15.09.1997

USA„Sie schufen ein Monster“

Fünfzig Jahre nach seiner Gründung steckt der legendäre Geheimdienst CIA in der schwersten Krise seiner Geschichte: Die Verbrechen der Vergangenheit kriechen wie Gespenster aus den Akten, der geliebte alte Feind ist dahin, ein neuer schwer zu finden.
An dem Tag, als Milt Bearden die sowjetischen Invasoren besiegt hatte, knipste der CIA-Agent befriedigt das Licht in seinem Büro aus. Jahrelang hatte die Birne in seinem pakistanischen Stützpunkt gebrannt, Tag und Nacht. Der Kollege vom sowjetischen KGB sollte schließlich nicht schon von außen erkennen können, ob Bearden am Schreibtisch saß oder mal wieder Waffen zu den Widerstandskämpfern im benachbarten Afghanistan schmuggelte.
Am Anfang war es Bearden nicht leicht- gefallen, aus den Mudschahidin-Banden eine disziplinierte Truppe zu schmieden. "Okay, ihr baut jetzt keine Autobomben und keine Lastwagenbomben mehr", befahl er. Er wollte richtigen Krieg, keine Terror-Spielereien.
Als dann eine sowjetische Offiziersmesse in die Luft flog, versicherten ihm seine Schützlinge auf seine Vorhaltungen treuherzig: "Aber Mr. Bearden, wir haben doch gar keine Sprengladung an einem Pkw oder Lastwagen angebracht. Es war eine Kamel-Bombe." Die afghanischen Widerstandskämpfer hatten das Tier mit Plastiksprengstoff bepackt und vor dem Kasino festgebunden.
Heute sitzt Bearden als Pensionär zu Hause. Der letzte Chef der Sowjetabteilung im US-Geheimdienst hat sein Leben riskiert, um sich selbst überflüssig zu machen. "Früher war es einfach", sagt er: "Die CIA war keine Institution, sie war eine Mission. Dann verschwand die Sowjetunion. Und nun ist die Mission beendet. Fini."
Das hält George Tenet, seit wenigen Wochen neuer Direktor der legendären Central Intelligence Agency, für ganz falsch. Gibt es da draußen nicht reichlich Terroristen, Atomschmuggler und irre Diktatoren? Nur eins fürchtet Amtschef Tenet: "Ich möchte unseren Blick wegwenden von der Vergangenheit. Um offen zu sein: Es ist gefährlich, über unsere Schultern zu gucken."
Tenet weiß, wovor er warnt: Seine Truppe steckt in ihrer tiefsten Existenzkrise - demotiviert, ohne ihren einstigen Hauptgegner, verzweifelt auf der Suche nach neuen Aufgaben, mit Sparkommissaren im Nacken. Das verdirbt die Jubelfeier. In dieser Woche wird die "Company", die "Gurkenfabrik" (Agenten-Slang), genau 50 Jahre alt. Happy Birthday, CIA - aber die Gespenster der Vergangenheit kommen auch zur Party.
Akte um Akte taucht derzeit auf, Zeuge um Zeuge redet über groteske Pannen und verbrecherische Abenteuer des Geheimdienstes. Der Ruf der "Firma" ist so schlecht wie noch nie - zum Teil dank Präsident Bill Clintons Executive Order 12958. Sie zwingt US-Behörden, die meisten geheimen Dokumente herauszurücken, die älter als 25 Jahre sind.
Die Papiere zeigen, wie CIA-Agenten über Jahrzehnte hinweg morden und foltern ließen - manchmal wurden sie dabei "eine Bedrohung für das eigene Volk", klagte schon der verstorbene CIA-Direktor William Colby. Ihre Einsätze in Mittelamerika etwa haben Diktaturen errichtet, die dann außer Rand und Band gerieten. Interventionen im Nahen und Fernen Osten haben Terroristen herangezüchtet, und auch viele Drogenbarone sind erst als CIA-Konfidenten richtig mächtig geworden.
Es ist inzwischen so modisch, über die Agentur herzufallen, daß es ausgerechnet vor dem Jubiläum fast alle tun: Die CIA sei ein "alternder Horrorladen", höhnte die NEW YORK TIMES. Den US-Geheimen fehle es "an analytischer Tiefe, Breite und Sachkenntnis", urteilte der zuständige Ausschuß des Abgeordnetenhauses.
Im Trommelfeuer der Kritik geht derzeit fast völlig unter, daß die CIA auch Erfolge hatte. Ihre Spionageflugzeuge U-2 und SR-71 Blackbird sowie die Satelliten mit Kameras der Keyhole-Serie schossen detaillierteste Fotos vom Feindesland. Ihre Auswerter haben vor Saddam Husseins Einmarsch in Kuweit gewarnt, ihre Agenten spürten weltweit Terroristen auf, enttarnten Embargo-Brecher im ehemaligen Jugoslawien.
Doch nur wenige Politiker trauen sich, die geprügelten Schmuddelkinder in Schutz zu nehmen. Bill Clinton beteuert zwar, er werde trotz aller Skandale auch weiterhin "tapfere und aggressive Aktionen" decken. Aber der Präsident muß sparen, die Agenten sollen bis zum Ende des nächsten Haushaltsjahres auf einen Teil ihres Etats verzichten. Noch arbeiten rund 100 000 Mann für die 28 verschiedenen und oft untereinander verfeindeten US-Geheimdienstorganisationen. Pro Jahr geben sie zusammen rund 50 Milliarden Mark aus.
Das Militär hat seine eigenen Spione. Für elektronische Lauschangriffe ist die National Security Agency (NSA) zuständig; sie hört weltweit Telefongespräche in derartigen Mengen ab, daß sich die Stasi dagegen ausnimmt wie ein Verein von Radioamateuren: Die weltgrößte Bibliothek, die Washingtoner Library of Congress, enthält nach NSA-Schätzung eine Quadrillion Bits an Informationen - mit der kommenden Gerätegeneration werden die Horcher nach eigenen Angaben alle drei Stunden eine Library of Congress füllen.
Der CIA-Direktor soll diesen Riesenapparat koordinieren. Sein eigener Dienst ist die Zentrale der untergründigen Macht - mit zwei entscheidenden Abteilungen: Das "Directorate of Intelligence" analysiert alle Informationen und bereitet sie auf - Schreibtischarbeit. Berühmt und berüchtigt wurde die CIA aber durch das "Directorate of Operations", Agenten nennen es nur das "DO". Dazu gehören die Männer, die Anschläge aushecken und Regierungen stürzen.
Ihre Einsätze, sagt Ex-Direktor Richard Helms, seien "schmutzig und gefährlich". Allein in Südvietnam waren DO-Helfer am Tod von 20 587 Menschen mitbeteiligt, die sie für gefährliche Kommunisten hielten. Den Toten steckten sie eine Spielkarte in den Mund, zur Warnung für andere: Das Pik-As wurde zur Visitenkarte der CIA.
"Das DO ist das Herz der CIA und gleichzeitig der Teil, der dich ins Gefängnis bringen kann", so Robert Gates, CIA-Chef bis 1993 - vor allem weil kaum ein Direktor den verschworenen und elitären Clan je wirklich lückenlos unter Kontrolle hatte.
Gründervater der geheimen CIA-Bruderschaft war Präsident Harry S. Truman. Im Juli 1947, der Kalte Krieg hatte eben begonnen, unterschrieb er den "National Security Act", am 19. September trat das Gesetz in Kraft.
"Ich griff mir einen Haufen Admirale", so Truman, "und die bauten mir die Agency - für die Bequemlichkeit des Präsidenten." Die Hauptaufgabe des Dienstes, in vier Punkten des Gesetzes geregelt, sollte vor allem das Sammeln und Auswerten von Nachrichten werden. Truman hatte keine Lust, jeden Tag selbst "einen zwei Fuß hohen Stapel Papiere" durchzusehen.
Doch das Gesetz enthielt noch einen fünften Punkt, schwammig formuliert: Die neue Agency hatte auch "andere Funktionen auszuführen, welche die nationale Sicherheit betreffen". Die CIA-Agenten der ersten Stunde betrachteten den Satz als Lizenz zum Töten. Es gab zunächst "keine Kontrolle. Am Anfang machten wir einfach, was nötig war, um den Kalten Krieg zu gewinnen", so der ehemalige CIA-Chef Stansfield Turner.
Wilde Jahre, wilde Methoden - mal tödlich, mal phantasievoll, mal nur skurril. So kam vor anderthalb Jahren heraus, daß ein respektabler Teil der modernen Kunst seine Existenz der CIA verdankt. "Wir wollten zeigen, daß der Westen für Freiheit steht, ohne Grenzen für das, was man malen oder sagen darf", meint Tom Braden, in den fünfziger und sechziger Jahren Chef einer CIA-Abteilung namens "International Organizations Division".
Mit Geheimdienst-Millionen gründete er unter anderem den "Kongreß für Kulturelle Freiheit". Die Agenten betrieben bald Büros in 35 Ländern und druckten mehr als zwei Dutzend Szene-Magazine. Sie halfen Malern wie Willem de Kooning und Jackson Pollock - die nicht einmal ahnten, daß ihre Mäzene Spione waren.
Zugleich versuchte die CIA, Gehirne auch direkt zu beherrschen. Sie engagierte nicht nur Parapsychologen und Wahrsager, sondern griff auch zu Skalpell und Kombizange. Ihr Dr. Frankenstein hieß Dr. Sidney Gottlieb, Chef der Abteilung "technischer Service". Der Wissenschaftler sollte Methoden entwickeln, Menschen über weite Distanzen zu kontrollieren. Die Agenten wollten derart manipulierte Opfer zum Beispiel mit einem kodierten Telefonanruf in Mordmaschinen verwandeln können - gegen deren Willen.
Gottliebs Projekte bekamen den Sammeldecknamen "MKUltra" - eine Fundgrube für Liebhaber des Bizarren und Absurden. Mit elektrischen Impulsen ins Hirn versuchten Gottliebs Mitarbeiter, Hunde, Affen und Katzen fernzusteuern. "Sie schlitzten einen Kater auf, steckten Batterien hinein, verkabelten ihn. Der Schwanz war die Antenne. Sie schufen ein Monster", erinnert sich Victor Marchetti, ehemaliger Assistent des CIA-Vizedirektors, an einen der Versuche.
Der Praxistest ging schief: Agenten packten einen Transporter voll mit Kontrollinstrumenten, klemmten sich den Kater unter den Arm und fuhren in einen Park, wo sie ihre Kreatur zu zwei Männern auf einer Bank steuern wollten. Marchetti: "Sie setzten den Kater aus dem Transporter - und dann kam ein Taxi und fuhr ihn platt."
Neben ihren Experimenten vergaß die CIA althergebrachte Techniken nicht. Ein eigener Ausschuß, das sogenannte Komitee zur Veränderung des Gesundheitszustandes, kümmerte sich um ganz normale Attentate.
Der erste kongolesische Ministerpräsident nach der Unabhängigkeit des Landes, Patrice Lumumba, mußte 1961 sterben. Die CIA versuchte, ihn umzubringen, behauptet aber bis heute, andere wären ihr zuvorgekommen. CIA-Opfer waren erwiesenermaßen der südvietnamesische Machthaber Ngo Dinh Diem 1962 und der dominikanische Diktator Rafael Leónidas Trujillo 1961. Häufig hatte die Company ihre Hand im Spiel, auch wenn die Agenten nicht selbst schossen.
Schnell stellte sich freilich heraus, daß inszenierte Aufstände zum Umsturz einer Regierung noch praktischer waren als häßliche Mordanschläge. Der erste Probelauf fand 1953 in Iran statt. Premier Mohammed Mossadegh verstaatlichte ein britischiranisches Ölkonsortium, der Schah verließ für kurze Zeit das Land, US-Außenminister John Foster Dulles fürchtete um die Benzinpreise daheim. "Das war's dann wohl", sagte er, "nun laßt uns mal loslegen."
Dulles gab seinem kleinen Bruder Allen, damals CIA-Direktor, die Order, die Mossadegh-Regierung zu beseitigen. CIA-Agenten heuerten einen Mob an, organisierten Krawalle, Mossadegh wurde gestürzt, der Schah durfte zurückkommen.
Die Dulles-Brüder konnten nicht ahnen, daß ihre "Operation Ajax", die anscheinend so glattgegangen war, den Haß des damals noch unbekannten Ajatollah Chomeini auf den "großen Satan" USA befeuern würde. Die CIA versuchte zwar noch, sich bei dem neuen Machthaber nach dessen Revolution 1979 lieb Kind zu machen: Agenten spielten Chomeini eine Liste mit Namen linker Opponenten zu, gewissermaßen mit satanischen Grüßen. Chomeini ließ die Verpfiffenen auch wie geplant umbringen, erwies sich aber ansonsten bekanntermaßen als undankbar.
Weil der renitente Mossadegh so elegant beseitigt wurde, schlugen die Dulles-Brüder im folgenden Jahr gleich noch mal zu - im mittelamerikanischen Guatemala. Die Bananenrepublik war zu der Zeit praktisch eine Privatkolonie des US-Konzerns "United Fruit Company": Die Bahn gehörte den Amerikanern, der größte Teil des Landes, die Telegrafenlinie, die Zeitung.
Präsident Jacobo Arbenz jedoch wollte United Fruit (Nachfolgefirma: "Chiquita") Land für seine verarmten Bauern abnehmen. Da geriet er an die Falschen: John Foster Dulles war Aktionär des Unternehmens, CIA-Bruder Allen hatte sogar als Präsident von United Fruit amtiert.
Erst seit wenigen Monaten ist der Guatemala-Report eines CIA-Historikers nicht mehr "Geheim" gestempelt. Er schildert, wie Amerikas Geheimdienst 1954 eine Mini-Armee von 480 Mann aufstellte. Von Honduras aus marschierten sie in Guatemala ein. CIA-Radiostationen sendeten Falschmeldungen, Arbenz glaubte bald, die Guerrilleros seien nur die Vorhut der Marines. Er dankte ab, die CIA war selbst verblüfft über den leichten Sieg.
Danach freilich herrschten für Jahrzehnte Militärdiktatoren über Guatemala. Die CIA trainierte deren Todesschwadronen - wie auch in mehreren anderen Ländern Mittelamerikas. Detaillierte Folterhandbücher, so enthüllten US-Journalisten vor ein paar Monaten, gaben Hinweise, wie Opfer erfolgreich zu verhören seien. Eine verlogene Passage im "Trainingshandbuch für die Ausbeutung menschlicher Ressourcen", eingefügt 1985, sollte dafür sorgen, daß die Agenten im Zweifelsfall saubere Hände vorweisen könnten: "Wir bedauern den Einsatz von Foltermethoden, wollen sie Ihnen aber erklären, damit Sie sie vermeiden können", hieß es da.
In Guatemala ermordeten die Todesschwadronen über 110 000 Unschuldige und Oppositionelle, der Bürgerkrieg ging erst Ende 1996 mit einem Friedensabkommen zu Ende.
Ex-CIA-Direktor Helms meint ungerührt, daß es in jedem Krieg nun einmal Opfer gebe, auch in einem Kalten: "Ich gebe einen Dreck auf Konsequenzen, wenn der Präsident sagt, erledigt diese Regierung."
Genau ein solcher Befehl führte zur ersten großen Niederlage der CIA. Erst in diesem Sommer hat die Regierung Clinton bis dahin geheime Teile der Akten über den Kampf gegen Fidel Castro herausgerückt. Die neuen Dokumente, über 1000 Blatt, zeigen das Ausmaß der Stümperei, die zum Desaster in der kubanischen Schweinebucht führte (siehe Kasten).
CIA-Chef Dulles hatte nach Castros Revolution zunächst einen Plan entwickelt, die kubanische Wirtschaft zu sabotieren. "Allen, das ist ja ganz nett", beschied Kennedy-Vorgänger Dwight D. Eisenhower ihn, "aber laß uns doch ein Programm auflegen, das wirklich etwas gegen Castro ausrichtet." Dulles antwortete nur "Yes Sir" und machte sich an die Arbeit.
Zunächst dachte die CIA-Spitze daran, gedungene Mörder den Job erledigen zu lassen. Ein Helfer unterbreitete der Mafia, wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl 1960, ein Angebot: Die Regierung wolle ihr ein Kopfgeld von 150 000 Dollar für Castros Ermordung zahlen. Mafia-Boß Sam Giancana war begeistert.
Zwar war der künftige Präsident John F. Kennedy ihm schon teilweise verbunden, denn die beiden teilten sich eine Geliebte, Judith Campbell Exner. Doch mit Castros Leiche im gemeinsamen Keller, glaubte der Mafioso, könne sein Einfluß auf die Regierung entscheidend wachsen.
Nebenbei sprachen die Agenten eine Deutsche an, Marita Lorenz, ab 1959 Castros Geliebte. Für Geld, so erzählt sie, habe sie zwei CIA-Giftpillen in einem Cremedöschen mit nach Havanna genommen. Doch die Salbe habe den Pillen nicht gutgetan: "Sie hatten sich aufgelöst. Es war wie ein Omen, und ich dachte: Zur Hölle damit, laß die Geschichte ihren Lauf nehmen."
Nach dem Fiasko in der Schweinebucht verfluchte Kennedy die CIA: "Wie konnte ich nur so idiotisch sein, die das machen zu lassen." Er drohte, den Geheimdienst "in tausend Stücke" zu zerschlagen. Hätte er das getan, wäre den USA eine weit gefährlichere Pleite erspart geblieben, die sich neun Tage vor Weihnachten 1961 anbahnte.
An dem Tag rasiert sich Frank Friberg, Vertreter der CIA in der finnischen Hauptstadt Helsinki, gerade, als es an der Tür klingelt. Der Agentenführer geht nach unten, die Seife noch im Gesicht, und öffnet.
Auf dem Treppenabsatz steht ein stämmiger Mann im Schnee, neben sich eine Frau und ein siebenjähriges Mädchen, das eine Puppe umklammert. "Mr. Friberg, wissen Sie, wer ich bin?" fragt der Besucher mit der Pelzmütze. Das Licht auf der Veranda ist flau, Friberg schüttelt den Kopf. "Ich bin Anatolij Klimow."
Friberg zuckt zusammen - "Klimow" ist ein Deckname für den KGB-Major Anatolij Golizin, der nun in gebrochenem Englisch um "Asyl" bittet.
Friberg reagiert sofort: "Fein, was sind Ihre Bedingungen?" Golizins Antwort: Er müsse raus aus Finnland - aber bitte schön mit der nächsten Maschine, in zwei Stunden, denn bald würden seine Genossen ihn jagen. Hastig wischt Friberg den Rasierschaum vom Kinn, organisiert drei Spezialisten als Leibwache sowie den Flug über Frankfurt ins Hauptquartier der CIA.
Die Agenten dort brauchen nach dem Kuba-Debakel dringend einen Erfolg. Und was Golizin zu erzählen hat, klingt nach einer Bombe: Es gebe einen umfassenden Ring von KGB-Verschwörern in westlichen Diensten. Er habe Material gesehen, das nur von einem hochrangigen Maulwurf in der CIA stammen könne. Dieser Doppelagent sei in Deutschland stationiert gewesen. Den Klarnamen, so Golizin, kenne er zwar nicht, aber er fange auf jeden Fall mit "K" an. Deckname des Verräters: "Sascha".
Golizins Aussage wird der Beginn einer Hexenjagd, die 13 Jahre dauerte; rund hundert der besten Sowjetspezialisten der CIA wurden verdächtigt, viele kaltgestellt, nahezu jeder KGB-Überläufer wieder nach Hause geschickt, weil man ihn dank Golizin für einen Desinformanten hielt. Die Suche nach dem Phantom "Sascha" legte fast die gesamte Arbeit gegen die Sowjetunion lahm. Sie sei das "größte Trauma" der Agency, klagte CIA-Chef Colby.
Denn Golizin stieß bei der CIA auf einen kongenialen Partner: James Jesus Angleton, Chef der Spionageabwehr, ein hagerer Trinker und Kettenraucher. Chronische Schlaflosigkeit ließ ihn schon als Student nächtelang gepeinigt herumstreichen. Seine einsamen Hobbys: Orchideenzucht und Forellenangeln.
Angleton witterte überall den "Monster-Plan" der Sowjets, hielt etwa das Zerwürfnis zwischen Moskau und Peking für einen kommunistischen Trick. "Ihm zuzuhören war so, als würde man auf ein impressionistisches Gemälde schauen", sagte der ehemalige CIA-Chef James R. Schlesinger, "alles nur Rauch, Hinweise, bizarre Anschuldigungen."
Der Abwehrchef beginnt damals, Golizin zu glauben. Es paßt alles zu schön in sein eigenes Weltbild. Angleton läßt sich auch nicht davon beirren, daß ein CIA-Psychiater bündig urteilt, Golizin sei "klinisch paranoid". Das ist er schließlich selbst.
Angleton hat die Macht, Golizin fortan vor allen Zweiflern zu schützen. Gemeinsam machen sich die beiden auf die Jagd nach Maulwürfen; die Ermittlungen bekommen das Codewort "Honetol". CIA-Mitarbeiter finden von nun an auf den Personalakten verdächtigter Kollegen plötzlich Stempel mit dem Buchstaben "H". Und das bedeutet in der Regel das Ende der Karriere. Die H-Stempel verbreiten sich wie die Windpocken.
Eines der vielen Opfer wird Peter Karlow, ein Technikexperte mit 20 Jahren CIA- Erfahrung. Zwar kann Angleton ihm nichts nachweisen, aber auf Karlow paßt nun mal Golizins "Sascha"-Profil: Sein Name beginnt mit K, und er hat für die CIA in Deutschland gearbeitet. Karlow muß gehen, in Unehren und ohne Pension.
1964 schickt der Chef der Sowjetabteilung schließlich ein Telex an alle seine Agenten im Ausland. Die Order: sämtliche Arbeit an allen Projekten einstellen - "lehnt euch zurück, nehmt es locker und seid vorsichtig". Die CIA wird im Osten über Jahre blind und ahnt 1968 zum Beispiel nichts vom geplanten Einmarsch der Russen in Prag.
Angleton wittert nicht nur Verräter im eigenen Verein. Seine Schnüffler ermitteln auch gegen Englands Labour-Premier Harold Wilson, den Schweden Olof Palme - und gegen Willy Brandt. Angleton predigt immer wieder, der damalige SPD-Bundeskanzler arbeite für das KGB. Er behauptet, drei Beweise dafür zu haben, ohne jemals einen vorzulegen.
Erst 1974 feuerte der neue CIA-Chef Colby den Wahnwitzigen nach 20 Jahren verheerenden Wirkens. Sobald Angleton mit seinem schwarzen Mercedes davongefahren war, schickte Colby Recherche-Trupps in die gruftartige Zimmerflucht der Abwehrabteilung. Sie fanden verborgene Räume und mehr als 40 Safes. In einem der Panzerschränke entdeckten sie einen afrikanischen Flitzebogen samt Pfeilen, in anderen "bizarre Dinge, über die ich nie sprechen werde", so Angletons Nachfolger George Kalaris.
Aber sie stießen auch auf Spuren gefährlicher Verfehlungen: Auf eigene Faust hatte Angleton nicht nur in US-Gewerkschaften herumspioniert, er hatte auch massenhaft Briefe von US-Bürgern abfangen lassen, beides illegal.
Vor einem Untersuchungskomitee des Senators Frank Church mußte Angleton sich später verantworten. Die CIA sei ein "bösartiger Elefant", stellte Church fest.
Es begann eine kurze Reformperiode, der von Jimmy Carter ernannte CIA-Direktor Stansfield Turner nahm die wildgewordenen Agenten an die kurze Leine. Aber Turner hatte einen Fehler: Er hielt sich penibel an Fakten - und das paßte Carter-Nachfolger Ronald Reagan überhaupt nicht, als er 1981 ins Weiße Haus einzog. So wollte Reagan mehr Bunker bauen lassen - die Sowjets hätten jede Menge davon. Turner stoppte ihn kalt: "Nein, Sir."
Der Präsident feuerte Turner und engagierte einen Mann, der ihm sagte, was ihm gefiel: William Casey, Reagans Wahlkampfmanager, ein Geschäftsmann, der wegen Aktienbetrugs schon mit Justiz und Steuerfahndung zu tun hatte.
Multimillionär Casey, den der einflußreiche Senator Barry Goldwater wegen seiner feuchten Aussprache "Schlabberlippe" nannte, haßte Kommunisten noch mehr als der Präsident selbst und ließ sich ungern belehren. Als eine Journalistin in einem Buch behauptete, Moskau organisiere den internationalen Terrorismus, gab Casey eine Studie in Auftrag. Seine Analysten kamen zu dem Schluß, das Buch sei größtenteils glatter Unsinn - es basierte zum Teil auf CIA-Falschpropaganda.
Casey explodierte und wollte keine Argumente hören: "Ich habe für dieses Buch 13 Dollar und 95 Cent bezahlt", zischelte er seine Fachleute an, "und es sagt mir mehr als ihr Bastarde, obwohl ich euch 50 000 Dollar im Jahr bezahle."
Er ließ den Report umschreiben. Die CIA-Angestellten hatten verstanden: Hinfort übertrieben sie die Macht der Sowjets maßlos. Die Folge: ein gewaltiges Rüstungsprogramm inklusive "Star wars" und Staatsschulden ohne Ende.
Casey wollte dem Präsidenten noch ein Geschenk machen: Reagan wünschte sich, in seiner Amtszeit den Sowjets mindestens ein Land zu entreißen, egal welches. Die CIA wählte Nicaragua aus und schlug als Waffe eine kleine Guerrillatruppe vor, die nördlich der Grenze operierte.
Casey wollte mit 19 Millionen Dollar bei ihnen einsteigen. Reagan stimmte zu, besonnenen Militärs wurde schwindelig: "So ähnlich sind wir in Vietnam reingerutscht", warnte David Jones, Vorsitzender der vereinigten Stabschefs. Doch der Kongreß billigte das Manöver, den Abgeordneten wurde weisgemacht, die CIA wolle mit ihrer kleinen Bande, den Contras, nur die Sandinisten in Nicaragua hindern, Waffen nach El Salvador zu schmuggeln.
Casey beauftragte seinen Super-Agenten Duane "Dewey" Clarridge mit der Mission, einen Macher, den keine Zweifel plagten. Wenig später steuerte Clarridge schon 4000 Contras - achtmal mehr als genehmigt. Der Kongreß erfuhr es aus der Zeitung und tobte.
"Das klingt für mich nach Krieg", sagte Senator Goldwater, ein Republikaner. Casey konterte, die Aufständischen würden ihnen halt massenhaft zulaufen. Doch der Kongreß setzte durch, daß die CIA nichts mehr anstellen dürfe, um die Sandinisten zu stürzen - so die nachlässige Formulierung. Casey setzte sofort seine Hausjuristen daran. Die stellten spitzfindig fest, nach dieser Anweisung dürfe die CIA tun, was sie wolle - wenn es nur nicht ausdrücklich zum Zweck eines Umsturzes geschehe.
Caseys Cowboy Clarridge konnte weitermachen. Contras sprengten Brücken, überrannten Dörfer und töteten "Zivilisten und sandinistische Offizielle in den Provinzen, die Führer von Kooperativen, Krankenschwestern, Ärzte, Richter", wie Clarridge trocken bilanzierte.
Doch der CIA-Chef wollte "etwas Großes": "Laß die Bastarde schwitzen", befahl er Clarridge. Der Agent überlegte: "Ich saß da, trank meine Martinis, rauchte eine Zigarre", erinnert er sich, "und dann kam ich drauf: Minen." Angeheuerte Söldner sprengten Nicaraguas Hafenanlagen in die Luft. Der größte Teil der Ölvorräte des Landes fackelte ab. Damit kein Nachschub kommen konnte, ließ Clarridge die Häfen verminen.
Der Kongreß las davon in der Zeitung, wie üblich. Wutentbrannt erfuhren die Abgeordneten, daß sogar ein Sowjetschiff auf eine US-Mine gelaufen war. Wollten Casey und Clarridge den dritten Weltkrieg riskieren? CIA und Weißes Haus erklärten, es sei ein bedauerliches Mißgeschick, daß sie den Kongreß nicht informiert hätten. "Wenn noch mal was passiert, egal zu welcher Zeit", erklärte Reagan humorig, "dann weckt mich auf, selbst mitten in einer Kabinettssitzung."
Doch die Parlamentarier ließen sich nicht besänftigen; sie sperrten der CIA nun die Mittel für Reagans Privatkrieg gegen die Sandinisten.
Die Geheimdienstler ersannen einen Ausweg: Die Ajatollahs in Iran brauchten dringend Waffen für ihren Krieg gegen den Irak. Der Oberstleutnant der Marines Oliver North, Mitarbeiter des Sicherheitsberaters im Weißen Haus, bekam den Auftrag, ein kompliziertes Geflecht zu spinnen. Mit Hilfe von CIA-Flugzeugen und Waffenschiebern lieferte er den Iranern Kriegsmaterial und verstieß damit gegen das Embargo, das Washington verhängt hatte. Im Gegenzug sorgte Teheran dafür, daß amerikanische Geiseln im Libanon freikamen, und überwies Millionen auf ein Schweizer CIA-Konto.
Die Gewinne strichen teilweise die Waffenschieber ein, am Rest bedienten sich die Contras. Doch North verlor den Überblick, Einzelheiten sickerten durch - wie meistens erfuhr der Kongreß von dem Schlamassel durch Journalisten. Und tobte. "Das ist der größte Spaß, den wir seit Watergate hatten", frohlockte Ben Bradlee, Chefredakteur der WASHINGTON POST.
Reagan log schamlos: "Wir haben nie, ich wiederhole: Wir haben nie Waffen oder irgend etwas anderes gegen Geiseln getauscht." Die Abgeordneten löcherten Casey. Doch auf fast jede Frage antwortete der nur: "Ich weiß nicht."
"Wenn er wirklich so wenig weiß, wie er vorgibt, muß er wegen Inkompetenz gefeuert werden", höhnte ein Abgeordneter, "und wenn er mehr weiß, muß er auch gefeuert werden." Am Tag nach der Anhörung im Kongreß brach Casey an seinem Tisch in der CIA-Zentrale zusammen und starb wenig später. Sein Wissen nahm er mit ins Grab - und rettete damit womöglich Reagans Präsidentschaft.
So wurde Casey auch nicht damit konfrontiert, daß sich unter seiner Ägide das größte Leck der CIA-Geschichte auftat. Fast zehn Jahre lang übersahen die seit Angleton ängstlich gewordenen Abwehrspezialisten, daß der Doppelagent Aldrich Ames nahezu alle wichtigen Geheimnisse der Company an das KGB verriet.
Als CIA-Spion hatte Ames im Ausland völlig versagt. Agenten sollen vor allem Informanten anwerben. "Wenn du einen rumkriegst, ist das wie ein Orgasmus", sagt CIA-Haudegen Clarridge, der Ames von früher kannte: "Aber der hätte nicht mal seine Mutter rekrutieren können." Ames wurde wegbefördert, an einen Schreibtisch in der Zentrale.
Dort verdiente er rund 70 000 Dollar im Jahr - zu wenig, denn der gescheiterte Spion leistete sich eine teure Scheidung und eine noch teurere Neue. Ende 1984 hatte Ames seine Kreditkartenkonten um mehr als 30 000 Dollar überzogen.
Völlig offen ging er zur russischen Botschaft in Washington und teilte dem KGB-Residenten mit: "Ich brauche 50 000 Dollar." Die Sowjets gaben gern. Ames nannte ihnen dafür die Namen von zwei CIA-Agenten im KGB. Die beiden endeten mit einer Kugel im Kopf, und Ames freute sich, wie leicht alles gegangen war: "Ich war total aufgeregt. Ich habe es geschafft."
Ursprünglich wollte er es bei einem Verrat bewenden lassen. Doch dann trieben ihn, so sagte er später, "Angst und Profit". Überlebende CIA-Informanten im KGB hätten ja seinen Chefs verraten können, daß in Washington ein Maulwurf wühlte. Also mußte er alle CIA-Zuträger in Moskau erledigen.
2,7 Millionen Dollar Cash holte sich Ames im Lauf der Jahre. Dafür lieferte er 20 bis 25 Agenten ans Messer. Der kleine Versager wurde so der höchstbezahlte Spion der US-Geschichte - nur auf der falschen Seite. Er kaufte sich eine Villa für eine Million Mark, ohne Hypothek. Er ließ seine vom Zigarettenrauch gelb gewordenen Zähne renovieren, fuhr jeden Tag mit einem Jaguar zur Arbeit und trug eine Rolex - doch niemand stutzte.
Erst als immer mehr Spione aufflogen und die schönsten Geheimdienstaktionen ausgerechnet in der Zeit des sowjetischen Umbruchs platzten, wurde die CIA mißtrauisch. Soviel Glück konnte das KGB gar nicht haben; die Amerikaner stellten ein Fahndungskommando zusammen.
In zäher Kleinarbeit checkte das Team alle Verdächtigen und stieß endlich auf die Kreditkartenabrechnungen von Ames. "Bingo", rief einer der Jäger nur. Im Februar 1994 griffen Fahnder zu. "Ich wollte eine Zukunft", sagte Ames später. Die bekam er: lebenslänglich, ohne Aussicht auf Begnadigung. "Der Skandal an der Sache ist nicht, daß Ames spioniert hat - so etwas passiert", sagt ein Geheimdienstexperte. "Der Skandal ist, daß er es zehn Jahre lang ungestört tun konnte."
Wenig später begann CIA-Agent Harold Nicholson, für das KGB zu arbeiten. Das Motiv war ähnlich: teure Scheidung, kostspielige Reisen, eine Freundin in Thailand. Diesmal reagierte die Abwehr schneller. Agenten fingen eine Ansichtskarte ab, die Nicholson seinen KGB-Offizieren schickte ("Mir geht es gut, und alles läuft prima"). Vor gut drei Monaten wurde er verurteilt.
Dieser weitere Fall zeige, so das Nachrichtenmagazin TIME, wie "tief die Moral in der belagerten Spionage-Agentur" inzwischen gesunken sei. Aus der Bruderschaft sei eine Behörde geworden - mit Beamten, die mehr von ihrem Leben wollen, als fürs Vaterland zu ergrauen. "Yuppie-Spione", zürnt der alte Kämpe Clarridge, für die sei der Dienst "nur ein Job".
Die meisten Kenner raten dem neuen CIA-Chef Tenet jetzt, den verrufenen Dienst gründlich umzupolen: "Kleiner werden, stärker konzentrieren, und nur auf die harten Ziele. Und damit meine ich die fast unmöglichen Ziele", sagt Ex-CIA-Direktor Helms. Aber welche?
Um die Zukunftsjobs kümmern sich schon andere: Die Agenten der Drug Enforcement Administration etwa jagen Drogenschmuggler, das FBI betreibt eifrig Terroristenhatz. Beide operieren weltweit - und stoßen immer wieder auf Verbrecher, die aus früheren Zeiten gute Beziehungen zur CIA haben.
So hat die CIA bei ihrer Hilfe für die afghanischen Widerstandskämpfer die weltbesten Terroristen selbst ausgebildet. "Nach jedem geheimen Krieg gibt es eben ein ungewolltes Abfallproblem", sagt Jack Blum, ehemaliger Berater des Auswärtigen Ausschusses im Senat.
Die CIA förderte beispielsweise den blinden Scheich Omar Abd el-Rahman nach Kräften, schleuste ihn gar mit Geheim-Visa nach Amerika. Das Kalkül: Er sollte Afghanen in den USA für den Kampf gegen Moskaus Truppen in der Heimat begeistern. Das Abfallproblem: Rahman wandte sich gegen seine Gönner und inspirierte die Attentäter zu dem Bombenanschlag auf das New Yorker World Trade Center 1993.
Auch der weltweit gejagte Top-Terrorist Ussama Ibn Ladin ist ein alter CIA-Bekannter. 20 amerikanische Soldaten starben in den vergangenen zwei Jahren bei Anschlägen in Saudi-Arabien, Hunderte Zivilisten wurden verletzt. Als Drahtzieher gilt Ibn Ladin. Der schwerreiche ausgebürgerte Saudi kämpfte im Afghanistan-Krieg als Freund des Mudschahidin-Führers Gulbuddin Hekmatjar, der einer der schlagkräftigsten CIA-Zöglinge war.
Zudem horten die Mudschahidin wohl immer noch Stinger-Flugabwehrraketen. CIA-Profi Bearden hatte sie ins Land geschmuggelt, um russische Hubschrauber und Jagdbomber vom Himmel zu holen. Die Waffe trug entscheidend zur Wende im Krieg bei, sie eignet sich auch bestens zum Abschießen von Passagierflugzeugen - typisches Abfallproblem eines geheimen CIA-Feldzuges.
Sein Auftrag sei es gewesen zu siegen, meint Agent Bearden, wenn er vom Terror der Taliban hört, die heute in Afghanistan herrschen: "Niemand hat uns gesagt, wir sollten auch noch dafür sorgen, daß nachher nette Leute das Kommando haben."
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Die Struktur der Central Intelligence Agency (CIA)
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Von Höges und

DER SPIEGEL 38/1997
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