14.07.1997

Verfolgen, verhaften, einsperren

Vorbild New York? Vorige Woche beschrieb der SPIEGEL, wie deutsche Polizeichefs neue Methoden radikaler Verbrechensbekämpfung studieren. In diesem Heft analysiert New-York-Korrespondent Jürgen Neffe den Preis des Erfolgs: In der US-Metropole nehmen die Übergriffe der Cops zu.
East New York, an einem Freitag abend, kurz nach zehn. Spätschicht in der Wache des 75. Precinct, eines von 76 Polizeibezirken in New York City. Durch die Hintertür wird ein Jugendlicher in den Dienstraum im Erdgeschoß geschoben, den Kopf leicht nach vorn geneigt, die Hände auf dem Rücken in Handschellen gefesselt. Er trägt einen verschlissenen Anorak, übergroße Jeans und unverschnürte Sportschuhe.
Ein junger Cop, ein Streifenpolizist mit tief in die Stirn gezogener Schirmmütze, geht hinter dem Verhafteten. Seine Kollegen blicken kurz auf, einige nicken oder rufen ihm aufmunternd zu. Jeder Fang wird als Erfolg gefeiert in diesem Teil von Brooklyn, dessen Straßenblocks lange Zeit als die gefährlichsten in der Stadt galten.
Der Uniformierte, milchgesichtig und selber kaum über 20, hält den Verhafteten, einen 16jährigen Latino, fest im Griff. "Drei Tage Knast", schätzt Sergeant Kevin Gale, ein Bulle wie aus dem Buch, mit dicker Zigarre zwischen den Zähnen und einem Pokerface, wie es Polizisten in Hollywoodproduktionen zeigen. "War seine erste Verhaftung." Der Junge schaut ängstlich und verdrossen drein. Sein Vergehen: Radfahren auf dem Gehweg.
Willkommen in New York, der Polizeihauptstadt der Welt, wo Sicherheit durch Recht und Ordnung herrscht wie in sonst keiner Metropole der USA. Denn hier wird der "Krieg gegen das Verbrechen" wörtlich genommen - so wörtlich, daß eine wahre Streitmacht auf den Straßen patrouilliert: Mehr als 38 000 Männer und Frauen in Uniform hat das New York Police Department (NYPD) unter Vertrag.
Ein Cop auf weniger als 200 Bewohner: Mit eindrucksvoller Stärke hat das NYPD in den letzten Jahren außerordentliche Erfolge erzielt. Laut einer Umfrage der NEW YORK TIMES halten 54 Prozent der Bürger die Arbeit ihrer Polizei für ausgezeichnet oder gut. In letzter Zeit mehren sich jedoch die Stimmen, daß die Ordnungshüter in ihrem Eifer zu weit gehen.
"Die Polizisten haben einen sehr guten Job zur Verringerung des Verbrechens geleistet", sagt Norman Siegel, Direktor der Bürgerrechtsvereinigung New York Civil Liberties Union, "nun müssen sie lernen, die Menschen mit Respekt zu behandeln."
Während Experten aus aller Welt das New Yorker Modell bewundern, wird in der Stadt am Hudson neben dem Jubel über die wiedergewonnene Sicherheit allmählich auch der Jammer über den Preis des allgemein anerkannten Fortschritts laut. Vor allem unter Schwarzen und Latinos in Problembezirken wie East New York oder Washington Heights werden Klagen über den "Polizeistaat" laut, seit sich Übergriffe gegen Unschuldige und Verletzungen der Bürgerrechte häufen.
Nachdem sie die innere Sicherheit wiederhergestellt habe, fürchten manche, bedrohe die Polizei nun den inneren Frieden. "In Nazi-Deutschland gab es auch kein Verbrechen auf den Straßen", sagt Richard Perez vom Nationalen Kongreß für die Rechte der Puertoricaner.
Von "Polizisten allenthalben" schwärmt dagegen Howard Safir, 55, dem die gewaltige Polizeitruppe untersteht: "Das NYPD reicht überall hin." Als Police Commissioner von New York City überwacht er wie ein Feldherr vom Hügel die Operationen seiner Einheiten aus dem 14. Stock des Hauptquartiers im südlichen Manhattan.
Da sitzt hinter seinem mächtigen Schreibtisch der Mann mit dem Charisma einer Bulldogge, der kantige Kopf im weißen Kragenrund wie festgeschraubt, die Zähne zusammengebissen, die Lippen aufeinandergepreßt mit bedrohlich nach unten gebogenen Mundwinkeln, und läßt sich berichten von den Fortschritten an der Front.
"Wenn ich will, weiß ich bis auf den gestrigen Tag genau, welches Verbrechen in welchem Viertel begangen wurde", erklärt er und setzt ein undurchsichtiges Lächeln auf - ein stolzer Anspruch bei immer noch über 30 000 Straftaten pro Monat in einer Stadt von 7,5 Millionen Einwohnern. Safir hat immer den Überblick darüber, wo es "brennt" und wie gut seine Cops die Lage im Griff haben. "Der Schlüssel zum Erfolg", glaubt er, "ist Information zur rechten Zeit."
Der Commissioner sieht in der Kontrolle seines Apparats die beste Voraussetzung für die Kontrolle der Kriminalität in der Stadt. "Seine Tentakel", sagt ein Mitarbeiter, "reichen ziemlich weit." Wenn er seine Untergebenen zum Rapport bestellt, läßt er keinen Zweifel daran, wer der Boß ist. Dabei wird sein Blick in einer Weise durchdringend, daß niemals ganz klar ist, ob er sein Gegenüber durchschaut oder nur durch es hindurchschaut. Seit seinem Amtsantritt im April 1996 hat Safir 54 der 76 Precinct-Kommandeure versetzt oder gefeuert.
Seinen ausgeprägten Sinn für Hierarchien und seinen Glauben an Macht durch Wissen teilt der Kontrollfanatiker mit seinem Chef, dem Bürgermeister Rudolph Giuliani. Der Republikaner gewann vor vier Jahren die Wahl in der demokratisch dominierten Stadt gegen den Amtsinhaber David Dinkins vor allem mit dem Versprechen, "den New Yorkern ihre Straßen zurückzugeben". Ein Defizit von drei Milliarden Dollar zwang ihn nach der Amtsübernahme, in allen Bereichen zu sparen - außer bei der Polizei, die er um 8500 Mann verstärkte.
Aufmerksam wacht Giuliani seither über die Arbeit der Cops als Garantie seines Erfolgs. Im kommenden Herbst stellt er sich wieder zur Wahl, und das wichtigste Thema des früheren Staatsanwalts steht seit langem fest: Während seiner Amtszeit ist die Kriminalität um mehr als ein Drittel zurückgegangen. Vor allem den spektakulären Rückgang der Mordrate um mehr als die Hälfte hat sich der Mayor als persönliches Verdienst angerechnet.
Die Zahl der Straftaten hat in einem Maße abgenommen, daß Safir seinen Jahresetat von 2,3 Milliarden Dollar mit den einfachen Worten verteidigen kann: "Wir können es uns gar nicht leisten, nicht genug Cops zu haben." Doch nicht allein schiere Größe hat das Department zur erfolgreichsten Polizei Amerikas und zum Vorbild von Verbrechensbekämpfern in aller Welt gemacht. Es sind vielmehr seine Methoden - oder, um im Jargon zu bleiben: Taktik und Strategie.
Von einer "Revolution innerhalb des NYPD" spricht Edward Cannon, Chef des 75. Precinct in East New York, dessen Spätschicht eben den jugendlichen Gehwegradler eingefangen hat. Mit insgesamt 411 Uniformierten verfügt seine Abteilung nicht nur über viel mehr Personal als noch vor fünf Jahren. Seine Leute sind auch viel effizienter und aktiver, weil sie, wie Cannon sich ausdrückt, "endlich wieder ihrer Arbeit nachgehen können".
Der Job der Cops besteht zum einen in ihrer schlichten Präsenz, durch die potentielle Straftäter abgeschreckt werden sollen: Zu jedem Zeitpunkt befinden sich mindestens 100 Polizisten irgendwo in den gut zwei Quadratkilometern von East New York, die zum 75. Precinct gehören. Etwa 160 000 Menschen, überwiegend Einwanderer, leben dort in zumeist sehr ärmlichen Verhältnissen. Zum anderen sieht die "Tätigkeitsbeschreibung" der Schutzmänner neuerdings mehr denn je jenen Akt des polizeilichen Handwerks vor, der Straßen leert und Gefängnisse füllt: die Verhaftung.
"Je mehr wir verhaften, desto weniger Verbrechen werden verübt", erklärt Safir sein Prinzip. Bei etwa einer Million "Kontakten" kommt es nach Angaben der NYPD-Führung heute zu fast 400 000 Verhaftungen im Jahr - wobei freilich auch mehr Menschen ungerechtfertigt festgenommen werden als zuvor.
"Man hat uns endlich von unseren Fesseln befreit", sagt Sergeant Jimmy Quinn vom 75. Precinct, "nun haben wir die Hände frei, für Ordnung zu sorgen." Gerade haben seine Leute wieder einen Schwarzen hereingeschleppt, der mit einer kleinen Menge Marihuana erwischt worden ist und sich gegen seine Gefangennahme wehren wollte. Er blutet aus einer Wunde an der Stirn.
Gnadenlos werden auch sogenannte quality of life crimes verfolgt, mindere Vergehen wie Graffiti-Sprühen, aggressives Betteln, Abspielen überlauter Musik, Schwarzfahren und unter Umständen selbst das Überqueren der Straße bei roter Ampel. Neuerdings wird sogar mit einer Geldstrafe von 50 Dollar belegt, wer in der U-Bahn zwei Plätze besetzt - auch wenn der Wagen nur halb gefüllt ist. Daß angesichts solch drastischer Maßnahmen die Zahl der Schwarzfahrer seit 1990 auf ein Fünftel gefallen ist, darf als erfreuliche Nebenwirkung einer kompromißlosen Wiederherstellung von Law and Order verbucht werden.
Am deutlichsten zeichnen sich die Erfolge der polizeilichen Reinigungsaktionen an Stellen in der Stadt ab, wo die Ströme der Touristen sich kreuzen - New York zählt über 30 Millionen Besucher pro Jahr. Der Bryant Park an der 42. Straße und 6th Avenue, in den achtziger Jahren Drogenpfuhl und Dealertreff, vor dessen Betreten Reiseführer warnten, ist ein friedlicher, sauberer Bürgergarten geworden. Der Theaterdistrikt um den Times Square, ehemals als Rotlichtbezirk gefährlich und gefürchtet, hat sich zur sicheren Flanierzone für die ganze Familie gewandelt.
In dieser Gegend erprobt die Stadt seit dreieinhalb Jahren auch ein neuartiges Konzept von Strafverfolgung und -vollzug: Im Midtown Community Court, einer Art Nachbarschaftsgericht für kleinere Vergehen an der 54. Straße, werden Täter unmittelbar nach ihrer Festnahme verurteilt - in der Regel nicht zu Geld- oder Gefängnisstrafen, sondern zum Dienst an der Gemeinschaft.
Wer sich schuldig erklärt - während der ersten drei Jahre knapp drei Viertel der rund 25 000 Fälle -, bekommt im sechsten Stock des Gebäudes auf Wunsch eine heiße Suppe serviert und wenn nötig Drogenhilfe oder andere Beratung. Ein Großteil der Verurteilten wird noch am selben Tag einer Arbeitskolonne zugeteilt. Weithin sichtbar in blaue Overalls und Leuchtwesten mit der Aufschrift "Midtown Community Court" gekleidet, müssen die Ordnungsstörer auf den Straßen um den Times Square Müll einsammeln, Beete in Ordnung bringen oder Graffiti übermalen.
"Wir wollen nicht bestrafen, sondern Verhalten korrigieren", erklärt Julius Lang, Koordinator der Experimentalbehörde. Die meßbaren Resultate seien ermutigend. Beispielsweise habe in Midtown die Zahl der Festnahmen wegen Prostitution seit Einführung des Schnellgerichts um 60 Prozent abgenommen.
Allerdings muß auch Lang einräumen, daß sich das Gewerbe zum Teil in Wohnungen und Hotelzimmer der Gegend oder in andere Stadtteile zurückgezogen hat. Zu einem anderen, nicht unbedeutenden Teil war gewiß auch eine neue Polizeitaktik für das Verschwinden der Huren von den Straßen um den Times Square verantwortlich: Statt der Prostituierten läßt das NYPD die Freier hochgehen.
"Wir haben unsere hübschesten Polizistinnen in Zivil gesteckt und auf die Straße geschickt", sagt Detective Adam D'Amico. War sich ein Kunde mit einer dieser Damen handelseinig, schnappte die Falle zu. Der Freier wurde eine Nacht lang festgehalten, sein Auto bekam er erst nach zwei Tagen zurück. "Nun fragte die Ehefrau nicht nur: Wo warst du letzte Nacht", amüsiert sich D'Amico, "sondern außerdem: Was ist mit deinem Auto passiert?"
Mit Hilfe der Medien sei das Verfahren so publik gemacht worden, daß den Huren schließlich die Kundschaft ausging. Bei ähnlichen Aktionen im Stadtteil Queens wurden die Verhafteten Kameraleuten und Fotografen vorgeführt, ihre Bilder waren später in den Abendnachrichten und anderntags auf den Titelseiten von Boulevardblättern zu sehen.
D'Amico, einer von zwei speziellen "crime prevention officers" (etwa: Beamte zur Verbrechensvorbeugung), trägt in seiner Brieftasche stets ein Kartenspiel bei sich. Mit flinken Handbewegungen verschiebt, hebt und vermischt er die Karten so, daß jeder Ungeübte am Ende auf die Frage: "Wo liegt der schwarze König?" todsicher auf die falsche Karte tippt.
"Um erfolgreich vorgehen zu können", sagt er, "müssen wir die Methoden der Gauner kennen." In der Innenstadt spazieren beispielsweise etliche Polizisten in Zivil herum, die das Handwerk der Taschendiebe mitunter besser beherrschen als diese selbst und daher "ein Auge haben" für die kleinen Klauer.
Älteren Autobesitzern wird empfohlen, ihr Fahrzeug registrieren zu lassen und mit einem deutlich sichtbaren, unablösbaren Aufkleber zu versehen, dem zu entnehmen ist, daß der Fahrer dieses Wagens mindestens 25 Jahre alt sein muß. Wird ein Jugendlicher - sie stellen die Mehrzahl der Autodiebe - hinter dem Steuer eines solchen Gefährts gesehen, kann die Polizei unverzüglich zuschlagen: einer von vielen Gründen, warum sich die Zahl der Autodiebstähle von über 145 000 im Jahr 1990 auf weniger als die Hälfte im vergangenen Jahr verringert hat.
D'Amico kann fast endlos aus der Schule plaudern - so vielseitig sei die Phantasie der Polizei, "wenn man uns machen läßt". Aber auch dieser versierte Detective gibt sich keinen Illusionen hin. Ein Teil der Täter wandere einfach ab, sagt er, "weil es ihnen bei uns zu ungemütlich wird". Polizeichef Safir, der früher als leitender Angestellter beim United States Marshals Service diente, ficht das nicht an: "Ich folge der Sheriff-Philosophie", erklärt er: "Treib die Kriminellen aus deiner Stadt. Und wenn sie dann in anderen Gegenden aktiv werden" - wie die Drogenhändler aus dem nördlichen Manhattan, die nun vermehrt im benachbarten New Jersey dealen - "was soll's."
"Verbrechen beugt man am besten vor, indem man die Leute, die Verbrechen verüben, von den Straßen entfernt", führt der NYPD-Boß aus. Es handele sich dabei um eine mehr oder weniger begrenzte Gruppe, "und die muß man verfolgen, verhaften und so lange wegsperren wie möglich".
Durch das Schrotschußprinzip bei den Festnahmen - ein Verdacht genügt - erwischen die Streifenpolizisten neben Ordnungsstörern tatsächlich auch kleinere Gauner und gelegentlich sogar größere Gangster. Dabei droht der neue New Yorker Ordnungssinn jedoch mitunter in die Nähe dessen zu geraten, was in liberaleren Ländern als Polizeistaat verschrien wäre.
Alle paar Minuten werden Menschen von der Straße in Polizeigewahrsam genommen, auch wenn sie nur öffentlich Bier trinken oder pinkeln - nicht selten der Beginn einer jener "Karrieren", die im Strafvollzug enden. Wer sich ausweisen kann, kommt in der Regel noch mit einem Bußgeld davon: allerdings erst, wenn per Computercheck festgestellt worden ist, daß nichts anderes gegen ihn vorliegt. Wer keine gültigen Papiere bei sich trägt, wird auf Waffen und Drogen untersucht und auf die Wache geschafft.
Dort wird jeder Festgenommene von einem eigens geschulten Detektiv einem besonderen Verhör unterzogen, das nichts mit seinem Vergehen zu tun haben muß. Dieses "debriefing" genannte Verfahren dient dem Aufbau einer stadtweiten Datenbank. Auch der Gehwegradler ist vor seiner Einbuchtung in einen kleinen Raum im ersten Stock geführt worden, wo ein Zivilpolizist ihn erwartet.
"Sprichst du Englisch?" - "Ja." - "Dies ist eine gute Gelegenheit, über alles zu reden, was du weißt." - "Ich weiß nicht viel." - "Aber die Leute auf der Straße reden doch." - Schweigen. - "Kannst du Namen nennen, Leute, die mit Drogen handeln, die Waffen haben?" - Keine Antwort. "Jetzt ist die Gelegenheit. Was du sagst, ist streng vertraulich. Ich kann dir nichts versprechen, aber es kann dir helfen."
Viele schweigen, manche reden. Aufgrund von Denunziationen kann sich die Wache eines Bezirks ein immer genaueres Bild davon machen, wer wo mit Drogen, Waffen oder Hehlerware handelt. "Die Gemeinschaft", sagt Safir, "wird unser Auge und unser Ohr."
Mit jeder neuen Information wird das Netz dichter, mit dem die Polizei kleine und große Fische aus dem Sumpf der Gesellschaft zieht. Manchmal rückt sie, wie kürzlich in dem als Drogenumschlagplatz berüchtigten Stadtteil Washington Heights im nördlichen Manhattan, in Mannschaftsstärke vor, riegelt ein ganzes Areal ab und durchkämmt es nach Verdächtigen.
"Die haben den Block eingefroren", berichtet ein Bürger, "niemand konnte rein oder raus. Überall Unmassen von Polizisten mit gezogener Waffe. Sie fotografierten jeden in der Gegend, ob schuldig oder unschuldig. Und dann kamen Undercover-Agenten, um die Drogenhändler zu identifizieren, nach denen sie suchten."
"Database" heißt das Zauberwort, und damit verbindet sich in New York mittlerweile ein Überwachungsapparat, der im freiheitsliebenden Amerika seinesgleichen sucht: Selbst "kleine" Täter wie Schwarzfahrer oder Ruhestörer werden erkennungsdienstlich behandelt, ihre Daten zentral erfaßt, jederzeit abrufbereit.
Bevor der Gehwegradler im 75. Precinct in seine Zelle verbracht wird, muß er seine Finger einzeln auf die Glasplatte eines High-Tech-Gerätes legen, das äußerlich an einen Fotokopierer erinnert. Die "Touch Print" genannte Maschine tastet seine Fingerabdrücke automatisch mit Laserstrahlen ab und leitet die Informationen weiter an einen Computer in Albany, der Hauptstadt des Staates New York, wo inzwischen eine Million dieser eindeutigen Identifikationsmuster gespeichert sind.
"Indem wir kleineren Vergehen mehr Aufmerksamkeit schenken, können wir mitunter größere Verbrechen aufklären", erklärt Polizeichef Safir und versucht mit Beispielen zu erhärten, wie der Erfolg die Mittel heiligt:
Im vergangenen Jahr etwa machte eine Serie von Gewalttaten, die innerhalb weniger Tage verübt wurden, Schlagzeilen. Erst war eine junge Frau im Central Park vergewaltigt und bewußtlos aufgefunden worden. Zwei andere Frauen überlebten ähnliche Überfalle schwer verletzt. Kurz darauf wurde die Inhaberin einer Reinigung an der Park Avenue am hellichten Tag ermordet.
Der Täter in allen vier Fällen, ein 22jähriger Schwarzer, konnte über seine Fingerabdrücke identifiziert werden - obwohl er nicht wegen eines Verbrechens vorbestraft war. Er war nur kurz zuvor als Schwarzfahrer in der U-Bahn festgenommen worden.
Als wichtigste Neuerung zur Steuerung der polizeilichen Arbeit wurde 1994 das Compstat-System (für "Computerized Statistics") eingeführt, nach Ansicht des NEW YORK TIMES MAGAZINE "wahrscheinlich das mächtigste Kontrollinstrument, das je für die Polizei erfunden worden ist": Jede Woche müssen die Precinct-Kommandeure im Hauptquartier antreten, um Rechenschaft über die Lage in ihrem Bezirk abzulegen.
"Das ist eine schlimme Gegend", fährt ein Mitarbeiter aus der Polizeiführung den für Drogenvergehen verantwortlichen Officer eines Bezirks an, "aber was machen wir denn dort am Samstag? Ihre Verhaftungen samstags sind niedrig. Verkaufen die an Samstagen keinen Stoff?" Die Grafik zeigt eindeutig, daß es am Samstag nur etwa ein Dutzend Festnahmen gab - montags sind es fünfmal mehr. "Ich will, daß Sie das ausgleichen", fährt der Chef fort, "ich möchte ganz bestimmt nicht, daß Sie hier ein Muster etablieren, daß ihr an Samstagen nicht zugreift."
Ziel dieser unter den Revierführern gefürchteten Verhöre ist das Bündeln der Kräfte an Schwerpunkten krimineller Aktivitäten. Haben sich in einem bestimmten Block Straftaten gehäuft, wird dort die Patrouille verstärkt - und die Zahl der Verhaftungen, wichtigster Leistungsbeleg der Wachen, nimmt in der Regel zu.
Andererseits erlauben die Daten auch, örtliche und zeitliche Muster von Delikten aufzuspüren. Die Kommandeure der fünf Distrikte New Yorks verfügen dafür über Hochleistungscomputer mit einem "Pattern Identification Module System" genannten Programm. Gleich nach Einführung dieser Suchmethode machten Analytiker vom Raubdezernat in Manhattan eine neue Masche dingfest:
Ein- bis zweimal am Tag folgte ein gepflegt gekleideter Mann Menschen in Treppenhäuser und Aufzüge, bedrohte sie dort mit einem Messer und raubte sie aus. 150 Polizisten wurden mit der Beschreibung des Täters und Karten seiner bisherigen Tatorte ausgestattet und auf Streife in die betreffenden Gegenden geschickt.
Zwei Cops in Zivil machten gegen zwei Uhr nachmittags in Chelsea einen Mann aus, auf den die Beschreibung paßte. Sie gingen ihm nach, stellten ihn beim Verlassen des Lifts in der Lobby und verhörten ihn. Minuten später hörten sie aus ihren Funkgeräten den Bericht über einen Raub im Aufzug desselben Gebäudes und nahmen den Verdächtigen fest. Er war gerade nach 12jähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen worden.
So eindrucksvoll solche Beispiele auch sind, den Rückgang der Verbrechen in New York erklären sie allenfalls zum Teil. Commander Edward Cannon vom 75. Precinct in East New York glaubt einen anderen Grund für das Schwinden der Gewaltkriminalität zu kennen. Nirgendwo ist die Mordrate stärker gefallen als in seinem Bezirk, von 126 Morden im Jahr 1995 auf 44 im vergangenen Jahr.
"Früher gehörten Schüsse hier zum alltäglichen Hintergrundgeräusch", erzählt er, "heute horchen wir auf, wenn es mal knallt." Ob das Verhaften von Bettlern, Gehwegradlern oder Marihuana-Rauchern dabei besonders hilfreich war, kann Cannon nicht sagen. Aber er stellt fest: "Die massive Präsenz der Streifenpolizisten hat potentielle Mörder verunsichert."
Mittlerweile habe sich nämlich in den einschlägigen Kreisen herumgesprochen, wie gefährlich es geworden ist, Waffen in der Öffentlichkeit zu tragen - ein Straftatbestand im Staat New York, den Jugendgangs früher regelmäßig erfüllten: Wurde bei ertappten Schwarzfahrern 1993 noch in einem von 438 Fällen eine geladene Waffe gefunden, war das 1995 nur noch bei jedem 1034. Erwischten der Fall.
"Seit sie jederzeit gestoppt und gefilzt werden können", sagt Cannon, "lassen die ihre Knarren zu Hause." Wenn es heute zu heiklen Situationen komme, "dann müssen sie jetzt die Pistole erst holen, und das gibt ihnen Zeit nachzudenken".
Das erklärt womöglich auch, warum es in New York zuletzt soviel weniger Tote durch "random killings" gab, durch Zufallsmorde an Fremden.
Die New Yorker zeigen sich so verzückt von dieser Entwicklung, daß sie denjenigen Dank zollen, die ihnen die frohe Botschaft verkünden. Und ihr Bürgermeister läßt keine Gelegenheit aus, sich selbst immer wieder zum Sieger zu erklären.
Einen Howard Safir braucht er dabei nicht zu fürchten. Denn so unduldsam der Commissioner auch nach unten treten kann, so gefügig verhält er sich gegenüber der Obrigkeit. Das hat ihm bei seinen Kritikern den Spitznamen "the glove" eingebracht - der Handschuh, in den Giuliani nur seine Finger schieben muß, um ihn zu seiner Puppe zu machen.
Und wenn der Meister sagt, daß die Medien eher schaden als nützen, wenn sie zu gut informiert sind, dann verhängt sein Günstling eben eine Blockade, die selbst von der wohlgesinnten Presse mit bösen Kommentaren bedacht wird.
Das war in den Zeiten von William Bratton, Giulianis erstem Police Commissioner, noch ganz anders. Nicht nur, daß Bratton als NYPD-Chef der Behörde eine bis dahin nicht gekannte Transparenz gab, weil er davon überzeugt war, daß der Erfolg für sich selbst spreche. Der telegene, charmante und überdies hochintelligente Oberpolizist hat mit seiner Umorganisation der Behörde und der Einführung des Compstat-Prinzips die Revolution begonnen, von der Safir nun profitiert und die der Bürgermeister im Wahlkampf als seine eigene Leistung preist.
Als im Januar 1996 Bratton - und nicht Giuliani - auf dem Cover von TIME erschien mit der Zeile: "Endlich gewinnen wir den Krieg gegen das Verbrechen", mußte der Polizeichef gehen. Mit Blick auf den kommenden Wahlkampf machte der Bürgermeister, der keine Stars neben sich duldet, seinen loyalen Feuerwehrchef Safir zum Polizeiboß.
Während die Polizisten Safir allenfalls respektieren, verehren sie Bratton bis zum heutigen Tag. "Unsere Stärke verdanken wir allein William Bratton", sagt Detective D'Amico.
Der Erfolg hat bekanntlich viele Väter, und womöglich hat dem Mayor niemand so sehr geholfen wie der Kollege Trend. Denn auch in anderen Großstädten, die bislang der New Yorker Linie nicht gefolgt sind, ist die Mordrate drastisch gesunken. Außerdem sind in New York die Zahlen bereits seit 1990 rückläufig - mit einem Rekord von minus 400 im Jahr 1994, jenem Jahr, in dem Giuliani sein Amt antrat.
Zur tragischen Figur dabei wurde New Yorks erster farbiger Bürgermeister, der Demokrat David Dinkins, der die Wahl gegen den entschlossen auftretenden Giuliani äußerst knapp verlor. Denn Dinkins war es, der die Methoden des "community policing" in der Stadt eingeführt, der die Polizei um 6500 Bedienstete verstärkt und der mit seinem "Safe Streets, Safe City" genannten Programm die Trendwende erst eingeleitet hat, die sein Nachfolger nun als sein Verdienst hinstellt.
Wie groß der Effekt der teuren Programme tatsächlich ist, darüber sind sich nicht einmal die Kriminologen einig. "Niemand weiß wirklich, warum das Verbrechen zurückgeht", konstatiert die NEW YORK TIMES.
Nur eine Ursache gilt als gewiß: Noch nie befanden sich in den USA so viele Menschen hinter Gittern wie heute. Etwa jeder 160. Amerikaner sitzt derzeit rechtskräftig verurteilt im Knast - und noch viel mehr befinden sich vorläufig in Haft.
An jedem beliebigen Tag sitzen heute fünf Millionen Menschen in Gewahrsam, fast zwei Prozent der gesamten US-Bevölkerung. Allein der Staat New York hat im vergangenen Jahrzehnt 18 neue Gefängnisse eröffnet, die Zahl der Insassen hat sich im gleichen Zeitraum beinahe verdoppelt.
Daß beispielsweise auch in Los Angeles bei bekanntermaßen schwacher Polizeiführung, schlechter Moral der Cops und weniger Verhaftungen die Zahl der Morde in den vergangenen fünf Jahren um 37 Prozent zurückgegangen ist, hat Experten nach weiteren Ursachen fahnden lassen.
Vor allem demographische und soziale Trends führen sie an, etwa das Altern der Bevölkerung (Gewalttäter sind überdurchschnittlich häufig jung) und den heute weniger aggressiven Handel mit der Droge Crack, der sich deutlich verringert und gleichzeitig stabilisiert hat.
Als weiteren Grund sehen Fachleute den Rückzug immer größerer Bevölkerungskreise aus dem normalen öffentlichen Leben, was die Zahl potentieller Verbrechensopfer verringert: Seit 1992 ist die Zahl der Bürger, die in bewachten Häusern oder Siedlungen wohnen, von 32 auf 50 Millionen gestiegen. Der Verkauf von Sicherheitssystemen nimmt um zehn Prozent jährlich zu, zwei Drittel der Sicherheitskräfte in den USA sind heute privat.
Wenn aber bei allen spektakulären Erfolgen die neuen rüden Taktiken des NYPD zur Reduktion der Kriminalität nur teilweise beigetragen haben, dann fragt sich allmählich, wie das Magazin NEWSWEEK unlängst bemerkte: "Kostet diese Art polizeilichen Vorgehens nicht einen unannehmbaren Preis?"
Seit die Cops los sind, mehrt sich in der traditionell liberalen Metropole der Unmut über Einschränkungen und Auswüchse: Die Zahl der Beschwerden gegen die Polizei stieg seit 1993 um den gleichen Wert - 56 Prozent -, um die sich die Zahl der Morde von 1990 bis 1996 verringert hat.
Besonders in urbanen Problemzonen haben die Klagen wegen Autoritätsmißbrauchs (plus 140 Prozent) in einer Weise zugenommen, daß manche um den ohnehin brüchigen sozialen Frieden in diesen Gegenden fürchten: "Das hier ist nicht Vietnam", sagt José Pagan aus East Harlem, "man muß dieses Viertel nicht zerstören, um es zu retten."
Melvin Bullock, von Beruf Koch, erinnert sich noch genau, wie er sich im vergangenen Oktober in der 117. Straße in East Harlem plötzlich von einer Zivilstreife des Drogendezernats umstellt sah. Die Männer drückten ihn mit vorgehaltener Pistole gegen eine Hauswand, und als er nach dem Grund ihrer Attacke fragte, beschimpfte einer der Polizisten ihn unflätig, zwang ihn auf die Knie und schlug mit seiner Pistole auf ihn ein.
Selbst als aus dem Funkgerät zu hören war, daß es sich um "den falschen Kerl" handele, ließen die Cops nicht ab von dem Koch. "Sie versuchten, mir Handschellen anzulegen, zogen auf offener Straße meine Hose herunter und unterzogen mich einer Leibesvisitation", berichtet der Geschlagene. Bevor sie von ihm abließen, verhängten die Polizisten auch noch eine Strafe wegen ordnungswidrigen Verhaltens, die ein Gericht später aufhob. Nun klagt Bullock auf zwei Millionen Dollar Schadensersatz.
Spätestens seit April dieses Jahres, als in Washington Heights ein Polizist den 16jährigen Kevin Cedeno angeblich in Notwehr hinterrücks erschoß, ist die Stimmung in den afroamerikanischen und hispanischen Nachbarschaften umgeschlagen - und zwar auch gegen Bürgermeister Giuliani, der dem Schützen zunächst ordnungsgemäßes Verhalten bescheinigte und erst nach dem Autopsiebefund einen Rückzieher machte.
"Police Overkill", kommentierte die NEW YORK TIMES. In der Nachbarschaft waren Rufe nach Rache zu hören: "We're going to start shooting back" - wir werden damit beginnen zurückzuschießen. Bei einer Demonstration vier Tage nach dem tödlichen Schuß riefen die Leute aus dem Viertel den Polizisten immer wieder zu: "No justice, no peace" - keine Gerechtigkeit, kein Friede.
Solche Zwischenfälle steigern die Angst, daß militante Schwarze eines Tages ihre Drohung wahrmachen und einen bewaffneten Aufstand gegen das NYPD beginnen könnten. Sie verteilen anonyme Flugblätter mit der Überschrift: "White KKKops Are the Enemy" - weiße Cops sind der Feind, mit Anspielung auf das dreifache K des Ku-Klux-Klan: "Wir müssen grausam sein zu denjenigen, die grausam zu uns gewesen sind", heißt es in Pamphleten, in denen zum Töten von Polizisten aufgefordert wird.
Durch Kugeln aus den Waffen der New Yorker Polizei sind in den letzten fünf Jahren mehr als hundert Bürger ums Leben gekommen, überwiegend Schwarze und Latinos. Diese beiden Gruppen stellen auch unter den Verhafteten einen unverhältnismäßig hohen Anteil. Drei Viertel der New Yorker Polizisten sind dagegen weißer Hautfarbe.
Eine im Auftrag des Justizministeriums in Washington erstellte und kürzlich veröffentlichte Studie ("Preventing Crime: What Works, What Doesn't, What's Promising") kommt zu dem Schluß, daß massenhafte Festnahmen für geringfügige Vergehen "auch schwere Verbrechen steigern könnten", weil die Spannungen innerhalb der Gemeinschaft zunehmen.
Auf lange Sicht ein hoher Preis für eine Erfolgsstory, deren Ende nach Ansicht einiger Experten ohnehin nahe ist: "Was wir hier erleben, ist die Ruhe vor dem Sturm des Verbrechens", fürchtet James Alan Fox, Kriminologe an der Northeastern University in Boston. Denn die Verbrechensrate sinke nur bei den geburtenstarken Jahrgängen der Erwachsenen, während sie unter den Heranwachsenden seit langem deutlich ansteige.
Während landesweit zwischen 1990 und 1994 die Mordrate von Tätern im Alter von 25 oder darüber um 22 Prozent zurückging, wuchs sie um 16 Prozent bei Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren. Auch in New York haben die Straftaten durch Jugendliche zwischen 1993 und 1996 um 17,5 Prozent zugenommen. Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat sich in den USA die Zahl der von Teenagern begangenen Morde von etwa 1000 auf fast 4000 pro Jahr erhöht.
Fachleute befürchten mittlerweile, daß da ein ganz neuer Tätertyp nachwächst. John DiIulio von der Princeton University warnt bereits vor der Generation der "superpredators" - haltlos kriminellen Jugendlichen, die durch "moralische Armut" noch weniger Schranken kennen als ihre Vorgänger.
Eine Serie von Morden in New York während der letzten Monate hat solche Befürchtungen verstärkt - vor allem das regelrechte Abschlachten eines Immobilienmaklers im nächtlichen Central Park durch zwei 15jährige und die brutale Hinrichtung eines Lehrers, Sohn des Time-Warner-Chefs Gerald Levin, durch dessen ehemaligen Schüler, einen 19jährigen Schwarzen.
Eine vielleicht noch größere Gefahr sehen die Polizisten des 75. Precinct auf sich zukommen: Während sich in Brooklyn seit einiger Zeit die "Bloods", eine Jugendgang von der Westküste, gefährlich ausbreiten, haben die "Latin Kings", eine New Yorker Gang, neuerdings in der gesamten Stadt Fuß gefaßt.
"Manchmal frage ich mich, was wir tatsächlich erreicht haben", sagt nachdenklich Sergeant Jimmy Quinn, der sich vor kurzem bei einer Festnahme mit einer HIV-verseuchten Nadel gestochen hat und nun fürchten muß, an Aids zu erkranken.
"Wir sind ein barbarisches Volk", stellt er fest, "dieses Land ist auf Waffen gegründet. Das Verbrechen kommt in Zyklen, und womöglich gehen im nächsten Jahr die Kurven schon wieder steil nach oben."
Aber dann, das weiß auch Quinn, wird New York seinen Bürgermeister bereits wieder gewählt haben.
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Kartenausriß New York
Häufigkeit einzelner Verbrechensarten 1996
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Kartenausriß New York
Häufigkeit einzelner Verbrechensarten 1996
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Von Neffe und

DER SPIEGEL 29/1997
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