TOURISMUS
Ein Bonus für die Flagge
Der Flaggenstreit um die MS "Deutschland" ist beendet, die Probleme bleiben. Mehr als 8,5 Millionen Euro Minus verbuchte der Schiffsmehrheitsbesitzer Aurelius zuletzt für seine "MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft". Allein das Schiff verursachte 2011 einen operativen Verlust von 1,5 Millionen Euro. Um Kosten zu sparen, wollte die Reederei deshalb den als ZDF-"Traumschiff" bekannten, mittlerweile angejahrten Dampfer (Stapellauf 1998) nach Malta ausflaggen, gab die Pläne aber wegen der öffentlichen Kritik auf. Selbst Bundespräsident Joachim Gauck hatte sich eingemischt, auch "Traumschiff"-Gäste zeigten sich entsetzt. Die sollen nun, so die Idee der Reederei, ihre Solidarität mit der deutschen Flagge auf besondere Weise zeigen können - mittels eines freiwilligen Bonus in Höhe von drei Prozent des Reisepreises. Die MS "Deutschland" ist das einzige Kreuzfahrtschiff, das unter deutscher Flagge fährt.
DER SPIEGEL 32/2012
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