08.12.1997

Guido Westerwelle,

35, FDP-Generalsekretär, fühlte sich zu Unrecht vorgeführt. Am Eingang zur Bonner Universität hatten vergangene Woche streikende Studenten auf mannshohen Transparenten die Studienzeiten politischer Prominenz protokolliert. Neben Helmut Kohl, der 16 Semester an der Alma mater verbracht haben soll, fanden auch Verteidigungsminister Volker Rühe (16), Bildungsminister Jürgen Rüttgers (18) und Westerwelle Erwähnung - mit angeblichen 22 Semestern. In einem Brief an den Bonner AStA bat der FDP-General, ehemals Studiosus der Rechtswissenschaften, um "Richtigstellung", er habe nur "13 Semester bis zum Examen" gebraucht. Einen Scheck über 50 Mark "für ein neues Transparent füge ich diesem Schreiben bei". Übrigens: Die Anrede des Westerwelle-Briefes "Liebe Komilitoninen und Komilitonen" ist falsch. Richtig heißt es "Kommilitoninnen und Kommilitonen" - Bildungsnotstand oder ein Fall für die Rechtschreibreform?
Von Weber und

DER SPIEGEL 50/1997
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