12.02.1996

KriegsverbrechenEndstation Steinbruch

Ein Schädel ohne Unterkiefer liegt am Rande der Straße, die Sanski Most mit Banja Luka verbindet. Vermutlich ist es ein bosnischer Schädel, zurückgelassen genau auf der bereinigten Volkstumsgrenze zwischen Moslems, Kroaten und Serben. Im Geröll rundum sind, vom Tauwetter erst kürzlich freigegeben, noch Kleider und Reste dessen erkennbar, was ein bosnischer Mensch war. Bei Wind aus Nordwest dringt der Geruch bis hinab zur Straße.
In Sichtweite des Schädels haben sich die Männer um Sergeant Grimes mit ihren Schützenpanzern eingerichtet, ein gutes Dutzend vom leichten Infanterieregiment Yorkshire, kaserniert in einer zugigen Ruine. Sie sind die einzigen lebenden Menschen in Sasina. Sie langweilen sich, doch sie tun es für den Frieden. Im Niemandsland zwischen den feindlichen Linien trotzen sie mit Betriebsamkeit der tödlichen Stille im Tal.
Sie schrubben sich bei Schneetreiben in einer Zinkwanne sauber, machen Meldungen und haben aus Eisenschrott Hanteln gebastelt. In ihren Regalen stehen Pudding und Baconburger in Dosen. Die Übersetzerin bringt frische bosnische Sahneschnitten. Massengräber, hier?
Nichts bekannt, sagt der britische Sergeant. Zu Kriegsverbrechen mag er sich nicht äußern. Laut Dayton-Abkommen, dessen Morphologie er abends in seiner eisigen Kammer durchbuchstabiert, hätten die internationalen Ifor-Friedenstruppen damit nichts zu tun. Sie seien zur Wahrung der Waffenruhe angehalten.
Der Sergeant pflegt Kontakt zu Serben und bosnischen Regierungstruppen. Er hält Sasina für ein serbisches Dorf, was es nie war, und die Westgrenze bosnisch-serbischen Territoriums für die künftige "internationale Grenze", was sie nach Vertragslage nie werden darf. Das wäre nämlich das Ende der Republik Bosnien-Herzegowina, zu deren Bestandswahrung der Sergeant eingeflogen wurde.
Richtig gedacht ist es, wenn er sagt, er müsse in diesem Konflikt neutral bleiben. Ganz falsch wäre es auch nicht, ginge er der Frage nach, warum es ausgerechnet bei ihm in der neutralen Zone, 200 Meter von den frischen Sahneschnitten entfernt, streng nach Verwesung riecht.
In Sanski Most versichern die Stadtoberen, an die 300 Männer aus ihrem Kreis seien noch vermißt, und es gebe gute Gründe, die Leichen in Sasina zu vermuten. Laut Genfer Konvention zum Schutz der Kriegsopfer sind die Konfliktparteien verpflichtet, nach Toten zu suchen und ihre Leichen oder Überreste davor zu bewahren, verstümmelt zu werden.
Was aber gilt in Gebieten, wo Ifor-Soldaten den von den Konfliktparteien verbrannten Boden besetzt halten? Wer erbt die Pflichten der Zwangsbefriedeten?
Sasina ist eine Streusiedlung von 350 Häusern, in denen keiner mehr lebt, eine typische bosnische Siedlung also, vier Jahre nach Ausbruch des Kriegs. Wer nach Sasina will, fährt stundenlang durch ehemals blühendes Land, ohne auch nur einen einzigen lebenden Zivilisten zu sehen. Es ist Weltuntergang im bosnischen Format. Ausgebrannte Häuser, plattgewalzte Autos, tote Schweine.
Sasina war ein katholisches Dorf in Bosnien, bis es 1992 in serbische Hände fiel. Im Oktober 1995 schlugen die Truppen der Kroaten und der bosnischen Regierung zurück. Es war ein kurzer, ein gnadenloser Feldzug, der die serbischen Eroberer in die Flucht trieb. Am Straßenrand verfault noch ungeerntet der Kohl am Strunk. An manchen Hauswänden steht jetzt "Im Namen Allahs", an anderen "Ich bin Kroate und wieder da".
Beim Bergbaudorf Sasina wurde der Vormarsch auf Druck westlicher Nato-Staaten gestoppt, ausgerechnet hier, wo das Gelände beginnt, in dessen Stollen und Schächten Uno-Experten Dutzende von Massengräbern vermuten, mehrheitlich voll ermordeter Moslems. Allein im Kreis Prijedor sollen es über 60 Stellen sein, die Tomasica-Minen, die Stollen von Ljubija und Omarska eingerechnet.
Nur wenn auch dieses Gebiet erobert werde, hatte der bosnische General Mehmed Alagic gesagt, komme "die Wahrheit an den Tag". Nichts kam an den Tag.
Die Minen, heißt es im Bericht der Expertenkommission an den Uno-Generalsekretär, "mit ihren tiefen Schächten und Gruben von früheren Bergwerksarbeiten boten eine einfache Möglichkeit, Menschen in großen Mengen unter die Erde zu bringen und die Massenbestattungen sowohl vor Einheimischen als auch vor der Internationalen Gemeinschaft zu verbergen. Die Serben verpflichteten regelmäßig örtliche Bauern und Lagerinsassen zur Vernichtung der Leichen. Auch die wurden dann getötet, so daß jeder potentielle Zeuge ausgeschaltet war".
Einem solchen Zeugen, der schlußendlich selbst auf dem Grabhügel ermordet worden ist, müsse der unbekannte Schädel auf der Geröllhalde gehören, sagt Marjan Tukara. Marjan ist in Sasina geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Er hat sich den Fundort der Leiche beschreiben lassen, er weiß, daß dort ein Steinbruch liegt. Nun will er selbst sehen, was sich zugetragen hat.
Drei- bis viertausend Moslems und Kroaten waren zum Zeitpunkt der bosnischen Gegenoffensive noch Geiseln der Serben. Mitte September sind sie zusammengetrieben worden, zwei Kilometer vor Sasina. Die meisten Männer wurden fortgeschafft, irgendwohin, die Frauen durften bleiben. Noch jetzt, fünf Monate später, kommen Mosleminnen mit Schwarzweißfotografien ihrer Männer an, stehen weinend bei der Moschee ohne Minarett und hoffen auf Nachricht aus Sasina.
Je einsamer es wird auf dem Weg dorthin, je dichter die Schilder aufeinander folgen mit den Warnungen vor tödlichen Minen, desto schneller, desto aufgeregter redet der alte Marjan. An der Geröllhalde angekommen, die sich sanft ansteigend in den Steinbruch hineinzieht, sagt er, die beiden Hügel vorn, je etwa acht mal vier Meter im Maß und zwei Meter hoch, seien frisch aufgeschüttet.
Er geht auf den oben liegenden Toten zu, den mit abgetrenntem Schädel, und besieht ihn sich. Der Mann trug Jeans, im Schlamm liegt die Arbeitsjacke, die Stiefel hat er eingebüßt - den verrenkten Gliedern nach zu schließen beim Versuch zu fliehen. Auf dem Oberarm, zwischen gekreuzten Schwertern, steht "JNA 67" - eintätowiert für immer die fast 30 Jahre alte Erinnerung an den Dienst in Jugoslawiens Volksarmee. Ein paar Tage mag das Merkmal, Frost vorausgesetzt, zur Identifizierung des Toten noch taugen.
Weiter läuft der alte Marjan über die hastig zusammengeschobenen Hügel aus Erde, Schotter und Lehm. Rechter Hand, zum Brombeergestrüpp hin, wird er fündig. Ein olivgrüner Gummistiefel ragt aus der Erde. Er rüttelt und lockert, er zögert nicht, er zieht.
In solchen Augenblicken entsteht beim Beobachter eine leise, eine unvernünftige Sehnsucht: zu erleben, daß alles nur Irrtum war. Was wäre, wenn mit einem Schlag alles sich zum Guten wendete? Wenn man einfach am Gummistiefel zöge und zutage käme unter all dem Schotter nichts als ein Gummistiefel, achtlos weggeworfen, weil das Material porös geworden war, der Stiefel zu klein, die Sohle brüchig?
Der alte Marjan zieht. Nichts wird gut. Der Gummistiefel kommt nicht allein.
Marjan gibt keine Ruhe nach den ersten Leichen, er läuft weiter, schnüffelt, wo die Erdschicht sich einen Spalt auftut, findet weitere Stiefel, Kleiderfetzen, eine Schulter unterm blauen Wollpullover. Er tritt mit Wucht dagegen, will spüren, was da ist, Bauerninstinkt. Pietät ist der Luxus derer, die es sich leisten können, nicht zu wissen, wie das Leben riecht und wie der Tod. Wo Marjan zieht, riecht es nach Tod.
Im Steinbruch von Sasina muß für viele Endstation gewesen sein. Die Schuttberge sind hoch genug für sechs Dutzend Gummistiefel.
Der Richter Adil Draganovic in der Kreisstadt Sanski Most hat Zeugenaussagen gesammelt, Namen von Opfern und Schuldigen, Geretteten und Vermißten. Mindestens 30 Männer und eine Frau, allesamt Zivilisten, sind demzufolge am 21. oder 22. September nach Mitternacht mit Bussen und Autos in den Steinbruch gebracht und bei den Brombeersträuchern erschossen worden.
Zuvor, so sagen die Überlebenden aus, seien sie verhaftet und von Arkans Leuten im Hotel verprügelt worden - von Söldnern des mutmaßlich grausamsten Kriegsverbrechers der vergangenen fünf Jahre: Zeljko Raznjatovic, genannt Arkan, die Raubkatze. Seine Schergen, die Arkanovici, sollen in Bussen mit Vukovarer Kennzeichen als Liquidationskommando angereist sein, weil klar war, daß die Stadt Sanski Most und die Umgebung nicht mehr zu halten sein würden.
Von planmäßigem Mord erzählt Safet Kurbegovic, der 3 Schüsse auf seinen Körper überlebt und mehr als 30 auf seine Leidensgenossen gezählt hat. Von Mord erzählt ein anderer, der sich im Wald nah beim Steinbruch versteckt hielt, um der Rekrutierung zur Zwangsarbeit zu entgehen, und der alles mitbekam: "Ich hörte Feuer aus Gewehren und einigen automatischen Waffen. Und ich hörte Männer und Frauen schreien: ,Warum bringt ihr uns alle um?' und ,Laßt uns leben'. Nach den Schüssen hörte ich zwei oder drei Detonationen, wie wenn Minen explodieren."
Die toten Männer mit den Gummistiefeln im Steinbruch von Sasina liegen in einem von 10 Massengräbern im Kreis Sanski Most und von vermutlich über 200 auf dem gesamten Gebiet Bosniens. Das größte Massengrab im Kreis sei dabei nicht mitgerechnet, sagt der ermittelnde Richter. Das sei der Sana-Fluß.
Als Massengrab nach Definition der Vereinten Nationen gelten dauerhafte Begräbnisstätten für mehr als eine Person. Dabei muß es sich nicht um die Opfer von Kriegsverbrechen handeln. In ein und derselben Grube verscharrte Bomben-, Granaten- oder Minentote sind kein Fall für Ermittler am Tribunal von Den Haag.
Der Pathologe Simun Andjelinovic ist ein Mann, der herrenlosen Schädeln und Knochen auf Schlachtfeldern Körper zuordnet und dem Tod eine Ursache. Andjelinovic ist eine forensische Größe aus Split, berühmt dafür, mit seiner Kollegin Maria Gojanovic, genannt "Häuptling Flinkes Messer", auch weit verstreute nachgelassene Bestandteile eines Menschen wieder zu einem vernünftigen Gesamtbild fügen zu können.
Seine Kunst ist wichtig fürs Seelenheil der Hinterbliebenen wie für die Bilanz der Kriegführenden. Jeder Propagandabetrieb benötigt Zahlen als Schmiermittel, und Andjelinovic zählt zur schmalen Zunft von Experten, die ermordete Zivilisten von bewaffneten Gefechtstoten unterscheiden können, Granatenopfer von Erstochenen, Kroaten von Moslems und Frauen von Männern. Letzteres, sagt Andjelinovic, sei in Bosnien ungewöhnlich schwierig, "weil die Frauen so kräftig sind".
Im Labor zeigt er, wie aus Blut oder Knochenmarksubstanz die DNS bestimmt wird und somit mögliche Verwandtschaft. Er weist an menschlichen Gewebeproben Schmauchspuren nach und damit Schußeinwirkung.
Die Klärung der Todesursache - wenn man unter Kriegsbedingungen überhaupt so will: die Schuldfrage - ist ein schwieriges Geschäft. Je länger die Leiche gelegen hat, desto mühsamer. Selbst wenn jedes Knöchelchen aus dem Erdreich geschabt wird, jeder Splitter, jede Faser - was von Opfern geblieben ist, die jahrelang nicht entdeckt worden sind, riecht im Kabinett von Doktor Andjelinovic meist nur noch nach Erdreich, Wald und Wurzelwerk.
Ist dann nicht wenigstens ein Knochen gebrochen, kann auch die Kunst des Pathologen nichts mehr bewirken. "Wenn dir jemand die Arterie durchschneidet", sagt der Arzt, "findet schon nach sechs Monaten keiner einen Anhaltspunkt mehr."
Das für Mediziner in Nachkriegseuropa einzigartige Versuchsfeld Bosnien, vor allem mit den rund um Srebrenica noch vermuteten bis zu 8000 Opfern, kommt immerhin Pathologen aus zivilisierteren Gegenden, wie den Amerikanern, so gelegen, daß sie darauf auch gratis arbeiten würden, sagt Andjelinovic: "Die vergraben normalerweise drüben eigens Gliedmaßen im Feld, um herauszufinden, wie die nach drei Jahren aussehen." Das ist nun nicht mehr nötig.
Einsam liegt weiter ein Schädel ohne Unterkiefer im Steinbruch von Sasina. Auch die Leichenberge darunter sind unangetastet. Die Ortsgewaltigen in Sanski Most warten auf Erlaubnis vom Kriegsverbrecher-Tribunal in Den Haag, ehe sie mit dem Graben beginnen. Seit mehr als vier Monaten ist das Leben in Sasina erstorben, sind die Bewohner verschwunden, die Tiere verendet. Nur drei streunende, räudige Hunde haben den Winter zwischen den Minen überlebt.
An ihnen vorbei läuft Marjan Tukara zur zerstörten katholischen Kirche und dann hinunter zur Schule, in der er vor 60 Jahren das Lesen gelernt hat. Er findet zerschlagene Tito-Bilder im Innern, das Manifest der Kommunisten von Bosnien-Herzegowina und Alben mit Fotos aus besserer Zeit - Mädchen in Unschuldskleidern, Familienglück vor blühenden Gärten.
Draußen schmilzt der Schnee im Sekundentakt von Bäumen und Dächern und Leichen. Auch im Schulhof liegen zwei Tote.
Jeder Propagandabetrieb benötigt Zahlen als Schmiermittel
[Grafiktext]
Kartenausriß Ljubija, Prijedor, Omarska, Sanski Most u. Banja Luka
Sasina
[GrafiktextEnde]
Von Walter Mayr

DER SPIEGEL 7/1996
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