Zollfahnder haben auf zwei deutschen Flughäfen Triebwerke für russische Militärflugzeuge beschlagnahmt. Bei den Lieferungen aus Russland handelt es sich um Kriegswaffen, für die eine Transportgenehmigung fehlte. Im rheinland-pfälzischen Hahn entdeckten Fahnder vier Triebwerke für den Seeaufklärer Tupolew Tu-142, der auch als U-Boot-Jäger eingesetzt wird. Die Lieferung im Wert von 3,3 Millionen Dollar war für Indien bestimmt. In Leipzig stießen die Zöllner auf Strahlantriebe für Kampfflugzeuge vom Typ MiG-29 für die algerische Luftwaffe; die Triebwerke waren in Russland überholt worden. Aufgefallen waren die Lieferungen Zöllnern der Abteilung Sicherheitsrisikoanalyse im oberpfälzischen Weiden, die Anfang 2012 ihren Dienst aufgenommen hat. Sämtliche Anmeldungen von Waren, die über deutschen Boden in die EU gelangen, werden von der Abteilung auf Gefahrenquellen wie Waffen oder Krankheitserreger untersucht.
DER SPIEGEL 33/2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.