11.08.1997

Der Makler der Agenten

Geheimdienst-Diplomatie (I): Mitten im Kalten Krieg ließen 1962 die USA den KGB-Oberst Abel, die Sowjetunion den CIA-Piloten Powers und die DDR einen inhaftierten US-Studenten frei. Ende 1966 wurde CSSR-Spion Frenzel gegen eine deutsche Journalistin ausgetauscht. Hinter den Kulissen makelte diskret DDR-Anwalt Vogel. Von Norbert F. Pötzl
Eine lange Blutspur zieht sich durch die Geschichte der Spionage. Die legendenumwobene Holländerin Mata Hari, die als Nackttänzerin Furore gemacht und liebend Deutschlands Weltkrieg-I-Feinde ausgehorcht hatte, wurde 1917 füsiliert.
Der Oberst Alfred Redl vom Wiener k. u. k. Evidenzbureau wurde 1913 zum Selbstmord mit der Pistole gezwungen. Er hatte zwölf Jahre lang Geheimnisse an die Russen verraten. Der KGB-Agent Richard Sorge, Moskaus wohl erfolgreichster Spion aller Zeiten, wurde 1944 von den Japanern gehenkt. Er hatte dem sowjetischen Diktator Stalin die Angriffspläne Hitlers verraten (die der Kreml-Herr allerdings nicht ernst nahm) und acht Jahre lang in Tokio spioniert.
Das letzte Todesurteil über Sowjetagenten, die im Westen wirkten, wurde im April 1951 über das amerikanische Ehepaar Julius und Ethel Rosenberg verhängt. Von einem in Los Alamos beschäftigten Bruder Ethels hatten die Rosenbergs Informationen über die Atombomben-Versuchsstation der Amerikaner erhalten und an das KGB weitergeleitet. Die Atomspione starben am 19. Juni 1953 auf dem elektrischen Stuhl.
Auch in der DDR mußten enttarnte Landesverräter mit dem Schlimmsten rechnen. Sie endeten entweder unter der Guillotine, hier zur "Fallschwertmaschine" eingedeutscht, oder später, von 1968 an, durch "unerwarteten Nahschuß in den Hinterkopf", wie es in der Vollstreckungsordnung hieß.
So wurden am 23. November 1955 Elli Barczatis, eine frühere Sekretärin des Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, und ihr Lebensgefährte Karl Laurenz in Dresden mit dem Fallbeil hingerichtet. Der promovierte Jurist Laurenz (Doktorarbeit: "Die Todesstrafe im Wandel der Zeiten") hatte dem bundesdeutschen Geheimdienst Akten und Regierungsinterna überbracht, die ihm Freundin Elli aus dem Chefbüro angeschleppt hatte.
Mit einer weitblickenden Argumentation bewahrte zwei Jahre später der New Yorker Anwalt James B. Donovan seinen Mandanten, den KGB-Agenten Rudolf Iwanowitsch Abel, vor der drohenden Todesstrafe. "Es ist möglich", sagte Donovan im August 1957 in seinem Plädoyer, "daß in Zukunft auch einmal ein gleichrangiger amerikanischer Spion von den Russen oder einem ihrer Verbündeten gefangen wird, und in einem solchen Fall wäre ein Austausch von Häftlingen auf diplomatischem Wege eventuell im Interesse der Vereinigten Staaten."
Donovan mußte wissen, daß es schwer sein würde, einen Mann von ähnlichem Kaliber auf der anderen Seite zu finden. Abel, ein asketischer KGB-Oberst, war einer der blendendsten Sowjetspione, die je in den USA ihr Wesen trieben. Er sprach neben Russisch Deutsch, Polnisch, Jiddisch sowie Englisch, und das wahlweise mit schottischem, irischem, Oxford- und Brooklyn-Akzent.
Donovans Begründung, warum es sinnvoll sei, Abel am Leben zu lassen, leuchtete den Richtern ein. Sie verurteilten den Spitzenagenten zu 30 Jahren Zuchthaus.
(c) 1997 SPIEGEL-Buchverlag, Hamburg. - Der ungekürzte Text von Norbert F. Pötzl erscheint diesen Monat unter dem Titel "Basar der Spione. Die geheimen Missionen des DDR-Unterhändlers Wolfgang Vogel" (540 Seiten; 49,80 Mark).
Wenn auch in der Sowjetunion oder bei deren Vasallen kein Häftling einsaß, der Abel auch nur annähernd ebenbürtig war, so hatte der Ostblock quantitativ einiges zu bieten. Dutzende von Geheimdiensten schickten massenhaft Freiwillige durch den damals noch löcherigen Eisernen Vorhang, um auf der jeweils anderen Seite mehr oder minder Geheimes aufzuspüren.
Wo sich so viele Agenten tummelten, verfingen sich etliche in den Netzen der Spionageabwehr, andere wurden von Überläufern verpfiffen. Bald waren die Gefängnisse hüben und drüben voll von enttarnten Geheimdienstzuträgern. Da waren Profis darunter, vor allem aber naive Gelegenheitsagenten, idealistische Amateure und Abenteurer, die für ein Handgeld und haltlose Versprechungen lebensgefährliche Risiken eingingen. Sie umwehte nicht das Flair von James Bond, sondern meist der Mief kleiner Leute, die ins Räderwerk des Kalten Krieges geraten waren. 08/15 statt 007.
Es bedurfte nur noch eines geeigneten Vermittlers, der im Osten wie im Westen gleichermaßen akzeptiert würde, um die wechselseitige Heimkehr der eingelochten Späher organisieren zu können. Es mußte eine Persönlichkeit gefunden werden, die durch diplomatisches Geschick Brücken zwischen den verfeindeten Blöcken schlagen konnte. Und der Gesuchte mußte mit den Vorzügen eines Berufsstandes auftreten können, der aufgrund beiderseits anerkannter gesetzlicher Vorschriften und Standesregeln einen Vertrauensbonus besaß.
Es waren genau die Kriterien, die der Ost-Berliner Anwalt Wolfgang Vogel erfüllte. Anders als fast alle anderen jungen DDR-Juristen hatte Vogel noch den klassischen Ausbildungsgang eines Volljuristen mit zwei Staatsexamina durchlaufen und im November 1957 auch die Zulassung als Anwalt im Westteil Berlins erhalten. Der strebsame, kooperationswillige Vogel war genau der richtige Mann, den die politische Führung und die Stasi mit heiklen zwischendeutschen und internationalen Missionen betrauen konnten.
Im Juli 1959 ließ Josef Streit, Leiter des Sektors Justiz in der ZK-Abteilung für Staats- und Rechtsfragen, den jungen Anwalt zu sich rufen. Kaum hatte der das Dienstzimmer Streits betreten, platzte der Politfunktionär mit der Frage heraus: "Wärst du bereit, einen Fall in Amerika zu übernehmen?" Es handle sich um Spionage, fügte Streit hinzu.
Schon bald erhielt der Advokat Post von einer "Helen Abel" aus Leipzig, Eisenacher Straße 24. Sie sei, behauptete die Briefschreiberin, mit dem in den USA inhaftierten Rudolf Abel verheiratet und derzeit bei Verwandten in der DDR zu Besuch. Vogel solle sich für die Freilassung ihres Mannes einsetzen. Daß es sich tatsächlich um die Ehefrau des sowjetischen Meisterspions handelte, glaubte Vogel keinen Augenblick. Für ihn gab es keinen Zweifel, daß "Frau Abel" eine Schöpfung des KGB war.
Iwan Schischkin, einer der fähigsten KGB-Offiziere, hatte die Verhandlungen um Rudolf Abel in Gang gebracht - Beleg für den hohen Stellenwert, den die Sowjets ihrem Spion beimaßen. Schischkin, offiziell Zweiter Sekretär an der sowjetischen Botschaft in Ost-Berlin, in Wahrheit jedoch Koordinator der gesamten KGB-Spionage in Westeuropa, hatte bei dem Stasi-Major Heinz Volpert vorgefühlt, ob der DDR-Dienst dem Bruderdienst behilflich sein könne. Volpert, der Vogels Kontaktmann bei der Stasi war, leitete Schischkins Anfrage weiter. So kam dann Vogel über den Mittelsmann Streit ins Geschäft.
Abel hatte während seines Prozesses immer bestritten, Sowjetbürger zu sein, und das KGB hatte sich bislang nicht zu seinem Agenten bekannt. Die Einschaltung eines deutschen Anwalts hatte aus Sicht des KGB den Vorteil, daß die Sowjets, falls die Verhandlungen scheitern sollten, die Gespräche einfach zu Vogels Privatangelegenheit erklären konnten.
Obwohl er ein Mandat der vorgeblichen Frau Abel hatte, konnte Vogel zunächst nichts weiter tun, als die Korrespondenz zwischen seiner Klientin und seinem US-Kollegen Donovan zu vermitteln. Denn auf östlicher Seite gab es keinen Gefangenen von Abels Bedeutung, der zum Austausch hätte angeboten werden können.
Das änderte sich, als am 1. Mai 1960 der US-Pilot Francis Gary Powers vom Himmel fiel. Powers war im Auftrag der CIA von der US-Basis Peschawar in Pakistan mit dem seinerzeit geheimsten Flugzeug der Welt gestartet.
Über Afghanistan brachte der Pilot die mattschwarz gestrichene Maschine auf die vermeintlich sichere Flughöhe von 18 300 Metern. Die Route sollte ihn an diesem Tag über den sowjetischen Weltraumbahnhof Tjuratam und über das Rüstungszentrum Swerdlowsk führen. Wäre alles nach Plan verlaufen, hätte die U-2 elf Stunden nach dem Start im norwegischen Bodø aufgesetzt - mit gestochen scharfen Aufnahmen der strategischen Zentren an Bord.
Doch gut 2000 Kilometer tief in Feindesland, verspürte der Pilot plötzlich einen dumpfen Schlag gegen sein Flugzeug. Der sowjetischen Flugabwehr war gelungen, was amerikanische Experten für unmöglich gehalten hatten: die U-2 trotz Tarnanstrichs zu entdecken und mit einer Rakete vom Himmel zu holen. Powers schwebte am Fallschirm nieder und landete unversehrt auf dem Feld einer Staatsfarm bei Swerdlowsk.
Die Sowjets entfachten eine gewaltige Propagandakampagne. Kreml-Chef Nikita Chruschtschow verurteilte den "Akt der Aggression", für den er "verrückte Militaristen im Pentagon" verantwortlich machte. Der cholerische Sowjetführer verlangte vom amerikanischen Präsidenten Eisenhower eine förmliche Entschuldigung, was der natürlich ablehnte.
Anfang Juni 1960 erhielt Agent Abel in der Haft einen Brief von Oliver Powers. Der Vater des Piloten erbot sich, "das Außenministerium und den Präsidenten der Vereinigten Staaten um einen Austausch zwecks einer Freilassung meines Sohnes zu ersuchen". Wenn Abel bereit sei, sich diesem Vorschlag anzuschließen, solle er die zuständigen US-Behörden darüber informieren.
In dem viertägigen Schautribunal, das die Sowjets im August 1960 inszenierten, bekannte sich Powers schuldig. Er räumte ein, daß er im Auftrag der CIA geflogen sei. Das Urteil - drei Jahre Zuchthaus und sieben Jahre Arbeitslager - war, wie Abel fand, "zu milde". Der KGB-Mann sah seine Austauschchancen schwinden: Auch wenn er schon drei Jahre abgesessen hatte, war seine Reststrafe weit höher als die von Powers.
Die Sowjets behaupteten zwar, daß ihr Friedenskundschafter mit dem imperialistischen Spionageflieger überhaupt nicht zu vergleichen sei. Aber es zeichnete sich ab, daß die östliche Seite den Amerikanern noch eine Dreingabe offerieren mußte, um den Handel auszubalancieren. Da Moskau den ostdeutschen Anwalt Vogel zwischengeschaltet hatte, sollte auch die DDR in den Agentendeal einbezogen werden.
Die Gelegenheit hierzu ergab sich am 25. August 1961, knapp zwei Wochen nach dem Mauerbau. In Ost-Berlin tappte ein US-Student in eine Falle der MfS-Spionageabwehr.
Frederic L. Pryor, damals 28, hatte seit 1959 in West-Berlin gelebt und dort an einer Dissertation über das Außenhandelssystem des Ostblocks geschrieben. In Ost-Berlin hatte der Doktorand rund drei Dutzend Recherchegespräche geführt und in den Bibliotheken nach Material für seine Arbeit gesucht.
In der Nacht zum 25. August wollte Pryor in Ost-Berlin eine junge Wirtschaftswissenschaftlerin besuchen, die ihm bei seiner Doktorarbeit geholfen hatte. Doch die Wohnung der Pryor-Helferin wurde von der Stasi überwacht. Die Frau war ein paar Tage zuvor in den Westen geflohen. Die Stasi unterstellte Pryor, er habe persönliche Dinge der Republikflüchtigen beiseite schaffen wollen. Sie steckte ihn in ihr Gefängnis in der Magdalenenstraße.
Millard und Mary Pryor, die Eltern des verhafteten Studenten, setzten alle Hebel in Bewegung, um ihren Sohn möglichst schnell zu befreien. Die US-Mission in West-Berlin empfahl ihnen, Wolfgang Vogel als Anwalt für Sohn Frederic zu engagieren.
Für die Verhandlungen mit ihrem ostdeutschen Anwalt und mit den DDR-Behörden benötigten Pryors Eltern einen Dolmetscher. Die West-Berliner US-Mission besorgte ihnen auch den: einen Amerikaner namens Duane F. Bruce, der in West-Berlin als Versicherungsvertreter jobbte.
Am 26. November 1961 sprach Bruce erstmals bei Vogel vor - allein, ohne Pryors Eltern. Den Inhalt des Gesprächs in Vogels Wohnung am Prenzlauer Berg referierte Stasi-Mann Volpert in einem "Treffbericht", der wiederum auf eine "Abschrift von einem Tonband" Bezug nahm. Demnach hatte entweder die Stasi die Vogel-Wohnung verwanzt, oder Bruce war ein auf Vogel angesetzter Stasi-Spitzel, der mit verstecktem Aufzeichnungsgerät oder Mikrofon das Gespräch den Schnüfflern übermittelte.
Dem Protokoll zufolge berichtete Bruce, er habe am Schwarzen Brett der West-Berliner Freien Universität das Stellenangebot für einen Übersetzerjob gesehen. Seltsam vertrauensselig erzählte dann Bruce dem Anwalt, die CIA habe ihn seither, sechs Wochen lang, auf seinen Einsatz vorbereitet.
Während Pryors Eltern auf einen Austausch ihres Sohnes gegen Abel hofften, setzten die USA zu einem neuen Anlauf an, Powers heimzuholen und dafür den Sowjetspion freizugeben. Am 11. Januar 1962 beorderte das Justizministerium Abels Anwalt Donovan nach Washington. Dort erhielt der New Yorker Jurist den Auftrag, nach Ostdeutschland zu reisen und den Austausch auszuhandeln.
Von einem "Kontaktmann aus Washington", offenbar einem CIA-Mitarbeiter, erfuhr Donovan, daß die DDR einen jungen Mann namens Pryor festhielt und daß ein anderer US-Student, Marvin Makinen, in der Sowjetunion wegen Spionage zu acht Jahren Haft verurteilt worden war. Beide Amerikaner sollten nun in die Verhandlungsmasse einbezogen werden. Im Vordergrund stehe jedoch der Austausch Abel gegen Powers.
Am späten Vormittag des 3. Februar fuhr Donovan vom West-Berliner Bahnhof Zoo mit der S-Bahn zum Ost-Berliner Bahnhof Friedrichstraße. Von dort ging er die kurze Strecke zur sowjetischen Botschaft Unter den Linden. In der Empfangshalle begrüßte ihn eine junge Frau, die sich als die Tochter Rudolf Abels vorstellte und Donovan mit zwei Begleitern bekannt machte: "Dies hier ist meine Mutter, Frau Abel, und ihr Vetter, Herr Drews."
Punkt zwölf trat Schischkin ein und stellte sich als Zweiter Sekretär der Botschaft vor. Donovan berief sich darauf, "ein ostdeutscher Anwalt namens Vogel" habe ihm eine Nachricht geschickt, wonach Frau Abel der Ansicht sei, durch die Freilassung ihres Mannes würden Powers, Pryor und Makinen freikommen.
Zu Donovans Überraschung behauptete der Russe, von Pryor und Makinen bis dahin nichts gehört zu haben: "Sie haben jetzt eine neue Angelegenheit zur Sprache gebracht, und ich habe keinerlei Befugnis, zu diesem Zeitpunkt mit Ihnen darüber zu sprechen." Donovan hingegen beharrte darauf, er habe die angeblich von Vogel stammende und durch Frau Abel übermittelte Zusage, daß alle drei gegen Abel ausgetauscht werden könnten.
"Wenn Vogel mich angelogen hat", polterte Donovan, "dann ist er meiner Ansicht nach ein Schurke, der von den zuständigen Behörden hart bestraft werden sollte." Unverrichteter Dinge gingen die Unterhändler auseinander.
Beim nächsten Treffen zwei Tage später las Schischkin Donovan die schriftlichen Instruktionen vor, die er unterdessen aus Moskau erhalten hatte. Erstens: Die sowjetische Regierung willige aus humanitären Gründen in einen Austausch Powers/Abel ein. Zweitens: Diese Geste solle "dazu beitragen, die Beziehungen zwischen unseren Ländern zu verbessern". Drittens: Wenn die US-Regierung an der Freilassung Makinens interessiert sei, könne auch dieser Häftling gegen Abel ausgetauscht werden - allerdings nicht beide, sondern nur Powers oder Makinen. Viertens: Der Fall Pryor liege "außerhalb der Zuständigkeit sowjetischer Behörden und muß mit der ostdeutschen Regierung ausgehandelt werden".
Zusammen mit der Abel-Familie fuhr der US-Anwalt anschließend zu Vogels Büro in Alt-Friedrichsfelde. Dort überreichte ihm der DDR-Kollege ein Schreiben des Staatsanwalts Gernot Windisch, der beim DDR-Generalstaatsanwalt Abteilungsleiter für politische Straftaten war: "Werter Herr Rechtsanwalt Vogel", hieß es da, "hiermit wird bestätigt, daß dem Antrag zur Übergabe Ihres Klienten an amerikanische Behörden stattgegeben werden kann, falls von amerikanischer Seite die Ihnen bekannten Bedingungen eingehalten werden."
Damit war beglaubigt, daß die DDR Pryor für Abel ausreisen lassen werde. Gleichwohl verlangte Donovan von Vogel die Zusage, daß Pryor "zum gleichen Zeitpunkt und am gleichen Ort" wie Abel und Powers freigelassen werde. Spontan antwortete Vogel: "Auf jeden Fall, ja" - womit er ein Versprechen gab, das über die schriftliche Erklärung hinausging.
Verärgert fuhr Donovan anderntags zur sowjetischen Botschaft, um Schischkin die Mitteilung des DDR-Anwalts vorzuhalten. Der KGB-Mann ließ den empörten Amerikaner abblitzen. Er höre jetzt zum erstenmal, hielt Schischkin dem US-Anwalt vor, "daß Sie mit der ostdeutschen Regierung vereinbart haben, Pryor gegen Abel auszutauschen. Vorher haben Sie sich mit meiner Regierung geeinigt, Abel im Austausch gegen Powers freizulassen. Mir scheint, Sie sind wie ein Händler, der versucht, dieselbe Ware an zwei Käufer zu verkaufen und von beiden Bezahlung zu verlangen".
Widerwillig machte sich Donovan noch einmal auf den Weg zu Vogel. "Was hier vor sich geht, ist ein Wettstreit zwischen der Sowjetunion und der DDR, ein Gerangel, wer die Freilassung Abels bewirkt", erläuterte Vogel seinem US-Kollegen. "Ach, Unsinn", polterte der, "wenn Schischkin dem Generalstaatsanwalt der DDR befehlen würde, auf den Händen durchs Zimmer zu gehen, dann kuscht der doch und probiert es."
Auf ein, wie Donovan meinte, verabredetes Zeichen erhielt Vogel die Mitteilung, der Generalstaatsanwalt habe soeben angerufen und ihn zu einer weiteren Unterredung über die Pryor-Angelegenheit in sein Büro gebeten. Nach gut zwei Stunden kam Vogel zurück und verkündete, alle Schwierigkeiten seien ausgeräumt. Dann fuhren die beiden Anwälte zur Sowjetbotschaft. Vogel teilte Schischkin mit, daß von ostdeutscher Seite dem Austausch nichts mehr im Wege stehe. Doch Schischkin bat Donovan zu einem Vier-Augen-Gespräch, in dem er neue Komplikationen ankündigte: Moskau habe den Eindruck gewonnen, Makinen sei für die US-Regierung wertvoller als Powers. Deshalb werde das Angebot Powers gegen Abel zurückgezogen und durch die Offerte Makinen gegen Abel ersetzt.
Donovan platzte der Kragen. Schischkin wisse nur zu gut, daß von Anfang an der Austausch Powers/Abel für die USA eine unabdingbare Voraussetzung gewesen sei. Die jetzige Erklärung könne also nur bedeuten, daß die Sowjets nicht ernsthaft an der Freilassung Abels interessiert seien. Der Russe erwiderte, er müsse erst neue Instruktionen aus Moskau einholen.
Also mußte Donovan am 8. Februar noch einmal nach Ost-Berlin in die Sowjetbotschaft. Schischkin goß sofort Cognac ein und stieß mit dem US-Anwalt auf "guten Erfolg" an. Die Absprache sei von Moskau voll und ganz gebilligt worden. Powers werde an der Oberbaumbrücke gegen Abel ausgetauscht, gleichzeitig komme auch Pryor frei - allerdings an einem anderen Ort. Man wolle die Souveränität der DDR respektieren.
Als Termin schlug der Russe Sonnabend, den 10. Februar, vor, "je früher, desto besser". Doch einen Tag später bat Schischkin darum, den Ort der Übergabe zu ändern. Man habe am Morgen festgestellt, daß an der Oberbaumbrücke um die vorgesehene Zeit doch schon recht viel Verkehr sei. Deshalb wollten die Sowjets Donovans ursprünglichen Vorschlag aufgreifen und den Austausch auf der Glienicker Brücke vollziehen- auf jener Havelbrücke, die Berlin und Potsdam verbindet. Pryor solle zeitgleich am Checkpoint Charlie, dem Sektorenübergang an der Friedrichstraße, seiner Familie übergeben werden.
Am 10. Februar um 7.15 Uhr gaben die Sowjets Nachricht, das Flugzeug mit Powers an Bord sei auf dem sowjetischen Militärflugplatz bei Sperenberg gelandet. Etwa um dieselbe Zeit holte Donovan den ziemlich mitgenommen wirkenden Abel aus einer Zelle in der West-Berliner US-Mission ab, in die der Agent schon am Abend zuvor verfrachtet worden war.
Derweil klärte Vogel im Stasi-Knast Pryor über die unmittelbar bevorstehende Freilassung auf und brachte ihn dann zur Grenze in Berlins Mitte. Stasi-Offizier Volpert stand 50 Meter vor dem Checkpoint Charlie am Straßenrand, mehrere Stasi-Leute in Kunstledermänteln hatten im Sperrgebiet Stellung bezogen.
Die größere Show spielte sich, streng abgeschirmt, 22 Kilometer Luftlinie entfernt, auf der 148 Meter langen Glienicker Brücke ab. Um 8.20 Uhr ging Donovan, begleitet von Alan Lightner, dem Vizechef der US-Mission, und von Joseph Murphy, einem U-2-Piloten, der seinen Kameraden Powers identifizieren sollte, in Richtung Brückenmitte.
Zeitgleich setzte sich von der anderen Seite her Schischkin in Bewegung, flankiert von zwei Zivilisten. Einer der beiden war Nikolai Korznikow, Abels Vorgesetzter beim KGB. Mitten über der Havel schüttelten sich Sowjets und Amerikaner feierlich die Hände, dann gaben sie ihren Helfern an den Brückenköpfen das Startzeichen für die Austauschzeremonie.
Mit zögernden Schritten betrat Abel von der West-Berliner Seite aus die Brücke, neben sich zwei US-Bewacher. Vom Potsdamer Ende her näherte sich Powers, neben sich ebenfalls zwei Aufpasser. Murphy ging auf seinen U-2-Kollegen zu und fragte ihn, wie der Football-Trainer an der High-School geheißen habe. Doch Powers war so aufgeregt, daß ihm der Name nicht einfiel. Statt dessen erzählte er hastig, daß er als Kind einen Hund besessen habe, "halb Collie, halb Chow-Chow". Da konstatierte Murphy förmlich, daß die Identitätsprüfung positiv verlaufen sei.
Schischkin wollte nun sofort austauschen, aber Donovan verlangte erst die Bestätigung, daß Pryor frei sei. Das dauerte, weil Vogel am Checkpoint Charlie auf ein Zeichen von Volpert wartete. Der wiederum ließ sich über Funk informieren, ob auf der Glienicker Brücke alles ordnungsgemäß vonstatten gegangen sei.
Zu tief saß auf beiden Seiten die Furcht, noch im letzten Moment übers Ohr gehauen zu werden.
Um 8.45 Uhr kam auf der Glienicker Brücke die Meldung: "Student Pryor ist jetzt auf unserem Gebiet." Die Amerikaner, die sich vor Rudolf Abel aufgebaut hatten, traten zur Seite. "Sie können jetzt gehen", sagte einer zu Abel. Der überquerte den weißen Grenzstrich und ging wort- und grußlos an Powers vorbei zu seinen KGB-Kollegen.
Er sei "Bonns kostbarstes Faustpfand", triumphierte BILD, "das ,Juwel'' unter den Spionen, die in den Zuchthäusern der Bundesrepublik ihre Strafe verbüßen". Der schwergewichtige Sozialdemokrat Alfred Frenzel, 1899 im Sudetenland geboren und einst angesehenes Mitglied des Deutschen Bundestags, war einer der emsigsten Geheimnisverräter im Nachkriegsdeutschland gewesen. Die 240 Seiten umfassenden Vernehmungsprotokolle des Frenzel-Prozesses galten, wie ein Insider sagte, als "das Interessanteste, was es über das trübe Spionagehandwerk zu lesen gibt".
Trotz seines unermüdlichen Eifers war Frenzel kein Überzeugungstäter, sondern, wie so oft in diesem schmutzigen Gewerbe, ein zum Verrat erpreßtes Opfer: Der tschechoslowakische Geheimdienst hatte sich den Politiker gefügig gemacht mit dem Hinweis auf Verfehlungen, die Jahrzehnte zurücklagen.
In seiner böhmischen Heimat hatte der gelernte Bäcker Frenzel sein Brot bei der Kommunistischen Partei verdient, die ihn zum Filialchef des Konsumvereins "Vorwärts" in Karlsberg und Wiesenthal berief. 1933 feuerte die KP ihren Konsumleiter, weil er Kontobücher gefälscht hatte. Als SPD-Mann startete Frenzel nach dem Krieg in Bayern eine neue politische Karriere. Die Ochsentour führte ihn binnen sieben Jahren vom Kreistag in Schwabmünchen über den bayerischen Landtag in das Bonner Parlament. Ein Hindernis, das 1953 kurz vor seiner Wahl in den Bundestag auftauchte, räumte Frenzel durch einen Meineid beiseite: Er schwor vor einem Amtsgericht, daß alle Angaben auf einem Flugblatt über seine kommunistische Vergangenheit falsch seien. Der Urheber des Pamphlets, ein greiser Landsmann Frenzels, kam dafür wegen Verleumdung ins Gefängnis.
Im April 1956 sprach ein alter Bekannter vor: Der einstige Konsum-Kassierer aus Böhmen erinnerte Frenzel an den Konto-Schwindel und den Meineid in der Nachkriegszeit. Fortan steckte der SPD-Abgeordnete dem CSSR-Geheimdienst alle Informationen zu, die er dank seiner Partei- und Parlamentsämter ergattern konnte. Darunter waren das Schiffbauprogramm der Bundesmarine, die "Starfighter"-Planung sowie präzise Angaben über die Lage von Nato-Depots, Raketenstartrampen und Erdbunkern.
Im Oktober 1960 beobachtete der Verfassungsschutz, daß Frenzel von einem mutmaßlichen Prager Agenten Besuch bekam. Als der Mann den Heimflug antreten wollte, griff die Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamts zu. Bei dem Festgenommenen fanden die Beamten ein als geheim klassifiziertes Schriftstück mit dem Stempel des Verteidigungsausschusses. Von Generalbundesanwalt Max Güde damit konfrontiert, legte Frenzel sofort ein umfassendes Geständnis ab. Güde erinnerte sich später an die Szene: "Der Überraschungseffekt war zu groß. Ich habe noch nie gesehen, wie ein dicker Mann sozusagen geschrumpft ist wie ein Luftballon, den man aufsticht."
Der Verrat hatte außergewöhnliches Format, nicht jedoch der Verräter. Als der Bundesgerichtshof am 28. April 1961 Frenzel zu 15 Jahren Zuchthaus, der höchstmöglichen Strafe, verurteilte, brach der Spion schluchzend in Tränen aus.
Den ersten Versuch, Frenzel auszulösen, startete die tschechoslowakische Regierung schon
im Juli 1962. Prag war bereit, für den Spion einen hohen Preis zu zahlen: Als Gegenleistung wurden 30 politische Häftlinge geboten. Aber im Westen war es verpönt, Polithäftlinge gegen Spione auszutauschen. Vor allem die SPD lehnte jegliches Entgegenkommen ab.
Wieder war es eine Angehörige, die sich mit dem Ziel, einen Austausch in Gang zu setzen, an Vogel wandte. Anders als im Fall der "Frau Abel", deren Legende er nicht glaubte, ist Vogel überzeugt, daß Elsa Nová, die ihm aus Prag schrieb und die er später persönlich kennenlernte, wirklich Frenzels Tochter war.
Anfang August 1965 fuhr der DDR-Advokat erstmals zu einem Gespräch mit dem in Straubing einsitzenden Frenzel. Dort wurde ihm sogleich klar, daß sein Mandant physisch und psychisch ein Wrack war. Frenzel litt an einer schweren Herzkrankheit.
Unterhändler Vogel wußte, daß den Westdeutschen für den gewichtigen CSSR-Spion etwas geboten werden mußte, was Prag allein nicht leisten konnte. Frenzel würde nur freikommen, wenn Ost-Berlin oder Moskau eine Zusatzofferte abgaben.
Das KGB war nicht zimperlich, wenn es darum ging, das eigene Angebot auf dem Basar der Spione zu erhöhen: Der sowjetische Geheimdienst schnappte sich eine Westdeutsche, die gewiß nie im Leben spioniert hatte. Die Journalistin Martina Kischke, damals 31, war Anfang August 1966, mit ihrem Brautkleid im Gepäck, über Moskau nach Alma-Ata geflogen, der Hauptstadt Kasachstans. Bei einem früheren Aufenthalt in der fernöstlichen Sowjet-Republik hatte die Redakteurin der FRANKFURTER RUNDSCHAU den russischen Dammbau-Ingenieur Boris Petrenko, 35, kennengelernt. Den wollte sie nun heiraten.
Am 8. August wurde Kischke aus dem Auto Petrenkos heraus verhaftet. Ihren Verlobten, der den Wagen zuvor unter einem Vorwand verlassen hatte, sah sie nie wieder. Seine Rolle als Agent provocateur hatte der Russe erfüllt: In Kischkes Handtasche hatte er eine Zigarettenschachtel mit Mikrofilmbildern von Militäranlagen versteckt. Nach vier Wochen Haft in Alma-Ata wurde die Journalistin in das berüchtigte Staatsgefängnis für politische Häftlinge in der Moskauer KGB-Zentrale eingeliefert.
Westdeutsche Politiker bemühten sich um die Freilassung der Politgeisel. Moskau verlangte jedoch einen Preis, der für den Westen indiskutabel war. Nicht das "Juwel" Frenzel, sondern ein noch wertvollerer Spion sollte das Tauschobjekt sein: der ehemalige BND-Referatsleiter Heinz Felfe, der jahrelang Vertrauliches aus dem innersten Pullacher Zirkel an die Sowjets verraten hatte und 1961 verhaftet worden war. Doch der KGB-Maulwurf war im Vergleich zu der verkauften Braut einige Nummern zu groß.
Unterdessen hatte der Herausgeber und Chefredakteur der FRANKFURTER RUNDSCHAU, Karl Gerold, den Anwalt Vogel eingeschaltet. Der schätzte realistisch ein, daß ein Austausch der Journalistin gegen Felfe für die Bundesregierung nie in Frage kommen würde, und brachte deshalb wieder Frenzel ins Spiel. Aber Bonn hielt den Handel noch immer nicht für ausgewogen.
Am 11. Dezember schrieb Vogel dem West-Berliner Anwalt Jürgen Stange, mit dem er in grenzüberschreitenden Fällen zusammenarbeitete, er könne "bindend" zusagen, daß neben Martina Kischke auch zwei Agenten der Bundesrepublik freigelassen würden, die in der DDR zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt worden waren. Vogel mahnte zur Eile. Dieser Vorschlag lasse sich nur "bis zum 14.12.66, 0.00 Uhr", aufrechterhalten.
Kischke und zwei Häftlinge im Austausch für Frenzel waren Bonn immer noch zuwenig. Hektisch wechselten Vogel und Stange weitere Briefe, in denen verschiedene Alternativen sondiert wurden. Am 22. Dezember führten Vogels Bemühungen dann doch zum Ziel. Im Hof der Vollzugsanstalt Straubing fuhren tschechoslowakische Limousinen vor. Frenzel stieg in einen schwarzen Tatra, der ihn direkt in die CSSR brachte.
Derweil holte Vogel mit einer Sondermaschine des Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht Martina Kischke aus Moskau ab. Die Journalistin hatte vor ihrer Freilassung Stillschweigen über ihre Erlebnisse im Sowjetreich geloben müssen. Nach ihrer Rückkehr hielt sie ihr Versprechen. Das war auch den westdeutschen Geheimdiensten recht, die stets darauf bedacht waren, die Identität und Bedeutung der ausgetauschten Bundesbürger im dunkeln zu lassen.
Ohne Martina Kischke, davon ist Vogel überzeugt, "wäre Frenzel nicht freigelassen worden, auch wenn wir 30 Agenten zusätzlich angeboten hätten". Der Anwalt wußte: "Die Masse hätte es nicht gemacht, sondern der Fall an sich mußte so bedeutsam sein, daß ein Äquivalent hergestellt war."
Vogel traf Frenzel nach dessen Freilassung noch einmal während einer Kur in Karlsbad. Mit weinerlicher Stimme zählte der Spion ein gutes Dutzend Namen von Personen auf, die er für sein Tun um Verzeihung bitte. An erster Stelle nannte er Herbert Wehner, den damaligen Minister für Gesamtdeutsche Fragen.
Der zur Spionage erpreßte Agent starb im Juli 1968.
Im nächsten Heft
Ein Sowjetdiplomat in der "Honigfalle" - Ein DDR-Professor wird vom FBI geschnappt - Der Rekord-Austausch: 25 Westagenten gegen 4 Ostspione - Sowjetdissident Schtscharanski hüpft auf der Glienicker Brücke in die Freiheit
(c) 1997 SPIEGEL-Buchverlag, Hamburg. - Der ungekürzte Text von Norbert F. Pötzl erscheint diesen Monat unter dem Titel "Basar der Spione. Die geheimen Missionen des DDR-Unterhändlers Wolfgang Vogel" (540 Seiten; 49,80 Mark). * Mit einer Luftaufnahme, die angeblich vom Film der U-2-Kamera stammte. * Auf dem Weg zum Prozeß in Karlsruhe.
Von Norbert F. Pötzl

DER SPIEGEL 33/1997
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