Wer krank ist, braucht Ruhe - doch im Krankenhaus findet er sie kaum. Amerikanische Forscher haben untersucht, wie sehr der Lärm medizinischer Geräte, benachbarter Patienten und umhereilenden Personals, zwischendurch übertönt von Sirenen, den Schlaf stört. Das Team um Orfeu Buxton von der Harvard Medical School maß die Hirnaktivität von Freiwilligen, während diese mit Kliniklärm beschallt wurden. Vor allem elektronische Geräusche störten den Schlaf; im Traumschlaf erhöhte sich der Puls. Patienten am schwedischen Södra Älvsborg Hospital gaben zu Protokoll, dass sie besonders Alarmklingeln und Geräusche schwerkranker Zimmernachbarn als bedrohlich empfänden. Während 24 Stunden wurde dort ein Pegel von meist über 55 Dezibel gemessen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Lärmgrenze von 30 Dezibel in Krankenzimmern.
DER SPIEGEL 39/2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.