assoziationskette "Wasserader - Nässe - Rheuma" ist eben leichter zu verstehen als die schulmedizinischen Theorien über den Rheumatismus als Autoimmunkrankheit.
Dem Trend zum Irrationalen mochten sich auch die Krankenkassen nicht verschließen. Zwar drängen sie in Ärztegremien stets darauf, obskure Verfahren nicht bezahlen zu müssen. Doch stillschweigend finanzieren sie den Patienten auf Antrag bisher schon mehr medizinischen Kokolores wie Bioresonanz oder Organotherapeutika, als sie müssen.
Aus Kassensicht macht das Sinn: Seit es dem Patienten freisteht, seine Kasse zu wählen, stehen die Anbieter in hartem Wettbewerb. Mit dem Köder, auch alternative Verfahren zu finanzieren, hoffen sie, die beste Klientel an sich zu binden: Sympathisanten alternativer Verfahren entstammen vor allem den einkommensstarken Schichten, sie sind jung und selten krank.
Bei ihrer Hinwendung zur Glaubensmedizin wissen viele Patienten nicht, welche Risiken sie unter den Händen der Alternativheiler eingehen. Mahnungen aus dem Mund von "Schulmedizinern" perlen von ihnen ab.
Die bedrohlichste Nebenwirkung besteht darin, daß die Patienten in vielen Fällen im Vertrauen auf die Alternativen die notwendige medizinische Behandlung - oder sogar Heilung - versäumen. Überdies werden alternative Arzneien nicht wie reguläre Medikamente umfangreichen Sicherheitsprüfungen unterzogen, sondern lediglich beim Berliner Institut für Arzneimittel und Medizinprodukte registriert.
Die Stiftung Warentest hat eine Vielzahl der alternativen Therapien begutachtet, von Ayurveda über Magnetfeldtherapie bis hin zu den jetzt wieder beliebten Injektionen von Eigenurin*. Ergebnis: Nahezu keine Methode konnten die Prüfer empfehlen, einigen haften dafür schwerwiegende Risiken an (siehe Grafik Seite 26).
Wie hanebüchen die Verfahren sind, die ausgebildete Ärzte nebenher betreiben, zeigt das Beispiel der Bioresonanztherapie. Der Mediziner Franz Morell und sein Schwiegersohn Erich Rasche, ein Elektronikingenieur, haben das Verfahren 1977 entwickelt, seither erfreut es sich vor allem in der Esoterikgemeinde wachsender Beliebtheit.
Das Konzept hinter der Methode lautet, daß Krankheiten entstehen, wenn körpereigene elektromagnetische Schwingungen gestört sind. Bioresonanztherapeuten geben vor, das gestörte Gleichgewicht wieder ins Lot zu bringen, indem sie krankmachende Wellen mit ihrem Gerät "löschen" und sie harmonisiert wieder an den Körper zurückgeben.
Das verwendete Heilgerät ist in Wahrheit ein sogenannter Fourier-Frequenzanalysator, der in zahlreichen Labors zum Einsatz kommt. Er kostet rund 2500 Mark, für Heilzwecke wird er für 25 000 Mark verkauft. Patienten müssen dem Mediziner rund 80 Mark pro viertelstündiger Sitzung zahlen. Fazit der Stiftung Warentest: "Bioresonanztherapie muß als Spekulation und Irreführung der Patienten gelten."
Gleichermaßen abseits der Rationalität ist die Bach-Blütentherapie angesiedelt. Erfunden hat sie der englische Arzt Edward Bach. 1930 zog er sich als Mittvierziger nach Wales zurück, lebte ein Aussteigerleben und sann über das Wesen des Siechtums nach.
Krankheit, erkannte er, sei schlicht das Ergebnis von Charakterschwäche, "das Ergebnis eines Konflikts zwischen höherem Selbst und Persönlichkeit". Dagegen würden hochverdünnte Blütenessenzen helfen, denn ihnen wohne die energetische Kraft der Pflanze inne.
Die Herstellung der Blütenessenzen hat der Meister selbst beschrieben: Bestimmte Blüten sollen an wolkenlosen Tagen vor neun Uhr morgens gepflückt und in eine Schale mit Quellwasser gelegt werden. Sobald sie welken, sollen sie mit einem Zweig derselben Pflanze aus dem Wasser gefischt werden. Übrig bleibt das Blütenwasser. Dieses wird mit der gleichen Menge Cognac konserviert und dann verdünnt im Verhältnis 1:240.
Eine Ampulle mit 10 Millilitern kostet 25,90 Mark. Die Behandlung einer chroni-
* Stiftung Warentest (Hrsg.): "Die andere Medizin. Nutzen und Risiken sanfter Heilmethoden". Stiftung Warentest, Berlin; 384 Seiten; 49 Mark.
schen Krankheit soll nach Angaben von Bach-Blütenheilern 18 Monate dauern.
Mit solcherlei Hokuspokus muß sich künftig Paul Rheinberger, 44, herumschlagen, denn er ist Geschäftsführer jenes Ausschusses der Ärzte und Krankenkassen, der über die Kassenzulassung der obskuren wie der medizinischen Verfahren zu entscheiden hat. "Bei unserer Arbeit", darauf besteht er, "müssen rationale, objektive Kriterien maßgebend sein, nicht jedoch der Glaube an medizinische Heilslehren."
Künftig soll Rheinberger nach dem Willen von Union und FDP mit zweierlei Maß messen. Die Knochendichtemessung, ein schulmedizinisches Verfahren, das sich in vielen Studien als unsinnig erwiesen hat, soll er gemäß seinem gesetzlichen Auftrag aus dem Leistungskatalog der Kassen streichen. Die Bioresonanztherapie hingegen müßte er, wenn er dem Buchstaben des Gesetzes folgt, in den Katalog aufnehmen, denn die Anwender selbst bescheinigen der Therapie Wirksamkeit. "Das ist wider jede Vernunft", empört sich Rheinberger.
Ist es vorstellbar, daß kein Bonner Politiker die Tragweite der Gesetzesänderung begriffen hat? AOK-Mann Schulte-Sasse hält das für wahrscheinlich. Nur Eingeweihte könnten den Rattenschwanz an Konsequenzen dem Gesetz ansehen.
Erst am 19. März, einen Tag vor der Abstimmung im Bundestag, hat die Gesundheitspolitikerin Philipp ihre Änderung in den CDU- und FDP-Fraktionen durchgebracht.
Die Abgeordnete hatte ihre Parlamentskollegen sowie die Beamten aus Seehofers Gesundheitsministerium schon wochenlang mit ihrem Anliegen genervt. "Wenn die meinen Namen hören", gibt sie freimütig zu, "dann zucken die alle schon."
Im Dezember bereits begann Philipp mit der Zermürbungstaktik. "Wo immer ich konnte, habe ich die Leute angesprochen", erinnert sie sich. Seehofers zuständigen Abteilungsleiter nötigte sie sogar an Weiberfastnacht, dem Allerheiligsten des rheinischen Karnevals, zu einem Sondertreffen im Ministerium.
Am Tag vor der entscheidenden Abstimmung hatte Philipp dann endlich "den richtigen Moment erwischt". Auch im Ministerium leistete niemand mehr Widerstand. Die gesamte Gesetzesberatung sei ohnehin "ein einziges Gehuddel" gewesen, klagt Monika Knoche von den Grünen.
Wenige Tage vor der Abstimmung im Parlament seien den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses 109 Seiten mit Änderungsanträgen vorgelegt worden. Weil nicht einmal Zeit bestand, hierzu Sachverständige zu befragen, haben sich die Grünen bei Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth über die "Ignoranz parlamentarischer Gepflogenheiten" beschwert.
Zudem kam Frau Philipp das starke Bedürfnis der Abgeordneten zugute, der im Volk wie im Parlament innig geliebten Alternativmedizin mehr Boden zu verschaffen. Auch der eiserne Sparer Horst Seehofer hat vor der Sehnsucht nach Wundertätern kapituliert: "Wir haben nicht das Recht", sagt der Bundesgesundheitsminister, "der Bevölkerung ihr Bedürfnis nach besonderen Therapierichtungen auszureden. Aber wir müssen auch sagen: Wenn ihr das wollt, dann kostet das auch ein Stück Geld."
Einzig dem FDP-Gesundheitssprecher Jürgen Möllemann scheint nicht ganz wohl zu sein: "Wir haben uns da auf eine sehr heikle Gratwanderung eingelassen", der Abstand zu Scharlatanerie sei "sehr schmal".
Nach eigenen Angaben war Möllemann erstaunt, "wieviel hochrangige Leute in unserer Koalition plötzlich ihr Herz für die Naturheilverfahren entdeckt haben". Seehofer selbst sieht noch andere Kräfte am Wirken. "Ich kann nicht bestreiten", sagt er, "daß der eine oder andere Abgeordnete vielleicht gute Beziehungen zu Arzneimittelherstellern hat, die homöopathische Dinge herstellen."
Der Minister glaubt mit dem neuen Gesetz gut leben zu können. "Im Streit Schulmedizin gegen besondere Therapierichtungen vertrete ich seit jeher die Position: Nicht entweder/oder, sondern sowohl/als auch. Spätestens, wenn es wirklich zwickt", sagt er, "lernt der Mensch den Segen der Schulmedizin zu schätzen."
Doch gerade die, die es wirklich zwickt, brauchen ein Krankenkassensystem, das nicht von abwegigen Wunderheilern ausgehöhlt wird. Mit jeder Bach-Blütentherapie, für die eine Kasse zahlt, bleibt weniger Geld im Topf für Nierentransplantationen, Krebsoperationen und kostspielige Aidsmedikamente.
Seit 1994 läuft bei 42 ganzheitlich behandelnden Ärzten, 8 Betriebskrankenkassen und 304 Patienten im Ruhrgebiet ein erster Erprobungsversuch. Dort soll herausgefunden werden, ob Ganzheitsmedizin, wie oft behauptet, die Krankenkassen billiger kommt. Die bisherigen Ergebnisse erweisen das Gegenteil.
Wie aus der Projektstudie hervorgeht, sind die ambulanten Arztkosten pro Patient im Durchschnitt "um mehr als das Zehnfache angestiegen". Als wahre Geldvernichter entpuppten sich die alternativen Diagnoseverfahren, etwa die Elektroakupunktur oder die Mundstrommessung.
Pro Arbeitsstunde, ganz gleich, was sie tun, dürfen die Ganzheitsheiler bei den Betriebskrankenkassen 360 Mark abrechnen - am Abend und am Wochenende das Doppelte. Die Arbeitsunfähigkeitstage der Kranken, die vor allem über Leiden wie Rückenschmerz, Rheuma, Asthma und Migräne klagten, sind bei den 304 Testpatienten nicht gesunken.
Enorme Kosten, so zeigen andere Fälle, verursacht auch die alternative Krebstherapie. Eine 56jährige Magenkrebskranke in Süddeutschland wurde über vier Monate mit NeyTumorin-Infusionen behandelt, einem Organotherapeutikum, in dem 15 verschiedene Bestandteile von Rinderorganen gelöst sind. Kosten: 23 612,38 Mark; Behandlungserfolg: nicht nachweisbar.
Noch ist das umstrittene Gesetz nicht in Kraft. Am 12. Juni wird es erneut im Bundestag beraten, weil die SPD es im Bundesrat aus anderen Gründen als Teil eines Gesamtpakets zurückgewiesen hat. Doch für die Gesetzesänderung ist die Zustimmung des Bundesrates nicht notwendig. Wenn es am 12. Juni mit Kanzlermehrheit beschlossen wird, tritt es am 1. Juli rückwirkend zum 1. Januar in Kraft.
Rheinbergers Bundesausschuß der Krankenkassen und Ärzte hat sich vorgenommen, auch künftig von anerkannten wissenschaftlichen Kriterien nicht abzuweichen. Darauf hofft auch Seehofers Bundesgesundheitsministerium: Als Bremse gegen Firlefanz und Scharlatanerie sieht das Gesetz auch künftig vor, daß neue Verfahren jeder Herkunft "zweckmäßig", "notwendig" und "wirtschaftlich" sein müssen. "Damit", so glaubt eine Ministeriumssprecherin, "hat der Ausschuß jede Macht, unwirksame Therapien abzuwehren." Manfred Zipperer, Abteilungsleiter bei Seehofer, hält deshalb die Befürchtung von Ärzten und Krankenkassen für "völlig überzogen".
Doch die "Zweckmäßigkeits"-Bremse wird den Zug der Irrationalen kaum aufhalten können. "Die unkonventionellen Therapierichtungen werden den Bundesausschuß mit Einsprüchen eindecken und die Arbeit lahmlegen", prophezeit die Münchner Gutachterin Burkhard. Danach, so sieht es Rheinberger, werden die abgewiesenen Heiler die Sozialgerichte mit einer Flut von Klagen überziehen.
Juristen haben dann zu entscheiden, was zweckmäßig und notwendig ist. Was aber soll "Zweckmäßigkeit" oder "Notwendigkeit" bedeuten, wenn der Wirkungsnachweis als Kriterium nicht mehr gilt?
Das Celler Landessozialgericht hat 1995 in einem Urteil die neue Richtung bereits vorweggenommen. Ein Patient, der an der Duchenne-Muskelkrankheit litt, einem unheilbaren Erbleiden, hatte sich von seinem Arzt für 10 000 Mark mit Bioresonanz, Thymuspräparaten und NeyTumorin behandeln lassen.
Das Gericht entschied, daß die Krankenkasse für das verwendete Heilverfahren zahlen müsse - es sei zwar wissenschaftlich nicht anerkannt, genieße aber unter seinen Anwendern die Binnenanerkennung.
Das Bundessozialgericht dagegen hat in einem gleichfalls 1995 gefällten Urteil auch den unkonventionellen Heilern einen eindeutigen Wirkungsnachweis abverlangt. Doch künftig wird sich das Gericht schwertun, so rational zu argumentieren.
"Wenn der Gesetzgeber alle Bewertungsmaßstäbe außer Kraft setzt", fürchtet der Heidelberger Medizintheoretiker Jürgen Windeler, "wird kein Gericht solche Klagen mehr abschmettern können."
[Grafiktext]
Alternative Medizin im Urteil der Stiftung Warentest
[GrafiktextEnde]
[Grafiktext]
Alternative Medizin im Urteil der Stiftung Warentest
[GrafiktextEnde]
* Stiftung Warentest (Hrsg.): "Die andere Medizin. Nutzen und Risiken sanfter Heilmethoden". Stiftung Warentest, Berlin; 384 Seiten; 49 Mark.
Von Evers und

DER SPIEGEL 21/1997
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.


DER SPIEGEL 21/1997
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

„Rückfall ins Mittelalter“

Video 01:04

Virales Gute-Laune-Video Tom Hanks crasht Hochzeitsfeier

  • Video "Virales Gute-Laune-Video: Tom Hanks crasht Hochzeitsfeier" Video 01:04
    Virales Gute-Laune-Video: Tom Hanks crasht Hochzeitsfeier
  • Video "US-Amateurvideo: Sturm bläst Hausdach über Straßenkreuzung" Video 00:46
    US-Amateurvideo: Sturm bläst Hausdach über Straßenkreuzung
  • Video "Längste Meeresbrücke der Welt: 55 Kilometer über das Wasser" Video 00:43
    Längste Meeresbrücke der Welt: 55 Kilometer über das Wasser
  • Video "Duo zum Duell zur TV-Debatte: Clintons geplante Tantigkeit" Video 04:25
    "Duo zum Duell" zur TV-Debatte: Clintons geplante Tantigkeit
  • Video "Drohnenvideo: Aleppo, die zerstörte Stadt" Video 00:57
    Drohnenvideo: Aleppo, die zerstörte Stadt
  • Video "Die Lachnummer des Jahres: Nordkoreas U16-Keeper und sein Riesenbock" Video 00:54
    Die Lachnummer des Jahres: Nordkoreas U16-Keeper und sein Riesenbock
  • Video "US-Überwachungsvideo: Helikopter-Notlandung auf Straßenkreuzung" Video 00:43
    US-Überwachungsvideo: Helikopter-Notlandung auf Straßenkreuzung
  • Video "Weiße Haie vor Südafrika: Raubfische auf dem Rückzug" Video 01:24
    Weiße Haie vor Südafrika: Raubfische auf dem Rückzug
  • Video "TV-Debatte Clinton vs. Trump: Die Highlights der Show" Video 03:48
    TV-Debatte Clinton vs. Trump: Die Highlights der Show
  • Video "Videoanalyse: Auf halber Strecke ging Trump die Puste aus" Video 00:44
    Videoanalyse: "Auf halber Strecke ging Trump die Puste aus"
  • Video "Gezeitenflut am Qiantang-Fluss: Die perfekte, gefährliche Welle" Video 01:24
    Gezeitenflut am Qiantang-Fluss: Die perfekte, gefährliche Welle
  • Video "Debattenniederlage: Trump gibt defektem Mikrofon die Schuld" Video 00:32
    Debattenniederlage: Trump gibt defektem Mikrofon die Schuld
  • Video "Fast: Gigantisches Radioteleskop in Betrieb" Video 00:53
    "Fast": Gigantisches Radioteleskop in Betrieb
  • Video "Starker Auftritt zum Antritt: Gisdol gibt Gas" Video 02:50
    Starker Auftritt zum Antritt: Gisdol gibt Gas
  • Video "Marinevideos veröffentlicht: Öltanker in Flammen" Video 00:52
    Marinevideos veröffentlicht: Öltanker in Flammen