29.10.2012

ZEITGEISTFlucht in die Idylle

Die meisten Deutschen leben in der Stadt - und träumen von einem Leben auf dem Dorf. Ihre Sehnsucht nach der heilen Welt im Grünen ist zu einem Milliardengeschäft geworden. Tatsächlich aber veröden ganze Landstriche.
Wenn das Wort "authentisch" auf jemanden zutrifft, dann auf Georg Lutz. Lutz ist Bauer, und zwar so, wie es echter nicht geht: braungebrannt, von bärenhafter Statur und ein bisschen wortkarg. Seine Hände sind riesig, richtige Pranken, und wenn sie zur Begrüßung zupacken, ist es, als hielte man seine Finger in einen Entsafter.
Lutz könnte Hauptdarsteller in einer Fernsehserie sein und sein ganzer Bio-Bauernhof als Kulisse dienen: ein Platz mit Linde, drum herum Scheunen, Häuser, Ställe, allesamt mit dem Charme des leicht Verwitterten, halb Renovierten.
Gut Wulfsdorf heißt dieses begehbare Idyll in Ahrensburg, Schleswig-Holstein, gleich hinter der Hamburger Stadtgrenze. Es ist ein beliebtes Ziel nicht nur für Bio-Einkäufer, sondern für landverliebte Großstädter ganz allgemein. Allein 200 Schulklassen und Kindergartengruppen besuchen den Hof jedes Jahr.
Es ist das Paradies - und das Beste daran: Niemand wird vertrieben. Es gibt einen Hofladen und ein Hofcafé mit fair gehandeltem Kaffee, selbstgebackenem Kuchen, Öko-Eis. Wer mag, kann auf Picknickbänken auch seine mitgebrachten Stullen auspacken und seine Thermosflasche mit Kräutertee leeren. Er kann in die Ställe laufen, kann seine Kinder Ferkel und Kälber streicheln lassen und auf einer moosbedeckten Bank sitzen und zusehen, wie eine Herde Rinder kuhglockenbimmelnd von der Wiese in den Stall trampelt.
Der Eintritt in das Paradies ist frei, die Preise hinter dem Gatter sind enorm. Das Kilo Rinderfilet kostet 65 Euro, eine simple Salatgurke 1,90 Euro. Die Idylle ist im Preis inbegriffen.
Bauer Lutz profitiert von der Land-Euphorie, die Deutschland erfasst hat. Sein Erfolg ist ein Abbild der Hochkonjunktur, die Hof und Dorf derzeit haben, das urwüchsige Bentheimer Landschwein und die Alte Rotbunte Kuh, der selbstgepflanzte Salat und die selbstgepflückte Erdbeere.
"Es stimmt natürlich", sagt Lutz, "dass wir in der Bio-Idylle mittlerweile so gut sind, dass es Schreckerlebnisse gibt, wenn die Leute Dinge sehen, die nicht so schön sind."
Nicht so schön: Das ist, wenn der Bauer die Klauen seiner Kühe behandeln muss, wenn Geschwüre herausgeschnitten werden, wenn Blut fließt und das Tier angebunden, gefesselt werden muss. "Auch das sollen die Leute mitkriegen", sagt Lutz. Deshalb finden solche Dinge genauso öffentlich statt wie das Kälberstreicheln. "Das findet nicht jeder gut."
Nicht so schön: Das ist, wenn Kinder begreifen, dass Kälber nicht nur Futter bekommen, sondern selbst Futter werden und deshalb getötet werden. Fünf Kinder sind auf dem Gut groß geworden, erzählt Lutz. Jedes hatte seine Lieblingskuh - und jedes hat, wenn es so weit war, genau gewusst, dass das geliebte Tier zum Schlachter gefahren wird. "Das gehört dazu."
Das Landleben erfährt derzeit eine Welle der Sympathie und des Interesses wie vor einem Jahrzehnt die Kulinarik. Damals fingen die Deutschen an, über teure Olivenöle und Trüffelhobel nachzudenken, sie schienen es plötzlich massenhaft als Zumutung zu empfinden, nicht in jeder Kleinstadt frischen Fisch zu bekommen, und sahen im Fernsehen den Johann Lafers, Tim Mälzers und Alfons Schuhbecks zu, um sich ein paar Tricks für selbstgedrechselte Pasta, Terrine vom Heilbutt oder Artischockenherzen auf Schokoladenschaum abzugucken.
Heute beeindruckt ein Hobbykoch seine Gäste nicht mehr mit einer exotischen Fischart, sondern mit Blumenkohl aus dem eigenen Garten oder zumindest mit marokkanischer Minze vom eigenen Balkon. Vor ein paar Jahren begann das Fernsehen damit, ständig irgendwelche Leute mit der Kamera zu begleiten, die sich ihren Traum erfüllten, indem sie ein Restaurant eröffneten. Derzeit wimmelt es in den Programmen von landverliebten Gestalten, die hier einen alten Bauernhof aufmöbeln und dort ein Mini-Hotel, eine Pferdepension oder eine Bio-Schweinemast aufmachen. Die Bauern sind die neuen Köche.
Von den 82 Millionen Menschen in Deutschland wohnen 60 Prozent in der Stadt und 40 Prozent auf dem Land oder in der Kleinstadt. Fragt man sie aber, wo sie leben möchten, favorisieren 53 Prozent die Provinz. Zugleich aber leeren sich die Dörfer, ziehen die Deutschen weiter in die Metropolen.
Das ist das Paradoxe an der Situation in Deutschland: Die Landliebe ist groß wie nie, sie ist zum Megatrend gewuchert, der den Stil der Deutschen bestimmt wie kaum etwas anderes, vom Wohnen übers Essen bis zur Kleidung. Doch das tatsächliche Land geht darüber vor die Hunde. Die Alten sterben weg, und die Jungen ziehen weg. Supermärkte machen dicht. Altbauern finden keine Nachfolger. Ganze Dörfer zehren aus.
Die Frage ist: Lieben die Deutschen das Land? Oder lieben sie bloß die Land-Show?
Werber sprechen von den "Feel-good-Konsumenten". Die wollen es romantisch, idyllisch und authentisch. Aber zu viel Information stößt sie ab.
"Es geht um das schnelle Naturglück", sagt Daniela Pöhnl, bei der Werbeagentur Kolle Rebbe zuständig für Strategie. "Die Kunden wollen das Gefühl, dass sich da jemand persönlich Mühe gemacht hat, dass sie da ein Stück Natur kaufen und kein Stück Industrie. Und das Gefühl reicht ihnen meistens auch." Es ist ja auch kompliziert: Was ist nun bio, was regional, was gesund und was nicht? Und lohnt es sich, dafür mehr Geld auszugeben? Erst vor ein paar Wochen bescheinigte eine neue Studie der Bio-Kost, nicht gesünder zu sein als konventionelle Nahrung.
6,6 Milliarden Euro wurden 2011 in Deutschland mit Bio-Produkten umgesetzt, neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. Doch Bio ist nur ein Teil des Geschäfts mit der Landliebe. Auch die Hersteller konventioneller Industrielebensmittel bemühen sich um ein bäuerliches Image. In der Mode sind Landkollektionen angesagt, mit "Blumendrucken im Vintage-Look" und "antik wirkenden Stücken". Inneneinrichter setzen auf Landhausmöbel "mit leichten Gebrauchsspuren", auf Körbe aus Weidengeflecht, in denen sich "beispielsweise Kartoffeln luftig lagern" lassen, auf Sofas in Terrakottatönen. Kochbücher, Ratgeber, Zeitschriften zum Thema verkaufen sich millionenfach.
Doch was geht wirklich vor auf dem Lande? Höchste Zeit, eine Reise zu seinen Bewohnern zu unternehmen, um sich ein Bild zu machen von der Realität. Eine Reise zu einer Jungbäuerin, die mit ihrem Mann bald einen Hof übernehmen wird; zu einem Dorfbürgermeister, der für einen Supermarkt kämpft; zu einem Kabarettisten, der auf dem Dorf lebt und sagt: "Nichts auf dem Land ist so, wie es die neue deutsche Landprosa verspricht." Zum Babybreiproduzenten Claus Hipp, der die Land-Nostalgie nur noch schwer erträgt; zu einem schwerreichen Aussteiger, der ein Überleben nur auf dem Land für möglich hält.
All diese Menschen lieben das Land und ihr Leben dort, sie lieben ihr Dorf, wollen nicht weg. Keiner von ihnen verleumdet das Land. Sie wollen einfach nur, dass ihre Welt ehrlich beschrieben wird. Nicht - einerseits - als Katastrophenszenario mit Schweine-KZ, vergifteten Äckern und debilen Jungbauern. Nicht - andererseits - als Kitschbild mit handgestreichelten Salaten, Glück in Gummistiefeln und Kühen, die nie sterben müssen.
Der Satiriker
Dietmar Wischmeyer ist ein Mann deutlicher Worte, das muss er auch sein, er verdient damit sein Geld. Wischmeyer, Kabarettist, Satiriker und Comedian, parodiert in der "heute show" des ZDF den Senderhistoriker Guido Knopp. Aber seine Fans lieben ihn als Radio-Comedian, vor allem für seine Figur "Günter, der Treckerfahrer", die seit über 20 Jahren im niedersächsischen Privatradio ffn läuft. Täglich. Günter ist eine Figur aus der Provinz, ganz in der Tradition des Simplicissimus, einer, der vermeintlich schlicht ist, tatsächlich aber Wahrheiten ausspricht, die ebenso einfach sind wie unbequem.
Bezogen aufs Land heißt das: "Es wird Frühling, aber irgendwie fehlt da noch was. Und dann kamen wir drauf: Es riecht noch nicht nach Frühling, es riecht ja noch gar nicht nach Gülle."
Wischmeyer lebt auf dem Land, in einem Dorf namens Wiedenbrügge, mit knapp 400 Einwohnern. Er liebt das Land, manchmal hasst er es auch. Aber er verklärt es nie.
Er kommt vom Land, sein Vater war Nebenerwerbslandwirt, er weiß, was Landarbeit heißt. Als Kind habe er die Ferkel gehalten, wenn sein Opa die Viecher kastriert habe, erzählt er. "Und wenn es ans Schlachten ging, dann kam irgendein anderer Opa. Wir Kinder trieben die Sau aus dem Stall, er stand in der Tür und haute ihr mit dem Hammer auf den Kopf."
Wischmeyer lebt mit seiner Frau in einem Teil eines Resthofes. In seiner Garage stehen vier Trecker. Er kann unfallfrei über den Gebrauch einer Dreipunkthydraulik parlieren und ein Beispiel nach dem anderen für "die gute ländliche Tradition des Bauens ohne Genehmigung" hervorziehen. Das Beste am Land, sagt er, sei "das Anarchische", diese selbstbewusste bäuerliche Einstellung von: "Hinter dem Silo gibt's keinen Gott und hinter dem Schweinestall kein Gesetz."
Leider sei das kaum noch zu finden, meint er. Heute sei das Dorfleben so normal und langweilig wie überall. Der einzige Vorteil des Landes, setzt er trocken hinzu, sei das Fehlen der Stadt. "Ich fahre gern Auto, Motorrad, Fahrrad, Trecker. In der Stadt kann ich das alles vergessen."
Bei Wischmeyer klingt das alles lustig, aber er meint das ernst, er hat sogar ziemlich viel nachgedacht über das Land und darüber, warum es so herunterkommt.
"Arbeiten und feiern", sagt er, "das war früher ein abwechselnder Rhythmus. Man brauchte die anderen zur Ernte. Wenn die Kuh kalbte, rief man den Nachbarn." Anschließend wurde dann einer gehoben, was das Einzige sei, was noch geblieben sei, weil zur Landarbeit keiner keinen mehr brauche. "Aber nur gemeinsam feiern und saufen ist langweilig. Man muss vorher arbeiten."
Es ist ein anderes Land, das Wischmeyer da beschreibt, als es die 20 Hochglanzmagazine tun, die in einer Gesamtauflage von zwei Millionen Exemplaren den Kiosk mit Landidylle fluten wie "Landlust", "Mein schönes Land", "Landidee", "Liebes Land". Neuerdings auch "Landapotheke", "Landfrau" und "Landkind". Dazu kommen noch Dutzende Nachahmerpräparate in den Tageszeitungen. Und natürlich das Fernsehen.
In "Landlust TV" im NDR-Fernsehen, einem von vielen ähnlichen Formaten im deutschen Fernsehen, treten Vorzeigefamilien wie die Tietjens auf, die in Lilienthal nahe Bremen einen Hof mit einer 500 Jahre alten Fachwerkscheune bewohnen. "Auch die Rinder springen fröhlich umher, die Herde ist putzmunter und topfit", knarzt ein Sprecher, die Mutter halte derweil "ständig Ausschau nach alten Dingen, die sich neu nutzen lassen", und batikt mit den Kindern eine Tischdecke, während Omi Käsekuchen backt und aus Geschirrtüchern eine Schürze näht.
Wischmeyer bringt derlei romantisierende Gartenprosa auf die Dorflinde. "Das Land ist heruntergekommen zu einer Projektionsfläche für betonfrustrierte Städter", schimpft er. "Die möchten ein Land, in dem die Ziege meckert und man selbst Radieschen zieht. Da ist es immer enorm wichtig, dass man mit den Jahreszeiten lebt und der ganze Mist. Das sind alles Lügen, die man in Wahrheiten übersetzen muss. Mit den Jahreszeiten leben heißt auf dem Land - Heizkosten!"
Wischmeyer kann sich darüber aufregen. "Auf dem Land ist entweder alles pummelig oder alles gruselig", sagt er. Auch auf dem Zeitschriftenmarkt gebe es nur Extreme. Auf der einen Seite "Landlust" und auf der anderen nur Magazine für Turbo-Landwirte wie "top-agrar". Dazwischen gebe es nichts. In "Landlust" lese man keinen Bericht über Biogasanlagen oder die schlechte Rentenversicherung von Bauern oder das Ausdorren der Dörfer.
Doch ist das wirklich die einzige Wahl, die das Land hat? Entweder Kitsch oder Katastrophe?
Der Bürgermeister
Die Stadt Lindau liegt am Bodensee. Das Dorf Lindau ist ein Ort am Harz. Ein Kaff wie Tausende in Deutschland. Nicht besonders schlimm, nicht besonders toll. Kein totales Kuhdorf, aber auch keines, das den ersten Preis gewinnen würde beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", der früher mal "Unser Dorf soll schöner werden" hieß. Beide Titel drücken, nebenbei bemerkt, in ihrem aufgepfropften Optimismus doch eher Verzweiflung aus.
Bürgermeister Heinrich Schmidt liebt Lindau. Er strahlt, wenn er von den Schützenfesten erzählt, vom Fanfarenzug, der schon Bundessieger wurde, vom Männergesangverein, der direkt vor dem Aussterben stand, sich jetzt aber darauf besonnen hat, einen gemischten Chor auch mit Frauen zu gründen, weil es beweist, dass Veränderung möglich ist.
Lindau hat 1800 Einwohner, vier Vereinsheime, drei Vollerwerbslandwirte, vier Ärzte, zwei Kirchen, eine Apotheke, ein Altenheim. Außerdem gibt es einen Marktplatz, auf dem es keinen Markt mehr gibt, und drei leerstehende ehemalige Supermärkte, in denen man nichts mehr kaufen kann. Seit Schlecker dichtgemacht hat, kurvt nur noch "Lemke's rollender Supermarkt" durch den Ort.
Schmidt und der hauptamtliche Gemeindebürgermeister im benachbarten Katlenburg, Uwe Ahrens, putzten in den vergangenen Monaten bei "wirklich allen Supermarktketten, die es gibt", Klinken. Fast überall holten sie sich eine Abfuhr. Neue Supermärkte werden nur noch aufgemacht, wenn sie über enorm viel Verkaufsfläche verfügen. Aber genau so ein Monstrum lohnt sich für Lindau nicht.
"Die Nahversorgung ist ein Problem", sagt Schmidt in schöner Sachlichkeit. Aber das größere Problem ist, dass sich jedes Gewerbe schwertut damit, sich in Lindau anzusiedeln, weil der Ort zu weit vom Schuss liegt. Bis zur Autobahn A 7 sind es 15 Minuten.
Und so ist die Fahrt durchs Dorf auch eine durch die Dauerausstellung gescheiterter Betriebe. Verwaist sind: ein Gasthaus, eine Bierstube, ein Hotel mit Saalbetrieb, eine Gärtnerei, eine Tankstelle, ein Getränkehandel, eine Baufirma. An mancher Gewerberuine hängt noch die Leuchtreklame. In den Fenstern kleben vergilbte Zettel: "Zu vermieten". Trostlosigkeit, dein Name ist Lindau?
Doch es gibt eben auch die andere Seite von Lindau. Als kürzlich ein neues Feuerwehrhaus gebaut wurde, war es ein Jahr eher fertig als geplant, vor allem wegen der vielen freiwilligen Helfer. "Da war so viel los, manchmal mussten wir die Leute wegschicken", sagt Schmidt.
Doch Land ist nicht gleich Land. Es gibt Land-Land und Stadt-Land. Das eine ist tatsächlich Provinz und tut sich - wie Lindau - immer schwerer. Dörfer rund um Metropolen dagegen profitieren davon, Idyll-Lieferant und Rückzugsgebiet für Großstädter zu sein.
Während das Stadt-Land von der "Anziehungskraft" der Ballungsräume profitiere, so heißt es im "Fortschrittsbericht der Bundesregierung zur Entwicklung ländlicher Räume", der von so vielen Fortschritten gar nicht zu berichten weiß, bestehe beim Land-Land "die Gefahr einer Abwärtsspirale" aus sinkender Attraktivität, Abwanderung und Niedergang der Infrastruktur.
Beim Blick zurück, von einem der Hügel, die Lindau umgeben, sieht der Ort hübsch aus, mit der Kirche in der Mitte, den Wäldern und Feldern ringsum. Von weitem sind die Probleme nicht zu sehen, sie verschwinden in der Unschärfe.
Und, ja, das Land ist schön. Auch wenn sich die Maisfelder seit der Energiewende in manchen Regionen Deutschlands endlos erstrecken. Auch wenn die Tiere in Zeiten der Massenzucht in den Ställen verschwunden sind und auf den Weiden meist nur ein paar Show-Exemplare grasen. Das Land ist schön, und es ist schwer, sich seinem Sog zu entziehen.
Man muss bloß ein Buch aufschlagen wie das von Hilal Sezgin: "Landleben. Von einer, die raus zog". Es ist das Zeugnis einer Bekehrung. Sezgin beschreibt nicht nur voller Begeisterung, wie sie nun lebt, in einem winkligen Häuschen mit vielen Fenstern, mit Gänsen und Schafen und Matsch vor der Tür. Mit simplen Sätzen, die die Sehnsucht jedes Städters ansprechen, der auch nur ein bisschen Herz hat, etwa wenn sie schreibt, dass es sie, seitdem sie auf dem Land lebt, "jeden Tag nach draußen zieht, wie ein Kind".
Doch das Interessante an Sezgins Buch ist nicht die Beschreibung von Landhäuschen, Tierherden und Dorfleben. Das eigentlich Verführerische ist, dass sie das Land als den Ort preist, der seine Verheißungen einlöst - im Gegensatz zur Stadt. Sie schreibt das ehrlich auf: "Zweifellos enthält das Leben in der Stadt das Versprechen unendlicher Geselligkeit, aber in meinem Leben hatte sich das Versprechen nicht wirklich erfüllt." Und ist das nicht das eigentliche Thema: dass das moderne Leben oft nicht hält, was es verspricht?
Offenbar erweisen sich die Versprechen von unendlicher Kommunikation und grenzenloser Vernetzung, von der jederzeitigen Verfügbarkeit aller Freunde, aller Waren, aller Informationen und aller Dienstleistungen oft als Illusion. Offenbar ist vielen der Preis zu hoch, den sie in irgendeiner Form zahlen. Ist es da unverständlich, dass sich viele eine Welt und eine Zeit herbeisehnen, in denen es Burnout, Work-Life-Balance-Seminare und die Notwendigkeit einer digitalen Diät nicht gibt oder am besten nie gab?
Vielleicht ist deshalb das Landleben, das als Gegenwelt herhalten muss, in der TV-Werbung so idyllisch, dass es einen fast schon wieder friert vor Gemütlichkeit. Etwa das Land, aus dem die "Landliebe" kommt: Da kuscheln junge Paare zwischen sommerlichen Bäumen in der Hängematte. Kühe grasen im milden Abendlicht auf sattgrünen Wiesen. Fröhliche Bauern schwingen ihre Heugabel. Makellose Frauenhände rühren Schokopudding und zerteilen Erdbeeren. Eine liebliche Welt, ein perfektes Idyll - ersonnen und erlogen zu einem einzigen Zweck: Milchprodukte zu verkaufen.
Landliebe ist bei weitem nicht der einzige Hersteller, der mit einer heilen ländlichen Welt wirbt. Die zum Großkonzern Müller gehörende Molkerei Weihenstephan bewirbt ihre "Frische Alpenmilch" mit Vogelgezwitscher und Sommerweiden in sattem Grün. Für die Wurst der "Rügenwalder Mühle" picknickt eine Großfamilie mitten auf der grünen Wiese, klettern Kinder in Baumhäusern herum. Und der Käsegigant Bongrain bewirbt seinen nach einem fiktiven Heiligen benannten "Saint Albray Klosterkäse" damit, dass dieser "heute wie damals in aller Ruhe in unseren Käsekellern reift".
Wer sich durch das deutsche Vorabendprogramm zappt, kann den Eindruck gewinnen, dass die meisten Lebensmittel von Hand gerührt, geschnippelt und abgepackt werden. Dass Kühe noch von Hand gemolken werden, die Zutaten aus dem Kräutergarten von nebenan kommen und Lebensmittel hauptsächlich von Menschen in Dirndln, Schwarzwaldtrachten oder zumindest Holzfällerhemden hergestellt werden.
Mit der realen Lebensmittelproduktion haben die blühenden Landschaften aus Film und Fernsehen wenig zu tun. Die Nahrungsmittelbranche Deutschlands ist eine Industrie, die viertgrößte in Deutschland, mit einem Umsatz von jährlich rund 150 Milliarden Euro.
Von wegen Bauernhof und liebevolle Handarbeit. Die Produktion von Lebensmitteln läuft in aller Regel vollautomatisiert, im Sekundentakt rattern Fließbänder, Abfüllanlagen, Verpackungsmaschinen. Menschen werden häufig nur noch da eingesetzt, wo man sie unbedingt braucht - und meist für Knochenjobs wie etwa als Zerleger im Schlachthaus.
Doch einen Zerleger bei der Arbeit druckt natürlich niemand vorn drauf auf seine Verpackung. Auch keine Produktionsstraße für Joghurt oder Hähnchenbrustfilet à la Provence. Stattdessen zeigen die Hersteller, was der Kunde gern sehen will: rustikale Knechte, tatkräftige Mägde. Dazu kommen verheißungsvolle Namen, die das Produkt besonders wertvoll machen sollen. Doch wer "Schwarzwälder Schinken" kauft, dem wird nur garantiert, dass das Fleisch im Schwarzwald verarbeitet wurde - die Tiere dazu aber können aus der ganzen Welt kommen. Auch dem Gütesiegel "regional" ist nicht zu trauen.
Der Discounter Lidl etwa bietet eine Regionalmarke unter dem Namen "Ein gutes Stück Heimat" und verkauft unter diesem Label beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern einen Birnen-Johannisbeer-Direktsaft, der im rund tausend Kilometer entfernten Lindau am Bodensee hergestellt wird. So geht das munter weiter. "Sachsen-Milch" kommt nicht unbedingt aus Sachsen, die Fische für den "Rügener Heringstopf" nicht aus der Ostsee vor der Insel, sondern aus anderen Weltmeeren, und der "Bautz'ner Rotkohl" entpuppt sich als bayerischer Import.
"Das Land ist eine Gegenwelt, in der noch Kontrolle möglich scheint", sagt Werberin Pöhnl. "Wenn das Essen aus der Region kommt, könnte ich ja theoretisch hinfahren und persönlich nachschauen, ob da alles mit rechten Dingen zugeht." Natürlich sei das keine Anti-Konsum-Bewegung. "Aber in einer Gesellschaft, in der schon Zwölfjährige Shopping als ihr Lieblingshobby angeben, dient die Idylle als Ausstiegsluke, die jederzeit erreichbar ist. Vor allem, wenn nach dem Konsum eine Leere bleibt."
Es reicht, sich nur einmal die Attribute anzusehen, die dem Leben auf dem Land in Zeitschriften und Gesprächen unter Freunden derzeit so zugeschrieben werden. Natürlich ist es auch "hart", und "es stinkt". Aber vor allem soll es "echt" und "unverfälscht" sein, "ursprünglich" und "einfach" und "gesund" und "gesellig" und "traditionsbewusst" und "entspannt".
Man muss diesen Worten nur eine Negation umhängen, und schon ist zu sehen, welches Leiden das Leben auf dem Land heilen soll. Und wie viele ihren Alltag und unsere Welt offenbar empfinden: als unecht und verfälscht, technisch, kompliziert, ungesund, ungesellig, traditionsvergessen und hektisch. Aber auch das ist so eine Städterperspektive: Als ob sie auf dem Land kein iPhone hätten, kein iPad und kein Internet. Als ob Bauer kein Beruf wäre, der nicht permanent mit Computern, Technik, Stress und dergleichen zu tun hätte.
Ein bisschen liegt das auch daran, dass die Bauern selbst nicht wissen, wie sie sich eigentlich präsentieren wollen. Als traditionsvernarrte Trachtenträger oder als Agrarmanager. Ob mit Laptop oder in Lederhose.
Beim Deutschen Bauerntag im Sommer in Fürstenfeldbruck gab es natürlich schöne Bilder für die Presse, als ein paar stramme Burschen und Mädel in Tracht die Peitsche knallen ließen. Ein modernes Image bekommen die Landwirte so nicht.
Die Jüngeren unter ihnen nervt das schon länger. Ein paar Verbände haben deshalb gleich eine Zukunftsinitiative gestartet. "Ziel 2030" heißt sie, was ein bisschen nach "Agenda 2010" klingt und womöglich beabsichtigt ist. Hauptsache, kein Kitsch.
Die Jungbäuerin
Magdalena Zelder hat mitgearbeitet an dem Projekt. Sie ist Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend, 24 Jahre alt, und hat beim Deutschen Bauerntag als Vision ausgegeben: "Landwirt zu werden muss in Zukunft cooler sein, als BWL zu studieren."
Ein paar Wochen nach dem Bauerntag auf dem Hof ihrer Eltern in Homburg-Einöd. Zelder wird ihn nicht weiterführen. Sie wird mit ihrem Mann einen Betrieb 40 Kilometer entfernt übernehmen. Dort leben 90 Milchkühe in den Ställen. Zelders Vater hat seine 20 Rinder vor ein paar Wochen abgeschafft, weil Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis mehr standen.
Zelder hält ein Kinderbuch hoch, das ihre Neffen in der Küche liegenließen. "10 kleine Tierkinder" heißt es und zeigt Seite für Seite die große ländliche Tierfamilie in harmonischem Miteinander. "Im Schweinestall laufen keine Katzen rum", regt sich die Jungbäuerin auf. "Und Kühe wandern auch nicht frei über den Hof. Aber so stellen sich viele offenbar das idyllische Landleben vor. Wenn sie sehen, wie es wirklich ist, sind sie schockiert."
Es ist erfrischend, mit welcher Vehemenz die Jungbäuerin ein Ende der Landverklärung einfordert. Sie will weg von dem Alpenhütten-Blödsinn, den die Werbung auftischt. "Wenn wir so arbeiten würden, bekämen wir uns nicht mal selber satt. Die Landwirtschaft von früher gibt es nicht mehr. Das müssen wir rüberbringen."
Über Geflügelverpackungen mit drei, vier Hühnern vor einer Backsteinscheune mit Strohdach kann sie sich echauffieren wie eine Verbraucherschützerin. "In den Betrieben werden weit mehr Tiere in einem Stall gehalten. Von wenigen Tieren kann niemand leben." Das sei die Realität, solange der Verbraucher nicht mehr zahlen wolle. "Doch mit der idyllischen Verpackung fühlt er sich natürlich besser."
Die Berichte von Leuten, die, wie Buchautorin Sezgin, rauszogen aufs Land, erzählen letztendlich alle die Geschichte einer Bekehrung. Die zum Land Bekehrten sind davon überzeugt, dass das Leben der meisten nicht dem entspricht, wie die Natur es vorgesehen hat. Ganz falsch ist das nicht. Und doch vermischt sich da etwas.
Es ist der Zungenschlag des "Früher war alles besser", der an den Land-Heiligen so irritiert. Es ist die Legendenbildung, Unterkategorie "Was Großmutter noch wusste". Sie suggeriert, es habe einmal einen idealen Zustand gegeben, ein Paradies, aus dem der Mensch sich selbst vertrieben hat. Ein Zustand, in dem Milch noch in Kannen geliefert wurde, Marmelade eingekocht wurde in Gläsern mit karierten Tüchern obendrauf und im Sommer das ganze Dorf zwischen Heugarben getanzt und sich gemeinsam am Fleisch eines über dem Feuer gebratenen Ochsen gelabt hat.
Der Babykost-Veteran
Wen so etwas wirklich aufregt, ist ausgerechnet der Bio- und Babykost-Veteran Claus Hipp. "Es stimmt nicht, dass früher alles toll war", sagt er. "Früher hat man schimmeliges Brot als Medikament verwendet. Kranke Kinder bekamen heiße Milch mit Zucker und Schnaps. Ich kann nicht sagen, dass ich mich in diese Zeit zurücksehne."
Hipp ist Öko-Landwirt, er war es schon vor Jahrzehnten, als Leute wie er noch als Spinner verlacht wurden - in Stadt und Land. Aber er hat ein Verhältnis zur Natur, das unsentimental ist, technisch, rational.
Ihn macht stolz, dass die Messinstrumente in seinen Labors so feinfühlig sind, dass sie "eine Prise Salz in einem Schwimmbecken" finden würden. Darum sei das, was in seinen Hipp-Gläschen drin sei, auch "besser, als wenn einer sein Gemüse im Bio-Laden kauft und selbst kocht".
Hipp verkauft seine ökologische Babynahrung im Glas, aber auch als Kleinkindermenü für die Mikrowelle. Für ihn ist das kein Bruch. Für ihn zählen die Laborwerte seiner Lebensmittel, nicht, ob Mutti in der Küche steht und selbst Möhren schrubbt. Für ihn ist die Überzeugung, das Selbstgemachte, Selbstgebackene sei immer besser, bloß Kitsch. "Diese ganze Land-Nostalgie ist wie ein dauerndes Oktoberfest", sagt Hipp. "Da meinen die Menschen auch, sie seien urtümlich und hätten ihre ländlichen Wurzeln entdeckt, wenn sie Trachten anziehen, die es so nie gegeben hat. Eine Perversion der Nostalgie." Hipp selbst trägt das ganze Jahr über Tracht, nur in den Oktoberfest-Wochen nicht. Aus Protest.
Dennoch gibt es diesen Trend, und er ist ein Symptom. Diese "Sehnsucht nach einer Zeit, die nicht einmal vorbei ist, weil es sie nie gab", wie Hipp es formuliert. "Du musst dein Leben ändern" hieß vor drei Jahren ein Bestseller des Philosophen Peter Sloterdijk. Ist es das, was hinter dieser Land-Euphorie steckt? Ein Unbehagen am eigenen Leben in der Gegenwart?
Vielleicht geht es um mehr. Vielleicht ist dieser Ausstieg aus der Gegenwart, die sich als Flucht auf das Land tarnt, am Ende gar eine kluge, eine überlebenswichtige Entscheidung. Vielleicht geht es um mehr als um ein bisschen Überdruss und Alltagsfrust. Sondern um die Zukunft der Wirtschaft, die Zivilisation überhaupt. Um alles.
Der Aussteiger
So sieht das jedenfalls Thomas Hoof, der Mann, der das Edel-Versandhaus Manufactum gegründet hat. Mittlerweile hat er das Unternehmen - Slogan: "Es gibt sie noch, die guten Dinge" - an den Otto-Konzern verkauft und sein Geld unter anderem in ein Gut investiert. Gut Manhagen in Schleswig-Holstein, ein traumhaftes Stück Land mit Gutshaus, Fischerhütte und Teich, das er an Urlauber vermietet, für bis zu 3600 Euro pro Woche.
Doch Hoof geht es ganz sicher nicht darum, auf dem Land ein bisschen Idylle als Ausgleich zur stressigen Moderne zu erleben. Dergleichen Spielereien interessieren ihn nicht. Hoof ist einer der extremen Prediger einer Rückbesinnung aufs Land. Er bildet den Punkt der Welle ab, an dem sie bricht und Nostalgie umschlägt in düstere Prophetie.
In naher Zukunft, ist er überzeugt, wird das Erdöl versiegen, die dann eintretende Energieknappheit werde das Wirtschaftssystem kollabieren lassen. Die Landwirtschaft, sagte Hoof dem Wirtschaftsmagazin "brand eins" in einem Interview, werde dann zu einer Zukunftsbranche, in der "wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts 10 bis 16 Prozent der Bevölkerung beschäftigt sein werden". Derzeit sind es nicht mal 2 Prozent.
Für ein Interview ist der ebenso öffentlichkeitsscheue wie misstrauische Hoof nicht zu gewinnen. Immerhin beantwortet er Mails. Hoofs Gedankengang geht so: Bisher ist Landwirtschaft auf maximale Produktion ausgelegt, egal wie viel Energie dabei verprasst wird. Auf Gut Manhagen ist alles darauf ausgerichtet, möglichst wenig Energie zu verbrauchen - wie zu Zeiten, als es noch kein Erdöl gab. Sollte es zu einer Krise kommen, würden die "ländlichen Mast- und Milchindustrien stillstehen". Gut Manhagen könne dagegen weiterproduzieren, prophezeit Hoof. Es ist ein bisschen wie mit der Arche Noah.
Hoofs Sicht auf die Dinge mag eigenwillig sein, sein Lösungsansatz exzentrisch, seine Analyse falsch. Andererseits: Schon seine Firma Manufactum war der Geniestreich eines Skeptikers, dem viele andere Skeptiker folgten.
Während alle Welt auf Massenproduktion setzte, darauf, dass mit steigender Stückzahl die Preise sinken und so auch hohe Qualität für viele erschwinglich wurde - das Prinzip der Ikeas, Volkswagens und Aldis -, ging Hoof exakt in die Gegenrichtung. Seine Produkte wurden in geringer Stückzahl hergestellt, waren teuer - und angeblich besser.
Ob das stimmt, ist eine ideologische Frage, die man mit Manufactum-Kunden besser nicht diskutiert. Allerdings galt bei Manufactum stets: Fortschrittsskepsis muss man sich leisten können. Selbst ein Gartenspaten kann da 132 Euro kosten, drei- bis viermal so viel wie im Baumarkt. Dafür werden nur Hölzer verwendet, "die auf einen genau senkrechten Verlauf ihrer Jahresringe hin kontrolliert wurden".
In Hoofs Perspektive bekommt die Lust aufs Land eine leicht gruselige Note. Er ist überzeugt, dass "den tagträumerischen und tatsächlichen Stadtfluchten" vielleicht auch "jener instinktive Wettersinn zugrunde liegt, der Wildtiere den Wald bereits verlassen lässt, wenn Meteorologen und Wetterkommentatoren von herannahenden ,Kyrills' oder ,Lothars' noch keinen blassen Schimmer haben".
Wenn alles also noch viel schlimmer ist, wenn demnächst alles zusammenbricht, keine Trecker mehr fahren, weil Benzin fehlt, und der Bauer wieder sein Pferd vor den Pflug spannen muss, welcher Trost bleibt dann noch?
"Die Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr hier im Dorf", sagt Kabarettist Wischmeyer. "Die kostet 20 Euro Beitrag im Jahr, man muss nichts tun, aber man wird in Uniform zu Grabe getragen. Das ist reell."
Von Susanne Amann, Markus Brauck und Alexander Kühn

DER SPIEGEL 44/2012
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