16.07.2012

MEDIZINFrühchen mit Schwächen

Das Risiko einer späteren Behinderung von extrem unreifen Frühgeborenen wird offenbar unterschätzt. Nur 27 Prozent von ihnen sind im Alter von fünf Jahren unauffällig in ihrer Entwicklung. Jedes vierte Frühchen zeigt deutliche Auffälligkeiten in der körperlichen und geistigen Entwicklung wie etwa schwere Epilepsie oder Gehörschäden. Jedes zweite hat leichtere Schwächen, beispielsweise in der Feinmotorik, der Sprachentwicklung oder im Sozialverhalten. Dies sind die Ergebnisse einer Langzeitstudie vom Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen in Hannover. Das Projekt unter Leitung von Gabriele Damm startete 2004 mit 739 Frühgeborenen, die vor der 28. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen waren. Bei dieser ersten Nachuntersuchung im Alter von sechs Monaten zeigten 53 Prozent der Frühchen Auffälligkeiten, die einer Therapie bedurften. Nach zwei Jahren waren es bereits 61 Prozent, nach fünf Jahren 73 Prozent. Im August sollen weitere Zahlen vorgelegt werden. 2014 will Damm die Studie abschließen mit den dann zehnjährigen Kindern.

DER SPIEGEL 29/2012
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