22.01.1996

Immobilien Villenkampf in Babelsberg

In den dreißiger Jahren wohnten im damaligen Potsdamer Star-Viertel Filmberühmtheiten wie Brigitte Horney und Lilian Harvey. Heute streiten sich die durch die „Arisierung“ der Nationalsozialisten Begünstigten wie die Tänzerin Marika Rökk mit den Erben der einstigen Besitzer um die wertvollen Liegenschaften.
Eine starke Truppe", annonciert ein Aufkleber an der Eingangstüre am Neubabelsberger Johann-Strauß-Platz, doch die Hausbesetzer dahinter machen einen äußerst sanftmütigen Eindruck: Zehn Schüler und Studenten im Alter von 8 bis 30 - bis auf eine Hamburgerin allesamt Ostler. Im Wohnzimmer herrscht striktes Rauchverbot, gekocht wird vegetarisch.
Seit zwei Jahren leben sie in der Villa, in der in den dreißiger und vierziger Jahren die Schauspielerin Brigitte Horney ("Liebe, Tod und Teufel") residierte. Das architektonische Kleinod, im Stil eines alten englischen Landhauses von Hermann Muthesius entworfen, duckt sich unter großen Eichen, Buchen und Linden.
"Das einzige, was hier nervt", sagt ein Besetzer, "sind die West-Berliner, die am Wochenende in ganzen Gruppen am Zaun stehen." Man sollte mal ein Schild aufstellen, schlägt er vor, "Füttern verboten".
Lutz, mit 30 der Senior der Kommune, hatte Wind davon bekommen, daß die 1921 von dem jüdischen Fabrikanten Fritz Gugenheim erbaute Villa mit der Wende zum Objekt komplizierter Erbstreitigkeiten wurde. "Wir dachten", so das zutreffende Kalkül, "dann können wir uns wohl ein paar Jahre in der Hütte halten."
Als Lutz mit vier Freunden im Januar 1994 den Hausfrieden brach, bot sich ihnen ein Bild der Zerstörung. Die Waschbecken waren zertrümmert, die Heizkörper geborsten, das Parkett verzogen. Die Besetzer installierten eine neue Heizung und fahndeten bei der Jüdischen Gemeinde nach Erben der Gugenheims. "Aber die", berichtet Lutz, "konnte uns nicht weiterhelfen."
Doch im vergangenen Sommer standen eines Sonntags knapp zehn Gugenheims aus England im weitläufigen Garten. "Die waren froh", sagt Lutz, "daß wir jetzt in dem Haus sind und es nicht weiter verfällt."
Weniger Gefallen an den illegalen Eindringlingen fand anfangs der Testamentsverwalter Brigitte Horneys. Michael Semler stimmte zunächst dem Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs zu, doch inzwischen hat er ihn wieder zurückgezogen und wirkt einigermaßen resigniert, was den komplizierten Kasus angeht. Nicht nur die Horney-Erben haben Ansprüche angemeldet, sondern auch zwei Gruppen von Gugenheim-Nachkommen. "Deren Streit", prognostiziert Semler, "kann gut noch zehn Jahre dauern."
Solch langwierige Auseinandersetzungen sind in Neubabelsberg kein Einzelfall, schließlich geht es bei jedem Grundstück gleich um Millionen. Die Villenkolonie, die sich am Ufer des dicht bewaldeten Griebnitzsees vom einstigen kaiserlichen Schloß Babelsberg bis zur S-Bahn-Linie Berlin-Potsdam entlangzieht, ist unumstritten das Juwel im an edlen Vierteln nicht armen Potsdam.
Die breiten, von Platanen, Linden oder Ahorn gesäumten Straßen bürgen für beschauliches Wohnen am Rande des babylonischen Berlin.
Heute leben noch ein paar Defa-Größen hier, wie Heiner Carow, der Regisseur des DDR-Kultfilms "Die Legende von Paul und Paula". Und hinter dem dezenten Namensschild "GL" in der Karl-Marx-Straße verbirgt sich der Schauspieler Günter Lamprecht, der nach der Wende zugezogen ist.
Auch Volker Schlöndorff hat sich unweit des S-Bahnhofs niedergelassen. Da der Vorbesitzer einen Trabant fuhr, mußte der Geschäftsführer des Studio Babelsberg die Garage für seinen Jaguar, Baujahr 1967, den schon Max Frisch fuhr, verlängern lassen. Überhaupt findet Schlöndorff das Ambiente etwas ostig und fährt zum Einkaufen nach West-Berlin. "Babelsberg", glaubt er, "ist nicht mehr das, was es einmal war, und wird es auch nicht mehr werden."
Aber teuer ist es schon wieder. Die Grundstückspreise sind seit der Wende auf bis zu 2000 Mark den Quadratmeter gestiegen. Die Villa, in der Harry S. Truman während der Potsdamer Konferenz im Sommer 1945 untergebracht war, steht für elf Millionen Mark zum Verkauf. In Neubabelsberg, heißt es im Potsdamer "Amt zur Regelung offener Vermögensfragen", sind seit 1990 für knapp ein Drittel der luxuriösen Liegenschaften Restitutionsanträge gestellt worden.
Nachdem die Villenkolonie entlang der Kaiserstraße - heute Karl-Marx-Straße - und der Augustastraße - heute Rosa-Luxemburg-Straße - 1873 parzelliert worden war, hatten sich Reiche aus dem wild boomenden Berlin an den Griebnitzsee geflüchtet. Offiziere, Bankiers, Fabrikanten und Professoren ließen sich hochherrschaftliche Villen bauen.
Mies van der Rohe, der spätere Bauhaus-Direktor, konnte hier 1907 als 21jähriger seinen ersten eigenen Entwurf realisieren. Etwa die Hälfte der prunkvollen Liegenschaften hatte in den zwanziger Jahren jüdische Eigentümer.
Unweit der Villenkolonie wuchs nach dem Ersten Weltkrieg die größte Filmwerkstatt Europas, die Studios der Universum-Film AG, Ufa, in denen Fritz Lang "Metropolis" und Josef von Sternberg den "Blauen Engel" drehten. In den dreißiger Jahren siedelten sich Stars der Babelsberger Traumfabrik in der Nähe ihres Arbeitsplatzes an.
Direkt am Ostufer des Griebnitzsees wohnte die Schauspielerin Lilian Harvey, die mit Willy Birgel zum Traumpaar des deutschen Unterhaltungsfilms avanciert war. Ihr Nachbar war General Kurt von Schleicher - bis ein SS-Kommando den letzten Reichskanzler vor Hitler am 30. Juni 1934 im Zuge des "Röhm-Putsches" zusammen mit seiner Ehefrau am Griebnitzsee erschoß.
Ähnlich edel logierte Harveys Ufa-Kollegin Sybille Schmitz in der August-Bier-Straße. "Sybille Schmitz kommt mit Steuersorgen", notierte der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels 1937 in seinem Tagebuch. "Ich geige ihr die Meinung. Sie hat keine Disziplin, weder im Leben noch im Arbeiten. Beim Führer Mittag."
"Der Film", hatte Goebbels erkannt, "ist das beste Propagandamittel, durch das große Volksmassen beeinflußt werden können." Kaum war der gescheiterte Journalist zum heimlichen Chef der Ufa geworden, machte er sich daran, die deutsche Filmindustrie zu "entjuden".
Am 29. März 1933 beschloß der Ufa-Vorstand willfährig, "daß nach Möglichkeit die Verträge mit jüdischen Mitarbeitern gelöst werden sollen". Die prominentesten Opfer waren der Erfolgsregisseur Erik Charell und der Produzent Erich Pommer, insgesamt wurden 27 Beschäftigte abgewickelt.
Der Propagandaminister war auch auf andere, gänzlich private Weise mit Neubabelsberg verbunden. Auf einem parkartigen Grundstück in der Virchowstraße am See wohnte der Großindustrielle Günther Quandt, der im Krieg zum "Wehrwirtschaftsführer" aufstieg. Quandt war in zweiter Ehe mit der kapriziösen Magda Ritschel verheiratet, die sich 1929 scheiden ließ und zwei Jahre später Goebbels heiratete.
Eine der pikantesten Klatschgeschichten des Dritten Reichs rankte sich nicht nur um Magda Goebbels und ihren mächtigen Mann, sondern auch um den Ufa-Schauspieler Gustav Fröhlich, der Ende der dreißiger Jahre in Neubabelsberg wohnte.
Fröhlich, der durch seine Rolle als romantischer Kapitalistensprößling in Fritz Langs "Metropolis" zum Star geworden war, hatte sich zuvor in einer Zwölfzimmervilla auf der Halbinsel Schwanenwerder mit seiner tschechischen Kollegin Lida Baarova vergnügt.
Als Fröhlich eines Abends in seinem 5,4-Liter-Mercedes nach Hause kam, ertappte er das Starlet mit seinem Nachbarn Goebbels vor dessen Haus. Sofort kursierte das Gerücht, der impulsive Schauspieler habe Goebbels eine gelangt - und halb Berlin sang: "Ich möchte einmal fröhlich sein."
Goebbels war der Baarova verfallen. Seine Gattin Magda setzte ihn deshalb vor die Tür und klagte Emmy Göring ihr Leid. Diese wiederum schaltete den Führer höchstselbst ein, der seinen Propagandaminister zum Rapport vorlud.
Goebbels wollte zurücktreten, sich scheiden lassen und als Botschafter in Japan ein neues Leben anfangen, doch dies ließ Hitler nicht zu. Per Führerbefehl verbot er Goebbels, seine Geliebte wiederzusehen.
Der Propagandaminister hielt sich daran, stellte anderen Ufa-Sternchen nach und brachte es zu dem inoffiziellen Titel "Bock von Babelsberg". Sein Unterstaatssekretär Karl Hanke, der sich derweil seiner einsamen Frau Magda angenommen hatte, führte über die Seitensprünge seines Vorgesetzten penibel Buch und erstellte eine Liste von 36 Namen.
Keine Chance hatte Goebbels bei Brigitte Horney. Sie sei "kalt wie eine Hundeschnauze", soll er sich über sie beklagt haben. "Ich verstehe ihre Popularität nicht." Brigitte Horney schützte schon ihre Herkunft davor, sich bei den Nazis anzudienen. Ihr Vater war Direktor beim Stinnes-Konzern, ihre Mutter die später weltbekannte Psychoanalytikerin Karen Horney.
Brigitte Horney war 27, als sie sich in Neubabelsberg niederließ. Vom Juni 1938 bis zum Mai 1939 kaufte sie in drei Etappen ein traumhaftes, insgesamt 9417 Quadratmeter großes Grundstück von dem Textilienhersteller Fritz Gugenheim und dessen Sohn Hans.
"Wir kamen über einen Immobilienmakler an das Haus", erinnert sich Ferdinand Sieger, 82, der Ende der dreißiger Jahre mit Brigitte Horney liiert war. Der emeritierte Professor der Rechtswissenschaft beteuert: "Wir wußten damals nicht, daß es sich um eine Arisierung handelt."
Irrtum. Aus den Kaufverträgen geht hervor, daß die "Filmschauspielerin Fräulein Brigitte Horney" zweimal beim Notar neben dem "Kommerzienrat Fritz Israel Gugenheim" saß. Sie bezahlte insgesamt 143 786 Reichsmark für die luxuriöse Liegenschaft. Die Gugenheims, so erklärt ihre Anwältin, sahen allerdings nichts davon. Der Kaufpreis blieb als "Reichsfluchtsteuer" im Gestrüpp der NS-Bürokratie hängen.
Die Horney residierte standesgemäß. Wenn Gäste kamen, wurde von vergoldetem Geschirr gespeist, das ihr ein Scheich bei Dreharbeiten in Nordafrika geschenkt hatte. Ihre schwedische Kollegin Zarah Leander lästerte nach einer Einladung: "Bei der Horney ißt man von vergoldeten Tellern, aber das Essen schmeckt nicht besonders."
Horney profitierte zwar vom NS-Regime, doch sie war keine Nationalsozialistin. Endgültig auf Distanz zum Dritten Reich brachte sie das Schicksal ihres Filmpartners und Freundes Joachim Gottschalk.
"Am Abend kommt noch die etwas peinliche Nachricht", hielt Joseph Goebbels am 7. November 1941 in seinem Tagebuch fest, "daß der Schauspieler Gottschalk mit Frau und Kind Selbstmord begangen hat."
Die Funktionäre der Reichsfilmkammer hatten Gottschalk bedrängt, sich von seiner jüdischen Frau Meta und ihrem gemeinsamen Sohn Michael zu trennen, aber er weigerte sich hartnäckig. Kurz bevor Meta und Michael deportiert werden sollten, nahmen die drei Schlaftabletten, legten sich in die Küche und drehten den Gashahn auf.
Obwohl Goebbels die Order ausgegeben hatte, daß Prominente sich von der Beerdigung fernzuhalten hätten, erschien neben Gustav Knuth auch Brigitte Horney zur Beisetzung. Ein Jahr später beherbergte sie in ihrer Villa vorübergehend Erich Kästner, dessen Bücher 1933 auf dem Berliner Opernplatz verbrannt worden waren, der aber mit der Sondergenehmigung von Goebbels unter dem Pseudonym Berthold Bürger das Drehbuch für "Münchhausen" schreiben sollte.
Die Staatsschauspielerin Horney überlebte das Kriegsende in der Schweiz, wohin sich auch der Vorbesitzer ihrer Villa Anfang 1938 geflüchtet hatte. Hans Gugenheim saß nach seiner Flucht aus Neubabelsberg mittellos mit seiner zweiten Frau bei den Schwiegereltern und verstand die Welt nicht mehr. Er war ein assimilierter Jude und fühlte sich als Deutscher. Er hatte im Ersten Weltkrieg für sein Vaterland gekämpft, war zweimal vor Verdun verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden.
Am 9. März 1939 nahm er sich mit Schlaftabletten das Leben. Seine erste Frau konnte sich mit den beiden Söhnen Peter und Victor nach England retten, wo sie sich mühsam durchschlug. Ihre Schwester brachte die SS im KZ Ravensbrück um. Gugenheims Vater Fritz war in Babelsberg geblieben und starb in seiner Villa in der Kaiserstraße - die in "Straße der SA" umbenannt worden war.
Den NS-Terror zumindest überlebt hat der erfolgreiche Ufa-Produzent und Regisseur Alfred Zeisler. Zeisler lebte in einer zweigeschossigen Villa in der Domstraße 28. Als er vor einer drohenden Verhaftung gewarnt wurde, flüchtete er Hals über Kopf aus Deutschland.
Das freie Haus erwarben Marika Rökk und ihr späterer Gatte, der Regisseur Georg Jacoby. Die Diva des NS-Revuefilms, heute 82 Jahre alt und derzeit für eine Serie des ungarischen Fernsehens vor der Kamera, stellte bald nach der Wende einen Restitutionsantrag. Die frühere Zirkusreiterin und spätere Hormocenta-Werbefigur drohte gar damit, daß sie Neubabelsberg wieder persönlich beehren wolle. "Der Kaufpreis war völlig in Ordnung", argumentiert Rökks Wiener Anwalt Thomas Rohracher.
Als Zeisler 1983 zur Berlinale noch einmal nach Deutschland kam, klagte er hingegen: "Das Haus ist mir einfach weggestohlen worden. Ich habe keinen Pfennig dafür gesehen, und meine ganzen Bücher und Kunstgegenstände, alles habe ich verloren." Die Nutznießer seiner Vertreibung hätten, berichtete er, in seinem Haus als erstes "ein großes Hitler-Bild aufgehängt".
"Wenn ich Sie, mein Führer", schrieb Marika Rökk an Hitler, "für ein paar Augenblicke erheitern und von Ihrer verantwortungsvollen Arbeit ein wenig ablenken konnte, so bin ich darüber unendlich stolz und glücklich."
Marika Rökk duzte den Reichsfilmintendanten Hans Hinkel, und das machte sich bezahlt: Ihre Tagesgage lag bei 1000 Reichsmark.
Von solchen Summen konnte Zeisler im Exil nur träumen. Es gelang ihm nicht, in Hollywood Fuß zu fassen. Er mußte von Sozialhilfe leben. Für Zeisler, der kinderlos verstorben ist, stellte die Jewish Claims Conference einen Restitutionsantrag.
Da immer, wenn Nachkommen durch Arisierung enteigneter Juden und Ariseure oder deren Erben aufeinandertreffen, die Ariseure nachweisen müssen, daß der Verkauf ohne Zwang und zu einem regulären Preis erfolgt ist, sind Rökks Chancen gering. Auch wenn ihr Anwalt Rohracher erklärt: "Wenn die Claims Conference das Haus bekäme, das wäre der Gipfel der Unbilligkeit."
So schamlos gebärdet sich der Testamentsverwalter der Horney-Erben nicht. "Es ist natürlich ein moralisches Problem", räumt Semler ein, weshalb er die Interessen der Horney-Erben "auch nicht mit ganzer Kraft" vertrete.
Horney hatte 1954 in Rom Hanns Swarzenski, einen Kunsthistoriker und Kurator am Museum of Fine Arts in Boston, geheiratet und lebte seitdem in den USA. Nach den Nürnberger Rassegesetzen war Swarzenski "Halbjude"; sein Vater hatte als Generaldirektor der Städtischen Museen in Frankfurt am Main gearbeitet und mußte 1938 emigrieren.
"Biggy" Horney, wie sie von Erich Maria Remarque, Max Frisch, Therese Giese und anderen Freunden genannt wurde, starb im Juli 1988 während der Dreharbeiten zur ZDF-Serie "Das Erbe der Guldenburgs" in Hamburg. Ihr Vermögen hatte sie ihren vier Patenkindern vermacht, darunter Ketil und Halvor Heyerdahl, Verwandten des Weltumseglers Thor Heyerdahl.
"Die Restitution von jüdischem Eigentum ist eine richtige Sache", befindet ihr Testamentsvollstrecker Semler. Er wäre damit zufrieden, wenn er den damaligen Kaufpreis und die seit der Wende entstandenen Kosten von den Nachkommen Gugenheims bekäme. Doch dessen Erben sind untereinander tief zerstritten. Neben den beiden Söhnen aus erster Ehe beziehungsweise deren Nachkommen haben auch zwei Neffen von Gugenheims zweiter Ehefrau einen Rückgabeanspruch.
Weil die Besetzer der Gugenheim-Villa zunächst glaubten, daß die Horney-Erben das Haus endgültig bekommen würden, hängten sie im vergangenen Sommer ein großes Transparent aus dem Fenster. "Die Horney-Erben: Wir danken der NSDAP für die Arisierung jüdischen Eigentums."
Keine zwei Stunden später war die Polizei da. "Die NSDAP ist doch gerade verboten worden", meinte ein Staatsdiener. Dann beschlagnahmte er das Transparent wegen des "Verdachts der Verbreitung verfassungswidriger Propaganda". Y
"Die NSDAP ist doch gerade verboten worden"
[Grafiktext]
Kartenausschnitt: Neubabelsberger Villenkolonie
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DER SPIEGEL 4/1996
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