In britischen Gewässern tummeln sich vermehrt Riesenhaie. Die bis zu 15 Meter langen Meerestiere sind zwar nahe Verwandte der Weißen Haie - doch für Menschen stellen sie in der Regel keine Gefahr dar, weil sie sich von Zooplankton ernähren, das sie mit weitaufgesperrtem Maul aus dem Wasser filtern. Britische Biologen und Tierschützer sehen in dem häufigeren Auftauchen der imposanten Fische ein ermutigendes Zeichen dafür, dass sich die Bestände allmählich erholen. Denn die Planktonfresser sind vor allem wegen ihrer ölhaltigen Leber jahrzehntelang intensiv bejagt worden. "Unsere Auswertungen zeigen, dass wir in Zukunft wahrscheinlich wieder öfter die Gelegenheit haben werden, diese beeindruckenden Geschöpfe vor unseren Küsten zu erleben", sagt Brendan Godley, Biologe an der University of Exeter. Vor allem im Pazifischen Ozean machen japanische und chinesische Harpuniere allerdings noch immer Jagd auf die Riesenhaie.
DER SPIEGEL 32/2012
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