Seit etwa einem Jahr sind die Preise für spezielle Hightech-Metalle, die sogenannten Seltenen Erden, im freien Fall. Eine Tonne Ceriumoxid zum Beispiel, das die optische Industrie als Poliermittel einsetzt, kostete im vergangenen Sommer noch rund 150 000 Dollar, jetzt liegt der Preis bei 20 000 Dollar. Neodymoxid hat sich um rund zwei Drittel verbilligt, es wird für Generatoren benötigt. Auch die Notierungen für Lanthan, Yttrium oder Dysprosium sind laut dem Fachdienst "Metal-Pages" stark gesunken. Offensichtlich ist die Nachfrage nach Seltenen Erden erheblich zurückgegangen: wegen der Konjunkturflaute in Teilen der Welt und weil die Industrie, sofern möglich, auf Ersatzstoffe zurückgreift. Mehr als 90 Prozent der Seltenen Erden stammen aus China. Um den Preisverfall zu stoppen, hat Peking vorige Woche angekündigt, ein Fünftel der Produktionskapazitäten zu schließen.
DER SPIEGEL 33/2012
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